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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 1 - Die Gebete des Apostels am Anfang seines Briefes für die Gemeinden in und um Ephesus (Epheser 1:3-23)
A - Die Gebete des Apostels am Anfang seines Briefes für die Gemeinden in und um Ephesus (Epheser 1:3-15)

Unsere Erwählung in Christus (Epheser 1:4-6)


Epheser 1:4-6
4 „Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir, heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe 5 hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten“.

Die erste Segnung, die wir von unserem Vater im Himmel durch seinen Sohn empfangen, ist nach den Worten des Paulus unsere „Erwählung“. Dabei hat Jesus seine Nachfolger gewarnt: „Viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt!“ (Matthäus 22,14). So erhebt sich die Frage: Wer ist würdig auserwählt zu werden, um für immer in der Nähe Gottes zu leben? Wer kann die Herrlichkeit des Herrn ertragen, ohne von ihren Strahlen durchleuchtet und gerichtet zu werden? (Apostelgeschichte 9,3.4a.8.9; Offenbarung 1,17). „Da ist keiner der Gutes tue, auch nicht einer“ (Psalm 14,3b). „Niemand ist gut als Gott allein“ (Markus 10,18). So müssen wir zuerst bekennen, dass kein Mensch würdig ist, von Gott erwählt zu werden.

Professor Karl Barth aus der Schweiz soll diesen Text des Epheserbriefes als einen Umsturz im Verständnis der Prädestination in der Bibel bezeichnet haben, denn niemand wird von unserem Vater im Himmel direkt erwählt, sondern erst nach seinem Glauben und Festwerden in Jesus Christus! Die herzlosen Aussprüche des Korans waren bereits überholt als sie entstanden, dass „Allah verführt, welche er will und recht leitet, welche er will“ (Suren al-Baqara 2,26; al-An’am 6,39; al-Ra’d 13,27; Ibrahim 14,4; al-Nahl 16,93; al-Fatir 35,08; al-Muddaththir 74,31-34). Unser Gott ist kein willkürlich herrschender herzloser Despot, sondern ein Vater voller Erbarmen und Güte. Paulus lobte und pries ihn im Blick auf seine ewige Liebe, seinem geduldigen Erbarmen und unserer Auserwählung durch und in Christus.

Die Botschaft in Epheser 1,4 bedeutet auch, dass Jesus als Gottes Sohn allein die Würde und die Eigenschaften besitzt, von seinem Vater erwählt zu werden. Er ist die Inkarnation seiner heiligen Liebe. Er lebte tadellos vor aller Zeit mit seinem Vater und schuf als sein Wort zusammen mit ihm das Weltall (Johannes 1,3; 1.Korinther 8,6b; Kolosser 1,16-18; Hebräer 1,2). Er hat alle Sünder mit dem heiligen Gott versöhnt und ihnen eine offene Tür zum Vater angeboten (Johannes 14,6; Römer 3,23.24 u.a.). Wer zu ihm kommt und seinen Worten glaubt, wird von seinen Bosheiten gereinigt und in den geistlichen Leib Jesu eingepfropft. Alle die sich Jesus anvertrauen hängen an ihm wie Reben am Weinstock. Durch dieses Einverleibtwerden empfängt ein Glaubender auch Anteil und Recht an der Erwählung Jesu. Nur in Jesus und mit ihm haben wir die Chance, zum Vater zu kommen und bei ihm zu bleiben (Offenbarung 7,9.10).

Ein Mensch wird durch sein Wagnis, an Jesus zu glauben, am Zustandekommen seiner Erwählung beteiligt. Der Suchende wird von unserem Vater im Himmel durch die Verkündigung Jesu und die Worte seiner Boten berufen, aber nie gezwungen, sich selbst zu verleugnen und dem Sohn Gottes nachzufolgen. Wer aber diesem Ruf Jesu Folge leistet, in dem realisiert sich das Wohlgefallen seines Vaters, der bereits vor Grundlegung der Welt beschloss, dass alle Menschen, die er zu schaffen beabsichtigte, trotz ihres zu erwartenden Ungehorsams die Chance bekommen sollen gerettet zu werden, um zur Erkenntnis der Wahrheit zu kommen (1.Timotheus 2,4).

Wer von uns lebt heilig und tadellos vor Gott, unserem Vater?

Leider wird nur eine begrenzte Zahl der Menschen vom Vater im Himmel auserwählt, denn nicht alle wollen den hohen Preis für ihre Erwählung bezahlen. Sie werden aufgefordert ihrem Egoismus und Ehrgeiz zu sterben und die Liebe des Vaters und seines Sohnes praktisch zu üben. Sie werden durch seine rechtfertigende Gnade und durch die Einwohnung des Heiligen Geistes angeleitet, heilig zu werden, wie Gott heilig ist (3.Mose 19,2). Sie sind berufen, barmherzig zu werden, wie ihr Vater barmherzig ist (Lukas 6,36). Sie sind außerdem aufgefordert, vollkommen zu werden, wie ihr Vater im Himmel vollkommen ist (Matthäus 5,48). Dies kann kein Mensch von sich aus vollbringen. Dazu braucht er ständig einen Retter und einen Tröster. Deshalb realisiert sich unsere Erwählung nicht direkt in jedem Einzelnen, sondern nur in der Gemeinschaft mit Christus. Allein „in ihm“ haben wir die Chance, rein geachtet und als Heilige gewertet zu werden.

„Nur in IHM, oh Wundergaben,
können wir Erlösung haben,
die Erlösung durch sein Blut!“

dichtete Philipp Friedrich Hiller. Auch Dr. Martin Luther benötigte 18 Jahre Bibelstudium, um zu begreifen, dass der Gerechtfertigte „seines Glaubens“ lebt! (Römer 1,17). Paulus aber pries Gott, weil die geistliche Situation der Christusnachfolger nicht hoffnungslos ist, sondern von der Liebe der heiligen Dreieinigkeit wunderbar und gnädig vorbereitet wurde.

Bei unserer Erwählung durch Christus geht es aber nicht nur um unsere eigene Gegenwart und Zukunft, sondern vor allem um die Freude des Vaters, der will, dass seine Erwählten „vor ihm“ in der Liebe und Wahrheit leben. Wer liebt Gott so sehr, dass er sich um seinetwillen bemüht, heilig zu leben? Nicht wir mit unserem Denken sind der Mittelpunkt des Daseins, sondern er, der uns erwählt hat in Christus Jesus. Unser ichbezogenes Karussell muss zerschlagen werden, damit er und sein Sohn allein angebetet werden.

Vorherbestimmt, Gottes Kinder zu sein

Jesus, der Sohn der Jungfrau Maria, bleibt der einzige wahre Sohn Gottes nach den Verheißungen des Alten Testaments und nach den Worten der Engelboten. Sein Leben, Dienen und sein Opfertod verliefen immer unter dem Wohlgefallen seines Vaters im Himmel.

Da unsere Erwählung nur „in Christus“ erfolgen kann, beteiligt sie uns auch an seiner Sohnschaft. Seine Nachfolger sollen keine Anbetungssklaven Gottes in steter Furcht bleiben, wie Muslime in ihrem Verhältnis zu Allah leben, sondern Kinder ihres Vaters im Himmel werden. Dies bedeutet für sie eine radikale Umwandlung von einem dem Tod verfallenen Geschöpf in die Gemeinschaft mit Christus, der das ewige Leben ist und seine unsterbliche Lebensmacht den ihm Vertrauenden schenkt.

Gottes Liebe ist größer als unser Verstand. Er hat die an Christus wirklich Glaubenden vorherbestimmt, seine eigenen Kinder zu werden. Diese Entscheidung vor allen Zeiten stellt einen rechtsrelevanten Grundsatz und ein Ziel in seinem Heilsplan dar. Der Wille Gottes verläuft geordnet. Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn in unsere Welt, damit viele Heimatlose und Verlorene seine geistlichen Kinder werden könnten.

Die Heimsuchung dieser Hoffnungslosen geschah und geschieht durch Jesus Christus. Er lehrte sie, das Vaterunser zu beten und ihrem Vater im Himmel zu vertrauen. Er offenbarte ihnen sein Gesetz mit über Tausend Befehlen als die geistliche Ordnung in der Familie Gottes. Er starb als Sühneopfer anstelle der Auserwählten und adoptierte sie im Namen seines Vaters, damit sie rechtlich auf ewig seine Kinder seien. Das Wohlgefallen Gottes und seine Erwählung sind deshalb nicht nur emotionale Absichten oder leere Versprechungen, sondern rechtlich fundierte Willenskundgebungen. Die Kindschaft der Vorherbestimmten in und durch Christus bleibt unsere legale Rechtsbasis gegenüber Satan, dem Vater der Lüge.

Unser Vater im Himmel hat über die rechtlich begründete Adoption seiner Kinder hinaus, ihnen auch seinen Heiligen Geist durch Jesus Christus gesandt, damit sie geistlich verändert werden und einen neuen Charakter bekommen. Nicht die Verhältnisse sollen verändert werden, sondern der an den Herrn Jesus glaubende Mensch wird erneuert. So bekannte Paulus: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“ (2.Korinther 5,17). Der Sohn der Maria hatte dem Abgeordneten Nikodemus zuvor deutlich gemacht: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen … so kann er nicht in das Reich Gottes kommen“ (Johannes 3,3.5).

Der Apostel Paulus bezeugt, dass die Verwirklichung der Vaterschaft Gottes rechtlich und geistlich in seinen Kindern durch Jesus Christus eine herrliche Gnade ist, mit der er uns, die verabscheuungswürdigen Sünder, begnadet hat.

Es ist manchmal beschämend, wenn wiedergeborene Christen von ihrer neuen Existenz in Christus begeistert reden, als ob nie ein unreiner Abschnitt in ihrem Leben existiert hätte. Die Realität ist jedoch, dass konkrete Sünder durch ihre Erwählung in Christus reale Gotteskinder geworden sind. Wer erkennt und bekennt, was in vielen jungen Menschen in ihren Entwicklungsjahren an Unreinheit, Lüge, Diebstahl, Betrug und anderen Bosheiten aufbricht, betet den Vater und den Sohn an, weil selbst uralte Erbanlagen aus früheren Generationen in einem Sünder durch Christi Blut und Gerechtigkeit gereinigt und durch seinen Heiligen Geist überwunden werden.

Paulus lobt in seiner Anbetung den Vater im Himmel über die unverdiente, unendlich große und herrliche Gnade, mit der er jeden Glaubenden an Jesus Christus begnadigt, falls er sich Jesus, dem Geliebten, geöffnet und ihn als seinen Retter akzeptiert hat.

Hier taucht eine Frage auf: Wie sehr lieben und danken wir dem Vater und dem Sohn in der Leitung des Heiligen Geistes wirklich? Als Jesus Petrus dreimal fragte: Hast du mich lieb? wurde der Sprecher der Jünger traurig, denn er begriff, dass sein Herr ihn nicht nur nach seinen Gefühlen und seinen Absichten fragte, sondern auch im Blick auf die Durchführung konkreter Aufgaben und vielleicht auch über seine Bereitschaft zum Erleiden des Märtyrertodes! Da der Antichrist in den letzten Tagen unserer Erde kommen wird, um uns zu seiner Anbetung zu zwingen, was werden wir ihm antworten?

Gebet: Heiliger Vater im Himmel, wir beten dich an, weil du uns berufen und in Jesus Christus, deinem lieben Sohn, auserwählt und uns durch ihn die Adoption und Wiedergeburt geschenkt hast, uns den Unwürdigen und Schuldigen, damit wir als deine Kinder heilig vor dir leben. Wer sind wir, dass du dich über uns erbarmt hast? Wir danken dir für deine Liebe und bitten dich, rette auch unsere Freunde und Verwandten durch Jesus, deinen gnädigen und barmherzigen Sohn. Amen.

Fragen:

  1. Worin liegt das Geheimnis unserer Erwählung?
  2. Was bedeutet, heilig und tadellos vor Gott zu leben?
  3. Wie hat der Vater im Himmel uns vorherbestimmt, seine Kinder zu sein?

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