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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung
BUCH 1 - SIEHE, ICH KOMME BALD! (OFFENBARUNG 1:1 - 3:22)
Teil 1.2 Die erste Vision und ihre Konsequenzen auf der Erde: Die Erscheinung des Menschen-sohnes zur Heiligung seiner Gemeinden (Offenbarung 1:9 - 3:22)
TEIL 1.2.3 Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt (Offenbarung 3:22)

Einleitung: Lies die Offenbarung betend


4. Die Therapie Jesu für jeden seiner Gesandten

(Fünf Bußrufe, fünf Drohworte und fünf Ermutigungen)

Wer die sieben Sendschreiben aufmerksam liest, wird feststellen, daß Jesus fünf der sieben Gemeindeleiter offen mit einem Bußwort konfrontierte. Da er jedoch wußte, daß Aufrufe zur Buße oft ungehört verhallen oder nach anfänglichen emotionalen Bemühungen keine anhaltende Veränderung hervorrufen, ließ der Herr bei allen fünf Gemeinden seiner Aufforderung zur Buße ein scharfes Drohwort folgen. Er war entschlossen, eine sofortige Änderung des Charakters seiner Gemeindeleiter herbeizuführen. Er mußte also um der Liebe willen hart und scharf mit ihnen reden. Er war nicht zum Endgericht erschienen, sondern zur Umerziehung, zur Besserung und zur Heiligung seiner Gemeinden in Kleinasien. Um der Liebe willen setzte er das Seziermesser zuerst bei den Verantwortlichen an. Das griechische Verb für „Buße tun“ bedeutet „umdenken“ und das semitische Wort „sich umwenden und umkehren“. Eine radikale Sinnesänderung sollte bei jedem Seelsorger erfolgen, die sich darin realisierte, daß er bewußt Abstand nahm von seinen Sünden.

Um diese Sinnesänderung herbeizuführen, legte Jesus die Mängel und Sünden seiner Gemeindeleiter offen. Erst nach der Erkenntnis einer Sünde kann ein Umdenken erfolgen. Die Reue über die offengelegte Verfehlung oder Charakterschwäche sollte aus Liebe zu Jesus in der Kraft seines Heiligen Geistes erfolgen. Der Geist Christi ist es, der heiligt und uns zur Heiligung treibt. Wenn Gemeindeleiter sich nicht selbst heiligen lassen, wie sollen dann ihre Gemeindeglieder umkehren? Das Ablegen der Sünde, die Änderung des Charakters, die Selbstverleugnung und das Hassen des eigenen, verdorbenen Ichs ist ein lang andauernder Prozeß. Er geht Hand in Hand mit der Erneuerung des Sinnes, der Schaffung des neuen Menschen, der von Jesus umsonst ein neues Herz und einen neuen Geist empfängt. Wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren. Wer es aber verliert um Jesu willen, der wird’s finden.

Bei dem Ruf zur Buße und Umkehr geht es im Grund genommen um Tod und Leben, nicht nur um eine Umerziehung oder leichte Besserung des Mandanten. Jesus will dazu in ihm Wohnung machen und mit seiner göttlichen Kraft die menschliche Schwachheit überwinden. Paulus schreibt: „Schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen“ (Phil. 2,12-13). Die Wiedergeburt eines Menschen aus der Gnade Christi ist das Ziel und der Sinn der Buße. Jesus schrieb jedem einzelnen Gemeinde-leiter persönlich

Für jeden einzelnen Gemeindeleiter, den Jesus zur Buße aufforderte, hatter er konkrete Anweisungen:

1. In Ephesus (Offb. 2,5): Tue Buße und tue die ersten Werke; wenn nicht, komme ich und stoße deinen Leuchter weg.

2. In Pergamon (Offb. 2,16) forderte der Herr den Pfarrer auf, seine falsche Toleranz schnell zu beenden und Buße über die Duldung der Synkretisten in seiner Gemeinde zu tun. Wenn nicht, werde der Herr selbst kommen und persönlich mit dem Schwert seines Mundes gegen die Religionsvermischer streiten.

3. In Thyatira (Offb. 2,22-24) wurde der Gemeindeleiter nicht persönlich zur Buße gerufen, vielmehr die spiritistisch aktive Feministin Isebel. Der Herr hatte ihr Zeit zur Buße gegeben, aber sie wollte nicht. Deshalb mußte er sie mit einer Krankheit zum Tode schlagen und alle, die mit ihr hurten, in große Not bringen. Ihre gemeinsamen Kinder starben in diesem Elend. Die Frau verhärtete sich jedoch und wollte nicht Buße tun. Deshalb blieb sie unter dem Gericht des Sohnes Gottes.

4. In Sardes (Offb. 3,3) forderte Jesus den geistlich toten Leiter auf Buße zu tun, indem er sich an die Freude der Gnade erinnerte und sich den Frieden mit Gott am Beginn seines Glaubens vergegenwärtigte. Wenn nicht, werde der Herr wie ein Dieb in der Nacht kommen und ihm den schwindenden Rest seiner Heilserinnerung rauben.

5. In Laodizea (Offb. 3,16) drohte der Herr dem Gemeindeleiter gleich offen mit letzter Schärfe, er werde ihn aus seinem Munde ausspeien und ihn züchtigen, weil er Geld und Gold mehr liebte und vertraute als Gott. Erst nach einem Angebot geistliche Güter bei ihm, seinem Heiland, einzukaufen, forderte er ihn ultimativ zur Buße auf.

Buße verläuft nicht nach einem bestimmten Schema, gereicht aber in jedem Fall zum Segen. Der Herr wollte daher unter allen Umständen, daß das Ärgernis im Leben der Prediger verschwinde, damit nicht die einzelnen Gemeinden durch ihre Vorbilder irregeleitet würden.

In zwei Gemeinden rief Jesus seine Gesandten nicht zur Buße auf. Er ermutigte sie vielmehr, in ihrem Wettlauf nicht zu ermüden, um nicht die Krone des Lebens zu verlieren (Smyrna: Offb. 2,10; Philadelphia: Offb. 3,10-11).

Drei Gemeindeleiter, die zur Buße berufen wurden, hörten auch noch Worte der Ermutigung: Thyatira (Offb. 2,24-25), Sardes (Offb. 3,4), Laodizea (Offb. 3,18+20).

Der Herr rief insgesamt fünfmal zur Buße auf und drohte fünfmal mit bitteren Konsequenzen, falls die Buße nicht stattfände. Darüber hinaus tröstete und ermunterte er fünfmal in seinen sieben Sendschreiben Gemeindeleiter in ihren Anfechtungen.

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