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KOLOSSER - Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä

Teil 1 - Die Grundlagen des christlichen Glaubens (Kolosser 1:1-29)

5. Christus, das Ebenbild seines Vaters und der Schöpfer des Weltalls (Kolosser 1:15-17)


Die Engelheerscharen des Christus

Das Zeugnis der Apostel schließt Myriaden von Engeln und die gefallenen Engel mit ein. Sie verdanken ihre Existenz, Ordnung, Abstufung und Hierarchie Christus, dem menschgewordnen Wort Gottes. Der allmächtige Sohn hat nicht nur das Sichtbare, sondern auch das Unsichtbare geschaffen, nicht nur was in der Welt, sondern auch was im Himmel ist. Mit unserem immanenten Denken haben wir oft die Erkenntnis und den Glauben an die unsichtbaren Mächte und Kräfte verloren. Dies gilt nicht nur für die Welt der Dämonen und Toten, sondern auch für die Schutzengel Gottes und die Kräfte seines Heiligen Geistes. Wir sollten solche Aussagen des Neuen Testaments sorgfältig prüfen, damit wir nicht in die Macht Satans fallen, sondern lernen im Namen Christi die Geister zu unterscheiden. Paulus schreibt dazu: „Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. 12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt“ (Epheser 6,10-13).

Christus der Besitzer und Herr des Alls

Paulus schließt seine Offenbarung über Christus, den Schöpfer, mit der Zusammenfassung ab, dass alles durch ihn und für ihn geschaffen wurde und alles nur in ihm besteht. Wer diese Aussagen des gefangenen Paulus bedenkt, hält beinahe den Atem an. Christus existierte nicht nur vor allen Kreaturen, vor den Engeln, vor dem Licht und vor den Lebewesen, vielmehr sind sie alle durch ihn geschaffen worden und gehören deshalb ihm. Du bist ein Eigentum Jesu Christi, ob du es weißt oder nicht, ob du zustimmst oder nicht. Die meisten Menschen stehlen sich aus dem Besitz ihres Herrn und wollen frei, ledig und selbständig sein. Sie betrügen sich selbst und öffnen sich dem Geist der Finsternis. Wir finden keinen Frieden und keine innere Ruhe außer in einem geordneten Verhältnis mit Gott und seinem Sohn. Der Kirchenvater Augustin soll gesagt haben. „Unser Herz ist unruhig in uns, bis es ruht Herr, Gott in dir“.

Die Welt hat keinen Bestand in sich selbst. Gott ist die aufbauende Urkraft. Sein Name „Elohim“ ist auf dem Wort „El“ aufgebaut. El heißt im Hebräischen Kraft und Macht. Wer ohne die heilige, wahre und befreiende Macht Gottes und seines Sohnes leben will, öffnet sich negativen Kräften, die seinen Sinn und sein Dasein vergiften, verfinstern und zerstören. Wir und unsere Kinder haben nur dann einen gesegneten Bestand, wenn wir mit dem Heilswillen des Sohnes Gottes harmonieren und uns dem Gesetz seiner opferbereiten Liebe unterwerfen. Die ganze Welt lebt von der Barmherzigkeit und Gnade des Sohnes Gottes. Der schöpferische Herr hat Geduld mit seinen widerspenstigen Geschöpfen und wartet auf ihre Buße. Wer aber ohne Umkehr ihm immer neu davonläuft und das Gegenteil von dem tut, was sein Herr will, steht am Ende vor seinem Schöpfer und erkennt ihn mit Entsetzen als seinen Richter, denn von ihm, durch ihn, in ihm und zu ihm ist unser Dasein, ob wir wollen oder nicht.

Kritiker begehren bei diesem Text auf und sagen, hier zeigt sich das hellenistisch-philosophische Denken des Paulus. Ihnen kann geantwortet werden, dass Paulus zwar in einer griechischen Umwelt, in Tarsus, aufgewachsen und zur Schule gegangen ist. Er hat jedoch die semitische Offenbarung in eine indogermanische Denkform gegossen, damit die so Denkenden den Trost des Evangeliums begreifen können. Christusnachfolger können getrost sein, denn ihr Leben und ihre Zukunft sind allein in Christus gebettet: Sie kommen von ihm, wurden durch ihn, leben in ihm und eilen zu ihm. Jesus hat für sie gebetet: „Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit“ (Johannes 17,14-17).

Gebet: HERR Jesus Christus, alle Engel beten dich an, weil du vor ihnen da warst, sie geschaffen und uns erlöst hast. Du bist der vollmächtige Besitzer und König des Alls. Auch wir gehören dir mit Haut und Haaren, mit Seele und Leib. Hilf uns dass wir dir mit Freude dienen und gehorchen, Geister in deinem Namen unterscheiden und uns keiner antichristlichen Macht öffnen. Amen.

Frage 23: Was bedeutet das Bekenntnis des Paulus, dass Christus alles, was im Himmel und auf Erden ist, geschaffen hat und der Besitzer des Alls ist?

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