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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 7 - JA ICH KOMME BALD (OFFENBARUNG 19: 11 - 22: 21) - Der Triumph Christi bei seiner Wiederkunft und die Erschaffung einer neuen Welt
TEIL 7.2 - 
Die Wiederkunft Christi
 in den Endzeitvisionen
 des Apostels Johannes 
(Offenbarung 19,11-21)

2.Der Sieg Christi über den Antichristen und sein Heer
(Offenbarung 19,17-21)'''



19,17 Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit großer Stimme allen Vögeln zu, die hoch am Himmel fliegen: Kommt, versammelt euch zu dem großen Mahl Gottes

18 und esst das Fleisch der Könige und der Hauptleute und das Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller Freien und Sklaven, der Kleinen und der Großen!

19 Und ich sah das Tier und die Könige auf Erden und ihre Heere versammelt, Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferd saß, und mit seinem Heer.

20 Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der vor seinen Augen die Zeichen getan hatte, durch welche er die verführte, die das Zeichen des Tieres angenommen und das Bild des Tieres angebetet hatten. Lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte.

21 Und die andern wurden erschlagen mit dem Schwert, das aus dem Munde dessen ging, der auf dem Pferd saß. Und alle Vögel wurden satt von ihrem Fleisch.

Wie kann eine Ameise es wagen, einen Elefanten anzugreifen? Wie kann ein Zaunkönig versuchen, einen Adler zu bezwingen? Ein solcher Kampf ist schon entschieden, bevor er beginnt. Der Allmächtige allein ist der Allmächtige. Alle Geschaffenen sind vor ihm wie verdunstende Tropfen in einem entleerten Eimer.

Johannes erfuhr nichts über den Ort, an dem die Schlacht zwischen Himmel und Hölle, zwischen Gottessohn und Satanssohn stattfinden soll. Einige Ausleger meinen, es sei Harmagedon gemeint, der Hügel von Meggido, mit dem Karmelgebirge im Rücken und der Jesreel-Ebene vor sich ausgebreitet. An dieser Kreuzung der Heerstraßen des Altertums von Ost nach West und von Nord nach Süd wurden viele Gottesgerichte als Schlachten ausgeführt (Josua 12,1.21; 17,11; Richter 5,19-20; 1. Könige 9,15; 2. Könige 9,27; 23,29-30; Sacharja 12,10-11; Offenbarung 16,13-14.16 u. a.). Johannes aber nennt keinen speziellen Ort für diesen Entscheidungskampf.

Hinweis auf die Niederlage der satanischen Dreiheit 
noch vor der Schlacht

Der Engel in der Sonne, ein Bote aus der Herrlichkeit Gottes, rief alle im Zenit kreisenden Geier herbei, sich zum Fraß von unzählbar vielen Leichen zu sammeln, noch bevor die Entscheidungsschlacht überhaupt begonnen hatte.

In der Bibel wird mehrere Male von einem Massensterben der Feinde Gottes berichtet. Als König Hiskia im belagerten Jerusalem in großer Not den Herrn der Heerscharen um seine sofortige Hilfe anrief, erschlug der Engel des Herrn in einer Nacht 185.000 Mann des assyrischen Heeres, vermutlich durch die Pest. Am anderen Morgen lag die ganze Zeltstadt voller Leichen (Jesaja 37,16-20.36).

Jesus selbst sah in seinem Geist das große Leichenfeld seiner Feinde bei seiner Wiederkunft und den Flug der Geier im Voraus und sagte knapp: „Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier“ (Matthäus 24,28; Lukas 17,37).

Im Brief des Judas, des Bruders Jesu (Matthäus 13,55; Markus 6,3; Johannes 7,1-5; Apostelgeschichte 1,14; 1. Korinther 9,5), lesen wir: „Siehe, der Herr kommt mit seinen vielen tausend (Myriaden) Heiligen, Gericht zu halten über alle und zu strafen alle Menschen für alle Werke ihres gottlosen Wandels, mit denen sie gottlos gewesen sind, und für all das Freche, das die gottlosen Sünder gegen ihn geredet haben.“ (Judas 14b-15).

In der Offenbarung des Johannes rief der Engel des Herrn aus der grellen Sonne den Geiern zu, das Fleisch der herbeigeeilten Könige, Feldherren und Obersten, der Freien und der Sklaven zu fressen, denn sie alle waren Verführte, Besessene, Aufrührer, die gemeint hatten, den Allmächtigen direkt bekämpfen zu können (Offenbarung 6,15; 13,16). Die kommende Vernichtungskatastrophe nannte der Engel das „große Mahl Gottes“, den Leichenschmaus für alle aasfressenden Vögel der Lüfte.

Johannes, der Seher, erkannte in dieser Vision deutlich die Person des Antichristen, einen zur Bestie gewordenen Menschen mit seinen zehn Königen, die die Hure Babylon rücksichtslos entmachtet und vernichtet hatten. Ihr sichtbarer „Erfolg“ hatte dann andere Könige der Erde bewogen, mit ihnen zusammen in den Endkampf gegen Gottes Sohn zu ziehen, um ihren Anteil an der fetten Beute zu erhalten. Sie zogen ihre Heere und Spezialeinheiten zusammen, um bewusst den Krieg gegen den kommenden Herrn aufzunehmen. Denn sie wussten und glaubten, dass der Herr kommt! Dieses Geheimnis hatten sie durch Folter aus seinen getöteten Nachfolgern herausgepresst.

Die Erscheinung Christi als Sieger

Plötzlich erschien auf einem weißen Pferd der göttliche Richter, Herr aller Herren, mit seinem Heer und seinem Engel als Augenzeugen. Um die bis an die Zähne bewaffneten Feinde zu besiegen, genügte es dem heiligen Herrn, sie mit seinen feurig flammenden Augen anzusehen. Seine Blicke durchbohrten die Tiefe eines jeden ihrer Herzen, strafte augenblicklich jeden ihrer bösen Gedanken und lähmte ihre Zungen. Wenn schon der Apostel Johannes beim Anblick seines herrlichen Herrn und Richters wie tot zu Boden fiel (Offenbarung 1,17; vgl. auch Daniel 8,18), wie viel mehr werden die Feinde des Sohnes Gottes bei seinem Erscheinen entsetzt erstarren! Die sichtbare Gegenwart des Herrn allein entscheidet den Kampf.

Die Schlacht selbst wird in der Offenbarung nicht im Detail beschrieben. Vielleicht tritt hier eine Voraussage des Propheten Sacharja ein, der in einer Horrorvision einen Kampf beschreibt, welcher einem begrenzten atomaren Schlag mit der Wirkung von Neutronenbomben ähnelt:

„Und dies wird die Plage sein, mit der der HERR alle Völker schlagen wird, die gegen Jerusalem in den Kampf gezogen sind: ihr Fleisch wird verwesen, während sie noch auf ihren Füßen stehen, und ihre Augen werden in ihren Höhlen verwesen und ihre Zungen im Mund. Zu der Zeit wird der HERR eine große Verwirrung unter ihnen anrichten, so dass einer den andern bei der Hand packen und seine Hand wider des andern Hand erheben wird (…). Und so wird dann diese Plage auch kommen über Rosse, Maultiere, Kamele, Esel und alle Tiere, die in diesem Heer sind; sie werden von ihr geschlagen gleichwie jene.“ (Sacharja 14,12-15; vgl. auch Jeremia 25,30-38 und Sacharja 14,3-5 u. a.)

Der Antichrist und sein Propagandaminister, der falsche Prophet, werden bis zu dieser Schlacht mit Macht und Grausamkeit versucht haben, von Jerusalem aus die Welt zu beherrschen. Bei allem scheinbaren Erfolg aber werden weder sie noch ihre Nachfolger eine innere Ruhe finden, in dieser Welt nicht und in der nächsten auch nicht. Denn der Geist in ihnen ist ein aufrührerischer Geist, der Gott und sein Lamm lästert: „Sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild, und wer das Zeichen seines Namens annimmt.“ (Offenbarung 14,11)

Der unreine Geist aus der Tiefe wird zwar die gottlosen Massen begeistern und gegen das Lamm Gottes, den Herausforderer der Bestie, aufhetzen, damit sie in ihrer Verblendung versuchen, den kommenden Herrn zu vernichten. Dabei aber weiß der böse Geist genau, dass er bereits gerichtet ist und in Kürze ewig bestraft werden wird (Markus 1,24-27; 5,7; Lukas 10,18; Johannes 12,31; 16,11; Hebräer 2,14; 1. Johannes 3,8 u. a.)

Die Ergreifung des Antichristen und seines Propheten
 und ihr Gericht

In der Vision des Johannes lesen wir so gut wie nichts über einen Zusammenprall der beiden Heere aus Himmel und Hölle. Wir erfahren nur, dass plötzlich, ohne einen Schwertstreich und ohne Gegenwehr, der Antichrist und sein Lügenprophet gefangen genommen werden. Alle glänzenden Wunder, die letzterer wie ein Zauberer vollbracht hatte, entpuppen sich damit als trügerische Machenschaften, die letztlich nur die Verführung der Massen zum Ziel hatten. Wir erfahren in der Vision des Johannes auch nicht, wer es ist, der den Sohn des Bösen und seinen einflussreichen Gaukler festnimmt. Vielleicht wird ein namenloser Engel auf einen Wink seines Herrn hin den Sohn des Bösen und seinen Gehilfen fesseln.

Laut der Offenbarung Christi an Johannes tötet der kommende Heiland den Antichristen (die Bestie) nicht, weder mit dem Hauch seines Mundes (2. Thessalonicher 2,8) noch mit der Schärfe seines Richtschwerts, sondern er gebietet einem Engel, ihn zu binden und in die ewige Qual zu werfen. Er soll dort mit seinem Zauberer zusammen doppelt soviel erleiden (Offenbarung 18,6), wie sie Millionen von Märtyrern, die dem Lamm Gottes treu geblieben waren, an Leib, Seele und Geist zugefügt hatten.

Die Strafe Christi für die Verantwortlichen des Weltaufruhrs besteht nicht in einem leiblichen Tod, sondern in einem anderen, dem zweiten Tod, in dem einer ständig stirbt und doch nicht sterben kann (Offenbarung 1,18; 9,6; 20,14; 21,8). Dieser zweite Tod ist im Gegensatz zum ersten, leiblichen Tod (1. Korinther 15,26.54-55; Offenbarung 21,4) kein Feind Gottes, sondern sein gerechtes Strafmittel (Matthäus 25,41), von dem Jesus in den Evangelien öfters mit großem Ernst redet: „Da wird sein (entsetzliches) Heulen und Zähneklappern.“ (Matthäus 8,12; 13,42.50; 22,13; 24,51; 25,30) „(…), wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlöscht“ (Markus 9,48; vgl. auch Matthäus 3,10-12; 5,22.29-30; 7,19; 10,28; 13,30.42.50; 18,8-9; 25,41). Außerdem wird es dort atemberaubend nach Schwefel und Rauch stinken (Offenbarung 14,10-11; 19,20c; 20,10; 21,8).

Die Gerechtigkeit Christi

Die Gerechtigkeit Christi und sein Gericht sind unerlässlich, heilig und fehlerlos . Wer die durch das Blut Christi geschenkte Rechtfertigung nicht angenommen hat und nicht allein aus diesem Begnadigungsrecht lebt, muss entsprechend seiner eigenen Taten, Worte und Gedanken gerichtet und bestraft werden (Matthäus 12,36-37; Johannes 5,29; Römer 2,6.16; 2. Korinther 5,10 u. a.)

Wer den Opfertod Christi bewusst verleugnet oder verspottet, verfällt dem zweiten Tod (Matthäus 25,41; Johannes 3,18; Offenbarung 21,8 u. a.). Allein durch die Kreuzigung Jesu empfangen wir ewiges Leben; er ist des Lebens sprudelnde Quelle, er ist das unveränderliche Recht. Christus ist der einzige Weg, niemand kann zum Vater kommen, außer durch ihn (Johannes 14,6). Dies gilt nicht nur für alle Menschen aus den unreinen Völkern, sondern auch für alle Juden und Muslime. Neben dem Kreuz Christi gibt es keine andere offene Tür zu Gott (1. Korinther 1,18.23-24; 2. Korinther 5,19-21; Galater 5,11 u. a.). Wo sich also die Ablehnung Christi zu einem antichristlichen Staat entwickelt, wie es sich im Nahen Osten deutlich herausschält, dort wird das Gericht unausweichlich kommen.

Wenn die zwei Heere des Himmels und der Hölle in der Entscheidungsschlacht einander gegenüber stehen werden, wird einer der schlagenden Beweise gegen die Lügenargumente des Antichristen und seines Gefolges der vom Opferblut des Reiters auf dem weißen Pferd tiefrot gefärbte Mantel sein (Johannes 19,1-5). Dieser vom Sühneblut getränkte Königsmantel Jesu Christi wird jede Kritik und jede Anklage des Antichristen gegen das göttliche Recht im Keime ersticken, die Hölle ihrer Schuld augenblicklich bewusst machen und sie verdammen. Auch ohne Worte redet das Blut Jesu Christi unüberhörbar laut: Das Heil ist vollbracht! Jesus ist der König aller Könige und der Hohepriester, der sich selbst als Opfer darbrachte. Er ist auch das Wort Gottes, das er in Treue bezeugt hat. Die Gegenwart des Reiters auf dem weißen Pferd im blutigen Mantel entscheidet die Endschlacht ohne Kampf und ohne Worte. Das Blut Jesu Christi siegt über die Lügenmacht des Antichristen und seines Gefolges.

Das Wort Christi beendet den Kampf

Der Antichrist hat die Menschen zur Selbstüberhebung angestachelt. Im Sumpf der humanistischen Lügenweltanschauung hat er die Buße Einzelner wie ganzer Völker erstickt. Wer jedoch unbußfertig Gottes Lamm ablehnt, ist schon gerichtet (Johannes 3,18.36; 15,22.24; 16,9 u. a.). Nur wer sich mit allen seinen Absichten und Wünschen, Worten und Taten sowie mit seinem widergöttlichen Groll durch das zweischneidige und spitze Schwert aus dem Mund Christi im Voraus richten lässt und von der geschenkten Gnade Christi lebt, der kommt nicht ins Gericht, sondern bleibt auf der Seite des Siegers stehen.

Die unübersehbar großen Heere des Antichristen werden durch ein Wort Christi, das wie ein Schwert aus seinem Munde herausfahren wird, verurteilt, durchbohrt und getötet werden. Das Wort des Reiters auf dem weißen Pferd heilt und rettet den, der ihn liebt und ihm vertraut. Dasselbe Wort aber wird jeden töten und verdammen, der ihn hasst (2. Mose 20,5-6; Matthäus 18,18; 25,34.41; Johannes 20,21-23 u. a.).

Die Heere des Bösen sind vom Geist Satans verseucht, verdorben und besessen. Weil sie keine Buße mehr tun wollen und können, müssen sie alle getötet werden. Nicht die Engel werden sie erwürgen oder vergasen, sondern das Schwert, das aus dem Mund des Reiters auf dem weißen Pferd im blutgefärbten Mantel hervorgeht. Das Lamm ist der Heiland, König und Richter zugleich (Zefania 1,14-18), und die Heiligen, die Gerechten, die Berufenen und die Engel sind Zeugen seiner Allmacht.

Gebet: Wir beten dich an,Herr Jesus Christus. Du bist das Lamm Gottes und der gerechte Sieger. Hilf, dass wir unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ganz unter dein Begnadigungsrecht stellen und immer auf deiner Seite, der Seite des Siegers erfunden werden. Amen.

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