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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 1 - Die Gebete des Apostels am Anfang seines Briefes für die Gemeinden in und um Ephesus (Epheser 1:3-23)
B - Eine Danksagung und die Fürbitte des Apostels Paulus für die Heiligen in Ephesus (Epheser 1:15-23)

Der Dank des Apostels für die geistliche Substanz in den Verantwortlichen der Gemeinden in Ephesus (Epheser 1:15-16)


Epheser 1:15-16
15 „Darum auch ich, nachdem ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, 16 höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet“.

Nachdem Paulus Gott, unseren Vater und den Herrn Jesus Christus, wegen des geistlichen Reichtums angebetet hatte, den er aus seiner barmherzigen Gnade allen Gläubigen in Christus geschenkt hat, setzte er seine Danksagung und Anbetung konkret im Blick auf die einzelnen Heiligen in der Provinzhauptstadt fort. Er hatte durch Reisende und Boten gehört, dass nach seinem Weggang wegen des Aufstandes der Silberschmiede, der Glaube in den Gemeinden und speziell bei den Verantwortlichen für die Hauskreisgemeinden nicht wankte oder schrumpfte, sondern im Gegenteil wuchs und zunahm. Das Vertrauen in den auferstandenen Herrn Jesus aus Nazareth, der von den Juden verworfen und verurteilt worden war, bewährte sich in der Verfolgung und festigte sich, so dass das Zeugnis von seiner Herrschaft, Macht und Liebe nicht verstummte, sondern zunahm.

Der „kleine Apostel“ hatte nicht mit seinem Danken für den Glauben der Heiligen in Ephesus begonnen, und danach wegen vieler Probleme damit aufgehört, sondern setzte seinen Lobpreis für die sichtbar gewordene Gnade seines lebendigen Herrn fort. Wer dankt, wird fröhlich und getrost in seinem Herzen. Wer nur bittet, steht in Gefahr im Lauf der Zeit sauer und düster zu werden. Der Fürdank ist ebenso wichtig wie die Fürbitte, bisweilen sogar wichtiger! Mit unserem Dank ehren wir den segnenden, helfenden und rettenden Herrn Jesus und seinen barmherzigen Vater.

Nicht nur das Wagnis des Glaubens und das kindliche Vertrauen in die Treue des Herrn und Herrschers wuchsen in den Gemeinden in Ephesus und Umgebung, vielmehr nahm auch die Liebe zwischen den Gemeindegliedern zu. Der Glaube ist bei manchen Christen bisweilen nur ein intellektueller Akt, der als „erledigt“ später abgelegt wird. Der echte Glaube aber zeigt sich in Werken der Liebe und in praktischen Hilfen. Die geöffneten Augen des Herzens sehen die Nöte einiger Gemeindeglieder und der Geist Jesu flüstert den Wachgewordenen ins Bewusstsein, wie und wie viel sie den Notleidenden mit Weisheit helfen sollen. Freundliche Hilfe, die nicht verletzt, ist eine Kunst des Heiligen Geistes.

Paulus bezeugt in seinem Dankgebet die Liebe der Verantwortlichen zu allen Heiligen, nicht nur zu den beliebten, sondern auch zu den schwierigen. In Ephesus gab es Judenchristen, die kein Schweinefleisch und keine entsprechende Wurst essen durften, während die meisten hellenistischen Christen großzügig aßen und tranken was ihnen angeboten wurde. Auch heute gibt es in Gemeinden Einzelne die Bier oder Wein trinken, wobei es Andere schaudert, wenn sie das sehen. Schlimmer ist es, wenn Einer raucht, während Andere Hustenreize überwinden müssen. Die Liebe zu allen Heiligen ist ein Problem in manchen Gemeinden. Paulus aber dankte Gott, dass in Ephesus eine barmherzige Toleranz herrschte und die Liebe Brücken schlug wo sich Abgründe auftaten. Die Demut der Heiligen kann den Stolz mancher Superfrommen überwinden.

Der griechische Text der Gebetsliste des Paulus lässt die Vermutung zu, dass Paulus nicht nur allgemein für die Verantwortlichen dankte, sondern eine Gebetsliste besaß, oder ihre Namen auswendig kannte, so dass er für die Einzelnen konkret beten konnte. Wohl dem, der vom Geist Jesu dahin geführt wurde, mit Disziplin für viele Verantwortliche in Gemeinde und Mission regelmäßig zu beten, denn „das Gebet des Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist!“ (Jakobus 5,16).

Gebet: Unser Vater im Himmel, wir danken dir von Herzen, dass der Geist Jesu Christi ein Gebetsgeist ist, der uns treibt mit Dank, Beichte, Bitte und Fürbitte für uns und für die Glieder deiner Gemeinde vor dich zu treten und der uns leitet dich auch zu bitten, deinen Geist auf viele Ungläubige zu legen, dass sie lernen zu leben, zu lieben und zu loben. Amen.

Frage 36: Was lernen wir von der Fürbitte des Paulus für die Gemeinde in Ephesus?

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