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KOLOSSER - Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä

Teil 1 - Die Grundlagen des christlichen Glaubens (Kolosser 1:1-29)

5. Christus, das Ebenbild seines Vaters und der Schöpfer des Weltalls (Kolosser 1:15-17)


Kolosser 1:15-17
15 Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. 16 Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. 17 Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.

Christus – das Spiegelbild Gottes

Paulus hat Christus in seiner Herrlichkeit und Macht vor Damaskus gesehen. Seither blieben sein Denken und seine Theologie durch und durch von dem Glanz seines himmlischen Herrn geprägt. Jesus hatte zuvor als Mensch in verhüllter Hoheit auf der Erde gelebt, vor Damaskus aber schaute und erlebte der Völkermissionar seine prächtige Majestät als Einbruch der Ewigkeit in unsere Zeit und deutete sie als Ebenbild des erhabenen Allmächtigen.

Gott selber in seiner Herrlichkeit blieb verborgen. Die Sünde der Menschheit trennte ihn von seinen Geschöpfen. Seine strahlende Erscheinung hätte alle durchbohrt und ausgelöscht. Seine Hoheit und Urkraft aber wurden in dem auferstandenen Jesus sichtbar.

Jesus selbst hatte seinen Jüngern versichert: „Wer mich sieht, der sieht den Vater!“ (Johannes 14,9). Sein Selbstzeugnis bezog sich zunächst auf die heilige Liebe des Vaters, seine barmherzige Wahrheit und seine geduldige Demut. In Jesus hatte die Schöpfung des Menschen ihren Zweck und ihren Sinn erreicht (1.Mose 1,17). Sein Vater war in ihm sichtbar geworden.

Der Apostel Johannes hatte mit Petrus und Jakobus zusammen auf dem Berg der Verklärung Jesus in seiner übermenschlichen Herrlichkeit gesehen, jedoch nie darüber im Detail berichtet, nur angedeutet: „Und wir sahen seine Herrlichkeit“ (Johannes 1,14). Im hohen Alter, in seiner Verbannung auf der Häftlingsinsel Patmos, schaute er den Auferstandenen als Herrn und Richter der Menschheit: „Als ich mich umwandte, sah ich…einen, der war einem Menschensohn gleich, angetan mit einem langen Gewand und gegürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel. 14 Sein Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme 15 und seine Füße wie Golderz, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; 16 und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht. 17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle (Offenbarung 1:12-18).

Der Erstgeborene vor aller Kreatur

Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1.Johannes 4,16). Ein Liebender hat und kennt sein Gegenüber, das er innig liebt. Da Gott die Liebe ist, war er nie allein, sondern hat einen ebenbürtigen Partner, den er von Anfang des Daseins an liebt. Christus ist der erstgeborene Sohn Gottes. Er existierte vor allen Geschöpfen als der ewig Seiende. Er ist kein Geschöpf, sondern vor aller Zeit aus Gott hervorgegangen. Seine Geburt in Bethlehem, war nicht der Anfang seines Daseins, sondern seine Menschwerdung. Alle Erbanlagen seines Vaters, sein Geist und seine Herrlichkeit ruhen in ihm. Er lebte und lebt mit seinem Vater in ungetrübter Harmonie, in Sanftmut und Demut. Er sagte: „Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk“ (Johannes 4,34).

Alle Kirchen bekennen mit dem Nizänischen Glaubensbekenntnis, dass Christus ist: „Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, geboren und nicht geschaffen, mit dem Vater in einem Wesen“.

Der Islam aber bekennt von Christus, dass er geschaffen und nie von Gott geboren wurde! Damit ist er mit dem Kirchenältesten Arius und seinen Nachfolgern zu einer antichristlichen Macht geworden. Alle die sagen: „Christus ist von Gott geschaffen worden“ sind keine echten Christen, denn dann wäre Jesus nur ein Sklave Gottes gewesen. Nun aber ist Christus der einzige aus Gott geborene Sohn und kein Geschöpf. Der Ewige ist sein Vater. Er ist sein Ebenbild. Wäre Christus geschaffen worden, wären alle seine Nachfolger nur Sklaven Gottes. Da aber Jesus Gottes Sohn ist, sind auch seine Nachfolger berufen, Söhne und Töchter Gottes zu sein. Gott ist für sie kein wankelmütiger Despot, sondern ihr Vater, durch Jesus Christus, seinen erstgeborenen Sohn.

Gebet: Heiliger Vater, wir danken dir, dass dein Sohn Jesus in deiner und seiner eigenen Herrlichkeit Paulus vor Damaskus erschienen ist, und dass sein Jünger Johannes bekennen konnte: „Und wir sahen seine Herrlichkeit!“ Wir beten den Sohn der Maria an, weil er dein Spiegelbild ist und uns deine heilige Liebe vorgelebt hat. Du bleibst in ihm und er in uns. Amen.

Frage 21: Was bedeutet das Wort Jesu: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“?

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