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Home -- German -- Offenbarung -- 083 ( Die Vorbereitungen im Himmel )

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 3 - DIE HERAUSGERUFENEN AUS ISRAEL UND DEN VÖLKERN ANGESICHTS DER SIEBEN POSAUNENGERICHTE (OFFENBARUNG 7:1 - 9:21)
TEIL 3.3 - DAS LAMM GOTTES ÖFFNET DAS SIEBTE SIEGEL MIT DEN SIEBEN POSAUNENGERICHTEN UND DEN DREI WEHERUFEN (OFFENBARUNG 8:1- 9:21)

1. Die Vorbereitungen im Himmel (Offenbarung 8:1-6)


Die Gebete der Heiligen werden auf
 dem goldenen Räucheraltar geläutert

OFFENBARUNG 8:3-5
3 Und ein anderer Engel kam und trat an den Altar und hatte ein goldenes Räuchergefäß; und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, daß er es darbringe mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar vor dem Thron. 4 Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen von der Hand des Engels hinauf vor Gott. 5 Und der Engel nahm das Räuchergefäß und füllte es mit Feuer vom Altar und schüttete es auf die Erde. Und da geschahen Donner und Stimmen und Blitze und Erdbeben.

Das Lamm Gottes ist bedächtig in der Durchführung seiner Gerichte. Es ist bereit, auf jede Stimme zu hören, die als Gebet zu ihm dringt. Allerdings müssen alle unsere Gebete zuerst durchs Feuer gehen, damit unsere egoistischen, humanistischen und kurzsichtigen Empfindungen ausgebrannt werden und nur noch übrigbleibt, was im Namen und Geist des Lammes gebetet wird. Das Amt der Gebetsreinigung obliegt keinem Erzengel, sondern einem anderen Engel. Er führt dieses priesterliche Amt am goldenen Räucheraltar vor dem Thron Gottes und seines Lammes aus. Im Alten Testament stand der aus Akazienholz gefertigte und mit einer Goldschicht überzogene Räucheraltar im Raum „des Heiligen“ der Stiftshütte und des Tempels, vor dem Vorhang zum Allerheiligsten (2. Mose 30,1-10). Seitdem jedoch bei Christi Tod der Vorhang im Tempel Gottes zerriß (Mt. 27,51), steht das Urbild des Räucheraltars im Himmel direkt vor dem Thron des lebendigen Gottes. Zur Zeit des Alten Testaments wurde das Räucherwerk aus Weihrauch jeweils morgens und abends entzündet als Sinnbild für die Huldigung, welche die Gemeinde Gott betend darbrachte. Während dieser Räuchergottesdienste war im Tempel absolute Ruhe geboten. Deshalb herrschte auch im Himmel eine halbe Stunde lang Stille. Der lebendige Herr erachtete die Gebete der Heiligen als so wichtig, daß alles andere schweigen mußte. J.A. Bengel schreibt, das zusätzliche Räucherwerk, das der Engel im Himmel empfange, seien die Gebete der Engel. Diese Gebete unterstützen das Vorangehen des Heilsplanes und die Durchsetzung der Gerechtigkeit und Heiligkeit Gottes. Doch auch die Gebete der Engel müßten, zusammen mit den Gebeten aller Heiligen, durchs Feuer geläutert werden, um vor Gott angenehm zu sein. Es ist uns ausdrücklich verboten, Engel anzubeten oder von ihnen Hilfe zu erbitten, denn wir haben einen direkten Zugang zum Vater durch Jesus Christus, seinen Sohn (Hebr. 1,10-2,1; Offb. 22,8-9). Wer Engel oder andere Geister um Hilfe bittet, mißachtet den Vater und den Sohn.

Wer sind die Heiligen? Der Begriff „alle Heiligen“ umfaßt an dieser Stelle der Offenbarung nicht nur die zur Zeit des Apostels Johannes lebenden Heiligen, sondern auch alle Heiligen, von denen das Alte Testament (Dan. 4,14; 7,18.21.22.25; 8,13) wie auch das Neue Testament berichten. Die Heiligen sind geheiligt durch Christi Blut, und sie beten und leben in der Kraft des Heiligen Geistes (Hebr. 9,14; 10,14; Eph. 1,1; Kol. 1,2 u.a.). Ihre geistgewirkten Gebete besitzen Vollmacht! (Röm. 8,26-27; Eph. 3,14-21). Wer die Gebete des Apostels Paulus mit den Gebeten Muhammads vergleicht, versteht den Unterschied zwischen einem Leben aus Gott und dem geistlichen Tod in einer religiösen Gesetzlichkeit! Wenn unsere Gebete ins Feuer des Brandopferaltars kommen, was bleibt dann noch von ihnen übrig? Drehen sich nicht viele unserer Bitten nur um uns selbst und um unsere Familien? Manche Gebete entstammen weder der Liebe Gottes, des Vaters, noch der Geduld Jesu Christi, seines Sohnes, und auch nicht der Strategie des Heiligen Geistes. Deshalb müssen sie verbrannt werden! Alle unsere Gebete brauchen die Reinigung durch das Blut Jesu Christi, andernfalls würden wir durch unsere Gebete schuldig werden. Wenn alles Menschliche und Allzumenschliche aus unseren Gebeten herausgenommen wird, bleiben letztlich nur die Inhalte des Vaterunsers übrig! Denn die Anbetung des Vaters und das Kommen seines Reiches, die Durchsetzung seines Willens bei uns wie im Himmel, bleiben die wichtigsten Gebetsthemen. Wir haben aber auch das Vorrecht, unseren Vater um ausreichend Brot für jeden Tag zu bitten. Diese Bitte schließt alles ein, was wir selbst, unsere Familien, unsere Gemeinden und unsere notleidenden Nachbarn zum diesseitigen und jenseitigen Leben brauchen. Die Bitte um Vergebung zerbricht unseren Stolz und treibt uns zum Dank für den Sühnetod, den Jesus für uns und für alle Menschen gestorben ist. Diese Bitte erzieht uns ferner zur Vergebung aller Fehler unserer Widersacher, indem wir Gott bitten, er möge uns nur so viel vergeben, wie wir selbst vergeben haben. Auch die Bitten um Bewahrung vor der Versuchung zum Abfall und um Errettung aus der Macht und List des Bösen sollten wir täglich bewußt beten. Jedes Gebet, das in den Rahmen des Vaterunsers hineinpaßt, ist dem Vater angenehm. Inhaltlich gehören in diesen Rahmen viele Psalmen (1; 23; 32; 51; 90; 91; 103; 104 u.a.), die Gebete des Petrus (1. Petr. 1,3-5), des Paulus (Eph. 1,3-14) und des Johannes (Offb. 1,4-6), die alle zusammen eine Schule des Gebets für die Heiligen darstellen. Der Heilige Geist selbst ermutigt uns zu beten: „Abba, lieber Vater...“ (Röm. 8,15-16). Wir sollten unsere Gebete prüfen, uns Zeit nehmen zum Beten und um Geistesleitung für unsere Gebete bitten. Dann kann uns der Geist des Lammes auf die Brüder und Schwestern in großer Trübsal in Israel, in islamischen und kommunistischen Ländern aufmerksam machen, damit wir gezielt Fürbitte und getrost Fürdank üben. Beides tut not – ein chinesischer Kirchenältester sagte einmal beim Abschied: „Bleibt treu, damit wir treu bleiben können!“ Gott freut sich über jedes deiner Gebete im Namen Jesu Christi, wie sich ein Vater freut, wenn sein Kind im Vertrauen mit ihm redet. In diesem Sinn dürfen wir unserem Vater alles sagen, was wir in unserem Herzen tragen (Mt. 6,25-33; 7,7-11 u.a.). Eine besondere Verheißung für Bedrängte und Verfolgte in den letzten Tagen enthüllt das Gleichnis von der bittenden Witwe (Lk. 18,2-8). Diese Geschichte, wie auch die vom bittenden Freund, wollen uns zum anhaltenden „Sturmgebet“ erziehen (Lk. 11,5-13).

Die Wirkung der Gebete der Heiligen. Sofort nachdem der Engel am Räucheraltar die Gebete aller Heiligen in Christus vor dem Thron des Allmächtigen darbrachte, bekam er eine Anweisung zum Handeln. Dieselbe Räucherpfanne, die er mit den Gebeten der Engel und der Heiligen auf die Glut des Räucheraltars gelegt hatte, bis alle Gebete dem Weihrauch ähnlich als Wohlgeruch zum Vater und zum Sohn aufgestiegen waren, dieselbe Räucherpfanne füllte er mit glühenden Kohlen vom Räucheraltar und warf sie als Antwort Gottes auf die Erde. Der Herr kann seinen bedrängten Auserwählten in kürzester Zeit Recht schaffen. Blitze, Donner, Stimmen und Erdbeben waren die Folge der Gebete der Heiligen. Schon in Offb. 4,5 lasen wir, daß vom Thron Gottes Blitze, Stimmen und Donner ausgingen. Unser Gott ist die Urkraft (El). Er ist Energie, Stärke und Macht. Neben ihm kann keine andere Kraft bestehen. Doch er siegt nicht durch brachiale Gewalt, sondern durch Liebe, Geduld, Stellvertretung und Erbarmen. Wo allerdings seine Opferliebe mit Füßen getreten und willentlich verworfen wird, läßt er die Feinde Gottes sich gegenseitig selbst zerstören. Erdbeben sind Mahnungen Gottes, nicht seine härtesten Gerichte herauszufordern. Er könnte hohe Berge und ganze Erdteile im Meer versinken lassen. Denn der Allmächtige ist allmächtig! Seine Liebe allein ist es, die seine Gerichte noch aufhält. Die Gebete der Heiligen andererseits, die sich der Brüder in der antichristlichen Trübsal annehmen, beschleunigen seine Gerichte. Jesajas Vision des dreimal heiligen Gottes hatte den Priester-Propheten zu einer Selbsterkenntnis, die ihn entsetzte, und zum Bekenntnis seiner eigenen Unreinheit geführt (Jes. 6,1-8). Einer der Seraphim hatte daraufhin eine glühende Kohle vom Rauchopferaltar genommen und die Sünden des Propheten aus seinen Lippen und seiner Zunge ausgebrannt, so daß ihm vergeben war. Muhammad dagegen erkannte den heiligen Gott nie in einer Vision. Deshalb kam es bei ihm zu keiner Herzensbuße wie bei Jesaja, er wurde nicht zerbrochen und beugte sich nicht. Wie sieht das bei uns aus? Wie die Offenbarung berichtet, kam es im Himmel, als Vorbereitung für die ersten Gerichtsposaunen, zu einem gespannten Schweigen, bis alle Gebete gehört und geprüft waren. Dann kam die Antwort Gottes mit Zorngewittern und einem großen Erdbeben, mit furchtbaren Warnungen und letzten Bußrufen. Das Thema der sieben Posaunenstöße ist damit klar: Die Gebete aller Heiligen sind eine treibende Kraft bei den hereinbrechenden Gerichten. Der Ruf der Geplagten, Gefolterten und Vergewaltigten um Erlösung bewegt den Arm des Herrn, so wie eine Mutter ohne Rücksicht auf Verluste zur Rettung ihres mißhandelten Kindes eilt. Scharfe Blitze, erschütternder Donner, Entsetzen verursachendes Beben und Stimmen, die retten und richten wollen, rufen Kirche, Gesellschaft und Regierungen zur Buße. Wo diese nicht umkehren, leiten die alles durchdringenden sieben Posaunenstöße die Gerichte des Lammes ein.

Gebet: Vater, reinige unsere Gebete durch das Blut Jesu Christi im Feuer des Heiligen Geistes, so daß sie übereinstimmen mit den Bitten des Vaterunsers. Bewahre uns inmitten Deiner Gerichte als Salz der Erde und inmitten der zunehmenden Finsternis als Licht der Welt. Amen.

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