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Home -- German -- Offenbarung -- 082 ( Die Vorbereitungen im Himmel )

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 3 - DIE HERAUSGERUFENEN AUS ISRAEL UND DEN VÖLKERN ANGESICHTS DER SIEBEN POSAUNENGERICHTE (OFFENBARUNG 7:1 - 9:21)
TEIL 3.3 - DAS LAMM GOTTES ÖFFNET DAS SIEBTE SIEGEL MIT DEN SIEBEN POSAUNENGERICHTEN UND DEN DREI WEHERUFEN (OFFENBARUNG 8:1- 9:21)

1. Die Vorbereitungen im Himmel (Offenbarung 8:1-6)


Die Inthronisierung Jesu Christi und seine Bevollmächtigung durch den Vater zur Weltregierung geschah bei der Übergabe und dem Annehmen der siebenfach versiegelten Buchrolle, die von innen und außen beschrieben war (Kap. 4-5). Als das Lamm Gottes jedes einzelne der Siegel mit Bedacht öffnete, ereigneten sich erschütternde Umwälzungen in der Weltgeschichte, die nötig waren, bevor das letzte, das siebte Siegel, geöffnet werden konnte. Alle vorangehenden Ereignisse, Gebete, Zeugnisse und Visionen waren eine Vorbereitung für das eigentliche Geschehen, das mit dem Öffnen des siebten Siegels begann. Die vier Thronwächter, die vierundzwanzig Ältesten, alle Engel, die unzählbare Schar der Heiligen und alle Kreaturen warteten gespannt auf diesen entscheidenden Augenblick. Mit atemloser Aufmerksamkeit blickten sie auf die Hände ihres Herrn, weil sie wußten: Jetzt kommt das Allerwichtigste, das Eigentliche, nämlich die Offenbarung, wie das Gericht über unsere Welt durchgeführt wird, und die Beschreibung ihrer Neuerschaffung. Die Grundzüge dieser Entwicklung waren bereits in den Schriften des Alten und Neuen Testaments offenbart worden und standen deshalb auf der Außenseite der Buchrolle. Die Offenbarung Jesu Christi aber brachte die konkreten und detaillierten Befehle zur Durchsetzung der End und der Neuzeit.

Das große Schweigen im Himmel (Kapitel 8,1)

1 Und als das Lamm das siebte Siegel auftat, entstand eine Stille im Himmel etwa eine halbe Stunde lang.

Mit der Öffnung des siebten Siegels begann im Himmel ein großes Schweigen. War dieses Schweigen ein sprachloses Entsetzen über den Inhalt des siebten Siegels? Oder stellte es die konzentrierte Besinnung auf die kommende Entwicklung dar? Christus führt seine Nachfolger immer wieder in die Stille, damit sie nachdenken und begreifen lernen, was Gott und sein Lamm in der Vergangenheit getan haben, und erkennen, was der Herr in Zukunft tun will. Gottes unerschöpfliche Gnade und sein sich entfaltendes Heil wollen uns zum Dank und zur Anbetung führen. Die Versiegelung der 144.000 Judenchristen, die unübersehbar große Zahl der Heiligen aus allen Völkern vor dem Thron des Allmächtigen, der anhaltende Lobpreis der Engel und der Kreaturen haben alle Himmelsbewohner zum Rühmen des Lammes Gottes ermuntert. Gleichzeitig wurde ihnen die unausweichliche Notwendigkeit der beginnenden Gerichte begreiflich, angesichts des überlaufenden Maßes der nie endenden Gnade Gottes, im Gegensatz zur abgrundtiefen Verdorbenheit der hartherzigen Selbstgerechten. Seinen Engeln, den Heiligen und den Ältesten ermöglichte der Herr in der Stille der Besinnung und des Betens, seinen Zorn als die gerechte Antwort auf die Verwerfung seiner Versöhnung zu verstehen. Zugleich aber zeigte er ihnen das eigentliche Ziel der Heilsgeschichte, die Neuschöpfung seines geistlichen Gottesreiches. Der Untergang des Alten war unumgänglich; das Kommen des Neuen wurde bereits sichtbar. Während des großen Schweigens im Himmel schwieg auch Gott. Er hatte in der Vergangenheit deutlich geredet: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“ (Ps. 2,7) Im Evangelium hatte er sein Zeugnis wiederholt: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“ (Mt. 3,17; 17,5) Jesus ist das Wort Gottes. Ein anderes Gotteswort gibt es nicht. Durch Jesus, sein Wort, hat Gott die Welt geschaffen und mit sich selbst versöhnt (Joh. 1,1-4). Durch Jesus wird er auch die Menschen richten (Mt. 25,31-46). Wenn die Welt Jesus, das fleischgewordene Wort, nicht hören will, schweigt Gott! Wir alle leben vom Wort Gottes (Mt. 4,4; Lk. 4,4). Wenn Gott schweigt, vergeht die Welt. Wenn er nicht mehr redet, zerfällt das Dasein. Das Schweigen Gottes und seines Lammes, seiner Engel und seiner Heiligen bedeutet, daß er die Aufrührer dahingegeben hat, sich gegenseitig selbst zu zerstören (Röm. 1,18-32). Und in den Gottlosen beginnt das Entsetzen der Gottesferne, wenn sie Gott nicht mehr hören können, weil er schweigt.

Sieben Engel 
empfangen sieben Posaunen (Kapitel 8,2)

2 Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen, und ihnen wurden sieben Posaunen gegeben.

Johannes sah plötzlich vor Gottes Thron sieben Erzengel stehen. Drei der Erzengel werden in der Bibel mit Namen genannt. Michael (Dan. 10,13.21; 12,1; Judas 9; Offb, 12,7), Gabriel (Dan. 8,16-17; 9,21; Lk. 1,19.26) und Raphael (Tob. 5,4; 11,19). Die Namen der übrigen Erzengel stammen aus der jüdischen Tradition. Sie heißen Sariel, Oriel, Raguel, Remiel, Maziel und Metadron und sind für das weltliche und geistliche Wohlergehen Israels mitverantwortlich. Gabriel übermittelte in erster Linie die großen Offenbarungen Gottes, und Michael ist sein Kämpfer und Held in der Auseinandersetzung mit antigöttlichen Mächten. Muhammad hat im Gespräch mit den Juden Medinas die Namen verschiedener Erzengel erfahren und nannte den Geist, der ihn bereits in Mekka zwölf Jahre lang besucht und inspiriert hatte, Djibril, obwohl dieser Geist ihm nie seinen eigenen Namen offenbarte. Zweifellos ist Djibril im Islam nicht der Gabriel der Bibel, da er die Gottheit Christi über 50mal leugnete und behauptete, Jesus sei nicht gekreuzigt worden (Sure 4,157). Damit wird deutlich, daß ein antichristlicher Geist von Muhammad mit dem Namen Gabriels bezeichnet wurde, der als Gabriel sprach, aber nicht Gabriel war. Damit zeigen sich Qur'an und Islam als bittere Frucht einer satanischen Inspiration, mit allen dogmatischen, ethischen, seelsorgerlichen und politischen Konsequenzen. Die wahren Erzengel stehen vor Gott, ihrem Herrn, jederzeit zu Spezialdiensten bereit. Ihr Stehen vor Gott macht sie zu Abbildern seiner Kraft, Autorität und Herrlichkeit. Sie tragen diese Eigenschaften nicht in sich selbst, sondern besitzen sie wie Spiegel, in demütiger Abhängigkeit von Gott. In der Vision des Johannes wird deutlich, daß das Lamm Gottes den Erzengeln sieben Gerichtsposaunen und damit die Macht zur Durchführung von Gerichtsabschnitten anvertraute. Die Durchführung der ersten Gerichtsetappen geschieht allein durch Engelsmächte. Das Lamm selbst wird während der erschütternden Posaunengerichte (Kap. 8,2-11,19) nicht mehr erwähnt. Es erscheint erst wieder nach dem Blasen der siebten Posaune (12,11), bei deren Dröhnen der Sieg Jesu Christi im Himmel ausgerufen wurde (11,15).

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