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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 4 - DEIN REICH KOMME (OFFENBARUNG 10:1 - 12:17) - Die zwei Zeugen der Endzeit und das Blasen der letzten Posaune
TEIL 4.3 - EXKURS: DAS GEHEIMNIS GOTTES IN SEINER VOLLENDUNG. DAS VERHÄLTNIS DES REICHES GOTTES ZUR GEMEINDE JESU CHRISTI

4. Die Vollendung des Geheimnisses Gottes in der Wiederkunft Christi.


Jesus Christus ist nicht nur das Haupt seiner Gemeinde, sondern gleichzeitig auch der König aller Könige und der Herr aller Herren. Ihm ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden (Mt. 28, 18). Sein Vater, der ihn zu seiner Rechten auf seinen Thron gesetzt hat (Offb. 3, 21), gab ihm Vollmacht „über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat”, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen“ (Eph. 1, 20-22). Gott hat alles unter Christi Füße getan (Psalm 110, 1; Eph. 1, 20-22; Phil. 2, 9-11 u. a.). Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus (Kol. 2, 15). Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes (Kol. 1, 13).

Auch Johannes bezeugt den Sieg Christi über alle Mächte in dieser und in jener Welt. Der Herr wird zunächst seine zwei Zeugen nach Israel senden, um alle Einwohner dort zu einer umfassenden Volksbuße aufzurufen (Offb. 11, 1-14). Dann wird dieser Geschichtsabschnitt mit Israel und mit der Welt beendet. Johannes schreibt:

In den Tagen, wenn der siebente Engel seine Stimme erheben und seine Posaune blasen wird, dann ist vollendet das Geheimnis Gottes, wie er es verkündigt hat seinen Knechten, den Propheten (Offb. 10, 7):

Sodann werden sich große Stimmen im Himmel erheben und sprechen:

Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines Christus geworden und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit (Offb. 11, 15).

Wir lesen von einer weiteren großen Stimme im Himmel, die spricht:

Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus;, denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserem Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt, bis hin zum Tod (Offb. 12, 10-12).

Dieser Vers ist der letzte Vers in der Bibel, der vom „Reich Gottes“ spricht. Er bezeugt uns den Endsieg Christi, an dem seine Nachfolger existenziell mitbeteiligt sind.

Christus überwindet das Reich des Bösen

Unser Dasein besteht aus zwei grundverschiedenen Bereichen. Der innere Schutzraum in unserem Dasein ist der Bereich der Gemeinde Jesu Christi (Psalm 23, 4-6), während der äußere Bereich die sichtbaren und unsichtbaren feindlichen Mächte dieser Welt umfasst. Jesus aber ist der Herr über beide Bereiche. Das sanftmütige Lamm Gottes wird in Ewigkeit herrschen über alle Gewalten und Geister (2. Sam. 7, 12-14; Jes. 9, 5-6; Dan. 7, 27; Mt. 5, 5 u. a.).

Auch der Islam hat eine Lehre von „zwei Räumen” entwickelt. Im „Haus des Islams“ (in den Ländern, in denen die Scharia regiert), herrscht „islamischer Friede. Im „Haus des Krieges“ aber müssen die Muslime mit List oder Gewalt alle Feinde des Islams und alle Nicht-Muslime nach und nach unterwerfen. Islam heißt sowohl freiwillige Hingabe an Allah und Muhammad als auch erzwungene Unterwerfung. Der Islam beabsichtigt, hier auf dieser Erde einen politischen Religionsstaat aufzubauen. Er kennt keine geistliche Erneuerung, weder in dieser, noch in der anderen Welt.

Der Apostel Paulus aber schreibt von einer umfassenden geistlicher Erneuerung. Gott hat ihm eine weitere besondere Offenbarung geschenkt, die er der Gemeinde mitteilt:

Siehe, ich sage euch ein Geheimnis!: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen, unverweslich, und wir werden verwandelt werden (1. Kor. 15, 51-52).


Auch der Evangelist Johannes kennt dieses Geheimnis der Verwandlung:

Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! ... Meine Lieben, wir sind nun schon Gottes Kinder; und es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird (wenn Christus erscheinen wird), werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist (1. Joh. 3, 1-3; Joh. 17, 24; Röm. 8, 17; Kol. 3, 4 u. a.)

Die Verwandlung der Christen bei der Entrückung ist jedoch nicht die letzte Stufe in der Entfaltung des Geheimnisses Gottes. Paulus hat in seinem Auferstehungskapitel im Brief an die Gemeinde in Korinth in einer prophetischen Schau geschrieben:

Christus wird am Ende das Reich Gott, dem Vater, übergeben, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat. Denn er muss herrschen, bis Gott ihm ‚alle Feinde unter seine Füße legt’ (Psalm 110, 1). Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. ... Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem (1. Kor. 15, 24-28).

Christus, der König des Himmels und der Erde, ist die Demut und Sanftmut in Person (Mt. 11, 29). Er ist der Sieger über das Reich des Bösen, über Satan und seine Nachfolger. Der Sohn Gottes wird jedoch seine Macht und Ehre nicht für sich behalten, sondern sich selbst und alles, was er erworben hat, aus Liebe und Dank dem Vater zurückgeben.

Der letzte Feind, den der Gott-König unterwerfen wird, ist der Tod. Christus aber ist das Leben. Er erlaubte dem Feind Gottes seinen Leib zu töten, denn damit wurde sichtbar, dass sein Leben nie stirbt. Er Jesus ist die Quelle des Lebens. Sein Vater gab ihm das Recht, das Leben in sich selbst zu haben, so wie der Vater die Quelle des Lebens ist (Joh. 5, 25-30).

Mit der Überwindung des Todes wird das Geheimnisses Gottes vollendet.

Der Sohn hat seinem Vater das Reich erworben, gereinigt, geheiligt und belebt und sich selbst ihm unterstellt, damit wir mit aller Kreatur sagen können:

Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit –. Amen (Mt. 6, 13 )

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