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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 3 - Eine Einführung in die Ethik des Apostels Epheser 4:1 – 6:20)

Lebt als Kinder des Lichts! (Epheser 5:8-9)


Epheser 5:8-9
8 „Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts; 9 die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit“.

Paulus hatte den Unterschied zwischen geistlichem Licht und dämonischer Finsternis nicht gekannt, bis ihm Jesus den Weg nach Damaskus in seiner strahlenden Herrlichkeit versperrte. Er war bei dieser Begegnung durchleuchtet worden. Sein ganzes Leben wurde aufgedeckt. Da erschienen selbst sein frommer Eifer und seine Verfolgung der Christen als antichristliche Finsternis.

Auch die Judenchristen in Ephesus und die Hellenisten meinten, anständige Menschen zu sein. Sie waren wahrscheinlich keine Mörder, Diebe oder Hurer im Sinne ihrer Gesellschaft, aber sie kannten das Licht des Heiligen Geistes noch nicht. In ihrer Seele war es dunkel oder finster. Erst als Jesus in ihr Leben trat, als sie sein Evangelium hörten, annahmen und glaubten, wurde es licht in ihnen. Als sie ihre aufgedeckten Sünden dem Herrn der Herrlichkeit bekannten, die Reinigung ihrer Gewissen durch sein Blut akzeptierten, und die Gnadenkraft des Heiligen Geistes empfingen, verwandelte sich ihr inneres und äußeres Leben. Sie wurden Kinder des Lichts. Ihre Augen strahlten und waren nicht mehr matt in Depression und Schuld.

Auch ihre Nachbarn oder Studienkollegen spürten etwas von der Veränderung in ihrem Leben. Wo vorher Härte, Striktheit und kalte Berechnung die Atmosphäre in Beruf und Familie bestimmten, dominierten jetzt Güte, Barmherzigkeit und Liebe. Wenn einst auch bei ihnen Tricks, Beziehungen und Manipulationen denkbar waren, regierten jetzt Gerechtigkeit, Zuverlässigkeit und Gradlinigkeit mit Geduld und Freundlichkeit. Früher ließen sie am Telefon sagen, sie seien nicht gegenwärtig, obwohl sie im Zimmer standen. Bei Steuererklärungen hatten sie manchmal bestimmte Zahlen zu ihren Gunsten verändert und auf peinliche Fragen krumme Antworten gegeben. Das alles änderte sich nach ihrer Umwandlung in Kinder des Lichts. Seither sagen sie die Wahrheit ohne Schlangenlinien.

Johannes schrieb: „Das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde“ (1.Johannes 1,5-7). Da Gott Licht ohne Flecken ist, (nicht wie unsere Sonne, die immer wieder Flecken aufweist), will er, dass auch die Nachfolger seines Sohnes von seinem Licht durchleuchtet und in sein Licht verwandelt werden.

Jesus hatte offen bekannt: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“ (Johannes 8,12). Das Eigenartige an diesem Zeugnis Christi ist der Hinweis, dass nicht sein Licht das ewige Leben verursacht, sondern umgekehrt, dass das Leben Gottes und seines Sohnes voller Energie ist und das wahre, ewige Licht ausstrahlt!

In diesem Sinne legte Jesus dieses Bekenntnis auch auf seine Jünger und sagte zu ihnen: „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Matthäus 5,14-16). Der Apostel Paulus hat in seiner Weise dieselbe Berufung auf die Gemeindeleiter in Ephesus und Umgebung gelegt.


Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist! (Epheser 5:10-14)


Epheser 5:10-14
10 „Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, 11 und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. 12 Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. 13 Das alles aber wird offenbar, wenn’s vom Licht aufgedeckt wird; 14 denn alles, was offenbar wird, das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten“.

Der Herr Jesus warnte seine Jünger vor dem Richten und Verurteilen anderer Personen. Wenn aber Paulus schreibt, „Prüfet alles und das Gute behaltet“- (1.Timotheus 5,21), so besteht für uns vielleicht die Gefahr, dass wir diejenigen richten, die wir prüfen sollten. Deshalb forderte Jesus seine Nachfolger auf, zuerst sich selbst zu prüfen und zu richten, bevor man über andere ein Urteil fällt: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn nach welchem Recht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden. Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge? Oder wie kannst du sagen zu dienem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen und siehe, ein Balken ist in deinem Auge. Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst“ (Matthäus 7,1-5). Wer als Gemeindeleiter Verantwortung trägt und Gemeindeglieder oder Neuankommende prüfen muss, der sollte zuerst sich selbst prüfen und richten, wie Jesus seinen Jünger sagte: „Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir“ (Matthäus 16,24). Wer sich selbst verleugnet, anerkennt sich selbst nicht länger und reagiert nicht mehr auf seine eigenen Wünsche und Vorstellungen. Er verleugnet sich selbst, und vertraut nicht mehr allein auf seine eigene Intelligenz und Erfahrung. Er verlässt sich in erster Linie auf die Leitung durch den Heiligen Geist. Wer jedoch sein eigenes Kreuz auf sich nimmt, hat sich zuvor selbst gerichtet und bekennt, dass er es verdient hätte gekreuzigt zu werden! Erst nach einem solchen „sich in die eigene Kritik stellen“, fordert ihn Jesus auf, ihm nachzufolgen! Als ständiger Kreuzträger soll er dann die wunderbaren Führungen, Worte und Taten seines Herrn erfahren.

Paulus hat diese Anordnung des Herrn auf seine Weise beantwortet, indem er schrieb: „Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir“ (Galater 2,19b-20a). Wer denkt andere prüfen zu müssen, sollte diese heikle Aufgabe nicht selbständig tun, sondern sich auf die Leitung Jesu verlassen und auf seine Stimme hören. Außerdem ist die Aufforderung, alle und alles zu prüfen in der Mehrzahl geschrieben worden, was heißen kann, dass kein Verantwortlicher allein das zu prüfende Gebiet ergründen kann und soll, vielmehr sollten mehrere Heilige gemeinsam beten und prüfen, wie Jesus zuvor gesagt hatte: „Sündigt aber dein Bruder an dir, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch den Mund von zwei oder drei Zeugen bestätigt werde. Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel gelöst sein. Wahrlich, ich sage euch auch: Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matthäus 18,15-20). Diese gute Regel zur Lösung anstehender Spannungen zwischen zwei Gemeindegliedern kann auch dann herangezogen werden, wenn schwierige Probleme innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft zu prüfen sind.

Paulus hat seine Aufforderung, manches zu prüfen, nicht allgemein gefasst, sondern seinen Brief an die Heiligen der Provinzhauptstadt unter dem Gesichtspunkt geschrieben, dass in Ephesus Dinge geschehen sind, die auszusprechen bereits eine Schande wären. Da aber die Vergewaltigung von Kindern und die Verführung Jugendlicher in allen Kulturen vorkommt, müssen wir die drohende Warnung Jesu zu entsprechenden Personen zur rechten Zeit deutlich sagen: „Wer einen dieser Kleinen…verführt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist. Weh der Welt der Verführungen wegen!...Seht zu, dass ihr nicht einen von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel“ (Matthäus 18,6-9; Lukas 17,1-3a).

Man kann nicht jedermann jederzeit die Liebe des Evangeliums anbieten, denn bisweilen ist der Geist des Widerspruchs so massiv, dass Schweigen barmherziger ist, als Ungläubige zur Lästerung herauszufordern. Nicht umsonst hat Jesus das erschütternde Wort gesagt: „Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen“ (Matthäus 7,6). Wer beim Militär gedient hat oder in einer Männergesellschaft arbeiten musste, hat vielleicht schmutzige Witze und gemeine Geschichten hören müssen. Wen aber der Herr ermutigt, der soll auf nachdrückliche Weise ein klärendes Wort sagen, damit die Atmosphäre sich ändert. Oft sind mehrere der Anwesenden froh, wenn einer den Mut hat und solche fiesen Bekenntnisse ins Licht stellt und richtet.

Jesus hat nicht nur die sexuellen Verirrungen angeprangert, sondern vor allem die Heuchelei der Frommen aufgedeckt und verurteilt. Als Augenzeugen eine Ehebrecherin zu ihm brachten, und seine Zustimmung zu ihrer Steinigung von ihm forderten, schwieg der Herr zuerst. Als die Fanatiker aber weiter in ihn drangen, antwortete er ihnen: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst“ (Johannes 8,7-9). Wer immer andere beurteilen oder ihre Sünde aufdecken muss, sollte dies nie stolz tun, denn wir sind von Natur aus alle Sünder und kein Haar besser als die Schuldigen. Der Unterschied zwischen ihnen und uns besteht darin, dass Jesus uns gerettet hat und seine Gnade uns in seiner Gegenwart erhält. Die warnende und richtende Rede Jesu für die Schriftgelehrten, sowie für die ihre Gesetze betonenden Pharisäer, ist eines der notvollsten Kapitel des Neuen Testaments, weil darin die Heuchelei der so genannten Frommen aufgedeckt und beurteilt wird (Matthäus 23,13-36). Nicht umsonst hat Paulus die Frommen in Ephesus aufgerüttelt und ihre Praktiken ins grelle Licht gestellt:

„Wach auf, der du schläfst,
und steh auf von den Toten,
so wird dich Christus erleuchten!“

(Epheser 5,14).

Dieser Vers ist ein Gnadenwort für die Weltbevölkerung. Die absolute Mehrheit der Menschen schläft und ist geistlich tot. Sie leben ohne Gott, essen, trinken und zeugen bisweilen wie Tiere Kinder und hören kaum auf die Stimme ihrer Gewissen und beachten nur selten die starken, schöpferischen Worte Gottes. Wiedergeborene Christen sind mitverantwortlich, wenn sie ihre Freunde, Nachbarn und ihre eigenen Verwandten weiterschlafen oder im geistlichen Sterbezustand langsam krepieren lassen. Wer nicht weiß, was er ihnen sagen soll, kann doch mindestens für sie beten und den Herrn bitten, dass er den Dahindämmernden einen geistlichen Blitz aufleuchten lässt, damit sie begreifen: Jesus lebt! Jesus kommt wieder! Er wird mich richten und verdammen, weil ich mich nicht um seine Lehre, seine Kraft und sein Licht gekümmert habe.

Gebet: Vater im Himmel, wir beten dich an, weil du der Heilige bist und keine Sünde weder bei uns noch bei den geistlich Toten tolerierst. Wir danken dir, weil dein Sohn Jesus Christus die Weltbevölkerung erlöst hat und ihr das ewige Leben samt seiner Liebe anbietet. Hilf uns, dass wir nicht weiterschlafen, sondern den Verlorenen klar machen, dass die Chance der Gnade für sie auch einmal zu Ende geht. Amen.

Fragen:

  1. Wen bezeichnet das Evangelium als „Licht der Welt“ und wozu?
  2. Wie können wir andere Menschen prüfen, warnen und unsere Meinung über sie entscheiden, ohne schuldig zu werden?

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