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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 7 - JA ICH KOMME BALD (OFFENBARUNG 19: 11 - 22: 21) - Der Triumph Christi bei seiner Wiederkunft und die Erschaffung einer neuen Welt
TEIL 7.6 - 
Das neue Jerusalem:
 Die Braut des Lammes 
(Offenbarung 21,9 – 22,5)

4. Das Baumaterial der heiligen Stadt (Offenbarung 21,18-21)


21,18 Und ihr Mauerwerk war aus Jaspis und die Stadt aus reinem Gold, gleich reinem Glas. 19 Und die Grundsteine der Mauer um die Stadt waren geschmückt mit allerlei Edelsteinen. Der erste Grundstein war ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, 20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Sarder, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst. 21 Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, ein jedes Tor war aus einer einzigen Perle, und der Marktplatz der Stadt war aus reinem Gold wie durchscheinendes Glas.

Johannes versuchte nicht nur die überdimensionale Größe des neuen Jerusalems, der „Hütte Gottes“ (Offenbarung 21,3), zu erfassen, sondern auch ihre Schönheit und Pracht . Er erkannte, dass die Mauer um die Stadt aus Jaspis besteht, demselben Edelstein, den er bereits bei der Beschreibung der Heiligkeit Gottes erwähnt hatte (Offenbarung 4,3; 21,11). Das Baumaterial der Mauer ähnelt also einem weißen durchsichtigen Marmor, der rein, heilig, wahr und ohne fehlerhafte Einschlüsse oder Trübungen ist. In dieser Stadt liegt alles offen, keine List und kein Betrug können dort eindringen. Da Allah im Koran der „Allerlistigste“ genannt wird (Sure Al ’Imran 3,54), könnte er keinen Platz im Allerheiligsten finden. Bereits die Stadtmauer würde ihn ausschließen.

Die große Stadt selbst leuchtet in reinstem Gold, das wie Glas Licht durchscheinen lässt oder widerspiegelt. Das neue Jerusalem gleicht aber keinem überdimensionalen Goldklumpen; vielmehr werden seine Straßen und Wohnungen als „golden“ bezeichnet, weil Gold nie oxidiert, nicht verbrennt, keine Wertminderung erfährt und gleichzeitig den unbegrenzten Reichtum Gottes anzeigt. Das neue Jerusalem ist als „die Braut des Lammes“ sein „Goldschatz“, völlig geläutert, unvergänglich, heilig und mit der Fülle Gottes begabt. Aus verdorbenen, vergänglichen Sündern hat der Heiland das Allerheiligste gemacht (Jesaja 48,10-11; Epheser 3,14-21; 1. Petrus 1,3-9).

Die Mauer der Stadt ist auf überdimensional großen Grundsteinen aufgebaut, die aus wertvollen Edelsteinblöcken bestehen. Diese Blöcke ragen ein Stück aus der Erde heraus, tragen jeweils den Namen eines Apostels (Offenbarung 21,14) und leuchten jeder in seiner Farbe. Johannes kannte sich offensichtlich in Farbe, Wert und Bedeutung der verschiedenen Edelsteine aus, denn er beschrieb den Charakter der Apostel und sich selbst mit differenzierten Bezeichnungen.

Der zur Zeit des Johannes Jaspis genannte Stein ist marmorweiß, kristallklar und durchscheinend.

Der Saphir leuchtet himmelblau.

Der Chalzedon (Karneol) ist tiefrot wie glühende Kohle.

Der Smaragd ist grasgrün, voller Energie.

Der Sardonyx ist rot und weiß gestreift.

Der Sarder ist hellrot.

Der Chrysolith ist goldfarbig und glänzt morgens.

Der Beryll ist meergrün.

Der Topas ist hellgrün mit einem feinen Goldglanz.

Der Chrysopras ist durchscheinend grünlich mit leichtem Goldglanz.

Der Hyazinth ist gelblich rot.

Der Amethyst ist dunkelviolett bis purpurn.

Der größte bisher bekannte Stein aus den vorgenannten Arten wiegt 70 Gramm. Im Verhältnis zu den Grundmauern des neuen Jerusalems gleicht er einem Staubkörnchen. Jeder der edlen Fundamentblöcke hat einen unschätzbaren und unbegreiflich hohen Wert, der alle irdischen Vorstellungen übersteigt. Vielleicht müssen wir unsere Wertung der Apostel Christi revidieren?

Die Fundamentblöcke sind außerdem noch durch viele kleine, bunte Edelsteine geschmückt. Diese weisen vielleicht auf die Heiligen hin, welche der Herr Jesus durch seine Apostel und ihr Zeugnis für das ewige Leben gewonnen hat. Der Herr verherrlicht seine Apostel und Knechte unverdient, allein aus Gnaden! Wie also müssen die Edelsteinblöcke des Matthäus und Johannes funkeln und strahlen, denn Millionen wurden durch ihre Evangelien gerettet. Wie müssen die Symbolblöcke für Petrus und Paulus leuchten und glitzern, wenn jeder, der durch ihre Briefe zum Glauben an Jesus fand, einen kleinen Edelstein auf ihrem Ursteinblock darstellt.

Leider ist die Reihenfolge der Namen der Apostel in den Evangelien und in der Apostelgeschichte nicht einheitlich geordnet (Matthäus 10,2-4; Markus 3,16-19; Lukas 6,13-16; Apostelgeschichte 1,13), weshalb wir die Edelsteine mit ihren Farbtönungen nicht jeweils einer speziellen Person zuordnen können. In den erwähnten Namenslisten aber zeichnen sich drei Kreise um Jesus ab.

Der innere Kreis umfasst die beiden Brüderpaare, die als erste mit Jesus Kontakt bekamen: Andreas und seinen Bruder Simon (Petrus) sowie die beiden Söhne des Zebedäus, Jakobus und seinen Bruder Johannes (Johannes 1,35-42).

Der zweite Kreis um Jesus wird in allen Namenslisten mit vier Aposteln angegeben: Philippus, Bartholomäus, Matthäus und Thomas.

Der äußere, dritte Kreis variiert in den Listen, nennt aber beständig folgende drei Apostel: Jakobus, des Alphäus Sohn, Simon Kanaanäis, den Zeloten, sowie Judas Iskariot. Zwei Namen tauchen im Wechsel auf: Thaddäus und Judas, der Sohn des Jakobus. Vermutlich handelt es sich dabei um ein und dieselbe Person, die einmal mit ihrem griechischen und das andere Mal mit ihrem semitischen Namen genannt wird.

Johannes nimmt auf diese Gruppierungen keine Rücksicht. In der Ewigkeit erscheint jeder einzelne Apostel als sehr großer Edelstein mit unvorstellbarem Wert. Mit ihrer Pracht und Hoheit legen die funkelnden Grundsteine die Scheidemauer zwischen innen und außen fest. Ihr Grundriss bestimmt die Grenzen der heiligen Stadt.

Drei der zwölf Namen stehen jedoch in allen Namenslisten an derselben Stelle, so dass wir ihnen in aller Vorsicht bestimmte Edelsteine zuordnen können:

Da Petrus in allen Apostelverzeichnissen immer an erster Stelle des engsten Kreises um Jesus steht, könnte ihm aus der Liste der Edelsteine der Jaspis zugeordnet werden. Jesus hat aus dem derben Fischer und späteren Sprecher der Jünger einen Fundamentstein für das neue Jerusalem gemacht, der die Eigenschaften und Klarheiten Gottes besitzt! Diese Wertung bedeutet eine besondere Gnade für den Jünger, den Jesus „Satan“ nennen musste (Matthäus 16,23) und der sich nach der Gefangennahme seines Herrn selbst verfluchte, falls er Jesus kenne (Mathäus 26,74-75). Die Erneuerung und Heiligung des Petrus ist einer der wundervollsten Beweise der Liebe und Geduld Jesu.

Von den drei anderen Jüngern dieses engeren Kreises um Jesus wird einer als tiefrot glühender Chalzedon (Karneol) beschrieben, der die glühende Liebe Gottes aus Gnade erkannte und dann auch selbst lebte (Römer 5,5; 1. Johannes 4,16). Vielleicht deutet dieser Edelsteinblock auf Johannes selbst?

Am Anfang der Namensliste des zweiten Kreises um Jesus wird immer Philippus aus Betsaida genannt (Johannes 1, 43-49; 6,5-7; 12,20-22; 14,8-11). Der missionswillige Fischer fand schnell Kontakt zu Fernstehenden, wie auch diese leicht mit ihm ins Gespräch kamen. Seine Liebe und Wahrheit spiegeln sich in dem rot und weiß gestreiften Sardonyx.

Zu Beginn der Namensliste des äußeren Kreises um Jesus steht jedes Mal Jakobus, der Sohn des Alphäus, über den die Evangelien nichts berichten, außer dass seine Mutter eine der Frauen war, die unter dem Kreuz Jesu ausharrten (Markus 15,40). Jakobus, des Alphäus Sohn, kann mit einem hellgrünen Topas verglichen werden, der mit feinem Goldglanz bedeckt ist.

In seiner Seelsorge an seinen Jüngern war Jesus weit vorausblickend und geduldig. Das ermuntert uns zu seiner Anbetung. Denn wie er diese Berufenen von Grund auf erneuerte und die wertvollsten Edelsteine des Himmels aus ihnen machte, so will er auch heute seine Nachfolger in sein Bild umgestalten. Hindern wir ihn daran?

Beinahe mit mitleidigem Spott auf all die irdischen gold- und edelsteingeschmückten Könige, Königinnen und Herrscher erwähnt Johannes noch, dass jedes der zwölf Tore aus einer einzigen Perle geformt sei. Unvorstellbar! Wie groß müssten dann erst die Muttermuscheln dieser Perlen gewesen sein!

Der Seher berichtet außerdem von einem weiten, großen Platz im Herzen des neuen Jerusalems, vielleicht ähnlich wie in den griechischen Städten mit Kolonaden umgeben. Auf einem solchen Versammlungsplatz kam zu seiner Zeit die „Ekklesia“, die berufene Bürgerversammlung der Stadt, zusammen, um über das Wohl und Wehe ihrer Bürger zu beraten und zu beschließen. Andere Ausleger sehen in diesem Platz den zentralen Treffpunkt aller Straßen, die von den zwölf Toren her in das Zentrum der Stadt führen, wo Anbetungs- und Lobpreisgottesdienste stattfinden.

Der gesamte Platz besteht aus purem Gold, das die Strahlen der Herrlichkeit Gottes durchscheinen lässt und zugleich tausendfach widerspiegelt. Dieses durchsichtige Gold überall im ewigen Jerusalem zeigt, dass jeder Ort in der Hauptstadt und jeder Bewohner allezeit von der Liebe und Heiligkeit Gottes durchstrahlt, erwärmt und belebt wird. Der dreieinige Gott ist ihr Mittelpunkt, ihre Kraft und ihr Licht. Ohne IHN gliche die herrliche Stadt einer toten, leeren Muschel.

Alle diese Details in der Beschreibung des neuen Jerusalems wollen das Geheimnis der Braut des Lammes erhellen und bildlich darstellen. Es geht dabei nicht um reales Gold oder unbezahlbare Edelsteine, sondern um geheiligte Menschen, die Sünder waren, aber durch des Lammes Blut gereinigt und durch seinen Geist belebt wurden. Diese Heiligen sind die herrliche Stadt mit allen ihren Eigenschaften und Gnaden.

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