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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 4 - DEIN REICH KOMME (OFFENBARUNG 10:1 - 12:17) - Die zwei Zeugen der Endzeit und das Blasen der letzten Posaune
TEIL 4.5 Entscheidende Entwicklungen nach dem Blasen der siebten Posaune (OFFENBARUNG 12: 1-17)

6. 
Die Siegesproklamation im Himmel und die Überwinder Satans (Kap. 12, 10-11)


10 Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserem Gott. 11 Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt, bis hin zum Tod.

Johannes hörte eine große Stimme im Himmel triumphierend den Sieg Michaels über den Drachen verkündigen. Dieser Heils- und Siegesruf liest sich zunächst wie eine Wiederholung der jubelnden Stimmen im Himmel, die beim Ertönen der siebten Posaune den zukünftigen Sieg Gottes ausriefen. In dieser erweiterten Siegesproklamation wurden jedoch neue Etappen der Heilsverwirklichung aufgezeigt.

Das Heil ist geworden

Das diesseitige Heil ist rechtlich durch den Tod Jesus Christi am Kreuz und durch seine Auferstehung vollendet worden: Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber (2. Kor. 5, 19-21).

Aufgrund dieser Versöhnung erfolgte die Ausgiessung des Heiligen Geistes in die betenden Nachfolger Jesu. Diese Geisteinwohnung war die Verwirklichung des Heils, denn sie brachte den Gerechtfertigten engste Gemeinschaft mit Gott, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist das ewige Leben und die göttliche Kraft. Er gewährt den Gläubigen Liebe, Freude, Friede, und Geduld, treibt sie zum Zeugnis und tröstet sie mit der gewissen Hoffnung ihres ewigen Heils.

Diese Begabung mit dem Heiligen Geist ist sowohl einzelnen bewussten Christen, aus Gnaden geschenkt worden, wie auch der ganzen Gemeinde. Alle Jesusliebhaber zusammen bilden den Tempel des Heiligen Geistes, den Leib Christi und die Familie Gottes, unseres Vaters.

Christus hat nach seiner Himmelfahrt und Inthronisierung sein Heil in uns verwirklicht. Er ist unser Hoherpriester und Fürsprecher. Bisher konnte jedoch Satan noch im Himmel als Generalankläger gegen alle Gerechtfertigten auftreten. Erst nach dem Blasen der siebten Posaune wurde der Vater der Lüge ausgetrieben. Seitdem kann er das vollendete Heil nicht mehr in Frage stellen.

Deshalb pries die große Stimme im Himmel zuerst das seit dem Tod Christi vollendete Heil. Der Lügenankläger ist für immer verstummt. Das Heil Christi ist unangefochten wirksam.

Die Kraft und das Reich

In der Doxologie, am Schluss, des Vaterunsers beten wir: Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen (Mt. 6, 13). Das Reich Gottes ist das Ziel unserer Geschichte. Offb. 1, 9 ; 11, 15

Der Vater und der Sohn regieren seit der Himmelfahrt Christi in völliger Einheit die Welten. Satan nahm sich als Ankläger und Feind Gottes immer wieder das Recht, die Existenz dieses Reiches und seine Einheit in Frage zu stellen. Er war gegen alles, was gut und göttlich ist. Er hasste die Ausgiessung der Kraft des Heiligen Geistes in gerechtfertigter Sünder. Nachdem jedoch, der Böse durch Michael ausgetrieben war stand das Reich unangefochten fest. Die Einwohnung der Kraft des Geistes und der Liebe Gottes in sterbliche Irdische wurde nicht mehr in Frage gestellt. Die Königsherrschaft Gottes blieb nach der siebten Posaune unangefochten. Die volle Kraft Gottes wirkte sich ungehindert in seinem Himmelreich aus – dieselbe Kraft, die unser Vertrauen herausfordert.

Die Vollmacht des Gesalbten

Christus hatte bekannt: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden! (Mt. 28, 18) Der Teufel aber lehnte sich gegen diesen Anspruch des Sohnes Gottes auf und stellte ihn in Frage indem er auf die Missstände in Kirche und Welt hinwies. Erst durch die Austreibung Satans durch Michael hatte Christus offengelegt, dass er tatsächlich alle Gewalt im Himmel und auf Erden besaß. Er hatte diese Macht zwar schon immer, wie seine Wunder beweisen. Der Vater der Lüge aber hatte das geistliche Reich des Sohnes und seine Autorität wegen seiner Geduld und Liebe, in Frage gestellt und ihn zu einem menschlich- irdischen Handeln verführen wollen. Seit der siebten Posaune aber bleibt Christi Vollmacht im Himmel unangefochten. Sie setzt sich durch den Glauben seiner Nachfolger auch auf der Erde durch.

Die ständige Anklage ist zu Ende

Die Siegesproklamation der starken Stimme im Himmel lüftete ein Geheimnis Satans, dass er die gläubigen Christusnachfolger wegen ihrer offensichtlichen Fehlern, Sünden und Irrtümern vor Gott bei Tag und bei Nacht verklagt hatte. Jede einzelne Verletzung des Gesetzes Gottes war beobachtet, hämisch registriert und vehement vor dem ewigen Richter vorgetragen worden.

Doch nun rief die Stimme im Himmel: „Der Verkläger unserer Brüder ist verworfen!“ Es ist also denkbar, dass einer der 24 Ältesten aus dem Thronsaal diese Siegeshymne anstimmte. Er sprach dabei nicht von der Anklage Satans gegen Ungläubige, sondern gegen wiedergeborene Christen. Satan will die Familie Gottes, den geistlichen Leib Christi und den Tempel des Heiligen Gottes, durch seine berechtigte Anklage zerstören. Aber er ist gescheitert. Das Kreuz und sein Gnadenrecht haben den Bösen durch die Sündlosigkeit Christi und sein ewig gültiges Sühneopfer überwunden, und brachten schließlich den Verkläger zum Schweigen. Der Ankläger wurde zum Himmel hinausgeworfen.

Die Beteiligung der Gemeinde an der Überwindung Satans

Dieses Geheimnis ist groß: Die fragwürdigen Angeklagten wurden an der Überwindung Satans aktiv beteiligt. Sie konnten ihre Unschuld und ihre Würdigkeit für eine Gemeinschaft mit dem heiligen Gott gar nicht selber beweisen. Denn sie waren tatsächlich schuldig und verdammt. Sie hatten keine eigene Ehre, noch guten Werke und überhaupt kein Recht, mit Gott zu leben. Sie sind schuldig und verdammt. Sie wagten jedoch zu glauben, dass das Blut Jesu Christi sie reinwäscht von allen Sünden. Das Versöhnungsblut des Lammes stillt jede Anklage Satans! Christen sind nicht aus sich selbst heraus rein und unschuldig in sich selbst, aber um ihres Glaubens willen werden sie umsonst gerechtfertigt. Die Anklage des Gesetzes erlischt durch das Vertrauen in das Sühneblut des Lammes Gottes. Der gesamte zweite Artikel unseres Glaubensbekenntnisses, der von Jesus spricht, ist in dem kleinen Satz über die Rechtfertigten enthalten: Sie haben ihn (den Verkläger) besiegt durch das Blut des Lammes! (Offb. 12, 11) Ja, unser Glaube ist der Sieg, der Satan und seine Welt überwunden hat (1. Joh. Kap. 5, 4-5).

Wichtig für die Überwindung Satans ist aber auch das Zeugnis vom Vater und Sohn durch den Heiligen Geist. Die Nachfolger Christi sind durch Satan immer wieder der Verführung ausgesetzt. Da festigt uns das Zeugnis von der Gnade des Herrn Jesu Christi und der Liebe Gottes und der Gemeinschaft des heiligen Geistes. Wir wissen uns geborgen wieder in der Umsonstgnade des dreieinigen Gottes. Wer zeugt, lebt, und wer im Heiligen Geist lebt, der zeugt geistliches Leben. Das Wort vom Kreuz hat eine große Kraft; dieses Wort wollen wir mit Paulus bezeugen (1. Kor. 1, 18; 2, 1-5). Trotz Versagen, Sünde und Schuld hängen sich bewusste Christen an den Gekreuzigten und behalten auch wegen ihres Zeugnisses den offenen Zugang zum Vater (Mt. 10, 32; Lk. 12, 8). Im Kreuz liegt unsere ganze Kraft verborgen. Wer es wagt den gekreuzigten Gottessohn zu bekennen, empfängt dabei mitten im Kampf mit der Unterwelt großen Frieden.

Das Zeugnis vom Lamm Gottes, das ein für allemal die Sünde der Welt weggetragen hat, führt zu Widerstand, Verfolgung und Tod. Satan kann das Kreuz nicht riechen! Er kann zwar Jesus, im Islam notfalls als Wundertäter und weisen Gesetzgeber bekennen. Als vorbildlichen Menschen oder als Propheten, als einen wandelnden Geist von Gott und selbst seine Auffahrt in den Himmel bekennen, aber niemals kann Satan Jesus bekennen als den, der seinen Fürtod für Sünder am Kreuz gestorben ist. Synkretisten versuchen heute beispielsweise, eine einheitliche Weltreligion und ein neues Weltethos zu schaffen. Darin ist für einen gekreuzigten Gottessohn, der im Thron seines Vaters sitzt, kein Platz mehr. Wer das Lamm Gottes und den Vater Jesu Christi trotzdem bekennt, läuft Gefahr, verlacht, verspottet, gefoltert und getötet zu werden.

Alle die ihr Leben opferten, um Jesus, ihren Heiland, bis zum Märtyrertod zu bezeugten, haben hat mitgeholfen, Satan zu überwinden. Dass der Glaube eines Gerechten an das Lamm Gottes größer sein kann als seine Todesangst, macht Satan recht- und machtlos. Denn das Blut eines Märtyrers hat zwar keine Versöhnungskraft, doch es verherrlicht den Sieg des Lammes vor aller Welt.

Viele Christen glauben an die Sühnekraft des Blutes Christi. Manche wagen es, den gekreuzigten Gottessohn offen zu bezeugen. Nur wenige aber haben ihr Leben für Jesus in den Tod gegeben. Der Kampf zwischen Himmel und Hölle geht weiter. Wo ist unser Anteil beim Sieg des Lammes?

Wenn wir uns fürchten, sollten wir daran denken, dass wir nicht auf einen Michael als unsern „Schutzpatron “ vertrauen müssen, denn wir werden siegen ganz allein durch des Lammes Blut! Der Glaube an das Lamm Gottes sollte in den Anbetungsgottesdiensten klar zu Wort kommen, denn das Zeugnis vom Gekreuzigten allein schafft ewiges Leben.

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