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Home -- German -- Ephesians -- 043 (How to live in peace with your children)

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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 3 - Eine Einführung in die Ethik des Apostels Epheser 4:1 – 6:20)
B - Die christliche Haustafel (Epheser 5:21 - 6:9)

Wie können Eltern mit ihren Kindern heute im Frieden leben? (Epheser 6:1-4)


Epheser 6:1-4
1 „Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht. 2 »Ehre Vater und Mutter«, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: 3 »auf dass dir's wohl gehe und du lange lebest auf Erden«. 4 Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn“.

Kinder sind häufig bis zum achten oder zwölften Lebensjahr mehr oder weniger gehorsam ihren Eltern gegenüber. In diesen Jahren sind sie noch vertrauend, Schutz suchend und leben im geistlichen Raum ihrer Familie. In dieser Zeit sollte eine Mutter ihren Kindern viele Gebete und Kinderlieder beibringen, die die Seele und das Unterbewusstsein der Kleinen prägen und füllen. Paulus schreibt in seinem Brief von Kindern „in dem Herrn“, das sind Kinder, die ihr Leben dem Herrn Jesus anvertraut haben und ihn lieben. Vielleicht kennen sie Gebete wie:

Ich bin klein,
mein Herz mach rein,
soll niemand drin wohnen,
als der liebe Heiland allein.

Was das moderne Fernsehen ihnen allerdings beibringt, ist nicht friedensstiftend, sondern Angst einflößend, Gewalttätigkeit ausübend und ohne Gott zu leben. Was die modernen Autoren verzapfen ist mehr „modernd“ als aufbauend. Und was die Kinder in ihren Kindergärten hören oder in den Grundschulklassen lernen, hängt sehr vom Geist der Lehrer ab, die sie unterrichten.

Wenn Kinder ins Entwicklungsalter kommen, steht bereits eine Abteilung von Teufeln bereit, sie zu verführen. Die moderne Wirtschaft mit ihren knallfarbigen Kinderreklamen inspiriert sie, was sie unbedingt besitzen sollten. Gedrillte Lehrer entwickeln in ihnen ihre Unabhängigkeit, ihr Aufbegehren und ihren Eigensinn. Eine sexuelle Aufklärung malt ihnen nicht nur Nacktbilder ganzer Familien vor Augen, sondern erklärt ihnen auch mit Kurven die Entstehung und das Abklingen des Orgasmus der Frauen und der Mädchen. Über Kondome und Verhütungspillen wird nicht mehr geschwiegen, sondern ihr Gebrauch erklärt. Darüber hinaus lernen sie in manchen Klassen das Glaubensbekenntnis der Muslime mit arabischem Aussprechen auswendig. Vielleicht wissen die unterrichtenden Lehrer nicht, dass ein zweimaliges Aussprechen dieser islamischen Grundformel den legalen Eintritt in den Islam bedeutet. Dann lehren manche, dass die Welt durch einen Urknall entstanden sei und in den Entwicklungslinien des Menschen Affen gefunden werden. Wenn die Jugendlichen untereinander eine andere Sprache sprechen, als sie mit ihren Eltern zu Hause reden, braucht das niemand zu verwundern. Manche Pfarrer lassen sie nicht mehr unsere drei Glaubensartikel und ihre Erklärung aus dem Konfirmandenbüchlein und die dazu gehörenden Liedverse auswendig lernen. Sie empfehlen ihnen aber ihr eigenes Glaubensbekenntnis zu formulieren und nicht blind der Bibel und ihren Eltern zu vertrauen.

Eltern sollten deshalb rechtzeitig mit den Kindern das Ein- und Ausschalten des Fernsehapparates humorvoll üben. Es wäre gut, wenn sie auch ihre Schulbücher über Biologie und Naturwissenschaften durchblätterten und den Jugendlichen die gegenteiligen biblischen Texte erklärten. Die sexuelle Aufklärung im biblischen Sinn ist unerlässlich, und die Sendung der Heranwachsenden in christliche Jugendgruppen ist imperativ geworden. Das Gebet für selbständig denkende Kinder wird wichtiger wie ihre Unterrichtung und lehrende Leitung, die oft Widerstand hervorruft. Gute Sommer- oder Skifreizeiten mit erfahrenen Jugendleitern sind oft eine geistliche Hilfe. Der betende Glaube der Eltern und ihr Vorbild prägen jedoch die jungen Protestanten mehr als sie wissen. Wir empfehlen keinen von ihnen in eine Kirche oder in eine Bibelstunde zu zwingen, sondern sie betend auf ihren Wegen zu begleiten.

Paulus stellt das Gebot zur Ehrung der Eltern aus den zehn Geboten des Alten Testaments extra heraus, weil dieses Kernwort der Bibel eine Verheißung in sich trägt, die auch für die Jugendlichen interessant ist. Der lebendige Herr versichert ihnen seinen Segen, wenn sie ihre Eltern ehren. Nicht nur der Vater, sondern auch die Mutter soll geehrt, unterstützt und, falls sie im Alter gebrechlich wird, begleitet werden. Das erhalte die Gesundheit und den Frieden in den neuen Familien, die die Kinder gegründet haben. Vielleicht haben die Eltern ihren Kindern auch die Vollkornernährung so nebenher beigebracht, damit sie so weit wie möglich raffinierte Kohlenhydrate meiden und eine vitaminreiche Nahrung zu sich nehmen.

Wenn ein Kind im Wettlauf der Mitschüler nicht immer unter den Ersten und Besten ist, entstehen in ihm langsam aber sicher Minderwertigkeitskomplexe. Dann sollte man seine speziellen Begabungen fördern, seine Minuspunkte in den Zeugnissen als unwichtig erklären und den Herrn Jesus bitten, dass er die Unmündigen und Leidenden nach seiner Verheißung besonders segnet (Matthäus 11,25-30). Die Begabten unter den Kindern stehen in einer noch größeren Gefahr, da sie unbewusst denken die ganze Welt in Kürze beherrschen zu können. Sie benötigen die Demut Jesu mehr als die Mangelhaften und Deprimierten.

Wenn die Kinder andere Zukunftspläne haben als ihre Väter und Mütter für sie wünschen, sollte man ihre eigenen Wünsche nicht wegwischen und verbieten, sondern ihnen die von den Eltern empfohlenen Wege vorsichtig erklären und lieb machen. Wo immer möglich, sollten wir zornige Reaktionen vermeiden und Geduld in ihrer Erziehung lernen. Heutzutage durchlaufen manche junge Erwachsene eine Lehre, arbeiten aber später in einem völlig anderen Beruf. Eine solide Zunftordnung ist längst verschwunden oder verschwindet langsam. Was ins Auge springt, sind die schnellen Entwicklungen, die manchmal ins Desaster führen, aber bisweilen auch Erfolg haben. Hier sollte unsere Fürbitte die heranwachsende junge Generation still begleiten, dass sie in Beruf, Eheschließung und Glaubensgewißheit keine eigenen Wege geht, sondern vom Segen ihres Herrn und Heilandes lebt. Allerdings bestätigt sich immer wieder das alte Sprichwort:

Kleine Kinder kleine Sorgen,
große Kinder große Sorgen!

Doch das Wort des Herrn ist wahrhaftiger und erfüllt sich:

„Befiehl dem HERRN deine Wege
und hoffe auf ihn,
er wird's wohl machen.
Sei stille dem HERRN
und warte auf ihn.
Steh ab vom Zorn und lass den Grimm.
Die des HERRN harren,
werden das Land erben.“

(Psalm 37,5.7-9)

Gebet: Vater im Himmel, du bist der rechte Vater über alles was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden. Wir danken dir für die Kinder, die du uns anvertraut hast oder die noch kommen werden, und bringen sie dir im Glauben mit Dank zurück. In dieser bösen und argen Zeit wissen wir nicht wie wir sie recht erziehen können. Bitte zieh du sie in deine himmlische Familie hinein, dass sie etwas werden zum Lob deiner herrlichen Gnade. Amen.

Fragen:

  1. Warum ist Kindererziehung in unseren Tagen schwierig?
  2. Welches sind gute Wege, um Kinder und Jugendliche zu Jesus zu führen?

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