Waters of Life

Biblical Studies in Multiple Languages

Search in "German":
Home -- German -- Do we Know the Holy Spirit? -- The Holy spirit and the Apostles
This page in: -- Arabic? -- English -- GERMAN -- Indonesian -- Portuguese -- Russian
Kennen wir den heiligen Geist?
Kurze Erläuterungen zu 335 Texten der Bibel, die über den Geist Gottes reden
TEIL III Der heilige Geist und die Apostel Jesu Christi

9. Der heilige Geist in der Offenbarung Jesu Christi an Johannes

(geschrieben zwischen 94 und 96 n. Chr.)


Aus den sieben Sendschrieben
Die Anbetung Gottes und seines Lammes
Der Geist Gottes und der Antichristus
Der heilige Geist und die neue Schöpfung


Offenbarung 1:4
Johannes an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind,

Das Wort „Sieben“ in der Offenbarung heißt meistens „die Gesamtheit“ einer Sache oder eines Verbandes. Indem Johannes die sieben Distriktsgemeinden mit ihren Satelliten-Hauskreisen in der Provinz Asien grüßt, erinnert er sie zuerst an die göttliche Gnade als ihre Begnadigung von allen Sünden und an den Frieden aus der Versöhnung mit dem heiligen Gott, der in der Vergangenheit und in der Gegenwart unverändert derselbe ist und am Ende der Zeit in Herrlichkeit kommen wird.

Anschließend grüsste Johannes die Gesamtheit der Gemeinden in der Provinz Asien von den sieben Geistern, die vor dem Thron Gottes stehen. Der Apostel wollte den sieben Gemeindeleitern damit sagen, dass für jede der sieben Distriktsgemeinden die Fülle des Geistes Gottes bereit steht. Der Geist in seiner Gesamtheit aber steht vor Gottes Thron, als Inhalt seiner Macht und Herrlichkeit.

Offenbarung 1:10-11
10 Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, 11 die sprach: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden.

Johannes meditierte und betete in der Verbannung auf der öden Insel Patmos am Tag des Herrn, an einem Sonntag, über allem was der Herr getan hatte in der Vergangenheit, wie er die Gemeinde in Ephesus durch Paulus gegründet und durch ihn, Johannes, stabilisiert hatte und wie die drohende Verfolgung wegen des römischen Kaiserkultes sich vermutlich für die sieben Gemeindebezirke in der Provinz Asien auswirken würde.

Da kam der Geist des Herrn über ihn und erfüllte sein Denken und Fühlen. Er hörte hinter sich eine dröhnende Stimme, die ihm befahl alles, was er sehen werde, genau in eine Pergamentrolle zu schreiben. Das sei die Antwort des Himmels auf seine Fragen aus der Meditation, die sollte er der Gesamtheit seiner Gemeinden auf dem Festland senden.

Als der Patriarch sich umwandte, sah er die herrliche Erscheinung des Herrn Jesus. Er schreibt darüber: „Als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle“ (Offenbarung 1:17-18). Dann diktierte der Herr ihm sieben Briefe an die Gemeindeleiter der sieben Gemeinden.


Aus den sieben Sendschrieben

Offenbarung 2:7
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der im Paradies Gottes ist.

In seinem Brief an den Gemeindeleiter in Ephesus stellte sich Jesus als der Wandelnde zwischen den sieben Leuchtern vor, der sieben Sterne in seiner Segenshand bewahrte. Dies bedeutet, dass Johannes vor der kommenden Verfolgung keine Angst haben sollte, denn er der Herr wache über seinen Gemeinden und bewahre jeden Leiter in seiner Hand.

Jesus lobte den Leiter der Muttergemeinde in Ephesus wegen seines Fleißes, seiner Mühe und seiner Geduld. Er habe die Lügenpropheten zu Recht entlarvt und sei nicht müde geworden unter seinen Lasten. Aber wegen seiner vielen Aktivitäten habe er die erste Liebe verlassen und sei ein Routinearbeiter geworden. Falls er nicht schnell Buße tue und wieder zur herzlichen ersten Liebe zurückkehre, werde er, der Herr, ihm seinen Leuchter umstoßen.

Wer noch ein Ohr hat zum Hören, der soll hören, was der Geist allen Gemeinden bis heute sagt! Wer in Jesu Kraft geistliche Mängel überwindet und in der kommenden Verfolgung seinem Herrn treu bleibt, dem wird er, der Herr, vom Baum des Lebens im Paradies Gottes zu essen geben, damit er nie mehr sterbe (1.Mose 2,9; 3,22.24; Offenbarung 22,2).

Offenbarung 2:11
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tode.

Dem Gemeindeleiter von Smyrna (Izmir) stellte sich Jesus als der Erste und Letzte vor, der tot war und wieder lebendig wurde. Er tröstete den angefochtenen Ältesten wegen seiner Bedrängnis, Armut und Lästerung durch die Juden vor Ort. Er befahl ihm: „Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in Bedrängnis sein zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben“ (Offenbarung 2,10).

Dazu empfahl Jesus allen Gemeindeleitern: Wer noch ein Ohr offen hat zum Hören der höre, was der Geist allen Gemeinden bis heute sagt: Wer seine Furcht vor Tod und Leiden um Jesu willen in der Kraft des Tröstergeistes überwindet, wird nach dem Jüngsten Gericht weder in die ewige Verdammnis noch in den zweiten Tod fallen, wo mancher vor Entsetzen sterben möchte, aber nicht sterben kann.

Offenbarung 2:17
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen weißen Stein; und auf dem Stein ist ein neuer Name geschrieben, den niemand kennt als der, der ihn empfängt.

Jesus stellte sich dem Gemeindeleiter in Pergamon als der Richter mit dem zweischneidigen Schwert vor, lobte den treuen Mann über seinen Mut und seiner Furchtlosigkeit, zumal er wohne, wo Satan thront. Der Herr rügte ihn aber auch, weil er erlaubte, dass einige seiner Gemeindeglieder sich an Opferfesten fremder Götter beteiligten. Dieser multikulturelle Einfluss müsse sofort aufhören, sonst werde er, der Herr, selbst kommen und die Unentschiedenen richten.

Wer Ohren hat, die nicht verstopft sind, der soll hören, was der Geist allen Gemeinden in der Welt sagt: Wer multikulturelle Versuchungen in seiner Umgebung endgültig meidet und nur für die Gemeinde des Herrn lebt, dem werde er, der Herr, Himmelsbrot geben und eine Siegesmedaille auf einem weißem Stein aushändigen, auf dem sein neuer Ehrenname eingraviert ist.

Offenbarung 2:26-29
26 Und wer überwindet und hält meine Werke bis ans Ende, dem will ich Macht geben über die Heiden, 27 und er soll sie weiden mit eisernem Stabe, und wie die Gefäße eines Töpfers soll er sie zerschmeißen, 28 wie auch ich Macht empfangen habe von meinem Vater; und ich will ihm geben den Morgenstern. 29 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Dem Gemeindeleiter in Thyatira stellte sich Jesus als Gottes Sohn vor, der in heiligem Zorn mit Augen wie eine Feuerflamme komme, um mit glühenden Füssen alles Widergöttliche in seiner Gemeinde zu Asche zu zertreten. Er lobte den Glauben, die Liebe und die Geduld des Verantwortlichen, aber rügte ihn scharf, weil er zu gutmütig war und einer Spiritistin erlaubte, Gemeindeglieder in die Tiefen Satans einzuführen. Er gebe der Verführerin noch Zeit zur Buße, falls sie aber nicht Buße tue, müsse sie und ihre Kinder sterben.

Wer an den Werken Jesu Christi festhalte und satanische Einflüsse in seiner Gemeinde in Jesu Namen überwinde, dem werde er, der Herr, Vollmacht zur Weltmission geben, so wie er, der Sohn Gottes, Macht von seinem Vater erhalten habe, die Werke Satans zu zerstören. Der Kämpfer im heiligen Geist aber soll den kommenden Herrn, als hellen Morgenstern, vor allen anderen als gewisses Zeichen für den Anbruch eines neuen Weltentages erkennen. Im Blick auf okkulte Einflüsse aber werden alle Gemeinden zu allen Zeiten gewarnt: Wer ein Ohr hat zu hören, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Offenbarung 3:1.5-6
1 Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt, der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne: Ich kenne deine Werke: Du hast den Namen, dass du lebst, und bist tot. … 5 Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. 6 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Jesus stellte sich dem geistlich toten Gemeindeleiter in Sardes als der Herr vor, dem die Gesamtheit des heiligen Geistes zur Verfügung steht. Er sei bereits unterwegs, um den eingebildeten Selbstbewussten von seinem geistlichen Tod aufzuerwecken. Er gab ihm fünf kurze Befehle, um ihn zu erschüttern, hochzureißen und aufs Neue in die Verantwortung zu stellen. Theologisch vergiftete Seelsorger sollten diesen Gemeindebrief lesen und begreifen!

Dem geistlich Entschlafenen gab der Herr die meisten Verheißungen von allen Gemeindeleitern, falls er sich von Jesu Ruf beleben lasse und seinen Tod in der Kraft des heiligen Geistes überwinde. Dann werde er als Gerechtfertigter weiße Kleider der Gottesgerechtigkeit empfangen, sein Name im Buch des Lebens nicht ausgelöscht werden, obwohl er bereits tot war, und Jesus werde im Jüngsten Gericht seinen Namen vor seinem Vater und seinen Engeln bekennen. Ach, dass doch viele Gemeinden und Gemeindeleiter hörten, was der Geist den Gemeinden sagt!

Offenbarung 3:12-13
12 Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen, und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel hernieder kommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen. 13 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Dem Gemeindeleiter in Philadelphia stellte sich Jesus als der Besitzer der Schlüssel zu allen Vorratskammern vor. Er kenne die Werke des Verantwortlichen und habe ihm eine Tür geöffnet, die niemand zuschließen könne. Der Gemeindeleiter besitze zwar nur eine kleine Kraft, doch habe er die Worte Jesu bewahrt. Der Herr selbst werde widerspenstige Juden überwinden, dass sie zu ihm kommen und ihn anbeten, da sie erkennen, dass er der Bevollmächtigte Gottes in dieser Stadt ist. Um seiner Treue willen werde der Herr ihn vor der kommenden weltweiten Stunde der Versuchung bewahren. Der Herr offenbarte ihm des Weiteren: „Siehe, ich komme bald; halte was du hast, dass niemand deine Krone raube“ (Offenbarung 3,11).

Dann ermutigte ihn Jesus, falls er neue Anfechtungen in der Kraft des heiligen Geistes überwinde, die Opposition der Juden mit Liebe ertrage und in dem kommenden Kaiserkult nicht im Glauben wanke, werde er ihn zum Pfeiler im Tempel seines Gottes machen und den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Jerusalems in ihn eingravieren, so dass er in Ewigkeit in der heiligen Dreieinigkeit geborgen bleibe. Wer hört und versteht, was der Geist allen Gemeinden sagt?

Offenbarung 3:21
Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

Dem gleichgültigen, reichen Gemeindeleiter in Laodizea stellte sich Jesus als der Anfang der Schöpfung vor, als treuer Zeuge, der um seines Zeugnisses willen gekreuzigt wurde. Dieser Gemeindeleiter aber war für Jesus ein Brechreiz. Er drohte ihn auszuspeien, wenn er nicht endlich heiß oder kalt werden würde. Sein Reichtum tauge nichts, seine Produktion von Augensalben weise darauf hin, dass er selbst eine geistliche Augensalbe brauche und seine Kleiderfabrik sollte ihm zuerst weiße Kleider der Gerechtigkeit beschaffen, damit seine Schande und seine jämmerliche Situation bedeckt würde. Der Herr werde ihn züchtigen, weil er ihn liebe, damit er endlich zur Besinnung komme. Er müsse lernen schnell und ganz Buße zu tun.

Jesus lockte den vermeintlich Reichen mit höchsten Verheißungen: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir“ (Offenbarung 3,20). Falls dieser Mann sein Vertrauen auf seinen Reichtum beerdige, werde Jesus ihn zu sich auf seinen Thron im Himmel setzen, so wie er selbst die Welt überwunden hat und sich mit seinem Vater auf dessen Thron gesetzt hat! Wer versteht die suchende und rettende Liebe des Sohnes Gottes? Wer hört was der Geist den reichen Gemeinden in den Industrieländern heute sagt? Wer tut Buße heute?


Die Anbetung Gottes und seines Lammes

Offenbarung 4:2-3
2 Alsbald wurde ich vom Geist ergriffen. Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer. 3 Und der da saß, war anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.

Johannes wurde in der Kraft und Weisheit des Geistes an die Tür zum Thronsaal Gottes entrückt. Von dort aus sah er den mächtigen Thron Gottes. Dieser Thron war nicht leer. Auf ihm saß einer. Dieser glich dem damals kristallklaren Jaspis und dem blutroten Karneol. Unser Gott ist heilige Liebe, wobei seine fleckenlose Heiligkeit und sein großes Erbarmen ineinander leuchten. Der hellgrüne Smaragd-Regenbogen um den Thron weist auf die Macht und Energie des Allmächtigen hin, als die Ausstrahlung seiner Liebe und Heiligkeit.

Offenbarung 4:5
Und von dem Thron gingen aus Blitze, Stimmen und Donner; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Thron, das sind die sieben Geister Gottes.

Der Thron Gottes gleicht einer Energiezentrale, von der aus Welten geleitet und gesteuert werden. Blitze und Donner sind Zeichen der Kraft und Macht Gottes, auch seines Zornes und seiner Gerichte. Die Stimmen sind vielleicht Schreie gefolterter Christusnachfolger oder Lobgesänge von Armen und Elenden, die trotz Hunger und Verachtung ihren Vater im Himmel loben. Aufregend sind die sieben Fackeln, die vor Gottes Thron brennen. Ihr Licht erhellt jede Dunkelheit und bringt alles Verborgene zum Vorschein. Von diesem Feuer stammen auch die feurigen Zungen, die sich an Pfingsten auf die wartenden Beter setzten. Die Gesamtheit des Geistes Gottes will die Sünde in aller Welt ausbrennen und ein neues Feuer des Glaubens und der Liebe bei uns anzünden.

Offenbarung 5:6
Und ich sah mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten ein Lamm stehen, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.

Johannes sah die dramatische Inthronisierung des Lammes Gottes. Niemand konnte das heilige Buch mit den sieben Siegeln aus Gottes Segenshand nehmen und öffnen, außer dem geschächteten Lämmlein. Dieses allein war würdig die Herrschaft und die Gerichte über alle Welt in seine Hände zu nehmen.

Das unschuldige Lämmlein aber war nicht schwach und hilflos, denn es besaß sieben Hörner, die die Allmacht Gottes darstellen und sieben Augen, die ein anderes Gleichnis für die Gesamtheit des heiligen Geistes sind. Diese sieben Geister Gottes werden vom Lamm in alle Welt gesandt, um zu retten, was zu retten ist, und zu heiligen, wer sich heiligen lässt. Die Weltmission des Lammes läuft Tag und Nacht, ob wir es erkennen oder nicht, ob wir uns dem Geist öffnen oder nicht. Sein Reich kommt und sein Wille geschieht! Welch ein Trost liegt im Buch der Offenbarung verborgen! Wer dankt dem Vater und dem Sohn für seine heilige Liebe und für seine Siege in einzelnen Menschen in allen Landen?


Der Geist Gottes und der Antichristus

Offenbarung 11:8
Und ihre Leichname werden liegen auf dem Marktplatz der großen Stadt, die heißt geistlich: Sodom und Ägypten, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde.

Das regierende Lamm Gottes wird Israel in den letzten Tagen unserer Erde in eine schwierige Entscheidung stellen. Es wird ihnen seine zwei Zeugen senden und diese mit großer Macht ausrüsten, damit sie die Gerichtszeichen Moses und Elias an seinem verhärteten Volk ausführen. Doch nur wenige werden Buße tun. Satan wird diesen Einbruch in seinen Machtbereich wittern und seinen Sohn, den Antichristen, senden, um die zwei Zeugen Christi zu töten.

Die Leichname dieser zwei Märtyrer werden aus Rache für ihre Strafwunder im gottlosen Jerusalem nicht begraben, sondern öffentlich zur Schau liegen bleiben, damit Hunde sie anfressen. Das Fernsehen wird die Leichen der Gefürchteten in Großaufnahme als Sieg des Fürsten dieser Welt zeigen. Jerusalem in jenen Tagen wird geistlich gesehen Sodom mit seinen perversen Sexpraktiken und Ägypten mit seinem Okkultismus gleichen, weshalb sie ihren Herrn wiederum nicht erkennen können, wie damals, als sie ihn kreuzigten.

Offenbarung 11:11-12
Und nach drei Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des Lebens von Gott, und sie stellten sich auf ihre Füße; und eine große Furcht fiel auf die, die sie sahen. 12 Und sie hörten eine große Stimme vom Himmel zu ihnen sagen: Steigt herauf! Und sie stiegen auf in den Himmel in einer Wolke, und es sahen sie ihre Feinde.

Am dritten Tag nach ihrer Ermordung und ihrer schandvollen Verachtung wird jedoch der Geist des Lebens von Gott in die beiden Leichname hinein fahren. Das Fernsehen wird festhalten, wie die Toten lebend aufstehen und auch die Stimme vom Himmel wiedergeben, die den Auferweckten gebietet herauf zu steigen. Unzählige werden entsetzt auf unausweichlich kommende Gerichte Gottes warten und unruhig zuschauen, wie die beiden Zeugen sichtbar in einer Wolke in den Himmel entrückt werden.

Offenbarung 14:13
Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach.

Der Antichrist und sein falscher Prophet werden nach einer Zeit der scheinbaren Friedenstiftung die Anbetung des Gewaltherrschers durch die Massen verlangen und alle foltern und töten lassen, die sich ihm nicht bedingungslos ausliefern. Das wird die Prüfungsstunde der Christen in aller Welt werden, ob sie ihr Leben mehr lieben als Gottes Lamm und ob sie gewiss bleiben, dass der heilige Geist in ihnen nie stirbt, sondern ewig lebt.

Eine Stimme vom Himmel spricht solche Christusnachfolger selig, die in den Versuchungen der letzten Tage ihrem Herrn treu und fest „in ihm“ bleiben, auch wenn die Furie sie töten wird. Der heilige Geist spricht dazu sein lautes „Ja“ und bezeugt, dass diese Märtyrer von ihrer Plage in die Ruhe Gottes versetzt werden. Alles, was sie an Liebe und Gebet für ihre Feinde geopfert haben, ist zu ihrer Ehre aufbewahrt worden (Matthäus 25,34-36; 1. Korinther 13,3).

Offenbarung 17:3
Und er brachte mich im Geist in die Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das war voll lästerlicher Namen und hatte sieben Häupter und zehn Hörner.

Johannes war der Prophet der Propheten, der alt- und neutestamentliche Prophetie in dem Buch seiner Offenbarung vereinte. Der Geist Gottes konnte ihn in eine Wüste, dem Sinnbild für Zerstörung und Tod, versetzen. Dort sah er eine attraktive Frau auf einem scharlach-roten Tier sitzen. Dieser Drachen besaß sieben Köpfe und zehn Hörner. Er konnte sieben verschiedene Religionen und Philosophien gleichzeitig reden lassen, auch wenn sie das Gegenteil von dem propagierten, was die anderen Köpfe aussprachen. Der Drache war nicht nur ein Meister der Lüge, sondern besaß auch die Kontrolle über zehn Weltmächte. Das Tier war am ganzen Leib besudelt mit lästerlichen Namen, die seinen Aufruhr gegen Gott demonstrierten.

Das Besondere an diesem Bild des Antichristen ist die Frau auf seinem Rücken, die in Kleidern mit den Farben der Bischöfe und Kardinäle erschien und die Bestie mit sanfter Hand dirigierte. Manche Ausleger sehen in dieser Frau das machthungrige Judentum und die verweltlichte Kirche Christi. Der Geist Gottes legte Wert darauf, dass die sieben Gemeinden dieses Horrorbild der Zukunft rechtzeitig erkennen und sich von der Versuchung zu Ehre, List und Macht fernhalten.

Offenbarung 19:10
Und ich fiel nieder zu seinen Füßen, ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Tu es nicht! Ich bin dein und deiner Brüder Mitknecht, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Das Zeugnis Jesu aber ist der Geist der Weissagung.

Der Bote Gottes im Lichtglanz seines Herrn hat Johannes den plötzlichen Untergang der Hure Babylon, der verweltlichten Synagoge und der liberalen Kirche, gezeigt, ihn den Lobgesang der Engel und der Heiligen im Himmel über das Ende dieser Verführerin hören lassen und ihm versichert, dass die Braut Christi, seine verfolgte Gemeinde, sich in weißen Kleidern der Gerechtigkeit zur Hochzeit richte. Die Erkenntnis dieses Kontrastes war zuviel für den Propheten. Er fiel nieder und wollte den Boten Gottes anbeten, der ihm diese Weissagung mitteilte. Dieser aber erwies sich als echter Knecht Christi, verwehrte Johannes sofort jede Anbetung von Engeln und Heiligen und befahl dem von der Gerichtsschau und der Herrlichkeitsoffenbarung Überwältigten allein den dreieinigen Gott anzubeten.

Dieser Befehl enthält Weisheit im heiligen Geist. Der Geist der Weissagung bewirkt, dass wir kein Geschöpf Gottes, keines seiner Werke und Gesetze übermäßig ehren und anbeten, sondern den Schöpfer, Gesetzgeber und Erlöser allein. Der Glaube an Propheten, Buddha, Maria, die Apostel oder Muhammad und ihre Anbetung sind unbiblisch, ja sogar lästerlich. Der Herr allein ist unser Gott und wartet auf unseren Dank und unsere Hingabe an ihn (Lukas 1,46-50). Was verehrst du neben Gott? Für was gibst du dein Geld und deine Zeit aus? Was oder wen liebst du mehr als Gott? Kehre um und bete deinen Herrn sofort und immer an.


Der heilige Geist und die neue Schöpfung

Offenbarung 21:9-11
9 Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen mit den letzten sieben Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Frau zeigen, die Braut des Lammes. 10 Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem hernieder kommen aus dem Himmel von Gott, 11 die hatte die Herrlichkeit Gottes; ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem Jaspis, klar wie Kristall.

Eine Stimme vom Himmel offenbarte Johannes das Geheimnis der neuen geistgewirkten Schöpfung und versicherte ihm, dass Gott selbst mitten unter seinem Volk, den geretteten Heiligen aus allen Völkern, wohnen werde (Offenbarung 21,3-5). Danach kam einer der sieben Gerichtsengel zu dem Seher und versprach ihm, die herrliche Braut Christi, des geschächteten Lammes, zu zeigen.

Johannes wurde dazu im Geist auf einen sehr hohen Berg geführt und schaute das atemberaubende Gleichnis, wie eine goldene Stadt in Form eines überdimensional großen Würfels vom Himmel herabkam. Die Herrlichkeit Gottes strahlte aus ihr. (Johannes 17,22-24). Ihr Lichtglanz war fleckenlos rein. Wie ein Würfel in seiner Höhe, Breite und Länge gleich lange Seiten hat, so ist die Gesamtheit der Gemeinde Christi in dem dreieinigen Gott geborgen, der gleichzeitig in ihr wohnt. Das himmlische Jerusalem wird keine Stadt sein, die aus irdischen Elementen gebaut ist, sondern sie stellt die Einheit aller geretteten Heiligen in der Gegenwart Gottes dar.

Offenbarung 22:6
Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig; und der Herr, der Gott des Geistes der Propheten, hat seinen Engel gesandt, zu zeigen seinen Knechten, was bald geschehen muss.

Die Visionen und Bilder der Offenbarung erscheinen nicht immer logisch, noch sind sie mit irdischen Vergleichen zu ergründen. Ihre Schau ist geistgewirkt und kann nur durch den Geist verstanden werden. Jede echte Offenbarung kommt direkt von Gott, der seinen Geist in seine Propheten senkt, damit sie sehen und hören, was Gottes Wille ist und was sie weitersagen sollen. Ihre Worte sind wahr und gewiss, auch wenn wir sie oft nicht sofort verstehen. Bisweilen prophezeit uns der Geist Gottes durch seine Propheten, was in der nahen oder fernen Zukunft kommen muss, damit die Gemeinde sich mit Glauben und Gebet darauf vorbereiten kann.

Offenbarung 22:17
Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.

Das Ziel des heiligen Geistes ist die Vorbereitung der Gemeinde des Lammes auf die nahe Wiederkunft Christi (Kapitel 2,1-3,22). Der Geist Gottes und die blutigen Verfolgungen des Antichristen werden die Gemeinde in den letzten Tagen soweit gebracht haben, dass sie sich selbst danach sehnt, dass ihr verherrlichter Bräutigam schnell kommt, so dass sie inbrünstig seufzt: „Maranata! Komme bald Herr Jesus!“

Der Geist selbst hilft unsrer Schwachheit auf und treibt uns willentlich zu beten: „Komm, unser Herr! Komm!“ Die Verführungen und Sünden in der Welt werden so zunehmen und zahlreich werden, dass kein Mensch von sich aus noch selig werden kann. Deshalb erinnert uns der Geist mit seinem Urschrei „Komm!“ daran, dass wir versuchen, unseren Herrn mit jeder Faser unseres Herzens herbeizuziehen.

Gleichzeitig fließt der heilige Geist ungehindert wie ein großer breiter Strom still durch alle Lande (Kapitel 22,1-5). Wer sich bückt und von diesem Lebenswasser trinken will ist eingeladen, sich satt zu trinken und andere aufzufordern von diesem Strom der Gnade zu trinken, der vom Thron Gottes und seines Lammes ausgeht. Hast Du schon von diesem Wasser des Lebens getrunken und bist satt geworden? Falls das zutrifft, lade doch andere ein, die Durst nach Freude und Leben haben, damit sie auch vom Strom der Gnade trinken und satt werden von der Liebe und dem Frieden Gottes.

GEBET: Wir beten dich an Vater, Sohn und heiliger Geist, weil du ein Heil bereitet hast, das in keines Menschen Sinn gekommen ist, das kein Ohr gehört und kein Auge gesehen hat. Wir beten dich an, weil du uns Sünder umsonst gereinigt und das Angeld deines heiligen Geistes in unsere sterblichen Leiber gelegt hast, damit wir lieben, wie du liebst und ewig leben, wie du ewig bist. Vergib uns, wenn wir zu viel an uns und unsere Familien denken. Weite uns den Blick, dass wir alle Menschen lieben und segnen, die dein Heil nicht kennen, damit sie sich deiner Gnade öffnen. Wir danken dem Lamm Gottes, dass es seinen Geist mit Vollmacht in alle Lande gesandt hat, bis der große Tag seiner Wiederkunft hereinbricht. Halleluja!

Und ich sah
mitten zwischen dem Thron
und den vier Gestalten
und mitten unter den Ältesten
ein Lamm stehen,
wie geschlachtet;
es hatte sieben Hörner
und sieben Augen,
das sind
die sieben Geister Gottes,
gesandt in alle Lande.

(Offenbarung 5,6)

www.Waters-of-Life.net

Page last modified on February 19, 2013, at 07:38 AM | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)