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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung
BUCH 1 - SIEHE, ICH KOMME BALD! (OFFENBARUNG 1:1 - 3:22)
Teil 1.2 Die erste Vision und ihre Konsequenzen auf der Erde: Die Erscheinung des Menschen-sohnes zur Heiligung seiner Gemeinden (Offenbarung 1:9 - 3:22)
Teil 1.2.2. Die Briefe Jesu Christi an seine sieben Gemeinden in Kleinasien (Offenbarung 2:1 - 3:21)

3. Der Brief Jesu Christi an den Gemeindeleiter in Pergamon (Offenbarung 2:12-17)


OFFENBARUNG 2:12-13
12 Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Das sagt, der da hat das scharfe, zweischneidige Schwert. 13 Ich weiß, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist; und du hältst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch getötet wurde, da, wo der Satan wohnt.

Dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: Der Schreibbefehl Christi erreichte Johannes auf Patmos: Er müsse dem Gesandten seines Herrn in Pergamon sofort einen Eilbrief senden. Pergamon heißt „Bergstadt“ oder „die Stadt auf dem Berg oder um den Berg“. Dieser griechisch-römische Stadtstaat war ein Zentrum alter Kulturen. Hier hatte sich der Hellenismus als Schmelzofen verschiedener Religionen, Weltanschauungen und Ideen realisiert. Mehrere Altäre und Heiligtümer standen friedlich nebeneinander und mehrten den Ruhm dieses Kulturzentrums. Dort wurde das Pergament als würdiges Papier für Heilige Schriften erfunden und verwandt.

In dieser Königsstadt Mysiens mit ihrer alten Tradition gab es eine christliche Gemeinde, die in diesem multikulturellen Zentrum einer anderen Versuchung als die Gemeinde in Smyrna ausgesetzt war. Wenn in Smyrna den Christen Gefahr von den reichen und einflußreichen Juden drohte, so wurden sie in Pergamon vom Geist der synkretistischen Toleranz und Anerkennung herausgefordert.

Das zweischneidige Langschwert: Jesus kam zu dem Gemeindeleiter in Pergamon weder als der zwischen goldenen Leuchtern wandelnde Hohepriester noch als der Erste und der Letzte, sondern er kam als der Richter mit dem scharfen Richtschwert. Die Probleme dieser Gemeinde duldeten keinen Aufschub. Der Leiter und seine Gemeinden mußten sofort durch und durch gereinigt und gerichtet werden. Der Herr verlangte eine totale Ausmerzung der dämonischen Einflüsse. Jesus erschien zum Kampf gegen das Eindringen des Hellenismus in diese Gemeinde. Das Schwert ragte dem Richter aus dem Mund (Offb. 1,16). Alles war darauf eingestellt, zu richten, zuzuschlagen und zu trennen. Alle Vermischungen mußten ohne Aufschub geahndet werden. Nicht die hellenistischen Heiden wurden dabei gerichtet, sondern die sich anpassenden unbußfertigen Christen. Das Gericht Gottes fängt bei seiner Gemeinde an.

Du wohnst, wo der Thron Satans steht: In den zwei ersten Gemeindebriefen redete Jesus vom Tun der Gemeindeleiter. Hier redet er von dem Wohnort des Gemeindeleiters. Er wohnte im Bereich mehrerer Kultstätten, von welchen dämonische Kräfte ausstrahlten. Alle Orte unserer Erde liegen im Einflußgebiet Satans. Pergamon aber war ein Zentrum satanischer Mächte. Dort regierte Satans Geist, beeinflußte die Einwohner und prägte ihre Kultur. Drei besondere Kultstätten beherrschten das öffentliche Leben in dieser Stadt:

25 Jahre vor Christi Geburt wurde in Pergamon bereits der erste Tempel für den Kaiserkult im ganzen Mittelmeerraum erbaut. Er wurde Kaiser Augustus geweiht. So war der Kaiserkult bereits über 100 Jahre lang in dieser Stadt beheimatet, als Jesus seinen Brief an den Gemeindeleiter durch Johannes schreiben ließ.

Auf der Spitze dieser Bergstadt stand weithin sichtbar ein Tempel des Zeus, der als Vatergott über allen anderen Göttern im griechischen Himmel regierte. Die Könige der Stadt wollten durch die Verehrung des höchsten Gottes alle anderen Geister an ihrem Regierungssitz vereinigt wissen. Der Zeus-Tempel leuchtete wie eine Krone auf dem Berg weit ins Land hinaus. Heute steht dieser Tempel in einem Museum in Berlin. Der Sitz Satans ist nach Deutschland transportiert worden!

Auch das Weltzentrum des Schlangenheilkultes mit der Anbetung der Schlange hatte in Pergamon seinen Sitz. Über 200 Heilzentren mit berühmten Ärzten hatten sich im Abendland diesem Kult angeschlossen. Sie nannten sich „Heilande“.

Die ganze Stadt war im Grunde genommen ein einziger Satansthron, wo sich die verschiedenen Denominationen und Kulte ein Stelldichein gaben.

Du hältst an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet: Die Ruhe zwischen diesen Ruhelosen war schlagartig zu Ende, als Christen sich in diesem spiritistischen Zentrum niederließen. Sie bezeugten: Jesus ist der wahre Herr und der einzige Heiland. Er ist eins mit dem Vater und seinem Geist. Zeus ist kein Gott, auch der Kaiser nicht, und die Schlangenanbeter sind keine Heilande. Jesus allein heilt, heiligt und regiert.

Da war der Teufel los. Die Christen rüttelten an seinem Thron! Die verschiedenen Kultpriester versuchten die Christen zu überzeugen, daß Jesus auch ein Gott und ein Heiland sei, allerdings neben Zeus, neben dem Kaiser und zusammen mit der Schlange. Die angesehenen Bürger forderten die Christen auf, von ihrem engen Glauben abzulassen, den Absolutheitsanspruch Christi aufzugeben und alle himmlischen Religionen und Kulte anzuerkennen, dann kehre sofort wieder Friede in der Stadt ein.

Der Gemeindeleiter aber hielt an dem Namen, der über allen Namen ist, fest und bekannte, daß in keinem anderen Namen unter dem Himmel Heil ist, außer im Namen Jesus.

Die Gespräche wurden hitziger. Die sogenannten Toleranten wurden intolerant. Auch die Christen wurden intolerant, denn sie konnten einen fremden Gott nicht anbeten. Dafür aber verfolgten und töteten sie ihre Opponenten nicht, sondern ertrugen sie mit Geduld in der Fürbitte. Die Vertreter der Vielgötterei jedoch haßten die Christusnachfolger, weil diese ihre Götter Nichtse nannten. Die Jesusanhänger aber bezeugten, daß Zeus, der Kaiser und die Schlange am Ende Jesus anbeten werden, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Du hast mich nicht verleugnet trotz des Märtyrertodes des Antipas: Vielleicht war Antipas ein aktiver Ältester der Gemeinde oder ein junger Draufgänger voller Liebe zu Jesus, so daß er sich in die Tempel hineinwagte und auch dort das Evangelium Gottes bezeugte.

Die Priester der Kulttempel aber ergrimmten über diesen Zeugen Jesu und ließen ihn töten. Sie hofften, daß damit die Christen schockiert ihre Stimme nicht mehr erheben würden. Dem war nicht so. Der Gemeindeleiter in Pergamon bezeugte Jesus weiterhin als den einzigen Weg, die ewige Wahrheit und das wahre Leben. Sein Herr zollte ihm hohes Lob, als er bestätigte, der Gemeindeverantwortliche habe sich nach dem Mord an Antipas nicht ängstlich ins Schneckenhaus verkrochen, sondern weiterhin den Sieger von Golgatha als den alleinigen Herrn in Pergamon bezeugt.

Eine besondere Ehrung erfuhr der getötete Antipas: Jesus nannte ihn seinen „treuen Zeugen“. Er legte damit einen seiner eigenen Titel auf ihn (Offb. 1,5). Er verknüpfte seine Existenz mit dem Namen seines Blutzeugen, der ihm bis in den Tod treu blieb. Antipas lebt heute als ein seliger Märtyrer in der Geborgenheit des Auferstandenen und dient ihm.

Mit der Ehrung des Antipas wiederholte und bestätigte der lebendige Herr dem Gemeindeleiter in Pergamon, daß die verschiedenen Tempel, Altäre und Kultstätten der Götzen keine kraftlosen Zentren waren, sondern zu Behausungen gefährlicher Satansengel geworden seien, die bis heute nach einer Anbetung durch verirrte Massen hungern. Dabei wissen diese Geister genau, daß sie Verdammte sind, und zittern vor der Stunde, wenn Jesus kommt - und hassen ihn. Satan weiß, daß ihm nur noch wenig Zeit bleibt, und tut deshalb alles mögliche, um die Ausbreitung des Evangeliums vom Reich Jesu Christi zu unterbinden.

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