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Kennen wir den heiligen Geist?
Kurze Erläuterungen zu 335 Texten der Bibel, die über den Geist Gottes reden
TEIL III Der heilige Geist und die Apostel Jesu Christi

8. Der heilige Geist in den Briefen des Johannes und des Judas

(geschrieben zwischen 90 und 95 n. Chr.)


1. Johannes 3:23-24
23 Das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander, wie er uns das Gebot gegeben hat. 24 Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.

Johannes, der Jüngste der Jünger Jesu, war im Gegensatz zu dem Torajuristen Paulus und dem Schreiber des Hebräerbriefes mit seiner Erfahrung in Kulthandlungen ein meditativer und mystisch ausgerichteter Evangelist, der die inneren Zusammenhänge des geistlichen Lebens durchschaute.

Er fasste die Lehren seines geliebten Herrn in zwei Geboten zusammen: Das erste verlangt von uns, dass wir an „den Namen Jesus glauben“ und erkennen, dass er der Messias und der einzig geborene Sohn Gottes ist. Durch diesen Glauben verbinden wir uns mit ihm, in seinem neuen Bund, in Zeit und Ewigkeit. Das zweite Gebot des Herrn verlangt von uns, dass wir als seine Nachfolger uns untereinander lieben, wie er uns geliebt hat. Diese Liebe ist bereit dem andern zu dienen, sich für ihn zu opfern und ihm seine Sünden zu vergeben, wie der Herr uns vergibt.

Wer diese zwei Gebote hält und danach lebt, bekommt Anteil an dem Geheimnis, dass er in Gott, der selber Geist ist, lebt und, dass der allmächtige Gott in ihm Wohnung genommen hat. Die Gewissheit dazu erfahren wir durch die Einwohnung des heiligen Geistes, den der dreimal Heilige uns geschenkt hat. Dieser Geist bleibt der Garant, dass Gott in uns bleibt.

1. Johannes 4:1-4
1 Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt. 2 Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; 3 und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt.

Der Apostel der Liebe Gottes ist unter den Evangelisten der Zeuge, der die Wahrheit am klarsten definiert. Er erklärt uns, wie wir den Geist Gottes erkennen können. Jeder, der bekennt, dass Jesus aus Nazareth der verheißene Messias ist, in dem der Geist Gottes Mensch wurde, der stammt von Gott. Jeder Geist, der Jesus nicht bei seinem Namen nennt und seine Inkarnation leugnet oder verschweigt, der ist nicht von Gott. Das ist der Geist des Antichrists, den neutestamentliche Propheten mehrere Male angesagt haben, der seit den Tagen des Johannes bereits bedeckt in der Welt ist.

Wer diese Lehre zur Geisterunterscheidung beherzigt, begreift die notvolle, geistliche Situation Israels und des Islams. Beide leugnen vehement die Gottessohnschaft des Sohnes der Maria. Deshalb sollten wir uns nicht wundern über alles was dort geschieht. Johannes hat in seinem Brief noch weitere Hinweise gegeben wie wir den Geist des Antichristen in unserer Gesellschaft erkennen sollen (1. Johannes 2,18.19.22-24). Auch liberale Gemeinden in unserem Land stehen in Gefahr sich diesem Ungeist zu öffnen und den wahren Gottesgeist zu verlieren.

1. Johannes 4:6
Wir sind von Gott, und wer Gott erkennt, der hört uns; wer nicht von Gott ist, der hört uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.

Johannes bezeugt eine schmerzliche, seelsorgerliche Erfahrung, die Jesus selbst mehrere Male offenbart hatte. Nicht jeder Mensch kann sein Wort und seine Wahrheit hören und verstehen. Wer aber offene Ohren des Herzens hat, der wacht auf, hört die Stimme des heiligen Geistes und erkennt Gott als seinen Vater, Retter und Tröster. Jesus sagte: „Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir“ (Johannes10:27). Er sagte aber auch: „Warum versteht ihr denn meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt! Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. … Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht“ (Johannes 8:43-45).

Wer aber Jesu Stimme hört und das Zeugnis von Jesus, unserem Retter, dankend akzeptiert, wird mit seinem Geist begabt, welcher der Geist der Wahrheit ist. Alle anderen Geister verführen die Menschen in Irrtümer. Wer Christus als die absolute Wahrheit ablehnt, und meint durch eigene Bestrebungen eine bessere Wahrheit zu finden, fällt von Irrtum zu Irrtum und von Lüge zu Lüge! Nach der Bibel sind Lügen nicht nur absichtlich verdrehte Wahrheiten, sondern auch vom Vater der Lüge inspirierte Irrtümer und Irrlehren, nicht allein im kirchlichen Bereich, sondern auch in Philosophie, Politik und Gesellschaft.

1. Johannes 4:13-15
13 Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns, dass er uns von seinem Geist gegeben hat. 14 Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. 15 Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.

Johannes vertieft sein ihm aufgetragenes Zeugnis und bekennt: daran können wir erkennen, dass „wir in Gott“ bleiben und „er in uns“, dass er uns Anteil an seinem Geist gegeben hat. Darüber hinaus bekennt der Jünger, den der Herr lieb hatte, dass er mit seinen eigenen Augen Jesus, den Sohn Gottes in seiner Herrlichkeit und in seinem Leiden gesehen und begriffen hat, dass der Vater im Himmel ihn als den einzigartigen Retter und Herrn aller Herren in die Welt gesandt hat. Wer nach einem Studium des Lebens Jesu erkennt und bekennt, dass der Sohn der Maria der vom heiligen Geist gezeugte Sohn Gottes ist, der hat das Vorrecht, dass „er in Gott“, seinem himmlischen Vater bleibt und „er in ihm“. Wer dankt dem Vater und dem Sohn im heiligen Geist für dieses ewiggültige Geheimnis? Nimm dir Zeit und verwandle deine Erkenntnis in Lob und Dank und Anbetung!

1. Johannes 5:4-8
4 Alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 5 Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist? 6 Dieser ist's, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht im Wasser allein, sondern im Wasser und im Blut; und der Geist ist's, der das bezeugt, denn der Geist ist die Wahrheit. 7 Denn drei sind, die das bezeugen: 8 der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen überein.

Johannes bekennt den umfassenden Sieg Jesu Christi über Sünde, Tod und Teufel, die er mit dem Begriff „Welt“ zusammenfasst. Wer sich mit dem Sieger von Golgatha im Glauben verbindet, bekommt Anteil an seinem einzigartigen Sieg. Jesus lässt uns an seiner Überwinderkraft Teil haben. Diese kommt in uns, wenn wir an seine Gottessohnschaft glauben. Unser Glaube an den Sohn Gottes nimmt Anteil an seinem Sieg, nicht allein in der Zukunft, sondern schon jetzt - im Perfekt!

Jesus hat in seinem Leben drei gravierende Ereignisse durchlaufen: Zuerst hat er bei seiner Taufe im Wasser des Jordans die Sünde der Welt auf sich genommen (Johannes 1,29). Dann hat er am Kreuz sein Blut für alle Sünder vergossen, um sie als ihr Passahlamm vor Gottes Zorn zu retten (Matthäus 26,28; Johannes 19,34.35). Nach seiner Himmelfahrt hat er den heiligen Geist auf alles Fleisch ausgegossen (Lukas 24,49; Johannes 15,26; 16,7). Diese drei Zeugen: Das Wasser des Jordans, sein Blut am Kreuz und sein Geist sind zusammen die Wahrheit und stimmen in ihrem Sinn und ihrer Wirkung überein. Wer nun eines dieser drei Grundelemente unseres Glaubens leugnet oder verschweigt steht nicht in der Wahrheit, denn der Geist Gottes ist die Wahrheit.

Judas 20-21
20 Ihr aber, meine Lieben, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben, und betet im heiligen Geist, 21 und erhaltet euch in der Liebe Gottes, und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.

Judas, der Bruder des Jakobus (Judas Vers 1), der sich zu gering achtete, als ein Bruder Jesu angesprochen zu werden (Markus 6,3), hat nach dem Märtyrertod seines Bruders Jakobus an verschiedene Gemeinden geschrieben, in die liberale Verführer eingedrungen waren, die sodomitische Ausschweifungen tolerierten (Judas 7) und den Geist Christi nicht hatten.

Nachdem er mit alttestamentlichen Beispielen die Gottlosigkeit der Verführer angeprangert hatte, wandte er sich an die Kerngemeinde und forderte sie mit wenigen Worten auf für den rechten Glauben zu kämpfen (Judas 3). Er erklärte, wer im Glaube an Jesus steht muss auch durch und durch heilig werden und sagte damit, dass „Glauben“ im Neuen Testament und „bedenkenloses Sündigen“ unvereinbar sind. Dann erinnerte er die Glaubenden an das Beten im heiligen Geist, in seiner Leitung und in seiner Wahrheit. Des Weiteren forderte er die Treuen in Christus auf, in der Liebe Gottes zu bleiben, die nicht für sich selbst lebt, sondern bereit zum Opfer ist, auch für jene, die nicht liebenswürdig sind. Zum Schluss ermunterte er sie die Hoffnung auf das Erbarmen des Herrn Jesus festzuhalten, der sein ewiges Leben mit allen teilt, die sich im Glauben und in der Liebe an ihn binden.

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