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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 4 - DEIN REICH KOMME (OFFENBARUNG 10:1 - 12:17) - Die zwei Zeugen der Endzeit und das Blasen der letzten Posaune
TEIL 4.5 Entscheidende Entwicklungen nach dem Blasen der siebten Posaune (OFFENBARUNG 12: 1-17)

4. 
Die Frau in der Wüste (Kap. 12, 6)


6 Und die Frau entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, dass sie dort ernährt werde tausendzweihundertundsechzig Tage.

In der orakelhaften Vision des Johannes wechseln die Bilder schnell. Die Frau flieht in die todbringende Wüste, wo Gott ihr einen Ort bereitet hat, an dem sie überleben kann.

Falls die Frau das Volk Israels symbolisiert, so könnte ihre Flucht in die Wüste der Zerstreuung der Juden nach Christi Himmelfahrt in die Länder der unreinen Völker bedeuten, um dort zu überleben, bis ihr Messias käme.

Falls die Frau die messianischen Juden darstellt, die durch die Predigt der zwei Zeugen gezeugt wurden, so wäre die Flucht dieser messianischen Juden (nach dem Tod der beiden Zeugen und vor dem großen Erdbeben) in die Wüste Jordaniens gemeint, wo sie auf das Kommen des Messias warten (A. Fuhr). Dort würden sie während des Wütens des Antichristen bewahrt und versorgt bleiben.

Falls die Frau jedoch für die neutestamentliche Gemeinde nach Christi Himmelfahrt steht, bedeutete das Bild von ihrer Flucht in die Wüste, dass die Gemeinde, wo immer sie auch sein mag, in fremdem, ödem Land lebt. Christus sagt, die Gemeinde sei nicht von der Welt, sondern in der Welt (Joh. 15, 18-19; 17, 11.14-17 u. a.). Der Sohn ging zurück zu seinem Vater, damit seine Freude in uns vollkommen werde, auch wenn wir, mitten durch die Wüste wandern. (Joh. 15, 11; 17, 13).

Die Frau bleibt in der Wüste nicht hilflos und verlassen, sondern wird zu einem Platz geführt, den Gott ihr bereitet hat, so wie Elia am Bach Krit von Gott ernährt wurde (1. Kön. 17, 4 - 6). Der Herr verlässt die Seinen nicht, wenn sie ihm vertrauen und seinem Wort gehorchen. Er führet sie auf rechter Straße um seines Namens willen, auch im Tal der Todesschatten (Psalm 23, 1-5). Wer Gott dient, erkennt, dass Gott ihm schon zuvor gedient hat und auch weiter für ihn sorgt (Mt. 6, 25-34; Eph. 1, 3-6 u. a.).

Die Dauer des Schutzes und der Versorgung der Heilsgemeinde des Alten oder Neuen Testamentes in der „Wüste“ wird an dieser Stelle mit „1.260 Tagen“ bezeichnet. Das sind wären dreieinhalb Jahre oder 42 Monate. Offensichtlich beginnt, diese Zeit mit der Himmelfahrt Christi, nachdem der Sohn Gottes zu seinem Vater entrückt worden war. Wie in der Erläuterung zu Kap. 11, 3 schon angedeutet wurde, handelt es sich bei den „1.260 Tagen“ wahrscheinlich nicht um irdische Tage und Monate, sondern um eine göttliche Zeitspanne, um prophetische Tage und Jahre, deren Deutung viele Spekulationen hervorgerufen hat.

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