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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 3 - Eine Einführung in die Ethik des Apostels Epheser 4:1 – 6:20)
A - Bemüht euch um die geistliche Einheit der Gemeinde trotz der Vielfalt von Begabungen (Epheser 4:1-16)

Wie überleben wir die Tsunamis falscher Lehren? (Epheser 4:14)


Epheser 4:14
14 „…damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen“.
Paulus hatte die Gemeindeleiter der Hauskreisgemeinden in Ephesus und Umgebung in seiner Abschiedsrede gewarnt: „Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in der euch der heilige Geist eingesetzt hat zu Bischöfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, die er durch sein eigenes Blut erworben hat. Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied reißende Wölfe zu euch kommen, die die Herde nicht verschonen werden. Auch aus eurer Mitte werden Männer aufstehen, die Verkehrtes lehren, um die Jünger an sich zu ziehen. Darum seid wachsam und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht abgelassen habe, einen jeden unter Tränen zu ermahnen. (Apostelgeschichte 20,28-31).

Paulus hatte durch eine prophetische Eingebung begriffen, dass Satan die aufblühenden Gemeinden in der römischen Provinz Asien nach seiner Abreise zerreißen wollte.

Zunächst mehrten sich Forderungen nach einer Judaisierung der christlichen Gemeinden mit der Beschneidung der Männer, Sabbatheiligung und Speiseverbote für eine Werkgerechtigkeit durch das Einhalten der Gesetze Moses. Danach folgten politische Verdächtigungen gegen die Nachfolger Christi, dass sie ein Reich Gottes aufbauen wollten, um das römische Reich zu stürzen. Daraus erwuchsen länger als 200 Jahre bittere Christenverfolgungen, zumal sich spätere Cäsaren als Götter anbeten ließen, was bewusste Christen nicht mitmachen konnten. Als Konstantin der Große erkannte, dass die Durchhaltekraft der Christen stärker war als die der anderen Religionen, anerkannte er das Christentum im Römischen Reich als legale Religion (312 n.Chr.), neben den auch weiter bestehenden Götzentempeln. Später wurde das Christentum als Staatsreligion Vielen aufgezwungen, und die Hagia Sophia in Konstantinopel nicht Jesus, sondern der „Heiligen Weisheit“ geweiht. Im siebten Jahrhundert kamen die Muslime, die in Hundert Jahren (632-732 n.Chr.) die Mehrheit der Länder vom Indus bis Gibraltar erobert hatten und in stetem Kampf mit Byzanz lagen. Die katholischen Kreuzfahrer (1098-1291 n.Chr.) bedrückten die griechisch-orthodoxen Christen Ostroms, so dass die vorrückenden Osmanen 1349 n.Chr. Kleinasien ganz besetzt hatten und Konstantinopel 1453 n.Chr. einnehmen konnten.

Danach begann eine fortschreitende Eliminierung der christlichen Gemeinden auch im Bereich von Ephesus. Ihre Reste wurden nach dem Ersten Weltkrieg von Kemal Ata Türk mit Griechenland gegen dort lebende Türken ausgetauscht. Außerdem hatte der Fluss, der durch die Stadt Ephesus vom Gebirge her floss, den Hafen mit Geröll versandet, das Festland Kilometer weit ins Ägäische Meer hinein ausgedehnt und sich ein neues Flussbett ferne der Stadt gebahnt. Damit war die ehemalige römische Provinzstadt von ihrer Lebensader abgeschnitten worden, weshalb Izmir sich als Hafen- und Handelsstadt an ihre Stelle und Bedeutung schob.

Paulus hatte durch prophetische Eingebung erkannt, dass nach seinem Abschied antichristliche Lehren die Gemeinden in und um Ephesus wie Grippewellen erschüttern und schwächen werden, die jedoch von innen her überwunden werden müssen. Deshalb bereitete er die Verantwortlichen der Hauskreisgemeinden auf die kommenden Anfechtungen vor, damit sie nicht auf die Träume und Lügen der Verführer hereinfallen, sondern treue Christusnachfolger gegen fremde Geister impfen sollten.

Auch heute werden lebendige Gemeinden von haushohen antichristlichen Tsunamiwellen beinahe weggeschwemmt, weshalb Gemeindeälteste und Hirten die Liebhaber Jesu sachlich und geistlich auf gegenwärtiges und kommendes Unheil vorbereiten sollten. Wir versuchen in diesem Sinn einige Verführungswellen unserer Tage kurz zu skizzieren:

Die mehr als 900 Erscheinungen der so genannten Maria haben in mehreren Ländern ums Mittelmeer bei vielen Christen einen Glauben an die unbefleckte Jungfrau hervorgerufen, der ihre Liebe zu Jesus weit überflügelt hat. Unzählige Marienstatuen und kleine Haustempelchen sollen die Anbeter prägen und schützen.

Die Geister, die sich seit 431 n.Chr. als Maria offenbaren, haben mit der wirklichen Maria nichts zu tun. Sie fördern nicht den Glauben an Jesus, den alleinigen und wirklichen Retter der Sünder, sondern machen sich selbst als Gottesmutter und Miterlöserin groß. Vielleicht folgen heute mehr als eine Milliarde Christen dieser Mariabesessenheit.

Seit dem Jahr 632 n.Chr. versuchen Muslime die Welt für Allah zu erobern. Ihr Koran befiehlt ihnen fünfmal: „Tötet sie (die Ungläubigen) wo immer ihr sie findet! (Suren al-Baqara 2,191; al-Nisa 4,89.91; al-Tauba 9,5) und versichert ihren Terroristen: „Nicht ihr habt sie getötet, sondern Allah hat sie getötet. Nicht ihr habt geschossen, wenn ihr geschossen habt, sondern Allah schoss (in eurem Schuss!)“ (al-Anfal 8,17). Eineinhalb Milliarden Muslime hören heute auf diesen Geist, der Muhammad gegen Jesus inspirierte (1.Johannes 2,22.23). Politiker und Humanisten wundern sich, wenn sie täglich von Selbstmordattentätern hören und wollen nicht begreifen, dass hinter ihnen Geistermächte stehen, die die Muslime in einer kollektiven Gebundenheit festhalten und treiben.

Wenn Touristen heute in ihrem Urlaub nach Indien fliegen, scheinen sie nicht zu erkennen, dass auf den Dächern der Hindutempel Hunderte von angemalten Zementfiguren stehen, die die Unzahl der Götter und Geister im Hinduismus darstellen sollen. Haushohe Plastikelefanten werden jährlich mit Girlanden geschmückt in die Flüsse geworfen, um die Bevölkerung vor Überschwemmungen zu retten und einen reichen Fischfang zu garantieren. Über eine Milliarde Hindus sind gegen ihren Retter Jesus Christus geimpft und beginnen in Orissa und in anderen indischen Staaten Kirchen zu demolieren. Sie versuchen die drei Prozent Christen in Indien zum Hinduismus zurück zu bekehren. Jeder sechste Mensch unserer Erde ist ein Hindu!

Heute versuchen Freimaurer von den USA und von Europa aus mit ihrer Demokratie, Toleranz und Humanismus die Länder der Erde zu kultivieren. Sie meinen alle Menschen seien gut, sie benötigen lediglich eine gute Schulausbildung. Sie könnten sich, ohne Gott, ihre Gesetze selbst geben und mit ihrer so genannten Meinungsfreiheit den Weltfrieden erzwingen. Dabei haben ihre Staaten so viele Atombomben angefertigt, dass die gesamte Weltbevölkerung zehnmal ausgerottet werden könnte. Deshalb propagieren sie: Ohne eine Annäherung der Religionen und ihre Vereinigung gäbe es keinen Frieden! Der auferstandene Gekreuzigte hat in einem solchen Synchretismus auf die Dauer keinen Platz.

Marx und Mao haben den Sozialismus und Kommunismus gegen den egoistischen Kapitalismus stark gemacht. China rast mit seiner gesteuerten Wirtschaftsreform den tief verschuldeten Industrieländern davon, wird aber von seiner Umweltverschmutzung gnadenlos eingeholt. Der Einfluss Chinas wirkt sich in den Ölländern und in Staaten Afrikas schneller aus, als die traditionellen Europäer merken. Jeder sechste Mensch ist heute ein Chinese. Kapitalistische Industrieländer hoffen mit ihren Lieferungen nach China ihre Schuldenberge abbauen zu können. Das Gegenteil ist der Fall. Sie bauen China als Weltmacht auf.

Viele Europäer mit ihren geplanten Abtreibungen und massenhaften Gastarbeiterzuwanderungen bemerken kaum, dass die fünf erwähnten Weltanschauungen (Maria, Muhammad, Hinduismus, Freimaurer und China) mit je einem Sechstel der Weltbevölkerung immer stärker die geistliche Entwicklung unserer Erde bestimmen. Ist dies eine um sich greifende Vorbereitung zum Kommen des Antichristen in Israel, der von Jerusalem aus die Welt regieren will? Wir sollten die Kapitel 13-19 der Offenbarung Jesu Christi an Johannes auf der Insel Patmos vor Ephesus neu studieren, um nicht von einem Orkan zukünftiger Ideen weggeschwemmt zu werden.


Wie wird eine Gemeinde immun gegen lügenhafter Geister?


Paulus hat angesichts der erwarteten Verführungsmächte ein geistliches Gegenprogramm aufgestellt, das die Gemeinden gegen anlaufende Geister immun machen soll:

Epheser 4:15-16
15 „Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, 16 von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, dass der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe“.

Der Apostel hat ohne Bedenken den großen Spannungsbogen zwischen Wahrheit und Liebe als geistliche Waffenrüstung im Kampf der Geister angeboten. Liebe ohne Wahrheit wäre eine Lüge. Und Wahrheit ohne Liebe gliche einem Totschlag. Die Kunst, die der Heilige Geist uns lehrt, besteht darin, dass wir die Liebe mit der Wahrheit verbinden und die Wahrheit mit Liebe ausdrücken. Diese Kunst benötigt Gebet und Geistesleitung in jedem Fall der Praxis.

Pilatus hat diese Herausforderung bemerkt und den gefesselten Jesus gefragt: „Was ist Wahrheit?“ (Johannes 18,38). Der römische Prokurator hatte nicht begriffen, dass Jesus, die Wahrheit in Person, vor ihm stand (Johannes 14,6). Paulus aber schrieb den Gemeindeleitern in und um Ephesus, dass sie in allen Problemen und Fragen auf ihr Vorbild „Jesus“ zuwachsen sollen, ihn als ihr Haupt und ihren Inspirator annehmen und sich ihm unterordnen müssen. Kein Mensch kann die weltweiten Probleme unseres Daseins lösen. Die Welt rast mit zunehmendem Tempo ihrem Ende entgegen, Deshalb sagt Paulus indirekt: Fragt doch Jesus! Lasst doch IHN Lösungen vorschlagen! Wir sind begrenzt, und im besten Fall ausführende Organe. Er allein ist das Haupt und der allmächtige Herr, der persönliche und weltweite Probleme lösen kann.

Paulus machte den Verantwortlichen nochmals klar, dass der Gaube an Jesus nicht nur ein intellektuelles Verstehen ist, sondern einem ganzheitlichen biologischen Gleichnis entspricht. Wie der Körper dem Kopf untergeordnet ist, so soll die Gemeinde sich von Jesus dirigieren und leiten lassen. Außerdem hängt jedes Glied am menschlichen Körper mit allen anderen Gliedern zusammen und kann nur in Harmonie mit ihnen wirken, so ist auch jeder Gläubige in einer Gemeinde am gesamten Geschehen aktiv beteiligt und mitverantwortlich für den Zustand der Gemeinde, entprechend seiner Kraft, Zeit und Begabung.

Im Grund genommen wächst jedes Lebewesen lautlos und ständig, oder aber, es nimmt langsam ab und stirbt am Ende. So ist es auch mit einer lebendigen Gemeinde: Sie wächst von allein, unter der Leitung ihres Hauptes. Wenn sie aber nicht mehr wächst, stirbt sie. Wer fragt, was wirkt denn in diesem eigenartigen Körper für ein Lebenselixier? der findet bei Paulus die präzise Antwort: Die Liebe Gottes! Da der Geist Jesu Christi in jedem Wiedergeborenen lebt und wirkt, ist es seine heilige, opferbereite und dienende Liebe, die die Kreation seiner Gemeinde am Leben erhält (Johannes 13,34.35). Nicht genießen, sondern beten, glauben, opfern und dienen ist das Geheimnis einer echten Gemeinschaft der Heiligen.

Gebet: Vater im Himmel, wir danken dir, dass dein lieber Sohn sich für uns Sünder geopfert hat, so dass wir gerechtfertigt und heilig dir in einer Gemeinde dienen können. Hilf uns, dass die glänzenden Lügen moderner Weltanschauungen uns nicht imponieren und uns verführen, sondern dass wir die Wahrheit des Evangeliums unseren gottlosen Nachbarn und Kollegen mit Liebe weitersagen können. Amen.

Fragen:

  1. Welche fünf großen Weltanschauungen verführen die Menschen heute?
  2. Wie lernen wir in Liebe die Wahrheit zu sagen?

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