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KOLOSSER - Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä

Teil 5 - Die Zusammenfassung des Briefes und persönliche Grußworte (Kolosser 4:2-18)

24. Das Zusammenleben mit Ungläubigen (Kolosser 4:5-6)


Kolosser 4:5-6
5 Verhaltet euch weise gegenüber denen, die draußen sind, und kauft die Zeit aus. 6 Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.

Paulus ging mit der multikulturellen Weltanschauung des Hellenismus keinen Kompromiss ein. Er erkannte und bekannte durch die Gabe der Geisterunterscheidung, dass es zwei Kategorien von Menschen gibt: Tote in Sünden und Lebende in Christus! Alle anderen Analysen, Religionen und Erziehungsziele sind Humbug. Er schrieb an die Zentralgemeinde in Westanatolien, in Ephesus, wo ein hohes griechisch-römisches Bildungsniveau herrschte: „Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern“ (Epheser 2,1-3).

Er vertiefte diese existentielle Unterscheidung und schrieb später weiter: „So…bezeuge ich in dem Herrn, dass ihr nicht mehr leben dürft, wie die Heiden leben in der Nichtigkeit ihres Sinnes. Ihr Verstand ist verfinstert, und sie sind entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, die in ihnen ist, und durch die Verstockung ihres Herzens. Sie sind abgestumpft und haben sich der Ausschweifung ergeben, um allerlei unreine Dinge zu treiben in Habgier. …Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit“ (Epheser 4,17-24).

Der Gemeinde in Galatien (in der Nähe des heutigen Ankara) hatte der Völkerapostel pragmatisch den Unterschied zwischen den zwei Arten von Menschen beschrieben: „Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht. Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden“
(Galater 5,19-24).

Wir müssen erneut bekennen, dass es zwei Arten von Menschen gibt: Wiedergeborene in Christus und Tote in Sünden, Gläubige in denen Jesus wohnt und Menschen ohne Gottes Geist. Diese Feststellung hat nichts mit Hochmut zu tun, im Gegenteil, die Gerechtfertigten in Christus haben ihre Sünden real erkannt und mit Tränen bekannt. Sie wissen, dass sie von Natur aus nicht besser sind als jeder andere Mensch. Allein aus Gnaden haben sie die Kraft des Heiligen Geistes durch ihren Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Sohn Gottes empfangen und leben heute schon im ewigen Leben. Paulus bezeugt ihnen: „Christus in euch ist die Hoffnung der Herrlichkeit“.

Wer aber ohne den dreieinigen Gott lebt, versucht im besten Fall durch „Gute Werke“ und einen vorbildlichen Lebenswandel seine eigene Gerechtigkeit und sein Heil zu schaffen und merkt nicht, dass er gemessen an Gott hoffnungslos verloren ist. Kein Mensch ist gut und benötigt nur noch eine gute Erziehung. Der Mensch gleicht vielmehr einem Tiger in vornehmem Gewand. Sobald er jedoch einen Fleischbrocken sieht stürzt er auf ihn und frisst ihn.

Paulus schärft den Kolossern ein, dass die Mehrheit der Menschen „draußen“ lebt, wir aber müssen unter ihnen wirken. Es ist uns nicht befohlen, dass wir uns in heilige Zirkel zurückziehen, vielmehr sollen wir bewusst unter Nichtchristen leben. Zwischen ihnen gibt es manche, die noch nie etwas von Jesus gehört haben und sein Heil nicht kennen. Wir sollten diese Unwissenden oder Opponierenden nicht mit einem Schwall von Worten bekehren wollen. Dies würde das Gegenteil bewirken. Sie können das Reich Gottes von sich aus nicht sehen und nicht verstehen! Wir sollen deshalb für sie beten und unter ihnen mit Weisheit und Taktgefühl leben. Jesus sagte: „Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Matthäus 5,16). An unserem Lebenswandel sollen Wahrheitssucher erkennen, dass Christen nicht lügen, nicht stehlen und nicht huren. Sie sollen spüren, dass Christusnachfolger etwas haben, was Weltmenschen nicht kennen. Anhaltende Fürbitte, Hilfe in Not und Gelegenheiten zu freundlichen Worten sind unsichtbare Brücken zur Realität in Christus.

Paulus konnte sich nicht verkneifen, die Kolosser aufzufordern, würziges „Salz“ in ihren Worten zu haben. Sie sollen zwar allezeit freundlich mit Außenstehenden reden, niemand verurteilen oder verachten, aber geistgeleitet doch auch den Mut haben zu fragen, wie das Leben des Angesprochenen nach seinem Tod weitergehen wird, ob die Hölle oder der Himmel auf ihn warten. Die Frage: „Was denkst du über Christus?“ hat schon manches gute Gespräch herbeigeführt. Vor allem sollten wir der Person, die uns Jesus gezeigt hat, zuhören und verstehen was er denkt und leidet! Wer dann in seinem Herzen ein Blitzgebet in den Himmel sendet und Jesus um das richtige Wort für diese Person bittet, bekommt eine präzise Antwort sekundenschnell inspiriert. Wohl dem, der dann den Mut hat, das Wort Gottes dem Angesprochenen weiter zu sagen. Wer aber nicht viel reden kann, sondern dem Suchenden eine passende gedruckte Schrift weitergibt, hilft ihm, nicht sofort auf etwas antworten zu müssen, was ihm fremd ist.

Paulus schärft der jungen Gemeinde in Kolossä ein, „die Zeit auszukaufen“ und alles zu tun was möglich ist, um das Reich Gottes in Christus auszubreiten. Nicht Management, lärmige Aktivitäten oder psychologische Tricks sollen das Wirken des Geistes Gottes beflügeln, sondern die Stille vor Gottes Angesicht und die Demut Christi leiten uns in das Kraftfeld des Heiligen Geistes hinein, dass nicht wir etwas bewirken, sondern er unsere Schwachheit und Mangelhaftigkeit benützt, das Feuer der Liebe und Wahrheit weiterzugeben. Wer es wagt in die Reihen der Zeugen Christi einzutreten wird Wunder der Gnade erleben, selbst wenn er wie Paulus deshalb ins Gefängnis käme.

Gebet: Herr Jesus Christus, du Heiland aller Menschen, wir beten dich an, denn dein himmlischer Vater, hat dir alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben. Du hast deinen Nachfolgern befohlen in alle Länder der Welt zu gehen und allen Menschen dein Evangelium mit dem perfekten Heil anzubieten, damit sie sich in Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist hineintaufen lassen. Hilf uns, dass wir nicht faul sind, sondern aufstehen und zu jenen Menschen eilen, zu denen uns dein Geist hinführen will, und sagen oder tun, was du von uns erwartest. Amen.

Frage 51: Was bedeuten die Verse fünf und sechs im vierten Kapitel des Kolosserbriefes?

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