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Kennen wir den heiligen Geist?
Kurze Erläuterungen zu 335 Texten der Bibel, die über den Geist Gottes reden
TEIL III Der heilige Geist und die Apostel Jesu Christi

7. Der heilige Geist in späteren Briefen

(geschrieben zwischen 63 und 69 n. Chr.)


1. Petrus 1:1-2
1 Petrus, ein Apostel Jesu Christi, an die auserwählten Fremdlinge, die verstreut wohnen in Pontus, Galatien, Kappadozien, der Provinz Asien und Bithynien, 2 die Gott, der Vater, ausersehen hat durch die Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi: Gott gebe euch viel Gnade und Frieden!

Petrus, einer der Säulen der urchristlichen Gemeinde in Jerusalem, musste nach seiner Befreiung im Gefängnis durch einen Engel aus dem Herrschaftsgebiet des Herodes und seiner Nachkommen fliehen (Kapitel 12,1-17). Er wohnte eine Zeit lang an der Küste des Mittelmeers, an der Hauptstraße, die nach Rom führte und von den Römern stets bewacht war. Es sieht so aus, als ob er im nichtjüdischen Ausland auf den Spuren des Paulus in das Gebiet nördlich von Ankara sowie in den Osten und Süden dieses Bereichs vorstieß und selbst in der Provinz Asien Kontakte pflegte und bedrückte Gemeinden stärkte.

Er ermutigte die Zerstreuten an Gott ihren Vater zu glauben, der sie durch seinen Geist heilige, damit sie als seine Kinder ohne Tadel lebten, seiner Leitung gehorchten und auch weiterhin durch das Blut Christi gerecht blieben. Der heilige Geist ist nicht nur heilig in sich selbst, sondern heiligt auch alle, die zu Jesus kommen. Er ermutigt und treibt jene, die sich ihrem HERRN und seiner Sache ganz zur Verfügung zu stellen, jeder Sünde abzusagen und die Früchte seines Geistes in sich wachsen zu lassen (Römer 8,14).

1. Petrus 1:10-12
10 Nach dieser Seligkeit haben gesucht und geforscht die Propheten, die von der Gnade geweissagt haben, die für euch bestimmt ist, 11 und haben geforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist Christi deutete, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die über Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach. 12 Ihnen ist offenbart worden, dass sie nicht sich selbst, sondern euch dienen sollten mit dem, was euch nun verkündigt ist durch die, die euch das Evangelium verkündigt haben durch den heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, - was auch die Engel begehren zu schauen.

Petrus verhieß den Angefochtenen und Bedrückten eine unaussprechlich große Freude die nie vergeht (Kapitel 1,8), die von früheren Propheten vorhergesagt worden ist, in denen der Geist Christi schon damals wirkte! Sie erkannten, dass der kommende Christus leiden müsste, um zu seiner Herrlichkeit einzugehen (Lukas 24,26). Dies bezeugten gleichermaßen die Apostel Jesu durch den heiligen Geist, der vom Himmel aus in sie hinein ausgegossen wurde. Die Reinigung von Sündern durch Christi Blut und die Einwohnung des Gottesgeistes in sie ist so wichtig und sensationell, dass es selbst Engel gelüstet, die geheiligten Verfolgten zu schauen.

1. Petrus 2:5
Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.

Petrus fordert alle wiedergeborenen Verfolgten auf, nicht pessimistisch zu werden, sondern in der Heiligung ihres Lebens fortzufahren, sich auf Jesus, den Eck- und Fundamentstein des neuen Tempels Gottes zu konzentrieren und als tragfähige Glieder der Gemeinde mitzudienen. Ein lebendiger, hüpfender Stein ist ein Unding, in Christus aber ist dies geistlich gesehen möglich geworden. Glaubende, die ihm angehören, wollen nicht als äußerliche Ziersteine am Tempel Gottes glänzen, sondern im Verborgenen die Anderen als Dauerlast ertragen.

Petrus bezeichnet sie als heilige Priester, die mit Liebe, Freude, Friede und Geduld am Bau der Gemeinde mitarbeiten. Solche Früchte des heiligen Geistes erscheinen ihm als geistliche Opfer, die Gott auf Grund der ständigen Vergebung durch Christus wohlgefällig sind. Unser Vorrecht, miteinander der Tempel des lebendigen Gottes zu sein, soll uns ermuntern, mit unserer Energie, Phantasie und Ausdauer in großer Demut und Sanftmut auch alle anderen Gemeindeglieder als gleichwertige Bausteine zu akzeptieren.

1. Petrus 3:3-4
3 Euer Schmuck soll nicht äußerlich sein wie Haarflechten, goldene Ketten oder prächtige Kleider, 4 sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes: das ist köstlich vor Gott.

Petrus traf einige Frauen und Männer, die sich mit kostbaren Ketten, Ringen, Spangen und teuren Kleidern schmückten. Diese hatten noch nicht begriffen, dass der Friede und die Freude des heiligen Geistes, die den Hochmut, Eigensinn und Zorn in Wiedergeborenen überwinden, mehr schmücken und glänzen, als vergängliches Silber und Gold. Die Augen eines Gläubigen in Christus blicken nicht mehr hoffnungslos und finster. Das Blut Jesu Christi ist sein bleibender Schmuck und das Gott wohlgefällige Ehrenkleid.

1. Petrus 3:18-19
18 Denn auch Christus hat einmal für die Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. 19 In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis.

1. Petrus 4:6
Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise das Leben haben im Geist.

Petrus stellte den bedrückten Verfolgten das Leiden Christi als Trost vor Augen, da der unschuldige Messias anstelle aller Sünder litt, damit er jene, die ihm vertrauen, zu Gott, ihrem Vater führen konnte. Dieses Vorrecht galt auch den Briefempfängern in der Diaspora. Die sollten erkennen, dass Christus zwar dem Leibe nach getötet wurde, aber im heiligen Geist lebendig blieb, so dass er in seinem lichten Geistleib zu den Toten im Totenreich gehen konnte, um ihnen das Evangelium anzubieten. Alle Staubgeborenen müssen um ihrer Sünden willen sterben, wer aber an Jesus glaubt, empfängt um seiner Gerechtigkeit willen das ewige Leben im heiligen Geist (Römer 6,23). Jesus besaß als Lamm Gottes außerdem das Vorrecht, dieses Leben im Geist auch den Toten anzubieten.

1. Petrus 4:14
Selig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens Christi willen, denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch.

Petrus besaß die Vollmacht, geduldig Leidende um Christi willen selig zu sprechen, denn auf ihnen ruhe bereits unsichtbar der Geist der Herrlichkeit. Er betonte, dass dieser Tröstergeist Gottes ureigenster Geist ist und die Herrlichkeit des Schöpfers und Richters in sich trage, die sämtliche Strahlen seiner Majestät und die Summe seiner Eigenschaften und Kräfte umfasse. Dieser heilige Geist wohnt in den Verfolgten um Christi willen, die ihre Last geduldig tragen.

2. Petrus 1:19-21
19 Um so fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. 20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist. 21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem heiligem Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.

Wer von sich aus oder allein auf Grund seiner theologischen Kenntnisse predigt, steht in Gefahr, dass er leeres Stroh drischt. Wo aber der heilige Geist einen Diener Gottes drängt die Wahrheit über seinen HERRN und über das verdorbene Herz des Menschen zu verkünden, der erfährt die Kraft der Gnade in seinen Worten. Dies ereignete sich bei den Propheten im Alten Bund und so ist es auch bei seinen Dienern im Neuen Bund. Echte Prophetie bekennt die Heilige Dreieinigkeit, das vollendete Heil und die Wehen der Endzeit vor der Wiederkunft des sehnlichst erwarteten Christus. Die biblische Endzeitprophetie ist zuverlässiger als die sich rasant entwickelnden Wissenschaften und technischen Fortschritte, die letztlich im Chaos enden.

Hebräer 2:3-4
3 Wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein so großes Heil nicht achten, das seinen Anfang nahm mit der Predigt des Herrn und bei uns bekräftigt wurde durch die, die es gehört haben? 4 Und Gott hat dazu Zeugnis gegeben durch Zeichen, Wunder und mancherlei mächtige Taten und durch die Austeilung des heiligen Geistes nach seinem Willen.

Paulus war ein Torajurist, der sich in den Details und Prinzipien des alttestamentlichen Gesetzes mit seinen 248 Geboten und 365 Verboten auskannte. Der Schreiber des Hebräerbriefes aber war mehr spezialisiert auf die Ordnungen des Tempels, die Rechte und Pflichten des Hohenpriesters und die verschiedenen Opfer, die er darbringen musste. In seinen emotionalen Vergleichen zwischen dem alttestamentlichen Tempelkult und dem neutestamentlichen Verständnis des Selbstopfers Christi, schrieb er feurige Appelle an seine Leser, damit sie sofort glaubten was er ihnen sagte und real Buße täten, so lange es noch Zeit war.

In seinem ersten Appell an die Empfänger seines Briefes, nach der Darstellung der unvergleichlichen Größe und Herrlichkeit Jesu Christi (Kapitel 1,1-14), forderte er sie auf zu bedenken, dass es unmöglich sei dem Zorn Gottes zu entrinnen, wenn ein Hörer das Zeugnis des Herrn Jesus und die Predigt über das vollendete Heil missachte und nicht annehme. Dabei habe Gott durch viele Wunder und Heilungen die Rettungsaktion Christi bestätigt und sie durch die Ausgießung seines Geistes auf alles Fleisch bewiesen (Joel 3,1).

Hebräer 3:6-8
6 Christus aber war treu als Sohn über Gottes Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten. 7 Darum, wie der heilige Geist spricht: „Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, 8 so verstockt eure Herzen nicht“

Der Schreiber des Briefes an die Hebräer bezeugt die Treue Moses in seinem Dienst am Volk Gottes, seinem geistlichen Haus. Mose war jedoch nur ein Knecht des Herrn und sein Werkzeug. Er wurde von Gott erschaffen und zu seinem Dienst befähigt. Jesus aber ist der Sohn Gottes, wie der Briefschreiber schon am Anfang seines Briefes aus den Schriften des Alten Testaments bewies. Deshalb ist Christus größer als Mose, da er als Sohn Gottes ewig ist und nicht erst geschaffen werden musste. Er war auch in höherem Maße treuer als Mose in seinem geistlichen Haus. Sein neues Haus sind „wir“, die Gemeinde Jesu Christi nach dem Neuen Testament, alle Wiedergeborenen, die das ewige Leben von ihrem auferstandenen Herrn empfangen haben.

Alle im Glauben Zögernden und Zweifelnden konfrontierte der Evangelist mit den Worten des heiligen Geistes im Alten Testament: „Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht“ (Psalm 95,7-11). Zur Illustration dieses Wortes zog er ein Ereignis aus der Wüstenwanderung heran, als das Volk in der Wüste am Verdursten war. Da zweifelten viele und glaubten nicht an die Gegenwart und Macht des Herrn. Mose aber schlug, auch zweifelnd, zweimal an den Felsen, worauf reichlich Wasser hervorschoss, genügend für alle Sippen des Volkes und ihr Vieh. Da sie aber nicht sofort dem Herrn nach allen bisherigen Wundern und Bewahrungen vertraut hatten, sondern nur unter großem Misstrauen dem Befehl Gottes nachkamen, mussten sie ihr Leben lang in der Wüste herumirren und konnten das verheißene Land nicht betreten. In diesem Sinn warnt der Evangelist alle seine Leser, keine Minute zu zögern, sondern an die Vollmacht und Gnade Jesu Christi, des Sohnes Gottes, zu glauben, damit sie nicht unter Gottes Strafe und Zorn fielen.

Hebräer 4:12-13
12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. 13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben müssen.

Der Schreiber des Hebräerbriefes hatte in seinen seelsorgerlichen Diensten oft erfahren, dass das Wort Gottes nicht nur den Verstand und das Herz eines Menschen erleuchtet, sondern auch sein Unterbewusstsein, sein Gewissen, seine Seele und seinen Geist durchschneidet und alle Geheimnisse offen legt, so dass die Hörer immer wieder im Gericht Gottes zusammenbrachen und ihrem Stolz und Selbstbetrug starben. Vor Gottes Augen ist nichts verborgen. Alles muss ans Licht, sonst findet der Betroffene keine Ruhe und keinen Frieden.

Hebräer 6:4-6
4 Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am heiligen Geist und geschmeckt haben 5 das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt 6 und dann doch abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen.

Der Schreiber des Hebräerbriefes scheut sich nicht, eine bittere und schmerzende Wahrheit offen zu bezeugen. Falls ein Mensch Gottes Wort hörte und den dreieinigen Gott und sein Heil erkannte und durch seinen Glauben an den auferstandenen Gekreuzigten mit dem heiligen Geist gesalbt wurde und das gute Wort Gottes und die Gaben des Geistes erfahren hatte, aber trotz dieser Gnadenerweise von seinem Heiland abfiel und ihm nicht mehr vertraute, dann vermag niemand mehr diesem Menschen helfen. Er verstockte sich selbst und kann keine Buße mehr tun, denn er hat sich aufs Neue der Werkgerechtigkeit ergeben und den Tod des gekreuzigten Sohnes Gottes für wertlos erachtet und über sein Heil bewusst oder unbewusst gespottet.

Dieses erschütternde Zeugnis eines erfahrenen Seelsorgers sollte uns zutiefst beunruhigen, aber nicht in Zweifel stürzen, denn der Evangelist bezeugt im Anschluss an seine Warnung die ewige Treue Gottes, der Abraham geschworen hatte, dass seine göttliche Gnade nie mehr von ihm, dem Beduinen, und seinen halsstarrigen Nachkommen weichen werde. In Christus ist die Erfüllung dieses Schwures sichtbar und greifbar geworden. Wer jedoch den Sohn Gottes und ewigen Hohepriester versäumt, verachtet oder verwirft, scheidet sich selbst von der Liebe und Treue Gottes (Kapitel 6,9-7,28). Wer aber dieses Erfahrungszeugnis für sich, die Juden und die Muslime, ernst nimmt, empfängt eine geistliche Schau für die Weltmission und begreift, dass eine geistgeleitete Verkündigung des Wortes Gottes sowohl Erlösung als auch Bindung bringt (Johannes 20,21-22).

Hebräer 9:13-14
13 Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, so dass sie äußerlich rein sind, 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

Nach seinen erschütternden Warnungen führt uns der Schreiber des Hebräerbriefes vor das Kreuz Jesu und gewährt uns einen Einblick in das Geheimnis seiner Sühne, die der Gekreuzigte an unserer Stelle vollendete. Während Paulus bezeugte, dass der Gott selbst in Christus war und die Welt mit sich versöhnte (2. Korinther 5,19-22), deutet der Schreiber des Hebräerbriefes darauf, dass der ewige Geist Jesus in den Versuchungen seiner letzten Stunden auf Erden stärkte und ihm half trotz der Schwachheit seines Leibes, sündlos zu bleiben, um sein fehlerloses Selbstopfer Gott darzubringen. Er liebte seine Feinde, die ihn kreuzigen ließen und betete für sie. Er glaubte an die Treue und Gegenwart Gottes, der ihn verließ und hoffte wo es keine Hoffnung mehr gab. Auf Grund seines geistlichen Sieges fand der böse Feind kein Recht und keine Macht an ihm.

Jesus ist jedoch nicht nur wegen seines Opfers am Kreuz gestorben, sondern damit sein Blut und sein Geist seine Nachfolger reinigen und heiligen, so dass ihre bösen Taten aus ihren Gewissen heraus gewaschen werden und die Sünde keine Macht mehr an ihnen finde. Wir sind berechtigt, an die Macht und die Kraft seines Blutes und seines Geistes zu glauben und zu erfahren, dass beide uns durch alle Prüfungen unseres Lebens hindurch tragen werden. Mit einem Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden (Hebräer 10,14). Allein die durch Jesu Blut Gereinigten und Geheiligten haben das Recht Gott in seinem ewigen Geist zu dienen.

Hebräer 10:28-29
28 Wenn jemand das Gesetz des Mose bricht, muss er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. 29 Eine wie viel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht?

Wenn jemand das Gesetz Moses vorsätzlich und willentlich bricht, soll er gesteinigt werden (5. Mose 17,6). Wer aber die Kreuzigung Jesu unablässig leugnet, sein Blut als normales menschliches Blut ohne Sühnekraft bezeichnet und den Geist der Gnade verspottet oder lästert, der ist böse geworden und wird mit dem Bösen zusammen bestraft werden. Wer jedoch die Heiligung durch Christi Blut erfahren hat und sie danach verwirft, hat sich selbst verworfen (Hebräer 6,4). Die Kinder Jakobs und die Nachkommen Ismaels fallen mehrheitlich unter dieses schreckliche Verdikt. Nur wenige von ihnen wagen es, das Kreuz auf sich zu nehmen und Jesus ihrem Retter trotz Verachtung und Verfolgung nachzufolgen: Sie brauchen dringend unsere Fürbitte und Hilfe.

Hebräer 12:9-10
9 Wenn unsre leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem geistlichen Vater, damit wir leben? 10 Denn jene haben uns gezüchtigt für wenige Tage nach ihrem Gutdünken, dieser aber tut es zu unserm Besten, damit wir an seiner Heiligkeit Anteil erlangen.

Nach den humanistischen Gesetzen verschiedener Staaten ist es Eltern und Lehrern verboten unartige und widerspenstige Kinder zu schlagen. Dieses Verbot ist berechtigt im Blick auf unvernünftiges Strafen im Zorn. Wo aber Eigensinn, Bosheit und Sünde bei Kindern und Erwachsenen nicht bestraft werden, bejaht man indirekt die offensichtliche Gottlosigkeit und öffnet der Sünde Tor und Tür. Kinder warten bisweilen auf ihre Strafe, weil sie wissen, dass Unrecht gesühnt werden muss. Wer gerecht straft wird von den Bestraften geachtet.

Gott, unser geistlicher Vater, mahnt uns nicht zu sündigen. Wenn aber ein gläubiger Christ von seiner Sünde, seinem Stolz und seinem Dickkopf nicht ablassen will, muss Gott ihn mit Krankheit, Entlassungen aus dem Beruf oder noch härter strafen. Unser Vater im Himmel liebt uns, deshalb bestraft er uns, falls wir nicht Buße tun, damit wir durch das Wort des Evangeliums, durch Jesu Blut und seinen Geist geheiligt werden und die Tugenden unseres Vaters widerspiegeln.

Hebräer 12:22-24
22 … ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln, und zu der Versammlung 23 und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten 24 und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das besser redet als Abels Blut.

Der Schreiber des Hebräerbriefes redete seine mehrheitlich judenchristlichen Leser mit Stichworten aus der Offenbarung an. Er bezeichnet sie als bereits „Angekommene“ im himmlischen Jerusalem, der herrlichen Stadt Gottes (Offenbarung 21,2-27), mit ihren vieltausend Engeln und der Versammlung der Ältesten um den Thron Gottes (Offenbarung 4,4; 5,8-12) und der Gemeinde der vom heiligen Geist Wiedergeborenen, deren Namen im Himmel geschrieben sind (Lukas 10,20; Offenbarung 3,5; 7,9-17).

Die Angekommenen müssen jedoch vor Gott, ihren unbestechlichen Richter treten und den Geistern der vollendeten Propheten und Diener des Alten Bundes Rede und Antwort stehen (Hebräer 12,1-2). Darüber hinaus bekommen sie die Chance zu dem Mittler des Neuen Bundes vorzudringen (Hebräer 4,14-16; 8,6.7; 9,15), der sie mit dem Blut seines Bundes besprengen wird (1.Petrus 1,2; Hebräer 10,22), das ein vollmächtigeres Zeugnis gibt, als das Blut des unschuldig getöteten Abels (1. Mose 4,10.11).

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