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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 3 - Eine Einführung in die Ethik des Apostels Epheser 4:1 – 6:20)
B - Die christliche Haustafel (Epheser 5:21 - 6:9)

Exkurs: Die Waffenrüstung Gottes (Epheser 6:10-18)


Epheser 6:10-11
10 „Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels.

Dr. Martin Luther soll bei der Übersetzung des Neuen Testaments in die deutsche Sprache auf der Wartburg in Eisenach das volle Tintenfass auf Satan geworfen haben, der ihm listig erschienen war. So ähnlich mag es auch dem Apostel Paulus in seiner Untersuchungshaft in Rom ergangen sein, der zum Schluss seines wertvollen Briefes die Heiligen in Ephesus und Umgebung aufruft, sich mit der Kraft des Allmächtigen gegen die raffinierten Anschläge des Bösen zu rüsten.

Werdet stark in dem Herrn (Epheser 6:10-20)

Der gefangene Apostel sagt nicht: Passt auf, trainiert euren Leib, eure Seele und euren Geist, damit ihr durch eure regelmäßigen Übungen stark werdet und die Macht und List Satans überwinden könnt. Nein, mit eigener Kraft und Intelligenz kann keiner in diesem Kampf einen Sieg erringen, im Gegenteil, der Urböse wird die begrenzte irdische Kapazität der gutmütigen Träger einsetzen, um sie in Schande und Schmach fallen zu lassen.

Der Apostel schärfte den Gläubigen in Christus ein, dass allein der Herr Jesus die Kraft und die Weisheit besitzt, um den Hauptfeind Gottes zu überwinden. Deshalb schrieb er ihnen: Werdet stark in dem Herrn und in der „gewaltigen Kraft, der ihm innewohnenden Stärke!“ Wir sollten über den Bibeltexten, die die Kraft Christi und die Kraft des Heiligen Geistes beschreiben mehr meditieren. Danach können wir diese Kraft des Herrn für uns und unsere Dienste erflehen, ihr Potenzial erfahren und im Namen Jesu durch den Glauben ausüben. Diese Rüstung mit der Kraft Gottes, hängt jedoch mit dem Zerbruch der eigenen Ehre, und dem Ablegen der natürlichen Frömmigkeit des berufenen Trägers zusammen. Er sollte nicht meinen, dass er das Recht besäße, mit der Bibel gegen den Teufel zu kämpfen. Wo noch eine verborgene Sünde in seinem Herzen schlummert, und ihr Gift in seinem Körper pulsiert, kommt er in diesem Kampf nicht weiter. Johannes Seitz soll zu einem Freund dem Sinn nach gesagt haben: Wenn wir miteinander durch unsere Gebete und unseren Glauben ein bösartiges, verwickeltes Problem lösen sollen, dann prüfe dich zuerst selbst. Wenn du ein nicht geklärtes Unrecht in deinem Leben findest, bringe es sofort in Ordnung. Bekenne deine Verfehlungen dem Herrn Jesus, damit er dir deine Sünden vergeben kann, so dass der böse Feind keine Macht an dir findet.

Als Unfähige und Unwürdige hat uns der Herr Jesus berufen ihm nachzufolgen, bei ihm zu bleiben, in ihm zu ruhen und mit ihm zu kämpfen. Dann können wir die Siege seiner Liebe erkennen, und bezeugen, dass ER allein der Sieger ist. Kennst du den Liedvers von Dr. Martin Luther auswendig und hast seine Realität erfahren?

Mit unserer Macht ist nichts getan,
wir sind gar bald verloren;
es streit’ für uns der rechte Mann,
den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer er ist?
Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth,
und ist kein andrer Gott;
das Feld muss er behalten.

Paulus befiehlt ebenfalls: „Werdet stark in dem Herrn!“ Er ist eure feste Burg, euer Luftschutzkeller, euer Strahlenschutzmantel und euer erfahrener, vollmächtiger Begleiter. Mit IHM und in IHM allein wird euch der Sieg gelingen. Wir müssen lernen auf IHN zu hören, nicht mehr und nicht weniger zu tun, als was ER uns sagt, seinem Wort zu glauben und IHM zu vertrauen, auch wenn es zwischendurch schäbige Niederlagen gibt. Blicke nicht auf die negativen Entwicklungen und auf dein eigenes Versagen, sondern auf den Herrn! ER tut mehr als wir bitten und verstehen. Christus ist der allmächtige Sieger!

Wer klein bleibt, wird erleben, dass der Herr seine Stärke ist. Jesus allein wurde alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben (Matthäus 28,19). ER hat seinen Heiligen Geist in alle Lande gesandt und ihn mit seiner Vollmacht und Weisheit begabt (Offenbarung 5,7). Wer auf seiner Seite steht, steht auf der Seite des Siegers. Falls du, dem Körper und der Seele nach schwach bist, so lerne die Zusicherung Jesu für Paulus auswendig, der seinen Herrn dreimal um Befreiung von einer satanischen Anfechtung angefleht hatte, aber nicht so erhört wurde, wie er es erhoffte: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft kommt in der Schwachheit zur Vollendung. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne“ (2.Korinther 12,9).

Wer ist der Urfeind Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes? (Epheser 6:12-13)

Epheser 6:12-13
12 „Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt“.

Wer in Leh, im Kaschmirgebiet Indiens, hinter den Himalajabergen, die Gelegenheit wahrnehmen kann, ein buddhistisches Kloster mit einer drei Stockwerke hohen Buddhastatue zu besichtigen, kann zum Schluss auf der Höhe seines lächelnden Kopfes ein dunkles Gemälde an der Wand erblicken. Darauf ist das „Nichts“ (Nirwana) der Buddhisten als Ziel der Weltgeschichte abgebildet. Dieses Nichts aber ist nicht leer, sondern voller Geister, dunkler Engel und bizarrer Mächte, die von den weit ausgestreckten Armen des Oberteufels zusammengehalten werden, die nach seinem Willen laufen, fliegen, wirken und kämpfen. Wer denkt, es gäbe keinen Satan und keine unreinen Geister in unserer Welt, kann in diesem einsamen Kloster ein schockierendes Bild von der Wirklichkeit des Jenseits anschauen.

Paulus war ein Seelsorger und hat in Gesprächen mit belasteten Menschen, bei seinen Gebeten und in einsamen Stunden im Untersuchungsgefängnis erlebt und erlitten, dass der böse Feind eine Realität ist. Jesus nannte ihn den Fürsten dieser Welt, der bereits gerichtet ist und durch den Sohn Gottes ausgetrieben wird (Johannes 12,31; 14,30; 16,11). Er offenbarte über ihn im Vaterunser einen neuen Namen: „der Böse“ als Gegenüber zum „Vater“. Unser Lebensweg verläuft zwischen diesen beiden Mächten (Matthäus 6,9-13). Wohl dem, der sich von Jesus aus der Gewalt und dem Recht Satans erlösen lässt und an den Sieg des Sohnes Gottes über den Urbösen glaubt (Offenbarung 12,3.4. 7-12; 12,13-19.21; 20,10 u.a.). Jesus hat in seinem Erdenleben die Versuchungen Satans immer durchschaut und erkannt, dass er ihn von seinem Weg zum Kreuz abbringen wollte. Der Sohn Gottes hat ihn jedoch mit Gottes Wort überwunden und hat ihm indirekt eine letzte Chance zur Buße eröffnet, die der Böse aber nicht annahm (Matthäus 4,1-11). Am Kreuz hat das Lamm Gottes nicht nur die Sünde aller Menschen getragen und ihre Strafe erlitten, vielmehr hat er selbst auch in größter körperlicher Schwachheit keine Sünde begangen. Der Gekreuzigte hat alle seine Feinde bis zum letzten Augenblick geliebt (Lukas 23,34), an die Gegenwart Gottes als „seinen“ Gott geglaubt und IHN (ähnlich wie Jakob) festgehalten, als er ihn verließ (1.Mose 32,27; Matthäus 27,46; Markus 15,34). Er hat die Hoffnung nicht aufgegeben, als es keine Hoffnung mehr für ihn gab (Lukas 23,46). Das war der Sieg Jesu über Satan! Wir werden in unseren Versuchungen keine andere Überwindung des Teufels finden können, als unsere Feinde zu lieben, an die Gegenwart und Hilfe unseres Herrn zu glauben, und auch dann noch auf seine Treue, Macht und Liebe zu hoffen, wenn wir meinen sterben zu müssen.

Paulus bestätigte indirekt die militärische Struktur der Heere des Bösen, nicht um uns in die Geheimnisse Satans einzuführen, sondern um uns den Sieg des Glaubens und die Gewissheit der Hoffnung zu bezeugen: „Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn“ (Römer 8,38.39). Als Jesus in Gadarena die Teufel aus einem Besessenen austrieb, bekannte der unreine Geist, dass sie Legion heißen, was eine Tausendschaft, ein Regiment bedeutet (Markus 5,9). Auch bei dem Glaubenskampf von Johann Christoph Blumhardt zur Befreiung der Gottliebin Dittus und ihren Geschwistern wurde ersichtlich, dass etliche Geister höher gestellten Vorgesetzten untergeordnet sind.

Wir sollten uns nicht von den „Schwarzen Messen“ zur Anbetung Satans in unserer Umgebung beeindrucken lassen, noch an geheimen Sitzungen der Spiritisten teilnehmen, die Kontakte mit Geistern und unruhigen Toten pflegen und dabei selbst belastet und gebunden werden. Auch die Hufeisen über Eingangstüren oder das Bleigießen am Altjahrabend sind belastende Kontakte zu fremden Geistern. Bei einigen Wahrsagerinnen stehen Geschäftsleute, Politiker und Offiziere bisweilen Schlange, um zukünftige Entwicklungen rechtzeitig zu erfahren. Berufstätige Medienmeister in Berlin, die bei den Finanzämtern registriert sind, seien zahlenmäßig mehr als die Pfarrer und Priester der evangelischen und katholischen Kirchen der Stadt. Im Islam gibt es mehr als zwei Hundert verschiedene „Tariqas“ (Wege) der Sufis (Mystiker), die nach ihren Aussagen Geister herbeirufen können, und sie nach ihren Diensten wieder weg senden. Die Glieder der Hauskreisgemeinden in Ephesus zur Zeit des Paulus, rückten ihre Zauberbücher und Geräte zum öffentlichen Verbrennen heraus, deren Wert fünfzig Tausend Silbergroschen ausmachte (Apostelgeschichte 19,19), was anzeigt, dass die Provinzhauptstadt der Römer von unreinen Geistern verseucht war.

Die Bibel hält sich beim Beschreiben der jenseitigen Geistermächte zurück und spricht meistens nur über ihre Besiegung und Überwindung. Am Ende der Zeiten wird der Antichrist erscheinen, dem Satan seine Macht und seinen Thron zur Verfügung stellen will (Offenbarung 13,2). Er wird einen falschen Propheten als fantastischen Wundertäter (Offenbarung 13,11-17), und die Hure Babylon als magnetische Fachkraft in seine Dienste stellen (Offenbarung 14,8; 17,1-19,5). Doch ihr Ende ist vorprogrammiert, denn Christus bleibt der Sieger (Offenbarung 19,11-21). In der Endzeit werden zwar die antichristlichen Kräfte wachsen und die ganze Erde wie mit einem Rauch einhüllen, aber das Lamm Gottes wird glänzend siegen (Offenbarung 9,1-11. 17-21; 16,12-14 u.a.).

Dr. Martin Luther hat in seinem Bekenntnislied einen Vers gedichtet, der uns aus dem Herzen spricht:

Und wenn die Welt voll Teufel wär
und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wir uns nicht so sehr,
es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt,
wie saur er sich stellt,
tut er uns doch nichts;
das macht er ist gericht’:
ein Wörtlein kann ihn fällen.

Paulus forderte die Gemeinden auf, sich für die Auseinandersetzung mit den Geistermächten des Bösen zu rüsten, die so genannte Waffenrüstung Gottes anzulegen, und sich in ihrer Benützung zu üben. Er prophezeite uns nicht nur eine einmalige Versuchung oder einen vorübergehenden Angriff, sondern bezeugte den Gemeindeleitern aus dem Bezirk Ephesus, dass sie Tag und Nacht bereit sein müssten, in Kämpfe mit dem Teufel und seinen Knechten verwickelt zu werden. Die Waffen aber, die Christus seinen Nachfolgern zur Verfügung stellen wird, sind von Generationen treuer Zeugen erprobt und als tadellos erfunden worden.

Die Hauptvoraussetzung für die kommenden geistlichen Waffengänge aber ist das Wort Jesu Christi, das er zum Beginn seiner Rede über die Zukunft der Welt aussprach:

„Seht zu, dass euch nicht jemand verführe! (Matthäus 24,4)

Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen. Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn das muss so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort. Das alles aber ist der Anfang der Wehen.

Dann werden sie euch der Bedrängnis preisgeben und euch töten. Und ihr werdet gehasst werden um meines Namens willen von allen Völkern. Dann werden viele abfallen und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen.

Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen. Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24,4-14).

Gebet: Vater im Himmel, wir beten dich an wegen deiner gerechten Gerichte, die unsere Welt und die bösen Geister treffen werden. Hilf uns, dass wir alle unsere Sünden bekennen und an unsere Rechtfertigung durch Jesus Christus glauben, dass der böse Feind keine Macht an uns findet. Sende Boten aus in alle von Dämonen verseuchten Länder, dass viele kommen, sich deinem Evangelium öffnen und aus Satans Gewalt gerettet werden. Amen.

Fragen:

  1. Wie können wir in der Kraft des Herrn stark werden?''
  2. Warum sollen wir uns als Christen vor allen Teufeln der Welt nicht fürchten?

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