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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 3 - Eine Einführung in die Ethik des Apostels Epheser 4:1 – 6:20)

Die Verdorbenheit eines natürlichen Menschen (Epheser 4:17-19)


Epheser 4:17-19
17 „So sage ich nun und bezeuge in dem Herrn, dass ihr nicht mehr leben dürft, wie die Heiden leben in der Nichtigkeit ihres Sinnes. 18 Ihr Verstand ist verfinstert, und sie sind entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, die in ihnen ist, und durch die Verstockung ihres Herzens. 19 Sie sind abgestumpft und haben sich der Ausschweifung ergeben, um allerlei unreine Dinge zu treiben in Habgier“.

Die verehrte griechische Kultur, die römische Ordnung und auch die jüdische Frömmigkeit haben in der seelsorgerlichen Erfahrung des Apostels Paulus einen niedrigen Stellenwert. Es gibt keine Weltanschauung, Religion oder Zivilisation, die verglichen mit dem Leben Jesu Christi und den Früchten des Heiligen Geistes, eine positive Beurteilung erfahren kann. Die Bibel lehrt uns, dass „das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens böse von Jugend auf ist“ (1.Mose 8,21). „Da ist keiner der Gutes tut, auch nicht einer!“ (Psalm 14,3).

So kommt Paulus auch in der weltoffenen Stadt Ephesus zu einem vernichtenden Urteil: „Der Sinn dieser Menschen ist niedrig und wertlos. Sie sind meist mit vergänglichen Dingen und Zielen beschäftigt. Ihr Verstand ist verfinstert und hat keine Wellenlänge mehr für die Heiligkeit Gottes und seine Barmherzigkeit und schon gar nicht für den Messias, sein Kreuz und seine Auferstehung. Das geistliche Leben aus Gott ist ihnen fremd, und gehört nach ihrer Phantasie in den Bereich der Märchen. Sie sind nicht nur Unwissende, sondern haben sich gegen die Wahrheit verstockt, so dass sie mit den Ohren des Herzens nicht mehr hören können.“

Das praktische Ergebnis dieser Diagnose ist nicht nur ein betäubtes oder abgestorbenes Gewissen, sondern ein Leben mit Essen, Trinken und jedem Genuss. Manchmal degradiert es zum Fressen, Saufen und Hurerei. Bei den Ausschweifungen geht es bisweilen zur Gleichgeschlechtlichkeit (Römer 1,18-32) oder zum Missbrauch von Jugendlichen beider Geschlechter. Selbst Kontakte mit Tieren sind nicht tabu, wie Bilder von Ausgrabungen zeigen. Wo ein Gewissen abgestumpft ist, regiert der Körper mit seinen Lüsten und Begierden.

Da solche weltlichen Praktiken nicht wenig Geld kosten, müssen Lebenslustige ihr Geld sparen oder betrügerisch zusammen raffen, um es bei entsprechender Gelegenheit ohne Hemmung ausgeben zu können. So schlängeln sich die Habgier, Betrug, Stolz und eiskalte Brutalität in ihr Leben hinein. Ein Leben ohne Gott ist gottlos, ohne dass die Betreffenden viel darüber nachdenken.

Paulus drängte die Verantwortlichen der Hauskreise, eine solche im Alltag von Ephesus gängige Lebensweise in ihren Gemeinden nicht zu tolerieren. Sie sollen ihren Gemeindegliedern freundlich verbieten sich an heidnischen Festen zu beteiligen, auch wenn sie von Verwandten oder Freunden dazu eingeladen werden. Der Apostel unterstreicht die undiskutable Konsequenz dieser Haltung, indem er schreibt, dass er diese Ordnung aus seinem geistlichen Leben mit dem Herrn Jesus gewonnen hat. Der Herr Jesus selbst verbietet jede Form eines gottlosen Lebens sowie die gierige Lust der Herzen: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen«. Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre“ (Matthäus 5,27-30). Wir lesen in den Evangelien nirgends, dass einer der Jünger Jesu sich ein Auge ausgerissen oder eine seiner Hände abgehackt und weggeworfen hat. Doch lesen wir, dass die Jünger über die Forderung Jesu nach einem heiligen Leben zu tiefst erschüttert waren (Matthäus 19,9.10). Sie waren ohne den Heiligen Geist nicht in der Lage, diese Gebote zu erfüllen. Jeder Seelsorger weiß, dass alle unreinen Sünden aus dem früheren Leben der Heiligen vor Jesus bekannt werden müssen, damit ihre Gewissen durch sein Blut gereinigt werden (1.Johannes 1,7-10).

Gebet: Heiliger Gott, lieber Vater. Du weißt was wir alles in unseren Entwicklungsjahren gesündigt haben und bitten dich um Vergebung jeder einzelnen unserer Sünden im Namen Jesu Christi. Hilf uns und allen Gliedern unserer Gemeinden, dass wir heilig leben und schenke uns die Weisheit und die Kraft deines Geistes, dass er uns zu einem dir angenehmen Leben treibt. Amen.

Fragen:

  1. Was ist dir fremd bei der Beurteilung des öffentlichen Lebens in Ephesus? Was ist in deiner Umgebung anders?
  2. Warum verlangt Paulus eine völlig andere Lebensweise von allen Gemeindegliedern?

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