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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 3 - Eine Einführung in die Ethik des Apostels Epheser 4:1 – 6:20)
B - Die christliche Haustafel (Epheser 5:21 - 6:9)

Die neue Lebensordnung für die Männer (Epheser 5:25-33)


Epheser 5:25-30
25 „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. 28 So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. 29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es, wie auch Christus die Gemeinde. 30 Denn wir sind Glieder seines Leibes“.

Paulus bezeichnete sich als einen Eingegliederten in den geistlichen Leib des auferstandenen Gekreuzigten. Der Apostel hat die Welt von der Herrlichkeit seines Herrn her gesehen. Er verglich eine Ehe der Nachfolger Jesu mit dem Neuen Bund Christi und seiner Gemeinde. Wenn Paulus einer Frau zumutete, dass sie sich ihrem Ehegatten in allen Dingen bedingungslos unterordnen soll, so verlangte er von den Männern noch mehr. Jeder Ehegatte sollte seine Frau so lieben, wie Jesus seine Gemeinde liebte und sie heute noch liebt! Dies ist menschlich gesehen beinahe unmöglich, denn eine solche Forderung schließt ein, dass ein Mann sich für seine Frau und seine Familie ganz aufopfern soll, so wie Jesus anstelle seiner Gemeinde starb. Unterordnen ist schwierig, aber sich aufopfern für andere ist noch schwieriger! Dies sollte bewusst erkannt werden.

Der Seelsorger hat der Liebe zwischen Ehegatten ein geistliches Ziel gegeben. Der Mann soll sich für seine Frau einsetzen und ihr dienen, damit sie eine Heilige werde! Sie soll geistlich gesehen keine Runzel noch einen Flecken in ihrem Benehmen haben, sondern untadelig, demütig und sanftmütig daherkommen, wie Jesus selbst. Für Paulus war das praktische Eheleben nicht entscheidend, sondern das geistliche Niveau der Beiden. Deshalb sollte ein Mann mit seiner Frau die Bibel lesen, ihr die Texte erklären, ihre praktische Erfüllung im Alltag vorleben, mit ihr und für sie beten, damit sie nicht wie Eva mangelhaft unterrichtet, eine leichte Beute für Versuchungen durch Satan würde. Vielleicht ist heute in manchen Ehen das Gegenteil Wirklichkeit geworden, dass die Frau ihrem Mann mit Wort, Tat und Gebet half, in unserer gottlosen Zeit geistlich zu Jesus zurück zu finden.

Paulus schüttelte jedoch die Ehegatten weiter und verlangte von ihnen, dass sie nicht nur sich selber, sondern vor allem ihre Frauen liebten. Jeder Mensch sei von Natur aus ein Egoist, liebe sich selbst am meisten, wolle bequem leben und nicht zuviel arbeiten. Im Gegensatz dazu soll ein Mann darauf achten, dass seine Frau genügend zum Essen habe, ordentlich gekleidet sei und nicht einsam verkümmere oder verzage, vielmehr soll er mit ihr alles besprechen und durchbeten. Träge Egoisten spornte der Seelsorger mit der scharfen Spitze an, dass, wer seine Frau liebe, der liebe sich selbst!

Paulus gab den Kampf mit trägen und müden Ehemännern nicht so schnell auf. Er erklärt ihnen: Wir sind alle Glieder am geistlichen Leib Jesu geworden. Er aber, als unser Haupt, sorgt für uns und zwar für jedes einzelne seiner Glieder, damit sein Leib lebensfähig bleibe. Genauso soll jeder Mann darauf achten, dass seine Frau nach Seele, Geist und Leib keinen Mangel habe, sondern bestens versorgt sei. Seine Liebe soll praktisch werden. Mehr nicht, weniger auch nicht!

Der Islam hat ein völlig anderes Eheverständnis. Ein Mann kann bis zu vier Frauen heiraten, falls er allen gleichermaßen finanziell und geschlechtlich dienen kann (Sure al-Nisa’ 4,3). Er hat das Recht, seine Frauen zu erziehen, falls sie ihm nicht gehorchen: „Wenn ihr fürchtet, dass eure Frauen sich gegen euch auflehnen, dann predigt ihnen, enthaltet euch von ihnen oder schlagt sie! Wenn sie euch jedoch gehorchen, so erschwert ihnen das Leben nicht weiter“ (al-Nisa’ 4,34). Eine Frau ist nur halb soviel wert wie ein Mann. Das zeigt sich vor Gericht, wo die Zeugenaussagen von zwei Frauen soviel wert sind, wie die Aussage eines Mannes (al-Baqara 2,282), beim Verteilen des Erbes, wo eine Schwester halb soviel wie ihr Bruder bekommt (al-Nisa’ 4,11), und bei Versicherungszahlungen nach Unfällen, wo einer Frau nur die Hälfte des Betrages wie für einen Mann ausbezahlt wird (Strafgesetze im Iran, §301). Wohl der Frau, die einen in Christus gegründeten Ehemann gewinnt.

Epheser 5:31-33
„31 Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. 32 Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde. 33 Darum auch ihr: ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann“.

Paulus kam zum Schluss seiner geistlichen Ermahnung für Frau und Mann auch auf die eigentliche Beziehung einer Ehe zu sprechen. Ein Mann, wenn er wirklich in seine Frau verliebt sei, soll seine angestammte Familie verlassen und mit seiner Frau eine neue Familie gründen. Beide sollen keine Hemmungen in ihrem ehelichen Verkehr haben, sondern begreifen, dass sie auf diese Weise eine Einheit vor Gott und Menschen werden. Der Mann soll sich jedoch nicht mit seiner eigenen Befriedigung begnügen, sondern lernen, seiner Frau zu dienen, dass auch sie entspannen kann.

Paulus hat diese praktischen Gegebenheiten letztlich auch geistlich gedeutet und bezeichnete die Ehe als ein großes Geheimnis, das geistlich verstanden auf die völlige Einheit zwischen Christus und seiner Gemeinde hinweise. Die katholische Kirche hat von dieser Formulierung ein Ehesakrament abgeleitet, als ob eine kirchlich verwurzelte Ehe beide Eheleute im Heil Christi befestige. Mischehen sind deshalb unerwünscht. Kinder aus diesen Ehen werden automatisch in die katholische Kirche eingegliedert. Paulus aber hat das Verständnis der Ehe von der Einheit der Gemeinde mit Christi abgeleitet. Deshalb wiederholte er die Empfehlung: Ein jeder liebe seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre ihren Mann! In diesen Hinweis hat der Apostel auch das Geheimnis Christi eingebunden, dass wir einander vergeben, wie Christus uns alle unsere Sünden vergeben hat.

Gebet: Unser Vater im Himmel, wir beten dich an, weil Jesus Christus seine Nachfolger liebt und für sie sorgt, auch wenn sie sich nicht immer liebenswert benehmen. Hilf uns, dass wir unsere Ehen auch bedingungslos in deine Liebe hinein verpflanzen, damit Mann und Frau sich täglich alle ihr Fehler und Mängel vergeben, und deine Liebe und Güte zum Vorbild für ihre Liebe werden. Amen.

Fragen:

  1. Was bedeutet es, dass Ehemänner sich für ihre Frauen aufopfern sollen, wie Jesus sich für seine Gemeinde opferte?
  2. Warum sollten wir für unsere sexuelle Kapazität dankbar sein?

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