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KOLOSSER - Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä

Teil 1 - Die Grundlagen des christlichen Glaubens (Kolosser 1:1-29)

4. Der Lobpreis Gottes, des Vaters, wegen des herrlichen Zieles der Gemeinde (Kolosser 1:12-14)


Kolosser 1:12-14
12 Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.

Intensives Beten blieb ein entscheidender Bestandteil im Leben, Denken und Verkündigen des Völkermissionars. Er legte Wert auf das Danken dem Vater gegenüber, von dem alle Motive, Kräfte und Segnungen ausgehen. Wir sollten uns fragen, ob ein fröhliches Danken dem Vater gegenüber zum Thema unseres Lebens und Dienens geworden ist, oder ob wir immer noch meinen, wir könnten selbst, aus uns heraus, unsere Verpflichtungen erfüllen. Paulus ermahnt uns, mit Freuden dem Vater zu danken, nicht als eine bittere Pflicht, sondern als dankbare Antwort auf die unbegrenzte Gnadenfülle seiner Liebe.

Mit einem in die Zukunft reichenden Blick hämmerte der Apostel der Gemeinde in Kolossä ein, dass nicht sie, sondern ihr Vater im Himmel sie würdig und fähig gemacht hat, ihn Vater zu nennen, ihre Heimkehr zu ihm zu beginnen und gewiss zu bleiben, dass sie an seiner ewigen Herrlichkeit teilhaben werden. Der Allmächtige hatte bereits den Beduinen Abram um seines Glaubensgehorsams willen versichert: „Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn“ (1.Mose 15,1). Dieser „sehr große Lohn“ war nicht etwas Geschaffenes, sondern der Schöpfer selbst. Das Erbteil der Heiligen im Licht, besteht darin, dass der Geist des Vaters und des Sohnes in ihnen Wohnung machte und ihnen durch das Angeld auf der Erde bereits versichert, dass sie in die Familie des Vaters eingegliedert worden sind. Die Gnade und Liebe der Gottheit wohnt real in den vorausgegangenen Geheiligten, die jetzt im Licht wandeln, wie er im Licht ist (1.Johannes 1,7; 3,2). Paulus, der den herrlichen Christus vor Damaskus gesehen hatte, war überzeugt, dass die überirdische Existenz Jesu in der Pracht und Macht seines Vaters auch das verheißene Ziel der Auserwählten ist. Sie glauben an diesen Sohn Gottes, folgen ihm nach, und haben bereits Anteil an seiner Auferstehung, seinem ewigen Leben und an seiner noch verborgenen Herrlichkeit (Römer 8,17.18; 1.Johannes 3,2 u.a.). Paulus war sich der Wolke der Zeugen gewiss, die den Verlauf der Geschichte beobachten und gespannt auf die mutigen Schritte der Gemeinde Jesu warten: „Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens“ (Hebräer 12,1.2). Kennst du einige dieser in die ewige Heimat bereits versetzten Heiligen, die auf deine und unsere Entscheidungen und Taten blicken und das Kommen des Reiches Gottes mittragen? Paulus selbst ist einer dieser Heimkehrer, denn er unterschrieb diesen Text mit dem Wörtchen „uns“, das bezeugt, dass auch er, allein um der Gnade Jesu willen, würdig gemacht wurde, am Erbe der Heiligen im Licht teilzuhaben.

Unsere Errettung aus der Gewalt Satans

Paulus wollte diesen thematischen Satz seines Briefes vertiefen und erklärte den Kolossern, wie sie mit allen Heiligen und mit ihm zusammen würdig und tüchtig gemacht wurden im Licht der Herrlichkeit Gottes zu leben. Er schreibt: „Sie sind errettet worden von der Macht, der Lüge und Gewalt der Finsternis“. Diese gnädige Errettung ist eine Befreiung durch Jesus, der kollektiv Besessene aus dem Geist der Hölle heraus löst und in ihnen das Licht des Himmels anzündet.

Paulus hat die Existenz satanischer Macht an sich selbst erlebt, da er im fanatischen Hass als Jurist des mosaitischen Gesetzes Nachfolger Christi verfolgte, plagte und tötete. Er meinte damit dem Herrn des Alten Bundes zu dienen, erkannte jedoch den gekreuzigten und auferstandenen Retter der Menschheit nicht. Erst als dieser ihm vor Damaskus den Weg versperrte und ihn mit seiner Lichtherrlichkeit durchbohrte, fiel er entsetzt zu Boden und erkannte die Wirklichkeit Gottes und gleichzeitig seine eigene Verlorenheit.

Menschen in der Gewalt Satans sind blind für die Realität des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Sie erkennen ihre eigene Sündhaftigkeit nur schemenhaft. Der Böse ist ein Lügner von Anfang an und reizt die Menschen zum Versuch ihrer Selbsterlösung. Sie werden dadurch in seinem Geist finsterer, härter und unbarmherziger, meinen jedoch anständig, gut und fromm zu sein. Selbst grobe Sünder wollen nicht zugeben, dass sie für die Hölle reif sind, obwohl sie ihre notvolle Situation und ihre Verdammnis ahnen und immer wieder von Geistern geplagt werden.

Paulus bezeugt mutig: Der Vater Jesu Christi hat uns, die Jesusliebhaber, von der Gewalt Satans befreit. Er hat Licht in uns gemacht und uns in den Bereich seiner göttlichen Macht versetzt. Satan hat kein Recht und keine Gewalt mehr an jenen, die durch den Retter Jesus in sein Reich eingegliedert worden sind. Unsere Sünden sind vergeben. Das Sühneopfer Jesu hat uns gerechtfertigt. Der Verkläger ist aus dem Himmel hinausgeworfen worden (Offenbarung 12,9-12). Wir sind frei! Der Vater und der Sohn haben ihr Leben in uns hinein gelegt. Jesus sagte: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Johannes 8,12).

Wer aber denkt, Hölle, Satan und Finsternis seien Märchen, ist bereits in ihrer Gewalt. Erst im Licht Gottes erkennen wir die Wirklichkeit (Johannes 3,3.5,19-21 u.a). Jesus rettet alle die sich retten lassen wollen, sich beugen, ihre Sünden bekennen, an ihren Retter glauben und sich auf Zeit und Ewigkeit mit ihm verbinden.

Unsere Versetzung in das Reich Christi

Schüler hoffen am Ende eines Schuljahres in die nächste, höhere Klasse versetzt zu werden und jubeln, wenn ihnen dieses Vorrecht definitiv gewährt wird. Paulus schreibt den Kolossern, dass sie und auch er bereits in das Reich des Sohnes Gottes versetzt worden sind. Wo aber bleiben unser Jubel und unser Dank? Wir alle sind bei den letzten Prüfungen zur Aufnahme in den Himmel durchgefallen und erreichten höchstens die Note „mangelhaft!“ Wir sind aber trotzdem versetzt worden, allein aus Gnade! Das Vorrecht Jesu und seine Fähigkeiten sind uns zugerechnet worden. Allein um seinetwillen wurden wir in den Raum der Geborgenheit Gottes aufgenommen - für immer!

Paulus schreibt vom Reich Gottes, des Vaters, als dem Reich seines lieben Sohnes. Beide sind eins! Der Vater hat seinen geliebten Sohn als Herrn und König über sein Reich eingesetzt. Ihm wurde alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben (Matthäus 28,18). Er rechtfertigt jedes Glied seines Volkes durch sein Sühneopfer und gießt seinen Heiligen Geist in seine gereinigten Nachfolger aus, damit sie ewig leben (Johannes 1,33). Der König gebiert sein Volk aus sich selbst heraus. Eine Bienenkönigin deutet ein wenig auf dieses wunderbare Geheimnis hin.

Das Reich Gottes ist „reich“ an Liebe, denn „Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1.Johannes 4,16). Jesus ist die Mensch gewordene Liebe Gottes. Der Sohn ist wie der Vater, voller Geduld, Kraft und Erbarmen. Sein Reich gleicht keinem Konzentrationslager, sondern ist ein Schutzraum für seine Nachfolger, die mit Liebe, Frieden, Freude und Dankbarkeit erfüllt sind. Sie gehorchen ihrem Herrn und Heiland gern, gleich und ganz, denn keiner liebt sie so sehr wie er. Bist du versetzt in das Reich der Liebe Christi? Woran merkt man dies?

Die Schriften des Neuen Testaments reden 126 Mal vom Reich Gottes, des Vaters und des Sohnes, und 136 Mal von der Gemeinde Jesu Christi. Sie ist der Stoßtrupp in und bei der Neuschöpfung des Reiches Gottes. Wir sind von der Macht Satans Befreite, um viele seiner Sklaven in die geistliche Freiheit der Kinder Gottes zu rufen.

Die Erlösung von Sünden durch Gottes Sohn

Paulus war nüchtern. Er schrieb nicht nur über Licht und Finsternis, über Gott und Satan, sondern stellte den Drehpunkt des Ganzen und das Schlüsselloch zum Empfang des Heils heraus. Er weist uns auf Jesus Christus hin. Allein in ihm haben wir die Erlösung aus der Gewalt Satans, der Sünde und dem Zorn Gottes. Der Sohn Gottes hat als Menschensohn mit seinem Fürtod an unserer Stelle das Lösegeld bezahlt, damit wir vom Sklavenmarkt der Sünde aus der Gewalt Satans freigekauft werden konnten (Matthäus 20,28).

Jesus hat die Schulden für alle Menschen bezahlt, aber nicht alle glauben an sein befreiendes Opfer. Nur in jenen, die an ihn glauben und in seine dargebotene Segenshand einschlagen, verwirklicht sich die Vergebung ihrer Sünden. Das Heil ist vollbracht. Jesus muss nicht nochmals für Muslime, Juden, Buddhisten und Kommunisten sterben. Sie sind alle erlöst, glauben es aber nicht! Damit scheiden sie sich durch ihren Unglauben von dem, auch für sie, vollendeten Heil.

Paulus hat diesen ergreifenden Zwischenbericht mit seiner Definition für die Gemeinde Jesu Christi und ihre ewige Rechtsbasis nicht als Lehre, sondern als Zeugnis und als Aufforderung zum Dank geschrieben. Wer dankt jetzt dem Vater im Himmel mit Freuden für das auch ihm geschenkte große Vorrecht?

Gebet: Vater, wir rühmen und preisen dich, weil du uns von der Gewalt der Finsternis errettet und uns in das Reich deines lieben Sohnes versetzt hast, der uns vom Sklavenmarkt der Sünde mit seinem Blut losgekauft und alle unsere Sünden vergeben hat. Wer sind wir, dass du uns allein aus Gnade heute schon deinen Heiligen im Licht zugeordnet hast?! Wir wollen dir und deinem Sohn Jesus unser Leben lang danken. Amen.

Frage 20: Wie hat Christus uns von der Gewalt der Finsternis errettet?

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