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des Lammes 
mit der Machtfülle Gottes )

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

Buch 2 - DIE INTHRONISIERUNG JESU CHRISTI NACH SEINER HIMMELFAHRT (OFFENBARUNG 4:1 - 6:17)
Die zweite Vision 
der Offenbarung
 Jesu Christi

TEIL 2.2 Die Inthronisierung 
Jesu Christi 
durch die Verleihung 
der versiegelten Buchrolle (Offenbarung 5:1-14)


2. Die Autorisierung 
des Lammes 
mit der Machtfülle Gottes (Offenbarung 5,7)

5,7 Und es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß.

Mit grandioser Einfachheit beschreibt Johannes die Inthronisierung Jesu Christi im Himmel, die sich in einem Augenblick ereignete:

Er kam und empfing!

Wir wissen nicht, wann und auf welche Weise Jesus zum heiligen Gott der Liebe vordrang. Es steht nicht geschrieben, ob er sich vor dem Vater verneigte, niederfiel und seine Füße küßte, wie man in Nigeria denkt. In der arabischen Welt stellt man sich vor, daß er ihn umarmte und auf die Stirn küßte. Das alles ist Johannes unwichtig. Nur eines war für Zeit und Ewigkeit entscheidend: Er kam und empfing!

Manche Übersetzer schreiben: Er kam und nahm! Aber das Wort „nehmen“ hat mehrere Bedeutungen. Der Sohn reißt nichts an sich und nimmt nichts eigenwillig aus der Hand seines Vaters. Er wartet, bis der Vater es ihm gibt.

Der Sohn empfing seine Sendung (Joh. 17,18; 20,21), seine Salbung (Lk. 4,18-19) und alle Früchte seines Lebens (Joh. 3,35; 17,7) von seinem Vater.

Jesus bezeugte seine ständige Abhängigkeit vom Vater: Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der Sohn (Joh. 5,19-24).

Der Sohn redete nicht seine eigenen Worte, der Vater gab sie ihm (Joh. 14,10; 17,8). Seine Werke stammten nicht von ihm selbst, sondern von seinem Vater, der in ihm wohnte (Joh. 5,36; 14,10; 17,4). Er gab ihm das Gebot, ewiges Leben weiterzugeben (Joh. 12,49-50). Gott offenbarte dem Sohn seinen Vaternamen (Joh. 17,11-12) und gab öffentlich Zeugnis, daß Jesus sein lieber Sohn ist (Joh. 5,37; Mt. 3,17 u.a.).

Der Vater hat ihm alles Gericht übergeben (Joh. 5,22; Dan. 7,13-14; Apg. 10,42) und verlieh ihm die Herrlichkeit, die Summe seiner göttlichen Eigen-schaften (Joh. 17,22).

Der Vater legte dem Sohn besonders jene ans Herz, die er von der Welt auserwählt hatte (Joh. 17,6), damit er keinen von ihnen verliere (Joh. 6,39; 10,29). Jesus bekannte, daß niemand zu ihm kommen könne, er werde denn von seinem Vater gezogen (Joh. 6,37+65; 17,7+9+24).

Jesus blieb von Herzen demütig und war seinem Charakter nach sanftmütig (Mt. 11,29). Er machte sich nicht selbst groß, wie es im Islam Allah tut, der sich der Hochmütige nennt (Sure 59,23).

Jesus blieb demütig auch auf der höchsten Stufe seines Daseins, als er mit der Übergabe des Buches der Offenbarung von seinem Vater alle Macht im Himmel und auf Erden empfing.

Seltsamerweise steht im griechischen Text nicht, daß Jesus „die Buchrolle“ aus der Hand dessen empfing, der auf dem Thron sitzt. Dort steht nur: Er empfing aus seiner Hand. Das Buch selbst war nicht mehr das Wichtigste, sondern der Empfänger und sein Verhältnis zu dem, der auf dem Thron saß. Die Weitergabe der Vollmacht legalisierte die Einheit der Dreieinigkeit. Im Himmel knisterte es vor Spannung!

Der Vater übergab dem Sohn alle Macht und Gewalt, das Leben und das Gericht, die Vergangenheit und die Zukunft – eines der entscheidendsten Ereig-nisse, die je waren oder sein werden.

Eine Machtteilung fand bei der Buchübergabe nicht statt, denn die Fülle bleibt die Fülle auch nach ihrer Weitergabe. Man könnte eher von einer Machtvermeh-rung sprechen. Die Fülle des Lebens, der Liebe, der Macht und allen Rechts wohnen sowohl im Vater als auch im Sohn, wie auch im Heiligen Geist. Die Heiligkeit ist dreifaltig. Die Herrlichkeit des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes ruht ineinander und nicht nebenein-ander. Dies alles und viel mehr empfing der Sohn vom Vater bei seiner triumphalen Ankunft im Himmel. Das Ziel der Himmelfahrt Christi bestand in seiner Inthronisierung. Er setzte sich mit seinem Vater auf seinen Thron (Offb. 3,21). Sein Glaubenszeugnis auf Erden wurde glorreich bestätigt (Mt. 11,27; 28,18; Joh. 17,20-24).

Der Löwe aus Juda erschien dabei nicht als „Superman“, sondern als geschächtetes Lamm. Allein das Lamm Gottes war würdig und fähig, das All aus der Hand des Vaters zu empfangen.

Im Qur’an lesen wir mehrere Verse über diejenigen, die Allah nahe sind. Sie leben in Wonnegärten und liegen auf geschmückten, bequemen Couchen. Ihnen stehen liebesbereite, unberührte Huris in großer Zahl zur Verfü-gung (Sure 56,10-41). ‘Isa, der Sohn der Maria, Gabriel, Michael, der Geist des Heiligen, Abraham, Mose und Aaron gehören nach dem Qur’an zu diesen Allah Nahegebrachten. Welch eine Blasphemie!

Weder Jesus noch der Heilige Geist können im Islam göttlicher Natur sein. Denn im Islam bedeutet es eine unvergebbare Sünde zu sagen, daß es neben Allah noch eine andere göttliche Person gibt. Allah ist immer nur einer. Wenn es mehrere göttliche Personen gäbe, würde das nach dem Verständnis des Islams unweigerlich zu einer Palastrevolution im Himmel führen. Allah ist weder demütig noch Liebe. Als Dikta-tor und antichristlicher Despot bleibt er allein. Deshalb kann es im Islam auch keine Inthronisierung des Lammes Gottes geben und keine Machtweitergabe. Der Islam kennt keine liebevolle Unterordnung und keine Selbstverleugnung in heiliger Liebe.

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