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Home -- German -- Offenbarung -- 126 ( Der Drachensturz auf die Erde )

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 4 - DEIN REICH KOMME (OFFENBARUNG 10:1 - 12:17) - Die zwei Zeugen der Endzeit und das Blasen der letzten Posaune
TEIL 4.5 Entscheidende Entwicklungen nach dem Blasen der siebten Posaune (OFFENBARUNG 12: 1-17)

5. 
Der Drachensturz auf die Erde (Kap. 12, 7-9 )


7 Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, 8 und sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. 9 Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen.

Nach der Himmelfahrt Christi und seiner Inthronisierung fand Satan kein Recht mehr im Himmel, die Gläubigen aus dem Alten und Neuen Bund zu verklagen. Das Lamm Gottes hatte sie mit Gott versöhnt, ihre Sünde gebüßt, ihre Strafe erlitten. Am Kreuz ist Satan rechtlich überwunden und besiegt worden. Der Sühnetod Christi bedeutet, rechtlich gesehen, die Totalniederlage Satans.

Nach der siebten Posaune inspirierte das Lamm Gottes zur Ehre des Vaters den Erzengel Michael, den Drachen, den Verführer und Vater der Lüge, aus allen himmlischen Orten zu vertreiben. Satan hatte den Prozess mit seiner Anklage gegen die Geheiligten endgültig verloren. Michael wurde nun beauftragt, das Urteil durchzuführen und den Verführer der Verführten zu stürzen. Das Lamm Gottes hatte diese Verführten gerechtfertigt. Wohl waren sie schuldig geworden, Gott aber sah sie in den weißen Kleidern der Gerechten vor sich stehen. Der listige Ankläger, der die von ihm Verführten anschließend immer auch noch verklagte, hat seit dem Sühnetod Jesu sein Anklagerecht verloren.

„Michael“ heißt: Wer ist wie Gott! Dieser Name bedeutet die demütige Anerkennung der Allmacht des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Wegen Michaels Unterordnung und seiner großen Demut konnte der Herr diesem geschaffenen Erzengel viel Macht übertragen und ihm Engelheere unterstellen. Michaels Name wurde in der Bibel schon früher in einem ähnlichen Zusammenhang erwähnt: der Erzengel Gabriel hatte als Offenbarungsübermittler dem Propheten Daniel mitgeteilte, dass Michael ihm geholfen habe, die antigöttlichen Mächte in Persien zu überwinden (Dan. 10, 13). Michael gilt bei vielen Israeliten als der Schutzengel ihres Volkes, der in der unsichtbaren Welt für sie kämpft (Dan. 10, 21; 12, 1). Auch Paulus wusste um ein solches Ringen mit antichristlichen Mächten, die dem Namen Jesu weichen müssen (Röm. 8, 38-39; Eph. 6, 10-20).


 Der umfassende und epochale Kampf im Himmel, von dem Offb. 12, 7-9 berichtet, endete mit dem Sieg der gottergebenen Engelsheere. Die von Satan zum Hochmut und zur Unabhängigkeit von Gott verführten Engel, wurden zusammen mit ihrem Verführer aus allen Orten des Himmels ausgestoßen. Endlich herrschte im Himmel wieder ,, gute, reine Luft“ ohne Misstrauen, Stolz und Intrigen! Um der Gerechtigkeit willen hatte Gott die Anklagen Satans zugelassen, wie schon bei Hiob zu lesen ist (Hiob 1, 65-12; 2, 1-7; Offb. 12, 10). Um des Lammes willen war jedoch jede Anklage überflüssig und substanzlos geworden, da die angeklagten Schuldigen durch den Fürtod Jesu völlig und ganz gerechtfertigt wurden. Es bestand weder der Bedarf noch die Notwendigkeit für einen Ankläger. Unser Herr und Richter Retter ist ausserdem unser Fürsprecher und Retter!

In Kampf zwischen Michael und Luzifer wurde deutlich, dass der Teufel in der Wahrheit nicht bestehen kann. Bei diesem Kampf wurden nicht nur physischen Kräfte gemessen, sondern die Kämpfenden wurden auch auf ihre Wahrhaftigkeit hin durchleuchtet. Paulus schrieb schon an die Gläubigen in Ephesus, sie sollten von der geistlichen Waffenrüstung Gottes als erstes die Wahrheit (das Recht) anziehen (Eph. 6, 11-14). Wir sollten jede Unwahrheit, jede List, jedes Hintenherumreden, oder Irreführen, jede „weiße“ und jede „schwarze“ Lügen meiden oder aber bekennen und durch und durch wahr werden. Alle Menschen sind von Natur aus Lügner (Psalm 116, 11, Röm. 3, 4). Der Geist der Wahrheit will uns aber in alle Wahrheit leiten (Joh. 15, 26; Kap. 16, 13). Der Streit zwischen Michael und dem Drachen war ein Kampf zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Licht und Finsternis, zwischen Liebe und Hass, zwischen Demut und Hochmut, zwischen Leben und Tod.

Die Offenbarung Christi nennt uns mehrere Namen Satans, die seine Eigenschaften im Licht der Bibel bloßlegen. Die Nennung seiner Namen enthält bereits seine Verurteilung. Der große „Drache“ ist die alte Schlange, die schon Eva verführte. „Teufel“ (Diabolos) ist der griechische Name für den hebräischen Namen „Satan“. Im Griechischen bedeutet „Teufel“ auch der „Durcheinanderbringer“. Er Satan ist ferner der „Verführer“, der die ganze Welt verführt und sie zum Bösen verführen will, so wie er selbst der Böse ist. Er versucht die Menschen von Gott und seiner Liebe, Wahrheit und Reinheit abzuziehen, damit sie ihm in seiner verlogenen „Freiheit“ der Sünde nachfolgen, die in Wirklichkeit Sklaverei bedeutet. Als Verführer der Menschen vermehrt er ihre Wehleidigkeit und stachelt sie zu purem Egoismus an, während Jesus uns freiwilliges Dienen, Loben, und Lieben sowie Selbstverleugnung vorlebte. Satan hat auf diese Weise mit seinem Schwanz ein Drittel aller Engel so nebenher aus ihrer Geborgenheit im Himmel herausgeschleudert (Offb. 12, 4). Mit den Worten seiner sieben Häupter redet er süß, begeisternd und einleuchtend, mit seinem Geist aber bindet er gnadenlos die Verführten an sich. Ohne den Erlöser Jesus Christus, der das volle Lösegeld mit seinem Blut für uns bezahlt hat, gibt es keine Befreiung aus der Sklaverei des Verführers (Röm. 7, 14-25; Gal. 5, 1).

Seit seiner Ausstoßung aus dem Himmel bekamen der Böse und alle seine Engel keinen Zutritt mehr zu den heiligen Orten. Er wurde ganz und für immer aus der Gegenwart Gottes vertrieben, wie Jesus prophezeit hatte: Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz (Lk. 10, 18). Nun wird der Fürst dieser Welt ausgestossen (Joh. 12, 31). Das Gericht Gottes mit der Ausstossung Satans aus dem Himmel traf den Verführer der Menschen vernichtend (Joh. 16, 11). Michael und seine Engel führten den ersten Teil des Urteils Gottes an Satans durch. Sie siegten! Die Wahrheit und die Liebe werden immer Recht behalten, selbst wenn sie lange Zeit unterdrückt werden.


Der überaus freundlich erscheinende Verführer, der dann als empörter Ankläger auftritt und anschließend hämisch die Urteile vollstreckt ist endgültig aus dem Himmel hinausgeworfen, und auf die Erde geworfen worden. Dreimal lesen wir dieses Wort „geworfen” über die Ausführung des göttlichen Urteils.

Satan musste auf die Erde zurück, die er erfolgreich verführt hatte (Offb. 12, 9). Die Bibel redet von verschiedensten Arten irdischer Helfer des Verführers, von Lügenpropheten, Antichristen, falschen Brüdern, falschen Zeugen, Lehrern, die Lügen verbreiten und Lügenaposteln. In sie ist ein Geist der Verführung eingesickert (1. Joh. 1, 8, Kap. 2, 26, Kap. 3, 7 u. a.), so dass sie ihre Anhänger willentlich verführen, damit diese wiederum ihre Bekannten von Gott und seinem Lamm abhalten (2. Tim. 3, 13). Muhammad und Marx sind eindringliche Beispiele für die Verführungsmacht einzelner Besessener. Jeder von ihnen verführte ein Fünftel der Weltbevölkerung! Aber auch Rousseau und Freud, alle Marienanbeter und Synkretisten sind dem Allerlistigsten zum Opfer gefallen. Heute durchwirken und inspirieren Teufelsengel unsere Medien, Schulen, Universitäten, Firmen, Parteien, Regierungen und Kirchen mehr, als wir wissen und oder ahnen. Wohl denen, die die Empfehlung Christi ernst nehmen und „seine Werke und seine Worte festhalten” und bezeugen! Wer dies im Geist der Liebe Christi einübt, empfängt Vollmacht, das Reich des Herrn auszubreiten. Der Kampf zwischen Gott und Satan hat sich vom Himmel auf unsere Erde verlagert. Wer im Evangelium lebt, lebt in der Wahrheit, und die Wahrheit wird siegen.

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