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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 1 - Die Gebete des Apostels am Anfang seines Briefes für die Gemeinden in und um Ephesus (Epheser 1:3-23)
A - Die Gebete des Apostels am Anfang seines Briefes für die Gemeinden in und um Ephesus (Epheser 1:3-15)

Unsere Erlösung durch Christi Blut (Epheser 1:7-10)


Epheser 1:7-8
7 „In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, 8 die er uns reichlich hat widerfahren lassen in aller Weisheit und Klugheit“

Was bedeutet die Erlösung durch Jesus Christus?

Paulus schrieb den Heiligen in Ephesus, dass er und sie etwas „haben“, was die meisten Menschen nicht kennen und nicht besitzen: Die Erlösung, die Jesus Christus am Kreuz vollendete, hat sich in „vielen“ seiner Nachfolger realisiert. Sie besitzen dieses Vorrecht aber nicht als Privateigentum, sondern nur in der Gemeinschaft mit dem auferstandenen Christus.

Der Herr Jesus hat das geheimnisvolle Wort von der Erlösung im Blick auf sich selbst bezeugt: „Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele“ (Matthäus 20,28). Wer Jesus nachfolgt, wird kein Diktator, Direktor oder ein anderer „Tor“ werden, sondern ein Diener. Der Herr aller Menschen kam nicht auf einem prächtigen Pferd in Festtagskleidern dahergeritten, sondern kam zu Fuß als ein demütiger Diener, der wie ein Sklave seinen Jüngern die Füße wusch (Johannes 13,1-17).

Dieser einleitende Hinweis zu seinem Zeugnis über die Erlösung „vieler“ stellt eine gesellschaftliche Revolution dar. Der russische Präsident Breschnew soll gesagt haben: „Das Programm des Kommunismus ist gut, aber die Kommunisten machen nicht mit! Sie wollen nicht dienen!“ Jesus änderte jedoch nicht die oft zum Himmel schreienden Verhältnisse, sondern schenkte egoistischen Menschen, wenn sie ihm nachfolgten, einen neuen Sinn. Er machte Diener und Mägde aus ihnen. Unser Gott selbst ist demütig und sanftmütig! (Matthäus 11,29). Wer sich durch den Glauben mit ihm verbindet, wird in sein Bild verändert.

Seine weltumfassende Erlösung ist Teil seiner dienenden Haltung. Jesus befahl seinen Jüngern nicht wie ein Diktator, ihm zu gehorchen, sondern opferte sich selbst, damit sie lernen sich auch für andere zu opfern.

Das Wort „Lösegeld“ bedeutete zur Zeit Jesu den Kaufspreis für einen Sklaven, den jemand freikaufen wollte. „Erlösung“ im Evangelium heißt deshalb, die Befreiung von der Sklaverei der Sünde, von der Herrschaft Satans und von den Stricken des Todes. Jesus opferte sein Leben freiwillig als Kaufpreis für jeden, der ihn liebt und auf ihn hört, damit sie vom Zorn Gottes gerettet und aus der Macht der Feinde des HERRN befreit werden.

Warum musste Jesus wegen dieser Befreiungsaktion sterben? Nach dem Gesetz des Alten Testaments sollte jeder Sünder wegen seinen Übertretungen der Gebote des HERRN getötet werden. Da aber jedermann sündigt, hätten alle Menschen ihrer Sünden wegen gerichtet werden müssen. Deshalb erließ der barmherzige HERR das Gesetz der stellvertretenden Tieropfer. Jeder Sünder musste ein Opfertier in den Tempel bringen, seine Hand auf dessen Kopf stemmen, seine Sünden über diesen Stellvertreter aussprechen und ihn mit eigener Hand schächten (3.Mose 1,4; 3,2.8; 4,13.15.22.24.27.29.33; 8,14.18.22; 16,21; u.a), damit der amtierende Priester von dem vergossenen Blut an die Hörner des Brandopferaltars streichen konnte. So sollten alle versehentlichen Übertretungen vor dem heiligen HERRN bekannt und gesühnt werden. Wer aber absichtlich sündigt, sollte ausgerottet werden.

Auch im Neuen Testament lesen wir, dass es ohne Blutvergießen keine Vergebung von dem dreimal Heiligen gibt (Hebräer 9,22). In den Verheißungen des Alten Testamentes findet sich jedoch ein Kapitel, das die Stellvertretung des Messias zur Erlösung vieler deutlich beschreibt: „Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf“ (Jesaja 53,3-7).

Wer begreifen will, warum der Apostel Paulus den Herrn Jesus als „Geliebten“ bezeichnete (Epheser 1,6), möge diese Verse auswendig lernen oder sie mehrere Male lesen, bis er die unendlich große Liebe Jesu erkennt, ihm dankt und ihn von Herzen liebt. Christus wird wegen seines stellvertretenden Leidens und Sterbens von Millionen Erlösten als ihr „Geliebter“ geehrt und bezeugt (Offenbarung 7,9.10). Lieben wir Jesus wirklich? Wie zeigt sich dies praktisch?

Jesus ist am Kreuz für alle Menschen gestorben und hat die Sünden aller Verbrecher durch seinen stellvertretenden Tod gesühnt. Er muss nicht nochmals für Juden, Muslime oder Hindus sterben. Das Heil der Welt in seiner diesseitigen Ordnung ist vollendet. Warum lesen wir dann, dass nur „viele“ und nicht „alle“ gerettet werden? Ein Mensch ist weitgehend frei, zu entscheiden, ob er seine Erlösung von Schuld und Bindungen annimmt oder nicht. Er wird nicht gezwungen, an Jesus zu glauben und ihn zu lieben. Er kann seinen Erlöser vor dem Jüngsten Gericht selbstbewusst ablehnen und denken, er sei gut genug, um vor Gott allein bestehen zu können. Die Mehrheit der Menschen lehnt heute ihre Rettung durch Jesus ab oder lächelt über sie. Wer aber die perfekte Erlösung durch Jesus verwirft, verstockt sich selbst und wird eine Beute Satans. Die Entchristlichung unserer Welt nimmt rasant zu. Zwei Drittel der Menschheit gehören keiner christlichen Kirche an. Die Zahl der antichristlich Beeinflussten wächst durch Geburtenüberschuss schneller als die Zahl der Namenschristen trotz aller missionarischen Bemühungen. Jesus warnt uns: Viele sind berufen, aber nur wenige sind auserwählt! (Matthäus 20,16; 22,14).

Durch sein Blut empfangen wir die Vergebung unserer Sünden

In Europa leben Menschen, die eine Religion mit Blutvergießen zur Rechtfertigung der Sünder strikt ablehnen. Diese vergessen, dass der Herr seine Offenbarungen zuerst den Semiten mitteilte. Abels Brandopfer von Tieren war mehr akzeptabel als Kains Opfer von Früchten des Feldes, weshalb Kain seinen Bruder erschlug (1.Mose 4,1-8). Abraham zerteilte eine Kuh, eine Ziege und einen Widder vor dem HERRN, der einen Bund mit seinem Knecht schloss und am Abend sein Opfer durch eine Feuerflamme verbrennen ließ (1.Mose 15,9-11.17). Der HERR verbot Abraham die Darbringung von Menschenopfern, als dieser ihm seinen Sohn Isaak schächten wollte (1.Mose 22,6-14). Mose ordnete im Auftrag seines HERRN zahlreiche Opfer zur Entsündigung seines Volkes. Das Blut des Passahlammes, an die Türrahmen gestrichen, rettete sein Volk vor dem Gerichtsengel Gottes (2.Mose 12,3-7. 21-24. 29). Das einmalige Opfer beim Bundesschluß am Sinai (2.Mose 24,5-8), und das jährliche Opfer für das ganze Volk am großen Versöhnungstag (3.Mose 16,5-10; 23,26-32), haben besondere Bedeutungen. Ohne Blutvergießung gab es im Alten Bund keine Vergebung (3.Mose 17,10-14), denn jede Schuld musste durch die Schächtung eines Opfertieres gesühnt werden. Deshalb dürfen Juden und ihre Gäste bis heute keine mit Blut vermengte Speise zu sich nehmen und niemals eine Blutwurst essen (3.Mose 17,10).

Der Herr Jesus hat die vielen Opferordnungen des Alten Testaments als vorhergehende Sinnbilder für sein eigenes stellvertretendes Leiden und Sterben verstanden, und sie in seinen Einsetzungsworten zum Heiligen Abendmahl zusammengefasst: „Er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus; das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden“ (Matthäus 26,27-28).

In der Feier für das bevorstehende Passahfest bezeichnete Jesus den Wein, den er allen seinen Jüngern zu trinken befahl, als sein Blut, das nur einmal zur Stiftung des Neuen Bundes vergossen werde. Durch seine stellvertretende Sühne wurden alle Sünden seiner Nachfolger vergeben. Diese jeden Kontinent und alle Zeiten umfassende Generalamnestie Gottes, ist zweifellos für die gesamte Menschheit bereitet worden. Wer jedoch nicht an das Lamm Gottes glaubt und sich nicht mit ihm in Ewigkeit verbindet, hat seinen Anteil an dieser vollkommenen Versöhnung verloren. Deshalb realisiert sich die unbegrenzte Vergebung nur in „vielen“, nicht in „allen“. Der katholischer Priester Boos, mit einem evangelischen Herzen, erkannte dieses Geheimnis, so dass er rief: „Die blitzdumme Welt ist erlöst - und glaubt es nicht!“

Die Schriften der Apostel Petrus, Johannes, Paulus und des Schreibers des Hebräerbriefes sind randvoll mit der Bestätigung dieser Gnadenfülle. Wir fügen einige dieser Texte an, auch wenn manche bereits in diesem Buch genannt worden sind.

Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes“ (1.Petrus 1,18.19).

Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde“ … „Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist. Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt“ (1.Johannes 1,7; 2:1-2).

Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln der Herrlichkeit Gottes, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist“ (Römer 3,22-24).

Das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, wird unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!“ - „Mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden“ (Hebräer 9,14; 10,14).

Paulus beschreibt die Gnadenfülle des Kreuzestodes Christi mit mehreren Attributen. Er spricht vom Reichtum seiner Gnade. Durch den Frieden mit Gott, den Jesus durch seine Versöhnung mit dem dreimal Heiligen für seine Nachfolger erlangt hat, sind alle Gaben des Heiligen Geistes für seine Gemeinde verfügbar geworden. Die Anbetung der Engel bekennt: „Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob“ (Offenbarung 5,12). Die Gemeinde in Philippi sang: „Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“ (Philipper 2,8-11).

Paulus bezeugt, dass der Herr Jesus den Reichtum seiner Gnade ihm, seinen Mitarbeitern und den Heiligen in Ephesus reichlich „widerfahren“ ließ. Paulus hatte als junger Torajurist mit fanatischem Eifer die Nazarener verfolgt, die glaubten und bekannten, dass dieser Jesus aus der berüchtigten Bergstadt Nazareth, der Messias Gottes sei. Paulus quälte sie bis zur Verleugnung ihres Heilandes oder half mit, sie zu töten, wenn sie sich an Jesus festklammerten (Apostelgeschichte 8,3; 9,1-2; 26,9-11). Er bekannte später: „Ich war ein Lästerer und ein Verfolger und ein Frevler; aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren, denn ich habe es unwissend getan, im Unglauben. Sie ist aber desto reicher geworden, die Gnade unseres Herrn, samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus sind. Das ist gewisslich wahr und ein Wort, des Glaubens wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen, unter denen ich der erste bin. Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, dass Christus Jesus an mir als erstem alle Geduld erweise, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben“ (1 Timotheus 1,13-16).

Der Apostel bezeugte, dass der Herr Jesus seine Gnade nicht willkürlich oder nach einem starren Schema austeile, sondern mit „aller“ Weisheit und Klugheit. Er behandelt jeden Sünder individuell, entsprechend seiner Buße, Reue, Ehrlichkeit, Umkehr, seines Glaubens und Fleißes, sowie seiner Treue. Wer die sieben Sendschreiben in der Offenbarung Christi an Johannes auf Patmos aufmerksam durchliest, kann sehen, wie der auferstandene Herr jeden einzelnen der Gemeindeleiter in der römischen Provinz Asien um Ephesus herum, behandelte. Mit Strenge und Liebe, mit Geduld und Mitleid, mit genauem Wissen um die örtliche Situation und mit psychologischem Feingefühl hat der Herr und Heiland seine Diener behandelt. Er stellte sich jedem Einzelnen anders vor, entsprechend seines geistlichen Zustandes, und lockte jeden, in einer ihn ansprechenden Weise, seine Schwachheiten und Sünden in der Kraft des Heiligen Geistes zu überwinden.

Jesus hatte das mutige Glaubenszeugnis des Petrus: „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“ als Felsen bezeichnet, auf den er seine Gemeinde bauen werde. Nach wenigen Minuten jedoch, als der Herr von seinem Leiden, Sterben und Auferstehen in Jerusalem sprach, nahm Petrus ihn beiseite und wollte ihn von seinem Leidensweg abbringen. Da hat ihn sein Herr „Satan“ genannt und dem Ungeist befohlen, ihn sofort zu verlassen (Matthäus 16,16-23).

Die Seelsorge Jesu zeigt sich als keine weiche ungeistliche Liebe, sondern als die Barmherzigkeit eines Vaters seinen verlorenen Söhnen gegenüber. Im Jüngsten Gericht wird Christus, der Richter, die zu seiner Rechten Stehenden, als die Gesegneten seines Vaters willkommen heißen und sie in sein Reich als ihr Erbe einweisen. Aber die zu seiner Linken stehenden Verfluchten muss er in die Hölle zu Satan und seinen Engeln entlassen (Matthäus 25,34.41). Die Weisheit und die Klugheit Christi beim Austeilen des Reichtums seiner Gnade, erweisen sich nicht als irdisch und logisch, sondern als geistlich und himmlisch. Wir sollten deshalb umdenken lernen und bei Paulus, Johannes und bei Jesus selbst in die Schule gehen.

Gebet: Vater im Himmel, wir beten dich und deinen Sohn Jesus Christus, wegen seines liebevollen und stellvertretenden Leidens und Sterbens an, damit wir aus Gnade allein gerechtfertigt und durch sein Blut gereinigt werden. Wer sind wir, dass du dich unser erbarmt hast?! Hilf, dass unser Leben ein Lobpreis für deine Erlösung wird und viele unserer Freunde und Verwandten sich dir zuwenden. Amen.

Fragen:

  1. Was bedeutet unsere Erlösung durch Jesus Christus?
  2. Warum realisiert sich die Vergebung unserer Sünden nur durch das Blut Christi?
  3. Wie teilt der Herr den Reichtum seiner Gnade aus?

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