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KOLOSSER - Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä

Teil 1 - Die Grundlagen des christlichen Glaubens (Kolosser 1:1-29)

2. Das Dankgebet des Paulus und seiner Mitarbeiter für die Gemeinde in Kolossä (Kolosser 1:3-8)


Die Gruppe um Paulus dankte dem Vater Jesu Christi für drei Schwerpunkte in der Gemeinde in Kolossä: Zuerst für ihren Glauben an Jesus Christus, dann für ihre brennende Liebe im Heiligen Geist und für ihre gewisse Hoffnung des ewigen Lebens.

Der rechte Glaube

Der Glaube an einen jüdischen Gekreuzigten war im römischen Reich ein Wagnis, denn nach dem römischen Gesetz galt jede Kreuzigung einem ausländischen Verbrecher oder einem geflohenen Sklaven. Deshalb war ihr Glaube an das gekreuzigte Lamm Gottes und die Rechtfertigung von allen ihren Sünden auf Grund seiner Stellvertretung ein herausforderndes Wunder der Gnade Gottes. Die multikulturelle Gesellschaft des hellenischen Kulturraumes besaß wenig Ahnung von der Heiligkeit Gottes und seiner barmherzigen Liebe, von der rechtlich begründeten Todesstrafe für jeden Sünder und dem möglichen Sühneopfer durch den sündlosen Jesus. Die Macht der Gnade Gottes aber hat diesen Glauben in die Köpfe und Herzen von Griechen und Römern gelegt. Deshalb dankte die Gebetsgemeinschaft um Paulus dem Vater Jesu Christi für diesen Erkenntnisdurchbruch aus Gnaden.

Die echte Liebe

Wenn in der hellenisch-griechischen Welt von Liebe geredet wurde, dachte man zuerst an „Eros“, eine emotionale auf geschlechtliche Kontakte ausgerichtete Liebe. Oder man schrieb im Sinn der „Phile“ als eine Ehrung für hoch stehende Persönlichkeiten oder über die Philo-Sophie. Nur wenige waren sich der „Agape“ bewusst, die eine selbstlose, opferbereite Liebe bezeichnet. Wer aber die Liebe Gottes, die Liebe Christi und die Liebe dem Feind gegenüber in der griechischen Sprache erwähnen wollte, konnte nur den Begriff Agape wählen, um die Tiefe und Heiligkeit dieser Liebe zu bezeichnen.

Die Gebetsgruppe um Paulus war beeindruckt von der opferbereiten und selbstlosen Liebe der Kolosser. Die Beter wussten, dass diese Tugend nicht von den Neugläubigen selber stammte, sondern eine Gabe des Himmels war, wie Paulus an die Römer schrieb: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen, durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist“ (Römer 5,5b). Diese Gottesgabe in Christusnachfolgern verlangt unseren stürmischen Dank, denn Egoisten werden dadurch mitleidig, Superempfindliche lernen einander zu ertragen und Bemittelte helfen Bedürftigen real, nicht nur mit Plänen oder Worten. Die lebendige Gemeinde in Kolossä wurde aktiviert durch das Potential des Heiligen Geistes.

Ein Mensch sehnt sich nach einer geistlichen Großfamilie in der er zu Hause ist, wo eine saubere Luft herrscht und die Freude über die Liebe Gottes dominiert. Dort regiert keine Lüge noch eine scheinheilige Freundlichkeit, sondern die ungeheuchelte Liebe. Dies hängt vom richtigen Glauben an Jesus, den Retter und Herrscher ab, durch den die Früchte seines Geistes reifen können.

Für alle Heiligen

Das Besondere an dem Dank der Gebetsgruppe um Paulus ist die Bemerkung, dass die Kolosser alle Heiligen liebten. Es gibt in jeder Gemeinde geistlich erfahrene und geistlich schwächere Persönlichkeiten. Mit den Ersteren versucht jeder in Kontakt zu kommen, die Anderen aber werden vergessen oder gemieden. Wer versucht mit ihnen Kontakte zu knüpfen, muss mit Vorwürfen und bitteren Worten rechnen. In Kolossä aber wurden die Beliebten und die Unbeliebten unter den Heiligen gleichermaßen geehrt und geachtet. Die Ersten in der Gemeinde wollten als die Letzten erscheinen, die Letzten aber wurden ermutigt und umsorgt. Die Führungsgruppe schwebte nicht hoch über den Minderwertigen, und die einfach Denkenden fühlten sich nicht ausgeschlossen, sondern wurden gehört. Arme wurden nicht verachtet und Reiche halfen ohne viele Worte.

Die Worte „alle Heiligen“ gehen über den Ort der Gemeinde in Kolossä hinaus. Dieser Begriff umfasst auch Hunger leidende Judenchristen in Jerusalem oder verfolgte Heilige in fanatischen Städten oder Dörfern. Die Kolosser hatten offene Ohren und opferbereite Herzen für die Nöte der Christusnachfolger im Mittelmeerraum. Sie halfen Missionsteams mit ihren Gebeten und Spenden, übersahen weder die Waisen verstorbener Christen, noch deren Witwen. Jesus und seine Apostel waren mit ihrer Liebe Vorbilder für sie geworden. Alle übten sich darüber hinaus ihre Feinde zu lieben und den Rücksichtslosen zu vergeben. Sie wurden nicht bitter, wenn sie um ihres Glaubens willen gemobbt, entlassen oder verachtet wurden. Die Liebe des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes hatte ihr Leben verändert und erfüllt.

Gebet: Vater, wir danken dir von Herzen, dass du immer wieder bei uns und in fernen Ländern den treuen Glauben an Jesus Christus wachsen lässest, der sich in herzlicher und opferbereiter Liebe für alle Heiligen und für ihre Feinde auswirkt. Stärke unseren Glauben und befreie uns von unserem Egoismus zu einer brennenden Liebe für alle verfolgten und angefochtenen Heiligen. Amen.

Frage 13: Wo steht es geschrieben, dass die Liebe Gottes in unsere Herzen ausgegossen wurde? Stimmt dieses Zeugnis bei dir?

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