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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 6 - DIE HURE BABYLON UND DIE ANBETUNG GOTTES (OFFENBARUNG 17: 1 - 19: 10) - Das Ende der großen Verführerin und Vorbereitungen zur Hochzeit des Lammes
TEIL 6.2 
Das große Halleluja
 im Himmel 
(Offenbarung 19,1-10)

3. Die Hochzeit des Lammes in der Vorbereitung
(Offb. 19, 7-10)


Die Brautgemeinde des Lammes und die Leibesgemeinde Christi
 (Offenbarung 19, 7b)

Die Briefe des Apostels Paulus an die Epheser und die Korinther zeigen, dass er bei der “Braut” nicht nur an die Judenchristen der Endzeit dachte. Vielmehr sollte jeder Christ, sei er ursprünglich Jude oder Heide, durch und durch geheiligt werden, so dass Jesus mit seinem Geist in ihm wohne und ihn ewig in sich berge.

Im neuen Bund band sich Christus an seine Gemeinde aus Juden und Heiden. Sie ist rechtlich mit ihm vereint, enger als ein Ehebund zwei Menschen vereinen kann. Sie ist geistlich von ihm erfüllt worden. Aus Gnaden hat sie Anteil an seiner Vollkommenheit und seiner Liebe empfangen. Dieses Vorrecht besitzt sie aber nicht unabhängig in sich selbst, sondern nur in der ständigen Gemeinschaft mit Jesus (Johannes 15, 5; Epheser 3, 16-19; Kolosser 2, 9-10).

Für das Geheimnis der Einheit Christi mit seiner Gemeinde hat Paulus verschiedene Gleichnisse und Bilder gebraucht.In einer Sonderoffenbarung ist ihm ein Geheimnis mitgeteilt worden, dass Christus das Haupt und die Gemeinde sein geistlicher Leib ist. Beide leben als völlige Einheit in seinem Geist zusammen (Römer 12, 5; 1. Korinther 12, 27; Epheser 3, 3; 4, 25; 5, 30).

Manche Ausleger sind der Auffassung, es bestehe ein grundlegender Unterschied zwischen der “Leibesgemeinde” bei Paulus und der “Brautgemeinde” in der Offenbarung (Offenbarung 19, 7b). Sie sehen in den verfolgten messianischen Juden der Endzeit und in den Märtyrern in Israel die heilige Braut, die Jesus bei seiner Wiederkunft zugeführt werde. Sie sind überzeugt, dass die Mehrheit der Ereignisse in der Offenbarung sich allein auf Israel beziehen.

Dieser Auffassung steht aber das Zeugnis des Apostels Paulus entgegen, dass Jesus keine zwei getrennten Körper, sondern nur einen besitzt, und seine Gemeinde sich sowohl aus Judenchristen als auch aus den Gläubigen der Völker zusammensetzt. Beide bilden in Jesus eine untrennbare Einheit (Galater 3, 28; Epheser 2, 11-22; 3, 6). Wir sollten nicht auseinanderreissen, was der Geist Jesu Christi vereint hat. Es gibt keine zwei verschiedenen “heiligen Geister” Gottes und keine zwei geistlichen Leiber Jesu Christi. Alle Wiedergeborenen sind von seinem einen Geist durchdrungen.

Das Gleichnis von der Hochzeit des Lammes im Buch der Offenbarung beschreibt die sichtbare Vereinigung des Sohnes Gottes mit seinen durch den Glauben bereits mit ihm verbundenen Gliedern (1. Johannes 4, 16). Was im Heiligen Geist unsichtbar begann, soll in Herrlichkeit sichtbar werden (1. Johannes 3, 1-2). Wir werden Jesus sehen, wie er ist. Seine Herrlichkeit wird uns von unserem irdischen Sosein erlösen und unsere neue Existenz im Heiligen Geist sichtbar machen (1. Korinther 15, 36-57).

In Offenbarung 21, 2.9-11 lesen wir außerdem, dass die Braut des Lammes keine spezielle Gruppe von Gläubigen oder Märtyrern ist, sondern das “himmlische Jerusalem”, die Gemeinschaft aller Heiligen mit dem Vater und dem Sohn. Diese neue Vision beendet die Diskussion um die Frage der Braut- oder Leibesgemeinde und nimmt uns hinein in das neue Jerusalem, den gemeinsamen Nenner aller Gleichnisse und Beschreibungen der Gemeinde Jesu aus Juden und Heiden.

Die Offenbarung spricht nirgends von einer “Braut Jesu Christi”, sondern von der "Braut des geschlachteten Lämmleins". Weder das Lamm Gottes noch seine Braut haben im Buch der Offenbarung eine empirische, irdische Bedeutung, vielmehr sind beide Begriffe geistlich zu verstehen. Christus hat mit seinem Blut im Augenblick seines Todes seine gesamte Gemeinde vollkommen geheiligt (Hebräer 10, 14).

Die Braut wird geschmückt 
(Offenbarung 19, 8)

Als Braut des Lammes sollten wir uns für die baldige Zusammenkunft mit unserem König und Heiland rüsten. Eine Braut gilt im Orient legal bereits als Frau ihres zukünftigen Mannes, da sie ihm durch die Verlobung rechtlich zugesprochen ist (Hosea 2, 21-22).

Wer sich auf das Zusammentreffen mit dem Lamm Gottes vorbereiten will, sollte nicht wie die Hure Babylon überheblich glänzen wollen und sich "für sich selbst" herausputzen. Nein, er sollte sich nach dem Geschmack des Bräutigams erkunden und sich für ihn allein schmücken. Wer sich selbst groß machen will und wichtig tut, ist in Wirklichkeit klein. Eine Braut konzentriert sich auf ihren zukünftigen Lebensgefährten und er sich auf sie. Geistlich gesehen heißt das, dass wir jede Lüge, Unreinheit, Diebstahl, Hochmut oder Unrecht ausräumen, im Gebet vor Gott bekennen und soweit wie möglich wieder gut machen sollen, damit unsere Gemeinschaft mit Jesus nicht durch verborgene Schuld belastet wird. Wie vor einer irdischen Ehe sollten wir auch vor der ewigen Verbindung mit Jesus reinen Tisch machen. Alles Unrecht muss ans Licht, sonst gibt es keine innere Ruhe (1. Johannes 1, 8-10).

Der Engel, der Johannes inspirierte, sagte deutlich, dass die Braut sich nicht selber schmücken kann, sondern dass ihr die Kleider der Gerechtigkeit, des Heils und des Friedens von Gott gegeben werden (Offenbarung 19, 8). Die Heiligung eines christusgebundenen Menschen bleibt Gnade und ist keine Eigenleistung (Philipper 2, 12-13). Die kostbaren weißen Gewänder der Braut deuten auf ihre fleckenlose Gottesgerechtigkeit hin, die ihr durch den stellvertretenden Sühnetod des Lammes bereitet wurde. Daraus folgen die Werke seiner Liebe, die sein Geist in uns wirken will (Römer 8, 14; Epheser 2, 10). Die Braut soll Jesus ebenbürtig werden an Demut, Sanftmut, Dienewillen, Liebe, Wahrheit, Reinheit und Heiligkeit (Matthäus 11, 29; Römer 13, 14 ; Kolosser 3, 12-13) Die Früchte seines Heiligen Geistes drängen in ihr zur Reife (Galater 5, 22; Epheser 5, 9). Durch unser Kleinerwerden kann Jesus Gestalt in uns gewinnen (Johannes3, 30). Christus sagte: "Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden." (Matthäus 16, 24-25)

Die geistliche Selbstverleugnung und Selbstdurchrichtung ist eine frohmachende Gnade! Der Prophet Jesaja erkannte schon im Alten Bund die große Freude, die einen gottesfürchtigen Menschen erfasst, der sich mit Gottes Gnade bekleidet und schmückt: "Ich freue mich im HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Bräutigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt." (Jesaja 61, 10-11)

Die wichtigste Frage an die Braut des Lammes aber heißt: Freust du dich auf das Zusammentreffen mit Jesus? Sehnst du dich nach ihm? Kreisen deine Gedanken um ihn, den Allerschönsten? Lebst du in der Naherwartung seines baldigen Kommens und bist du erfüllt von der Vorfreude auf diese Hoch-Zeit? Stellst du dich bewusst auf die neue Lebensweise mit dem Heiland der Welt ein und willst mit ihm ewig zusammenleben? Oder willst du lieber in deiner alten Lebensweise gefangen bleiben und dich ständig um dich selbst drehen? Prüfe dich im Heiligen Geist und bitte Jesus, dass seine Freude in dir vollkommen werde. Dann sehnst du dich nach ihm, so wie er sich schon immer nach dir gesehnt hat, weil er dich liebt (Markus 10, 21; Johannes 3, 16; 17, 22-23; Römer 8, 37; Galater 2, 20; Epheser 2, 4-7; 1. Johannes 4, 19; Offenbarung 1, 5; 3, 9; 22, 17).

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