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Home -- German -- Offenbarung -- 128 ( Der Zorn des Drachens. Die verfolgte Heilsgemeinde)

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 4 - DEIN REICH KOMME (OFFENBARUNG 10:1 - 12:17) - Die zwei Zeugen der Endzeit und das Blasen der letzten Posaune
TEIL 4.5 Entscheidende Entwicklungen nach dem Blasen der siebten Posaune (OFFENBARUNG 12: 1-17)

7. 
Der Zorn des Drachens (Kap. 12, 12)

8. Die verfolgte Heilsgemeinde (Kap. 12, 13-17)


Der Zorn des Drachens

12 Darum freut euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Wehe aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat.

Die Himmel jubeln, die Erlösten aus Zion trillern jauchzen vor Freude, und die Gläubigen aus den Völkern stimmen Lobpreisgesänge an. Jetzt ist sind vor dem Thron Gottes keine schleichenden Verdächtigungen aus der Mottenkiste der Vergangenheit mehr zu erwarten. Alle Sünden wurden Jesus bekannt und sind von ihm vergeben. Im Himmel herrschten Friede, Freude und Dank. Alles Leiden aus der Zeit des Zeugnisses und der Verfolgung hat sichist in Jubel über den Sieg des Lammes und die Rettung seiner Nachfolger verwandelt.

Über die Erde aber wird das dritte Wehe ausgerufen (Offb. 8 13; 9, 12; 11, 14; 12, 12; 18, 10, .16 und .19). Das dritte Wehe und seine Folgen liegen schwerer auf der Erde als alle vorhergegangenen Weherufe. Satan selbst kommt auf die Erde als Besiegter und Geschlagener, und er will seine Niederlage vertuschen. Er schäumt vor Wut. Er weiß, dass seine Zeit kurz ist und dass das Gericht und die Verdammnis unausweichlich kommen werden. Nun sucht er alle noch lebenden Menschen auf, die in den Bergen oder Ebenen, an den Flüssen oder am Meer leben. Er kennt und sieht sie alle. Die rasende Wut Satans richtet sich nun ein letztes Mal gegen Gott und seinen Gesalbten und alle, die ihn Jesus lieben und ihm nachfolgen.

Die verfolgte Heilsgemeinde

13 Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte.

14 Und es wurden der Frau gegeben die zwei Flügel des großen Adlers, dass sie in die Wüste flöge, an ihren Ort, wo sie ernährt werden sollte eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit, fern von dem Angesicht der Schlange.15 Und die Schlange stieß aus ihrem Rachen Wasser aus wie einen Strom hinter der Frau her, um sie zu ersäufen.

16 Aber die Erde half der Frau und tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache ausstieß aus seinem Rachen.

17 Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, zu kämpfen gegen die übrigen von ihrem Geschlecht, die Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu.

Der feuerrote Drache erkannte, dass die Frau, die das göttliche Kind geboren hatte, auch nach dessen Himmelfahrt mit ihrem nun erhöhten Sohn eng verbunden blieb. Den Sohn wollte der Drache vernichten, hatte aber keinen Zugriff mehr auf ihn, also hielt er sich an die Frau, die dem Sohn nahe war und blieb.

Der tobende Böse setzte nun alles daran, Christus (den Sohn) in seiner Gemeinde (der Frau) zu bekämpfen und zu besiegen. Alle Bedrückung, Verachtung und Verfolgung der Gemeinde ist in erster Linie gegen ihr Haupt Jesus Christus gerichtet. Deshalb sagte der Herr zu Saul, der seine Jünger mörderischen Verfolgte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? ... Ich bin Jesus, den du verfolgst! (Apg. 9, 4-5).

Satan verfolgte nicht nur durch Saul die Urgemeinde, sondern will auch heute noch alle, die durch ihr Zeugnis ewiges Leben empfangen, zerstören.

Solange wir auf der Erde leben, ist uns kein bleibender Friede in Staat oder Kirche und Staat verheißen. Der altböse Feind hat überall seine Anhänger, die er gegen junge wie erfahrene Gläubige aufhetzt. Wer meint, er stehe fest, mag zusehe, dass er nicht falle (1. Kor. 10, 12).

Der inthronisierte Herr aber schickt seiner bedrängten Gemeinde seine „Adler“ zu Hilfe. Heute mag man dabei an Flugzeugen denken, die die Verfolgten an einen sicheren Ort ausfliegen. Unser Herr aber hat Möglichkeiten, die uns zuvor nicht einmal im Traum einfallen. Er hat einmal einem Prälaten, der sich auf seinem Dachboden versteckt halten musste, täglich ein Huhn zugeführt, das ein Ei vor ihm legte, bis seine Verfolger abgezogen waren. Und die Raben des Elia (1. Kön.17, 6) fliegen auch heute noch, wenn Verfolgte vertrauensvoll danken: Unser tägliches Brot gib uns heute! (Mt. 6, 11). Der Herr hat seine mächtigen Flügel über seine Gemeinde gebreitet und schenkt seinen Kindern einen Zufluchtsort für die „dreieinhalb Zeiten“ uns unbekannter Länge, in denen er Verfolgte nach Leib, Seele und Geist ernähren wird. Er versicherte seinen Nachfolgern: Niemand wird euch mir aus meiner Hand reißen ... Ich und der Vater sind eins (Joh. 10, 27-30).

Doch Satan bleibt nicht untätig. Er suchte die geflohene Gemeinde, spürte ihre Spur auf und versuchte, die in Gott Geborgenen, zu vernichten. Er wollte die Frau mit einem Strom von Wasser wegschwemmen und ersäufen. Immer und überall wieder versucht er, die in Gott Geborgenen zu vernichten. Er spuckte unflätige Worte und unwahre Verdächtigungen gegen die Geheiligten aus, um sie moralisch zu vernichten. Die Flut der Verleumdungen gegen Christus und seine Gemeinde nimmt zu. Christen werden als intolerant verschrieen, wenn sie nicht bereit sind, konturlos und reibungsfrei in einer multikulturellen Gesellschaft unterzugehen.

Die „Erde“ aber tat ihren Mund auf und verschluckte die trüben Wassermassen. Bisweilen können auch gottferne Menschen schnell unterscheiden, was wahr ist und was nicht. Sie sind bereit, verleumdete Verfolgte zu schützen, wenn diese im Geist der Wahrheit, in der Zucht und Liebe leben. Es soll ihnen vergolten werden, nicht umsonst sagte Christus: Wer einem dieser Elenden auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, wahrlich ich sage euch: dem soll es nicht unbelohnt bleiben (Mt. 10, 42; Mk. 9, 41).

Satan hat der Gemeinde Jesu Christi den Krieg erklärt! Er geht um und sucht nach treuen Juden und wahren Christen, um sie zu vernichten. Johannes hörte die doppelte Bezeichnung der Verfolgten: Alle, „die die Gebote Gottes Gebote (in der Thora) halten und die das Zeugnis Jesus im Heiligen Geist besitzen“ (Offb. 12, 17). Der Geist gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind (Röm. 8, 15-16), schreibt Paulus. Beide Gruppen der Verfolgten leben ausschließlich vom Wort Gottes. Sie haben keine andere Waffe, keine andere Kraft und keinen anderen Schutz außer als das Wort ihres Herrn. Sein Wort bedeutet für sie seine Gegenwart.

Das Neue Testament lehrt uns, für die um Christi willen Verfolgten und Gefangenen zu beten. Es ist eine heilige Pflicht der Gemeinde, sich über Verfolgungen von Juden und Christen zu orientieren, für die Bedrückten zu beten und ihnen im Rahmen des Möglichen zu helfen (Gal. 6, 10, Eph. 6, 18-20, 2. Pet. 1, 7). Wir sollten uns um regelmäßige Information bemühen, um für die Fürbitte gerüstet zu sein. Die Verfolgungen beispielsweise in Indonesien mit über 700 verbrannten Kirchen oder, die Verfolgungen in Nigeria mit über 50.000 getöteten Christen nehmen zu, und die Situation der Gemeinden Jesu im Libanon und in Israel verschärft sich stetig. Schlafen wir immer noch?

Wollen wir unserem bequemen Leben am Fernsehgerät und im Badeurlaub frönen, oder wollen wir Zeit, Geld und Liebe opfern, um den Verfolgten zu helfen?

Wir sind im Kampfe Tag und Nacht.

Oh Herr, nimm gnädig uns in Acht

und steh uns an der Seite.

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