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 über die Wiederkunft ihres Herrn?)

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 7 - JA ICH KOMME BALD (OFFENBARUNG 19: 11 - 22: 21) - Der Triumph Christi bei seiner Wiederkunft und die Erschaffung einer neuen Welt
TEIL 7.1 - 
Einleitung: Tut Buße, denn das Himmelreich
 ist nahe herbeigekommen!

4. Was schreiben die Apostel Christi
 über die Wiederkunft ihres Herrn?


Nach seiner Auferstehung von den Toten erschien Jesus im Zeitraum von 40 Tagen mehrmals seinen geflohenen Jüngern und bezeugte ihnen die Notwendigkeit seines Todes als unerlässliche Voraussetzung für sein Eingehen in seine Herrlichkeit (Lukas 24,26-27.45-47a). Als er zum Schluss mit seinen Jüngern auf dem Ölberg stand und sie gesegnet hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und von einer Wolke verhüllt. Die Zurückgebliebenen starrten dem Entschwundenen entgeistert nach. „Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“ (Apostelgeschichte 1,10-11)

Die nahe Wiederkunft Christi war eine der Grundüberzeugungen der Urgemeinde in Jerusalem. Die Gläubigen verkauften ihre irdischen Güter und lebten in einer geistlichen Gemeinschaft, die zu jedem Augenblick auf die Wiederkunft Jesu in Herrlichkeit wartete (Apostelgeschichte 2,44-47; 4,32-35). Diese Naherwartung zeigt sich auch bei Paulus, dem vor Damaskus Jesus in seiner Herrlichkeit erschienen war. Er schrieb seiner Gemeinde in Korinth: „Die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, so dass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus. Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende, dass ihr untadelig seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus.“ (1. Korinther 1,6-8; siehe auch Philipper 1,9-10)

Die innere Ausrichtung des ganzen Lebens auf den auferstandenen und wiederkommenden Herrn war das Fundament der Gemeinden in Kleinasien und Griechenland: „Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden in Herrlichkeit.“ (Kolosser 3,2-4)

Auch Jakobus, der Bruder Jesu, nahm dessen Wiederkunft als Motiv und Ziel der Heiligung der Gemeinde in Jerusalem: „Seid geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe. Seufzt nicht wider einander, liebe Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür.“ (Jakobus 5,8-9)

Paulus schrieb seinen opferbereiten Gemeinden an den Gestaden des Mittelmeers über die weitreichenden existenziellen Folgen der Wiederkunft Christi: „Unser Bürgerrecht ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unsern nichtigen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann.“ (Philipper 3,20-21)

Jede Religion oder Philosophie, die keine gültige Antwort auf den Tod und die Zukunft nach dem Tod anbieten kann, ist wertlos. Der Apostel Paulus aber teilt uns mit, was Christus ihm offenbarte: „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“ (1. Korinther 15,51-52)

Der Völkermissionar tröstete seine durch Zweifel und Todesangst angefochtenen Gemeindeglieder mit einer detaillierten Beschreibung des zweiten Kommens Christi, in der er von der Auferstehung aller Toten und der Entrückung der Nachfolger Jesu ihrem Herrn entgegen sprach: „Er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander“ (1. Thessalonicher 4,16-18).

Der Tod scheint als unerbittlicher Schnitter alle Menschen wie Garben zu mähen und einzusammeln. Jesus aber hat die Ursache und die Macht des Todes durch sein sündloses, heiliges Leben überwunden. Durch seinen stellvertretenden Tod zieht er uns bei seiner Wiederkunft wie auch schon heute in sein ewiges Leben hinein. „Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat. Denn er muss herrschen, bis Gott ihm ‚alle Feinde unter seine Füße legt’ (Psalm 110,1). Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.“ (1. Korinther 15,22-26)

Das zweite Kommen Jesu in Herrlichkeit bedeutet vor allem Heil, Rettung, Erlösung und Heimholung seiner Gemeinde. Ihre geistliche Existenz soll den auferstandenen Gekreuzigten verherrlichen. Gleichzeitig aber kommt Jesus als der Herr und Richter, als Rächer und Sieger über alle Feinde Gottes: „Denn es ist gerecht bei Gott, mit Bedrängnis zu vergelten denen, die euch bedrängen, euch aber, die ihr Bedrängnis leidet, Ruhe zu geben mit uns, wenn der Herr Jesus sich offenbaren wird vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht in Feuerflammen, Vergeltung zu üben an denen, die Gott nicht kennen und die nicht gehorsam sind dem Evangelium unseres Herrn Jesus. Die werden Strafe erleiden, das ewige Verderben, vom Angesicht des Herrn her und von seiner herrlichen Macht, wenn er kommen wird, dass er verherrlicht werde bei seinen Heiligen und wunderbar erscheine bei allen Gläubigen, an jenem Tage; denn was wir euch bezeugt haben, das habt ihr geglaubt.“ (2. Thessalonicher 1,6-10)

Wir sollen uns keine Illusionen machen über den Weg zum Heil. Er ist steil, dornig, schmal und gefährlich. Jesus und seine Apostel warnen uns wiederholt vor den Versuchungen der Endzeit. „Was nun das Kommen unseres Herrn Jesus Christus angeht und unsre Vereinigung mit ihm, so bitten wir euch, liebe Brüder (…). Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn zuvor muss der Abfall kommen und der Mensch der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens. Er ist der Widersacher, der sich erhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott. (...) Es regt sich schon das Geheimnis der Bosheit; nur muss der, der es jetzt noch aufhält, weggetan werden, und dann wird der Böse offenbart werden. Ihn wird der Herr Jesus umbringen mit dem Hauch seines Mundes und wird ihm ein Ende machen durch seine Erscheinung, wenn er kommt.“ (2. Thessalonicher 2,1-8)

Johannes, der Apostel, der die Liebe Gottes am deutlichsten beschreibt, hat auch das Prinzip der endzeitlichen Versuchung, die Lüge des Antichristen, konsequent aufgedeckt. Johannes bleibt aber nicht beim Negativen stehen, sondern weist die Gemeinde auf ihr eigentliches Ziel in der Wiederkunft Christi hin: „Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun schon viele Antichristen gekommen; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist. (…)Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, dass Jesus der Christus (Messias) ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. (…)Und nun, Kinder, bleibt in ihm, damit wir, wenn er offenbart wird, Zuversicht haben und nicht zuschanden werden vor ihm, wenn er kommt. (…)

Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch! (...) Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es („er“) offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist“ (1. Johannes 2,18 - 3,3).

Petrus, der Sprecher der Jünger Jesu und der von König Herodes zum Tode verurteilte Apostel, beantwortete die Zweifelsfrage nach dem Ausbleiben des zweiten Kommens Christi wie folgt: „Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde. Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden. Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen, die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, an dem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden. Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ (2. Petrus 3,9-13 )

Paulus schärfte seinen Gemeinden ein, bei jedem Abendmahl durch Brot und Wein die zwei Pfeiler des christlichen Glaubens zu bedenken und zu bezeugen: „Sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ (1. Korinther 11,26)

In ähnlicher Weise bezeugt der Schreiber des Hebräerbriefes, dass das Kreuz Christi, sein Heil, seine Wiederkunft und unser Warten auf ihn unauflöslich zusammengehören: „Christus ist einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.“ (Hebräer 9,28)

Der Evangelist und Arzt Lukas hielt entscheidende Abschnitte der Endzeitreden Jesu fest. Einige Ausleger sehen in diesen Worten eine der größten Verheißungen Jesu, die uns geradezu in den Staub wirft: „Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: ER wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen. (...) Seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.“ (Lukas 12,35-40)

Der Apostel Johannes notierte aus den Abschiedsreden Jesu einige Sätze, die zu den wertvollsten Hoffnungslichtern der Gemeinde gehören: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.“ (Johannes 14,2-3) „Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. An dem Tag werdet ihr mich nichts fragen.“ (Johannes 16,22-23)

Und in seinem hohepriesterlichen Gebet schließlich bat Jesus seinen Vater für uns: „Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe der Grund der Welt gelegt war.“ (Johannes 17,24)

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