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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 4 - DEIN REICH KOMME (OFFENBARUNG 10:1 - 12:17) - Die zwei Zeugen der Endzeit und das Blasen der letzten Posaune
TEIL 4.4 DIE SIEBTE POSAUNE DRÖHNT (OFFENBARUNG 11:14-19)

2. Die Anbetung Gottes durch die 24 Ältesten (Kap. 11, 16-18).


16 Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen saßen, fielen nieder auf ihr Angesicht und beteten Gott an 17und sprachen: Wir danken dir, Herr, allmächtiger Gott, der du bist und der du warst, dass du an dich genommen hast deine große Macht und herrschest! 18 Und die Völker sind zornig geworden; und es ist gekommen dein Zorn und die Zeit, die Toten zu richten und den Lohn zu geben deinen Knechten, den Propheten und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und zu vernichten, die die Erde vernichten.

Die zwölf Vertreter des Alten und die zwölf Vertreter des Neuen Bundes, die um den Thron Gottes im Kreis auf ihren Thronen sitzen, riss es beim Hören der siebten und letzten Posaune und beim Siegesjubel der starken Stimmen im Himmel von ihren Thronen hoch. Alle Geistgeborenen kannten die entscheidende Bedeutung dieses Augenblickes und hatten schon lange auf diese Siegesposaune und die entscheidende Bedeutung dieses Augenblickes gewartet.

Die 24 Ältesten beugten sich tief zur Anbetung des allmächtigen Schöpfers Himmels und der Erde. Zuvor hatten sich die Engel voller Freude und Staunen anbetend vor dem heiligen Allweisen niedergeworfen, als sie die unzählbar großen Zahl Schar der leidgeprüften Erlösten gesehen hatten (Offb. 7, 11). Jetzt berührten die 24 Ältesten mit der Stirn den Boden zum Zeichen ihrer Totalauslieferung an den Herrn der Welten und ihrer willentlichen Zustimmung zu seinen Gerichten. Als Priesterkönige werden die Ältesten zusammen mit ihrem Herrn die von Satan befreiten Welten regieren (Dan. 7, 27; Offb. 5, 10; 17, 14; 19, 14).

Der Herr Jesus hatte sich selbst im Garten Gethsemane vor seinem Vater zu Boden geworfen und ihn angefleht, dass wenn möglich der Kelch des Zorns an ihm vorübergehe. Im Glaubensgehorsam rang er sich aber während seiner Anbetung durch, an unserer Stelle den tödlichen Trunk dieses Kelches bis zur Neige auszutrinken (Mt. 26, 39; Hebr. 5, 7-8).

Einige orthodoxe Kirchen üben sich bis heute während der Fastenzeit vor Ostern in der Anbetung des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Die westlichen Kirchen aber sitzen oder stehen bei ihrem Lobpreis Gottes; auf den Boden beugen sich nur noch wenige Christen. Die meisten haben die Furcht Gottes und das Entsetzen vor seiner Majestät verlernt.

Die Muslime beten in ihren fünf Gebetszeiten Allah bis zu 34- mal täglich an und berühren dabei jedes Mal mit ihrer Stirn den Boden. Einige von ihnen tragen durch die nachdrückliche Berührung des Gebetsteppichs ein Mal an ihrer Stirn (Sure 48, 29). Der Qur’an behauptet, diese Anbetung sei in der Thora und im Evangelium vorgeschrieben. Der Gottesdienst der Muslime ist jedoch von den Gottesdiensten der Juden und der Christen grundverschieden. Allah ist kein Vater, kein Sohn und kein Heiliger Geist (Sure 112, 1-4), sondern ein aufrührerischer, stolzer Geist, der sich zwar Allah nennt, aber nicht Gott ist. Die Anbetung der Muslime ist auf Furcht und Respekt aufgebaut, nicht auf Dank und Freude. Allah ist kein liebender Gott, sondern ein strenger Gesetzgeber, der die Menschen nach ihren Werken richtet.

Auch die Buddhisten und Hindus führen hingebungsvolle Anbetungen ihrer Götzen durch. Doch sie kennen den wahren Gott nicht und beten ,, in die falsche Richtung'' (Joh. 1, 18).

Die 24 Ältesten aber rühmten den wahren Gott, den ewig Seienden, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist. Sie rezitierten keine vorgeschriebene Liturgie, sondern lobten und priesen ihren Herrn aus der Tiefe ihres Herzens. Sie waren mitgerissen und überwältigt von seiner großen Macht und Kraft, die er an sich genommen hatte und die er ab jetzt konsequent in Dienst stellen würde.

Der Hymnus der 24 Ältesten

Die 24 Vorbeter der Gläubigen aus dem Alten und Neuen Bund begannen ihre Anbetung mit dem Danken für objektive Heilstatsachen. Ihre erste Anbetung hatte sich auf den Schöpfer und seine wunderbare Schöpfung konzentriert (Offb. 4, 9-114). Die zweite Anbetung hatte dem Lamm Gottes und seiner Erlösung gegolten und das Lob über die mit Blut erkauften Begnadigten, die Gott als Könige und Priester in seinen Dienst stellte, mit eingeschlossen (Offb. 5, 8-14). Die dritte Anbetung der 24 Ältesten war nun auf den allmächtigen Richter und sein gerechtes Gericht ausgerichtet (Offb. 11, 176-18). Die Ältesten dankten ihrem Herrn für die zwei aufeinanderfolgenden Zeitalter, erst des Gesetzes und dann der Gnade, deren Menschen jetzt gerichtet werden würden. Sie rühmten ihren Herrn wegen seines unausweichlichen Sieges über alle antigöttlichen Kräfte.

Die Ältesten redeten Gott persönlich an und nannten ihn in Übereinstimmung mit den vorausgegangenen Stimmen im Himmel „Herr“ (Jahwe). Sie priesen mit diesem Titel die Bundestreue des unveränderlich Seienden (2. Mose 3, 14; Hebr. 13, 8), der in die Geschichte seines Volkes mit Verheißungen und Drohungen, mit Rettung und Strafen sichtbar eingegriffen hatte. Sein Name ist das wichtigste Wort im Alten Testament und sowie eine zentrale Bezeichnung für Jesus Christus im Neuen Testament. Eines der frühesten christlichen Glaubensbekenntnisse hieß: Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes, des Vaters (Phil. 2, 11; Lk. 2, 11).

Der Herr ist Gott! Das hebräische Wort für „Gott“, heißt im hebräischen „Elohim“, steht 2.600 Mal im Alten Testament geschrieben.Mit „Elohim“ wird im Alten Testament immer die Mehrzahlform des Wortes „Eloah“ („El“, „Gott“) gebraucht, was bedeuten kann, dass der dreieiniger Gott eine Mehrzahl von Göttern ist! „El” bedeutet „Kraft“ oder „Macht“ (Mt. 26, 64).Die Bibel bekennt mit diesem Namen: Der Vater ist allmächtig, Jesus empfing von ihm alle Gewalt im Himmel und auf Erden (Mt. 28, 18), und der Heilige Geist ist die Kraft Gottes (Apg. 1, 8). S, alle drei Personen sind eins, und so bedeutet die Heilige Dreieinigkeit die gebündelte Kraft Gottes in einer Einheit der Liebe und der Demut des Friedens.

Obwohl das Wort „Elohim“ in sich selbst bereits „Stärke“ und „Kraft“ bedeutet, war es den 24 Ältesten bei ihrem Lobgesang wichtig, dies ihren Herrn durch den Begriff der „Allmächtige” zu spezifizieren, was auf hebräisch „El-Schaddei“ heisst. Dieser Name kommt zum ersten Mal bei Abraham vor, als der Allmächtige sich dem ihm vertrauenden Beduinen vorstellte und ihm die Grundlinie seiner Ethik offenbarte: Ich bin der allmächtige Gott;, wandle vor mir und sei fromm (1. Mose 17, 1). Allein Gott dem Herrn steht das Attribut der Allmacht zu. Kein Engel, kein Teufel und kein Mensch ist allmächtig. Die Vollmacht des Allmächtigen ist eine aufbauende, rettende, segnende und heiligende Kraft. Sie will nicht verderben, sondern heilen und fruchtbar machen. Der Allmächtige will sein eigenes Leben, seinen eigenen Geist und seine persönliche Kraft in alle gerechtfertigten Nachfolger Christi legen. Wer ihm jedoch auf die Dauer widersteht, ist schon gerichtet und vernichtet, wie wenn sich eine Ameise gegen einen Elefanten auflehnen wollte. Der Herr ist der allmächtige Gott. Siebenmal wird er mit diesem Namen in der Offenbarung bezeichnet (Offb. 1, 8; 4, 8; 15, 3; 16, 7 und .14; 19, 6 und .15; Kap. 21, 22).

Die 24 Ältesten erläuterten das Wort „Herr” mit einer Ableitung seines Namens „Jahwe“ und beteten: Du bist , der du warst! Wer einige der 6.828 Verse der Bibel, die den Namen „Jahwe“ enthalten, nachliest, kann verfolgen wie sich von der ersten Seite der Bibel bis hin zur letzten, von Adam bis hin zu Johannes dem Täufer immer derselbe liebende, treue, heilige, strenge, tröstende, helfende und kommende Bundesgott sich offenbarte. Wir sollten die Spuren dieses Gottes in der Geschichte verfolgen (2. Mose 33, 23), wie er sich beispielsweise Mose offenbarte, der daraufhin ausrief:

Herr, Herr, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Güte Gnade und Treue, der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde;, aber ungestraft lässt er niemand, sondern sucht die Missetat der Väter heim an den Kindern und den Kindeskindern bis ins dritte und vierte Glied (2. Mose 34, 6-7).

Gott bleibt gerecht auch gegen alle, die ihn selbst, sein Wort, sein Heil, seine Barmherzigkeit und seinen Sohn missachten, ablehnen und hassen. Er wird sie gerecht nach ihren Taten und nicht nach seiner Gnade richten, die sie ablehnen. Jeder Widerstand gegen den Allmächtigen ist angesichts dieser unausweichlich kommenden Gerechtigkeit zwecklos. Seine Strahlkraft wird Aufrührer im Nu vergehen lassen und vernichten.

Die Ältesten in der Vision des Johannes beteten nicht: „Du bist, der du kommst“, denn der Herr war bereits im Kommen. Die Zukunft hatte bei ihnen schon begonnen. Jetzt gab es keine Zeit mehr, keine Geduld mehr, keine letzte Chance mehr; die große Abrechnung war bereits in vollem Gange. Der Herr ist damit nur noch der Gegenwärtige. Das Weltgericht hatte mit dem Blasen der siebten Posaune Weltgericht begonnen. Der Herr war dabei, seine Gemeinde zu retten, und gleichzeitig alle antigöttlichen Mächte zu vernichten.

Er hatte mit Bedacht und endgültigem Entschluss nach einer langen Zeit der Geduld, seine Allmacht angenommen, um sie einzusetzen. Die Ältesten lobten Gott, als sie das Blasen der Posaune vernahmen. Jetzt beginnt die Theokratie Gottes, seine Königsherrschaft! Die Gottes Herrschaft ist nicht auf Geld, Waffen und Freiheit aufgebaut, sondern auf dem Heiligen Geist, auf seiner Liebe, seiner Wahrheit, seinen Frieden und seiner Freude. Jetzt weht eine andere Luft im Weltall. Jetzt wird dafür gesorgt, dass der Wille des Vaters auf Erden geschieht, wie im Himmel. Jesus hatte schon in Galiläa Dämonen mit einer Bewegung seines kleinen Fingers ausgetrieben. In ihm war das Reich Gottes schon zuvor gegenwärtig. Nun aber hatte der Herr sein Amt als König und Besitzer der Welt angetreten.

Der Herr herrscht! Gott ist nun nicht mehr der Kommende, sondern bereits auch der Gegenwärtige. Seine unwiderstehlichen Engelheere und die Gebete der Heiligen bereiteten den Weg für sein Kommen.

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