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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 3 - Eine Einführung in die Ethik des Apostels Epheser 4:1 – 6:20)
B - Die christliche Haustafel (Epheser 5:21 - 6:9)

Die neue Lebensordnung für Frauen (Epheser 5:21-24)


Epheser 5:21-24
21 „Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi. 22 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. 23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. 24 Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen“.

Paulus war nicht verheiratet und hatte eheliche Empfindungen einer Frau nicht kennen gelernt. Er folgte in seinen Ausführungen den Visionen und Lehren des Alten Testaments und gedachte der oft starken Emotionen der Frauen im Nahen Osten. Dass er diese Prinzipien auch in Griechenland, im Zentrum der Fruchtbarkeitsgöttin Diana lehrte, zeigt seine Erschütterung über den gottlosen Wandel der Männer und Frauen im Gefolge dieses griechisch-römischen Götzendienstes.

Zunächst lehrte Paulus jedoch allgemein das Prinzip Christi, wonach Demut und Sanftmut ein Grundgesetz des christlichen Lebens sind und bleiben. Jesus selbst hat sich in diesem Sinn seinem Vater im Himmel gegenüber völlig unterworfen und seine Nachfolger aufgefordert, von ihm zu lernen, da sie sonst keinen Frieden und keine Ruhe für ihre Seele finden könnten (Matthäus 11,28-30).

In diesem Sinn hat der Apostel auch den Gliedern eines christlichen Haushaltes zuerst die gegenseitige Unterordnung in der Furcht des Herrn nahe gelegt, sei es für Erwachsene oder Kinder, Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Diese Grundhaltung eines Menschen ist in unserer modernen Gesellschaft weitgehend abgeschafft worden, so dass die Achtung fast jeder Autorität untergraben wird, weil jeder Mensch das Recht habe, frei und ungebunden zu bleiben. Niemand soll ihn kommandieren, außer die Mehrheiten einer Demokratie. So kann ein dreijähriger Junge im Widerspruch zornig protestieren: „Ich bin frei!“

Da heute die Mehrheit der Frauen sich nur noch selten den Ordnungen der Bibel unterordnet, sind in der Bundesrepublik über ein Drittel aller Ehen geschieden worden, da jede Frau frei, ungebunden und gleichberechtigt sein will. Manche sagen: „Die Frauen haben die Hosen angezogen“ und sind Direktorinnen, Ärztinnen, Professorinnen, Präsidentinnen, Bischöfinnen und selbst Soldatinnen geworden. Im Sport empfangen Hunderte von ihnen Goldmedallien für höchst qualifizierte Leistungen. Neuerdings wird in den USA in einigen Gemeinden das Vaterunser gleichzeitig auch als Mutter-Unser gebetet. Maria, die Mutter Jesu, wird von Millionen als Gottesmutter und Miterlöserin gefeiert und angebetet. Die so genannte „Hure Babylon“ wird am Ende der Zeiten eine Zeit lang die Bestie des Antichristen reiten und leiten, bis sie auf einen Schlag ausgerottet werden wird (Offenbarung 17,1-19,5). „Wer Ohren hat zu hören, der höre was der Geist den Gemeinden sagt“ (Offenbarung 3,29 u.a.).

Trotz dieser rasanten Entwicklungen verlangt Paulus für eine christliche Ehe die Unterordnung der Ehefrau unter ihren Ehegatten, als wenn er ihr Herrgott wäre. Diese Unterordnung habe in allen Dingen zu geschehen. Auch Petrus deutet eine solche Lebenshaltung an (1.Petrus 3,1-6). Damit hat der Torajurist die Konsequenzen der Schöpfungsberichte präzise formuliert.

Bei den Verfassern der vier Evangelien, sowie in den Schriften von Jakobus, Johannes und dem Schreiber des Hebräerbriefes, finden wir jedoch keine dieser radikalen Aufforderungen. Das erlaubt die Auffassung, dass Jesus barmherzig und großzügig war und die Ehen seiner Nachfolger mehr im geistlichen Bereich des Neuen Bundes als in den Ordnungen des Alten Testamentes sah.

Auch Paulus selber grenzt den Rahmen für die Unterordnung der Frau unter ihren Mann konsequent entsprechend seiner geistlichen Erkenntnis ein: „Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus“ (Galater 3,26-28). Dieses mutmachende Bekenntnis des Völkerapostels überwindetdas das falsche Verständnis einiger Gesetze seiner Haustafel, und schafft eine Gleichberechtigung von Mann und Frau in allen geistlichen Bereichen. Paulus gibt damit dem Glauben und dem Leben im Heiligen Geist den Vorrang vor den biologischen Gegebenheiten und kulturgebundenen Traditionen. Eine Ehe, in der Jesus der dritte Partner innerhalb des Ehebundes ist, erlebt täglich das Wunder einer christlichen E-H-E, demnach der Herr in der Mitte zwei Egoisten ständig zusammenhält.

Wo zwischen Mann und Frau in einer Ehe echte Liebe und Vertrauen bestehen, ist die Frage der Unterordung keine Frage mehr, denn jeder der Beiden ist als Liebender immer ein Dienender und ordnet sich von selbst dem andern unter. Wo echte Liebe in einer Ehe herrscht, gibt es keine Herrschaftsprobleme mehr. Beide versuchen miteinander den besten Weg zu finden. Und der Herr segnet und leitet sie im Frieden.

Gebet: Vater im Himmel, wir beten dich an, weil du Mann und Frau geschaffen hast. Du gabst ihnen die Vollmacht, sich an der Schöpfung und Vermehrung der Menschheit in Liebe, Demut und Gottesfurcht zu beteiligen. Vergib uns, wenn wir die gegenseitige Unterordnung in deiner Schöpfung immer weniger beachten, sondern frei und ungebunden sein wollen. Lehre uns die Demut und Sanftmut Christi in seiner Liebe in unseren Familien zu leben. Amen.

Fragen:

  1. Warum wollen wir uns nicht gegenseitig unterordnen?
  2. Welche Ordnung müssen wir für unsere Ehen beachten?

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