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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 1 - Die Gebete des Apostels am Anfang seines Briefes für die Gemeinden in und um Ephesus (Epheser 1:3-23)
B - Eine Danksagung und die Fürbitte des Apostels Paulus für die Heiligen in Ephesus (Epheser 1:15-23)

Wie erkennen wir den Vater der Herrlichkeit? (Epheser 1:17)


Epheser 1:17
17 „Der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung, IHN zu erkennen“.

Nach seinem Dankgebet kam der Seelsorger auch zu den dringenden Bitten seines Herzens. Er hatte erkannt, dass seine Mitarbeiter in Ephesus zwar eifrig im Heiligen Geist wirkten, aber ihre Erkenntnis des dreieinigen Gottes war begrenzt. Deshalb erbat Paulus von dem „Vater der Herrlichkeit“ für sie den Geist der Weisheit und der Offenbarung, damit sie IHN geistlich erkennen konnten.

Hier wird erneut deutlich, dass eine Erkenntnis Gottes nicht nur ein Akt des Studiums und des Wissens, sondern eine Gabe seines Geistes ist. Wir in Europa mit unserem akademischen Glaubensfimmel sollten Buße tun und begreifen, dass eine echte Erkenntnis Gottes meistens eine Direktoffenbarung und Erleuchtung vom Himmel her bedeutet. Diese Weisheit hängt mit keinem philosophischen Titel oder Grad zusammen, denn sie ist eine Gnadengabe Gottes oft an einfache Menschen, die durch seinen Geist gelehrter als manche Genies sind. So sagte der einflussreiche Ayatollah Chomeini: „Es ist besser Unrecht zu tun, als Unrecht zu leiden“. Eine einfache Heimarbeiterin in Christus aber bekannte: „Es ist besser Unrecht zu leiden, als Unrecht zu tun“. Dieser kurze Vergleich offenbart den gesamten Unterschied zwischen Islam und Christentum! Paulus erbat vom Vater Jesu Christi gezielt konkrete Offenbarungen für die Heiligen in Ephesus, damit sie mit göttlicher Weisheit begabt erkennen wer Gott ist und ihren Gemeinden weitersagen konnten, was der HERR ihnen geoffenbart hatte.

Paulus betete in seinem Brief zu „dem Gott unseres Herrn Jesus Christus, dem Vater der Herrlichkeit“. Diese zwei Formulierungen sollten wahrscheinlich Judenchristen helfen, damit sie Gott und unseren Herrn Jesus Christus besser verstehen konnten. Der Sohn der Maria betete oft zu Gott und besprach alle seine Berufungen und Wunder mit ihm im Detail. Er sagte seinen Jüngern: „Meine Speise ist die, dass ich tue den Willen dessen, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk“ (Johannes 4,34). Zu Philippus sagte er: „Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst aus. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut seine Werke“ (Johannes 14,10). Er selbst betete in seinem hohepriesterlichen Gebet: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen“ (Johannes 17,3). Jesus, in dem Gott Mensch wurde, (Johannes 1,1.18; 6,46; 20,28; Römer 9,5 u.a.), unterwarf sich seinem Vater immer und vollständig. Er blieb von Herzen demütig (Matthäus 11,25-27; 24,36; Johannes 10,28-30; Apostelgeschichte 1,7). „Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“ (Philipper 2,8-11).

Paulus konnte ohne Hemmungen von der Einheit Gottes in seiner Dreiheit reden. Er hatte Jesus in seiner Herrlichkeit vor Damaskus mit seinen eigenen Augen gesehen. Seither gab es für ihn auf diesem Gebiet keine logische Inkonsequenz mehr. Im Gegenteil, er erbat von seinem Vater im Himmel die Gnade, dass ER den Gemeindeleitern in Ephesus seine verborgene Herrlichkeit und Liebe offenbare, damit sie nicht nur in ihrem irdischen Niveau lebten und wirkten, sondern ihr Weltbild durch seine himmlische Realität erweitert würde. In diesem Sinn konzentrierte sich das Gebet des Apostels auf die zentrale Bitte, dass sie IHN, den lebendigen Gott, erkennen sollten.

Diese Bitte ist wunderbar, aber auch gefährlich! Es brauchte länger als 200 Jahre bis in den Gemeinden ums Mittelmeer die endgültige Zahl und Form der heiligen Schriften akzeptiert waren. Bis dahin galt es, zahlreiche Apokryphen des Neuen Testaments und andere so genannte Offenbarungsschriften auszusortieren, so dass nur noch die realen Offenbarungen gelesen wurden.

Der Herr Jesus erhörte die Bitten des Paulus auf göttliche Weise. Er schenkte ihm einen Begleiter, den griechischen Arzt Lukas, der eines der vier Evangelien und die Apostelgeschichte sammelte und in Griechisch veröffentlichte. Darin lesen wir das beliebte „Goldene Kapitel“ der Bibel mit dem Gleichnis aus dem Munde Jesu vom „Vater und seinen zwei verlorenen Söhnen“, das uns das Herz Gottes, des Vaters, überdeutlich vor Augen malt. Ohne Lukas würden wir die Weihnachtsgeschichte, die Ausgießung des Heiligen Geistes und viele andere geschichtliche Fakten unserer Kirchengeschichte nicht kennen. Lukas war kein Semit, sondern einer der hellenistischen Begleiter des Paulus, der seine Schriften zusammenstellte, als Paulus in Untersuchungsgefängnissen festgehalten wurde.

Ein anderer Offenbarungsträger war der Apostel Johannes, der nach der Hinrichtung des Paulus als Patriarch in Ephesus wirkte und vermutlich in diesem hellenistischen Zentrum der Christenheit seine Schriften niederschrieb. Darin berichtete er auf seine Weise, als eine Erhörung der paulinischen Bitte, wer Gott ist und was diese Erkenntnis für die Gemeinden bedeutet:

Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Johannes 4,24).

Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis…Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde“ (1.Johannes 1, 5.7).

Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“ (1.Johannes 4,16).

In seinem Offenbarungsbuch hatte Johannes das Vorrecht, den auf seinem Thron sitzenden Erhabenen aus der Ferne zu sehen und ihn, verglichen mit Edelsteinen, als blutroten Karneol, als fleckenlosen Kristall und mit einem smaragdgrünen Regenbogen umgeben, zu beschreiben. Vielleicht bedeutet der Karneol die opferbereite Liebe Gottes, der Kristall seine sündlose Heiligkeit und der hellgrüne Kreisbogen um seinen Thron seine Allmacht (Offenbarung 4,2.3). Jesus erfüllte nochmals die Bitte des gefangenen Paulus in den letzten Kapiteln der Offenbarungsschrift des Johannes. Dieser sah in dem so genannten himmlischen Jerusalem, dem Gleichnis für die neue Gemeinde, den heiligen Gott und sein Lamm, mitten in der goldenen Stadt, ohne einen schützenden Tempel wohnen! Seine Heiligkeitsstrahlung vernichtete nicht mehr die nahen Heiligen, da diese sündlos in der Liebe Gottes in der neuen Schöpfung lebten (Offenbarung 21,22.23).

Schon früher hatte der auferstandene Herr Jesus seinen Apostel Petrus für die Offenbarung seiner neuen Missionsstrategie benützt. Der Sprecher der Jünger sah in einer Vision ein leinenes Tuch vom Himmel herabkommen, gefüllt mit durcheinander krabbelnden Kleintieren und Vögeln. Der Apostel hörte den Befehl: „Schlachte und iss!“ Er aber erwiderte entsetzt: „Niemals! Das ist alles unrein und verboten!“ Worauf ihm sein auferstandner Herr die berühmte Erklärung eingab: „Was Gott rein gemacht hat das nenne du nicht verboten!“ (Apostelgeschichte 10,9-23). So begann die Mission unter allen unreinen Völkern, weil auch diesen die völlige Vergebung ihrer Sünden durch Gottes Lamm zubereitet war.

Petrus hat in seinem ersten Brief außerdem eine sensationelle Offenbarung verkündigt: Er bezeichnete die an Christus gläubig gewordenen Hellenisten als Volk Gottes, als seine Auserwählten, als heilige Priester und als Eigentum des HERRN (2.Mose 19,6; 1.Petrus 2,9.10). Er hat mit diesen Worten die Auserwählung des Volkes Israel auf die Gemeinde Jesu aus allen Völkern gelegt, was nach jüdischer Auffassung als eine unvergebbare Sünde verstanden wurde.

Wer die Herkunft der Offenbarungsträger im Neuen Testament und in der Kirchengeschichte nachprüft, kann finden, dass Nichtsemiten bisweilen bienenfleißige Sammler, Theologen und Reformatoren waren, aber keine Propheten oder Hörende von neuen Offenbarungen. Jesus und seine Apostel waren die einzigartigen Sprachrohre Gottes, durch die er sich selbst und seine Botschaften offenbarte.

Der Islam basiert auch auf Eingebungen. Der sich offenbarende Allah aber nennt sich im Koran der „Hochmütige“ (al-Hasher 59,23). Er ist herzlos, eiskalt und unterwirft sich seine ihm Untergebenen bedingungslos (Al-Anfal 8,17; al-Taube 9,30; al-Sadjah 32,13; al-Hudjurat 49,14 u.a). Außerdem ist er der Listigste von allen und toleriert Lüge und Betrug (Al-Imran 3,54; al-Nisa’ 4,142), was träumerische Humanisten in Europa und in den USA nicht glauben wollen. Nicht jede Offenbarung stammt von dem wahren Gott. Wer andere Weltanschauungen und Weisheiten prüfen will, sollte vorher von dem Herrn Jesus den Geist der Unterscheidung erbitten, damit er nicht auf die Lügen des Vaters der Lüge hereinfällt.

Jesus hat uns Gott als den Vater im Himmel in mehr als 200 Versen des Neuen Testaments offenbart. Diese Offenbarungen sind der Kern des Neuen Testaments. Der Heilige Geist hat Paulus gleichzeitig die Grenzen für die Offenbarung der Gotteserkenntnis eingegeben, indem er Gott als den Vater der Herrlichkeit offenbarte. Jahwe im Alten Testament ist der heilige Herrliche, wobei seine Herrlichkeit die Summe seiner 347 Namen, Titel und Eigenschaften darstellt. Paulus bezeugt deshalb: Der Herrliche ist in Wirklichkeit ein Vater voller Liebe, Weisheit und Klarheit. Er ist der Vater Jesu Christi und durch ihn unser Vater. Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Herrlichen und dem Vater, vielmehr offenbart der Vatername die innerste Eigenschaft des Herrlichen.

Gebet: Unser Vater im Himmel, wir beten dich an, weil du durch den Geist Jesu Christi immer wieder Direktoffenbarungen den Suchenden nach Wahrheit schenkst und ihnen enthüllst, dass du durch deinen lieben Sohn auch ihr Vater in Herrlichkeit geworden bist. Öffne in uns geistliche Augen und Ohren, dass wir dich erkennen, dein Wort hören, verstehen und dir sofort gerne gehorchen. Amen.

Fragen:

  1. Wie können wir Gott recht erkennen?
  2. Was bedeutet der Begriff: „Vater der Herrlichkeit“?
  3. Warum können wir nicht jeder Inspiration vertrauen?

Die Erkenntnis Gottes, des herrlichen Vaters, hat ein Ziel: Wir sollten ihn als Maßstab für unser Dasein erkennen und begreifen: Unser Vater will uns auf sein eigenes Niveau emporheben, erziehen und erneuern. Deshalb betete Paulus für die Heiligen in Ephesus und für uns.

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