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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 3 - Eine Einführung in die Ethik des Apostels Epheser 4:1 – 6:20)

Kauft die Zeit aus, denn es ist böse Zeit (Epheser 5:15-20)


Epheser 5:15-20
15 „So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16 und kauft die Zeit aus; denn es ist böse Zeit. 17 Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist. 18 Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern lasst euch vom Geist erfüllen. 19 Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen 20 und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus“.

Die Tochter eines Häuptlings in Zentralafrika diente ein Jahr lang vorbildlich in einer Pfarrersfamilie und kündigte danach ihr Arbeitsverhältnis. Gefragt, warum sie weggehen wolle, antwortete sie: Mein Vater bat mich ein Jahr lang darauf zu achten, wie der Hausherr seine Frau, seine Kinder und alle die in seinem Haus ein- und ausgehen behandle. Danach soll ich ein Jahr lang bei dem muslimischen Scheich des Gebietes arbeiten und später meinem Vater berichten, was ich in den zwei Jahren erlebt, gesehen und gehört habe. Dem entsprechend will er die Türen seines Stammes für die bessere Religion öffnen. Das löste einen Schock bei dem Pfarrer und seiner Frau aus! Sie besannen sich aufgeregt, wie sie sich im vergangenen Jahr in ihrem Haus benommen hatten und taten Buße über jedem aufgeregten Wort oder ihrem unfreundlichen Benehmen.

Wer weise leben will, sollte seinen Alltag unter die Gesetze Gottes stellen, damit er in Harmonie mit seinem Schöpfer, Erlöser und Richter lebt. Nicht die Höhe des Gehalts entscheidet den Wert eines Lebens, auch nicht die Noten im letzten Zeugnis, sondern was der Herr und Heiland über ihn denkt. Der Segen und die Gnade Jesu füllen ein Leben mehr aus als die Wertmaßstäbe der Menschheit. Prüfe deine Lebens und Familienplanung und bitte deinen Vater im Himmel, dass er dich mit seiner Weisheit salbe, besonders wenn du deine Berufswahl und die Entscheidung für einen Lebensgefährten noch vor dir hast. Die Weisheit Gottes ist klüger als alle Genies der Weltgeschichte.

Paulus im Untersuchungsgefängnis, vielleicht in Rom, musste erkennen, dass die Zeit seiner freien weltweiten Missionsdienste zu Ende gegangen war. Er hatte Monate und Tage, die ihm vorher zur Verfügung gestanden hatten, ausgekauft, und das Letztmögliche was Leib, Seele und Geist hergeben konnten, für Jesus getan. Er mahnte in diesem Sinn die Verantwortlichen in Ephesus, und jeden Christen wo immer er lebt: Tue was du tun kannst in Jesu Namen und Kraft! Wenn du mehrere Möglichkeiten siehst, deine Dienste auszuwählen, lass dir im Gebet zeigen, was deinem Herrn am meisten gefällt, auch wenn es nicht in deine eigene Wunschliste passt. Falls die Zeit der öffentlichen Dienste bereits vorbei zu sein scheint, akzeptiere was Albrecht Bengel vorschlägt: Vertiefe dich in Gottes Wort! Lerne durch Textvergleiche was dich die Bibel lehrt. Rüste dich für kommende Dienste und übe dich in einer weltweiten Fürbitte (Offenbarung 1,6; 5,10 u.a.). Mache dir eine Gebetsliste nach Kontinenten, Ländern und Städten geordnet. Danke deinem himmlischen Vater für alle seine Segnungen, die du bisher von ihm erfahren hast (Psalm 103,1-5) und glaube, dass er dich um Jesu Wunden willen erhört, was du ihn in der Leitung seines Geistes erbeten hast.

Wer in der Bibel betend liest, bekommt einen neuen Verstand. Er denkt nicht mehr zuerst an die materiellen Probleme und internen Möglichkeiten dieser Welt, sondern wird in die Denkbahnen des göttlichen Willens hineingenommen. Vielleicht zwingen ihn körperliche oder seelische Beschwerden um Heilung und Gnade zu bitten, und entdeckt dann plötzlich, dass es Hunderttausende Blinde, Taube, Lahme und andere Geplagte gibt, die er bisher in seinem Gesichtskreis nicht erkannt hat. Jesus diente zuerst den Kranken und Notleidenden, die zu ihm kamen oder zu ihm gebracht wurden. Seine Psychologie verlief anders als die der fanatischen Terroristen seiner Tage, die kurze Zeit später das Joch der römischen Besatzungsmacht abschütteln wollten und ihr Volk in Blut, Elend und Sklaverei stürzten. Paulus schreibt deshalb: Werdet nicht unverständig, sondern erkennt den Willen des Herrn und tut was er will!

Damals gab es nicht wenige oberflächliche Pessimisten, die dachten, wir können nichts bewegen und nichts verändern, deshalb lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot (Jesaja 22,13; 1.Korinther 15,32). Bei ihren Tempelfesten betranken sie sich und hurten mit den angestellten Tempeldirnen (1.Korinther 6,9-11.16-19; Offenbarung 2,14.15; 20,21). Die spezielle Versuchung für manche Gemeindeglieder aber bestand in den Einladungen ihrer Sippen oder Geschäftsfreunde zu solchen Tempelfesten bei denen ihre Freunde versuchten, diese Neufrommen mit Alkohol zu füllen und sie auf das Niveau ihrer Begierden herabzuzerren.

Paulus konterte diese offenen Versuchungen der Gemeindeglieder in der kleinasiatischen Provinz mit dem Imperativ: Werdet voll Geistes! (Epheser 5,18b) Mit Buße, Taufe in Christus hinein und Glaubensgebeten erfuhren die Vertrauenden in Jesus, dass er sie mit Freude, Frieden und heiliger Liebe erfüllte. Sie waren auch nicht besser als die anderen Epheser, doch glaubten sie an die Reinigung von ihren Sünden durch Christi Blut und verließen sich auf dieses Vorrecht mit Lob und Dank, was ihnen der Heilige Geist mit seiner Salbung konfirmierte (Apostelgeschichte 2,38-40).Der Heilige Geist ist seit Pfingsten in der Welt. Der Herr hat verheißen, dass er allen Büßenden ein neues Herz und einen neuen Geist schenken werde. Seit Jesus die Sünde der Welt mit seinem Fürtod für uns alle gesühnt hat, kann jeder Mensch ihn um die Gnade des Heiligen Geistes bitten. Der Geist des Herrn ist gegenwärtig. Das Recht ihn zu empfangen ist im Kreuz Jesu verankert. Was hindert es dich, dich zu beugen und um seine Einwohnung in dich zu bitten?

Der Apostel im Untersuchungsgefängnis vertiefte seinen Befehl zum Erfülltwerden mit dem Geist der Wahrheit und der Kraft Gottes, indem er den Vertrauenden auf Jesus empfahl, Psalmen aus dem Alten Testament und geistliche Lieder auswendig zu lernen, und sie zu Hause und in der Gemeinde zu singen. Falls ihm einer antwortete, er könne nicht singen, wischte Paulus dieses Argument kurzerhand weg und ermunterte ihn, Jesus um ein musikalisches Herz zu bitten. Singen und spielen dem Herrn im eigenen Herzen ist eine Ureigenschaft des Heiligen Geistes. Der Dank und das Lob, der Jubel und das Rühmen des Lammes Gottes und seines Heils, mit der Anbetung des Vaters wegen unserer Adoption, ist zutiefst in den Gaben des Tröstergeistes verwurzelt, so dass es kaum einer Erklärung bedarf.

Wer aber in einem Land mit Bürgerkrieg und rücksichtslosem Terrorismus lebt, möge in den Stunden der realen Gefahr und bei Bombeneinschlägen seine mitgeführte Bibel öffnen, um von dem Tröstergeist in dieser Situation gestärkt zu werden. Falls eine Gruppe von Gläubigen an Jesus in einem überfüllten Luftschutzkeller sitzt, können ihre Glaubenslieder die Angst aus den Herzen und Gesichtern vertreiben.

Gebet: Vater im Himmel, wir preisen dich, weil die Versuchungen dieser Welt und die Todesangst mancher Bedrohten, nichts ist im Verhältnis zur Einwohnung deines Tröstergeistes in unsere Herzen und Sinne. Wir danken Dir und beten dich durch Jesus Christus unseren Herrn an, weil du uns nicht wegen unserer eigenen Anständigkeit erlöst hast, sondern allein durch das Blut Jesu Christi, seine Gnade und seine Liebe. Bitte rühre auch unsere Verwandten, Freunde und Bekannten an, dass sie Buße tun, an Jesus glauben und deinen heiligen Geist empfangen. Amen.

Fragen:

  1. Wie können wir unsere böse Zeit ewigkeitsgerecht ausfüllen?
  2. Warum haben wir das Vorrecht, Gott um die Erfüllung mit seinem heiligen Geist zu bitten?

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