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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 4 - DEIN REICH KOMME (OFFENBARUNG 10:1 - 12:17) - Die zwei Zeugen der Endzeit und das Blasen der letzten Posaune
TEIL 4.4 DIE SIEBTE POSAUNE DRÖHNT (OFFENBARUNG 11:14-19)

1. Das dritte Wehe kommt schnell (Kap. 11, 14-15).


14 Das zweite Wehe ist vorüber, siehe, das dritte Wehe kommt schnell.

15 Und der siebente Engel blies seine Posaune; und es erhoben sich große Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Nach dem katastrophalen Erdbeben in Jerusalem und während der sensationellen Himmelfahrt der zwei Sonderbotschafter Christi, die er vom Tod auferweckt hatte, griff eine lähmende Angst nach dem Herzen vieler Fernsehzuschauer. Sie begriffen: Gott lebt! Sein Messias ist eine Realität. Wer nicht Buße tut, fährt zur Hölle. Sie gaben erschrocken Gott die Ehre, verherrlichten seinen Namen öffentlich und gelobten, ihren Lebenswandel zu bessern. Eine Bußbewegung schien als Nachwirkung der Dienste der zwei Zeugen zu beginnen.

Solch eine Anbetung Gottes durch die Massen aber entspringt weder einer Herzensbuße, noch einer echten Liebe zu Gott, sondern ist das Ergebnis ihrer Existenzangst aufgrund der unerwünschten Erkenntnis des Wirkens des Allmächtigen. Das Volk will seinen Richter mit frommen Worten besänftigen und zufrieden stellen. Als der Prophet Elia Feuer vom Himmel fallen ließ, fiel das ganze Volk auf sein Angesicht und betete den Herrn an (1. Kön. 18, 39). Wenig später aber waren es nur noch 7.000, die ihre Knie nicht vor Baal beugten (1. Kön. 19, 18). Auch Pharao, das Medium von Totengeistern, unterwarf sich dem wahren Gott nur widerwillig, um der Last weiterer Plagen zu entgehen (2. Mose 14, 18), fuhr aber fort, die Kinder Jakobs zu versklaven. Mehrere Male kam es in ganzen Völkern zu einer Erkenntnis des Heiligen, ohne dass es dabei zu bleibenden Bekehrungen kam (Hes. 25, 16-17; 26, 6; 29, 16; Psalm 81, 14-16 u.a.u. a.). Nur durch eine Einwohnung des Heiligen Geistes kommt es zu einer substantiellen Erneuerung gläubiger Menschen (Joh. 3, 3 und .5).

Das zweite Wehe, welches die Folgen der sechsten Posaune umfasst, hatte während der Bußpredigt der zwei Zeugen zwar schmerzhafte Plagen mit sich gebracht, jedoch keine echte Volksbuße in Israel bewirkt. Deshalb folgt das dritte Wehe schnell das mit dem Blasen der siebten Posaune einsetzt. Die orientalische Zahlensprache erlaubt den Satz, dass die Heilige Dreieinigkeit mit einem einzigen Willen harte Gegenschläge auf alle vier Enden der Erde legt, damit Lästerung und Blasphemie einer geistlichen Demut und Anbetung weichen.

Das Heer des Himmels wartet gespannt auf den gellenden Ton der letzten Posaune, von deren Geheimnis außer Johannes auch Paulus wusste (1. Kor. 15,51.52). Dieses entscheidende Signal, wird den Abschluss des Ringens um die Weltherrschaft und die Vollendung des Geheimnisses Gottes bringen. Eine kosmische Bewegung und große Umwälzungen werden einsetzen. Viele Tote werden unverweslich auferstehen.

Im Himmel, werden als vielfaches Echo der siebten Posaune mächtige Stimmen zu hören sein, die Zustimmung, das Lob Gottes und auch Siegesjubel verkünden. Denn die letzte Posaune leitet die Entscheidungsschlacht zwischen Himmel und Hölle, zwischen Gott und Satan, zwischen Christus und Antichristus ein. Die Freudenschreie im Himmel enthalten die Vorfreude auf den Endsieg, der von diesen Stimmen in völliger Gewissheit, schon vor der Schlacht verkündet wird. Auch Jesus hatte am Abend vor seiner Kreuzigung seinen Jüngern im Glauben mitgeteilt, dass er bereits die ganze Welt überwunden habe (Joh. 16, 33). Dabei stand ihm der Entscheidungskampf am Kreuz noch bevor.

Der Siegesjubel im Himmel

Die großen Stimmen im Himmel verkündigen ein einziges Thema: Den Endsieg Christi und die Überwindung aller antigöttlichen Kräfte! Der Fürst dieser Welt ist bereits gerichtet (Joh. 12, 28-32; 16, 8-11), der Gott dieser Welt (2. Kor. 4, 4) ist entthront, der Mörder von Anfang an und der Lügner aus Prinzip (Joh. 8, 44) wird ist völlig entmachtet. Alle seine Vasallen, Diktatoren, Professoren, Präsidenten, und Medienmogulen und alle Tyrannen werden ihrer Macht entblößt. Sie werden mit Entsetzen erkennen müssen, dass Geld und Waffen, Lüge und weltliche Ehre und Lüge keine bleibende Macht darstellen, sondern dass Gottes Heiliger Geist allein die Kraft ist, die ewig bleibt (Sach. 4, 6).

Die starken Stimmen im Himmel verkünden nicht nur den Endsieg Gottes auf dem kleinen Planeten Erde, sondern sie sprechen auch von der Machtergreifung des Herrn und seines Gesalbten im ganzen Himmel, was alle Sterne, Atome und Geister mit einschließt. Manche Drehbuchautoren von Science-Fiction-Filmen ahnen etwas von dieser unausweichlichen Schlacht und dem Sieg „des Guten”, von dem sie nicht wissen, dass es der Herr Jesus selbst ist.

Das Siegesgeschrei im Himmel bedeutet für die Menschen auf Erden auch ein barmherziges Ultimatum, in der letzten Sekunde, vor der Vernichtung der Heere des Bösen. Entweder sie kapitulieren sofort, sei es freiwillig oder gezwungen, oder aber sie werden völlig zerschlagen. Entweder sie beten dankend und lobend ihren Schöpfer an, oder sie fallen gerichtet in das röhrende Feuer des Abgrundes.

In der Vorausproklamation seines vollendeten Sieges von den himmlischen Stimmen wird der Allmächtige „der Herr” (Jahwe)” genannt. Dieser Name Gottes, der 6.828- mal im Alten Testament zu lesen ist, bedeutet: Gott ist, der er ist. Er ist und bleibt der unveränderliche, treue Bundesgott, der sich einst als „Ich bin, der Ich bin” im brennenden Busch Mose vorstellte (2. Mose 3, 14). Er ist das Fundament unseres Daseins, weil er sich im Alten wie im Neuen Bund auf ewig an gerechtfertigte Sünder gebunden hat, die sich von ihm durch sein Sühneopfer aus Gnaden rechtfertigen ließen.

Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott, so rief die Menge des Volkes entsetzt, als sie sah, wie das Opfer des Propheten Elia, durch Feuer vom Himmel aufgezehrt wurde (1. Kön. 18, 39). Der sich offenbarende Bundesgott hatte schon zuvor die Zehn Gebote mit den Worten eingeleitet: Ich bin der Herr dein Gott ... Du sollst keine anderen Götter neben mir haben (2. Mose 20, 2-3). Nicht „Gott” ist der Name Gottes im Alten Testament, sondern „der Herr”.

Auf Bethlehems Hügeln offenbarte ein Engel den Hirten die aufregende Nachricht, dass in Jesus „der Herr” Mensch wurde (Lk. 2, 11). Vorausweisend stand schon Iim Buch des Sacharja von den 30 Silberlingen zu lesen, die den Preis darstellen, dessen „der Herr” wert geachtet werden würde (Sach. 11, 13; Mt. 27, 9-10). Auch im Neuen Testament finden wir insgesamt 216-mal den Namen „Herr“ (Kyrios) für Gott und wie für Christus. Denn Christus und Jahwe sind eins (Joh. 10, 30).

Im Triumphgeschrei der mächtigen Stimmen des Himmels wird Jesus „der Messias” genannt. Dieser Titel bedeutet, Christus ist der Gesalbte des Herrn! Schon der Hebräerbrief bezeugt die Salbung Jesu Christi mit dem Heiligen Geist als die Salbung Gottes durch Gott, mit dem Freudenöl (Hebr. 1, 8-9; Psalm 45, 8). Auch Jesus stellte sich selbst in der Synagoge in Nazareth mit der Verheißung aus Jesaja 42, 7 vor:

Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen ... (Lk. 4, 198-20 a19).

Mit diesen Worten offenbarte Jesus seine Einheit mit dem Vater im Heiligen Geiste.

Die meisten Juden und die Muslime verwerfen unseren Glauben an die Heilige Dreieinigkeit und sträuben sich voller Hass gegen ein Bekenntnis zur Gottheit Jesu. Dass Jesus der Herr ist, bleibt jedoch eine unaufgebbare Realität bis in alle Ewigkeit. Der Eing-Gott-Glaube im Alten Bund und im Islam darf in unseren Gemeinden nicht den Blick auf die Salbung Christi mit der Fülle des Heiligen Geistes drüben, denn im Sohn Gottes wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig (Kol. 1, 19; Kap. 2, 9; Joh. 1, 14 u.a.u. a.).

In der Salbung Jesu werden seine drei Ämter als König, Priester und Prophet schemenhaft sichtbar. Christus ist jedoch mehr als ein Prophet, wie ja selbst der Islam ihm zugesteht, er ist das Wort Gottes in Person. In ihm sind alle Offenbarungen und Verheißungen Gottes erfüllt. Christus ist außerdem in Personaleinheit König und Hoherpriester, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist. Er ist zugleich als Hoherpriester Mittler und Fürsprecher für seine Nachfolger. Als höchster Priesterkönig oder Königspriester ist Jesus ein Vorbild für die Glieder seiner Gemeinde, die von Gott auch zu Priestern bestimmt sind (2. Mose 19, 5 und -6; 1. Petr. 2, 21-10; Offb. 1, 6; 5, 10 u. a.). Die Anbetung seiner Majestät wurde vertieft durch seine Erscheinung als das demütige und sanftmütige Lamm Gottes im Thron seines Vaters (Offb. 5, 6 bis Kap. 6, 1).

Das Jubelgeschrei im Himmel fasst Psalm 2, 1-12 zusammen: Völker lehnen sich gegen den Herrn und seinen Gesalbten auf. Der Herr aber lacht über diese Aufrührer und spottet über diese sterblichen Angeber. Seine Antwort auf den Aufruhr der Menschen besteht in einem einzigen Satz: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt (Psalm 2, 7)!

Christus ist vor aller Zeit aus seinem Vater im Himmel hervorgegangen. Seine Geburt in Bethlehem war nur seine Inkarnation, nicht sein Beginn. Das sanftmütige Lamm Gottes allein ist in der Lage, den Hochmut der Verführten zu überwinden.

Sein Vater bot ihm alle Völker zur Beute und zu ihrer Rettung an. Wer aber nun das vollendete Heil Christi ablehnt, richtet sich selbst. Der Sohn muss ihn danach um seiner Gerechtigkeit willen richten und zerschlagen.

Denn der Gesalbte ist unser König. Wir gehören ihm. Wer als sündiger Mensch erkennt, dass er nicht sich selbst gehört, seinen vermeintlichen Rechtsanspruch auf sich selbst aufgibt und sich Christus, seinem Herrn, auf ewig ausliefert, der kommt dem Verständnis von Offenbarung 11, 15 näher. Wer sich dagegen seinem König und Besitzer vorenthält, der ist ein Dieb. Wer seinem König widerstrebt, ob Einzelner oder als Volk, wird an ihm zerbrechen (Mt. 21, 42-44; Lk. 20, 17-18; 1. Petr. 2, 7-98).

Christus Königreich existierte bei seiner Geburt in Bethlehem noch nicht. Es ist erst durch ihn entstanden und gewachsen. Jesus erkaufte sich sein Volk mit seinem eigenen Blut vom Sklavenmarkt der Sünde. Er reinigte seine Nachfolger, belebte, heiligte, leitete und schützte sie mit großer Treue. Sein Reich wuchs aus ihm selbst heraus, wie sein Name bezeugt: Er wird sein Volk (das Volk seines Königreiches) retten von ihren Sünden (Mt. 1, 21). Christi geistliches Reich hat kein Ende. Mitten durch das Entsetzen hindurch, das den apokalyptischen Reitern folgt, und mitten durch die vernichtenden Plagen der sieben Siegel und der sieben Posaunen, leitet der König als der gute Hirte seine Herde nach Hause. Niemand kann ihm sein Volk aus seiner Hand reißen (Psalm 23, 1-6; Joh. 10, 11-30).

Christus ist aber nicht nur der Herr und das Haupt seiner Gemeinde, sondern er ist auch der König über alle gottlosen Aufrührer. Er kennt die Boshaften und die Besessenen in seinem Reich. Er beobachtet sie genau, lässt jedoch seine Sonne aufgehen über Gerechte und Ungerechte, über Gute und Böse (Mt. 5, 45). Er zerschlägt die Gottlosen nicht sofort, denn er hofft und wartet auf ihre Umkehr. Er gibt ihnen Zeit! (Röm. 2, 4). Wenn sie aber nicht umkehren und sich nicht heiligen lassen, muss der Herr gewähren, dass sie sich gegenseitig selbst zerstören. Die Gottlosen, spricht der Herr, haben keinen Frieden (Jes. 48, 22; 57, 21; 59, 8).

Die Idee vom guten Menschen, eine Grundlage des Humanismus, ist ein Selbstbetrug. Wer sich am Mitmenschen misst, meint vielleicht noch, akzeptabel oder gar gut zu sein. Wer sich aber an Gott misst, ist nichts mehr, nur noch ein befleckter und mangelhafter Versager. Wer diese Tatsache erkennt und bekennt, hat die Eintrittskarte in das Himmelreich bereits in der Tasche (Mt. 5, 3). Sein Herr holt ihn aus dem Bereich der Welt herüberin in sein Reich der Gnade.

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