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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 2 - Eine Glaubenslehre des Paulus damit semitische und griechisch-römische Gemeindeglieder im Frieden zusammenleben (Epheser 2:1 – 3:21)

Das Vaterunser des Paulus (Epheser 3:14-16)


Epheser 3:14-16
14 „Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, 16 dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen“.

Paulus ahnte, dass er keine Gelegenheit mehr bekommen würde, seine Gemeinden in Ephesus und Umgebung zu besuchen und ihnen zu dienen. Deshalb betete er für sie und beugte seine Knie vor Gott, unserem Vater. Er bezeugte mit dieser Gebetshaltung, dass Demut im Gebet nicht gegen die Liebe verstößt, sondern im Gegenteil, dass sie die Liebe zum allmächtigen Vater vertieft. Die 24 Ältesten im Thronsaal Gottes werfen sich immer wieder in dankbarer Anbetung vor dem heiligen Barmherzigen nieder, um ihre Freude, Liebe und Hingebung an IHN damit auszudrücken (Offenbarung 4,10.11; 5,8-10 u.a.).

Paulus nannte den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde „der Vater“ und bestätigte damit die Offenbarungen Jesu Christi, der entsprechend seiner Reden, die in den Evangelien aufgezeichnet sind, 200 mal vom Vater redete. Er verhüllte nicht die 346 anderen Namen Gottes, die in der Bibel geschrieben stehen, sondern versicherte seinen Nachfolgern, dass der heilige Gott, um des Sühneopfers seines lieben Sohnes willen, von ihnen auch als ihr Vater angesprochen werden kann. Auch der Heilige Geist bestätigt dieses einzigartige Vorrecht und ruft in den Herzen der wiedergeborenen Christen stellvertretend für sie: „Aba, lieber Vater!“ (Römer 8,15.16).

Wer an Jesus Christus, den Sohn Gottes glaubt, wird in sein Sohnesrecht hinein genommen und kann Gott auch als seinen Vater durch Jesus Christus ansprechen. Mit diesem in sich ruhenden charakteristischen Namen wird ein persönliches Verhältnis zwischen Gott und den Nachfolgern seines Sohnes aufgebaut. Sie können jetzt „Du“ zu dem Erhabenen sagen und werden erhört, wenn sie in Jesu Namen und Geist beten (Johannes 15,7).

Der Vater im Himmel liebt alle seine Kinder die er adoptiert und wiedergeboren hat. Er kennt sie bei ihren Namen, versteht ihren Charakter und ihre Schwächen. Er sorgt für sie, plant für sie und leitet sie, wenn sie seinem Geist gehorchen. Er verwirft sie nicht, wenn sie ihn in ihrem Leichtsinn und Eigensinn verlassen, doch wartet er auf sie, wie der Vater auf seinen verlorenen Sohn wartete und ihm entgegeneilte, um ihm die letzten Schritte seiner Buße zu erleichtern (Lukas 15,20). Wer sich auf seinen Vater verlässt ist nie allein. Seine Treue ist ewig. Die Erbanlagen des Vaters helfen seinen Kindern seinen Namen in ihrem Leben zu heiligen (Matthäus 6,9). Wer seinen Vater mehr kennen lernen will, möge die Worte und Taten Jesu studieren, denn er hatte das Recht zu sagen: „Wer mich sieht, der sieht den Vater!“ (Johannes 14,9).

Paulus kniete vor Gott, unserem Vater, nieder und nannte ihn „den rechten Vater über alles was Kinder heißt im Himmel und auf Erden“ (Epheser 3,15). Als Paulus in seinem Untersuchungsgefängnis betete, waren schon mehrere Söhne und Töchter Gottes ihrem Leib nach gestorben und ruhten im Frieden ihres Vaters. Dazu gehörten manche der Verfolgten durch Saul, sowie Stephanus, Jakobus und alle Jünger Jesu, die ihren Lauf vollendet hatten. „Gott ist kein Gott der Toten, sondern der Lebenden“ (Matthäus 22,32; Markus 12,27; Lukas 20,38). Deshalb konnte Paulus bekennen, dass Gott der rechte Vater ist über alle aus seinem Geist geborenen Kinder, die entweder schon im Himmel oder noch auf der Erde leben.

Das erste was er für die Heiligen in Ephesus und für alle Christen, die in den unreinen Völkern leben, erbat, war Kraft aus seiner Fülle. Ihr Vater im Himmel ist die Urkraft, die alles erschaffen hat und noch erhält. Paulus wusste aus seinem eigenen Leben, dass die Kraftzufuhr aus der Höhe das Geheimnis eines gesegneten Christenlebens ist. Ohne die Kraft des Herrn sind wir geistlich Tote, vertrocknete Zweige am göttlichen Weinstock (Johannes 15,5-7). Paulus erbat nicht zuerst Ideen, theologische Erkenntnisse, biblisches Wissen oder Redebegabung, sondern aufbauende Kraft, himmlischen „Strom“ und Lebenssaft, denn ohne den Geist aus der Höhe bewegt sich in der Gemeinde nichts.

Der Apostel bezeichnete den Reichtum der Herrlichkeit des Vaters als Quelle der Segensenergie, die jeder Christ braucht. Diese Quelle versiegt nie! In ihr steckt so viel Allmacht drin, dass alle Nachfolger Christi täglich ihre Herzen und Sinne volltanken können, falls sie die Bibel lesen und ihre Texte in Gebete umwandeln. Wer sich schwach oder seelisch krank fühlt möge zu dieser Urquelle der Kraft eilen, und für sich und für andere genügend Kraft des Vaters erbitten. Wenn wir beten: „Unser ausreichendes Brot gib uns für diesen Tag“ (Matthäus 6,11), so umfasst diese Bitte auch die Kraftzufuhr aus der Fülle unseres Vaters im Himmel, nicht nur für uns allein, sondern auch für alle, die in unserem Gebetsradius liegen.

Die Kraft aus der Höhe ist der Heilige Geist, von dem Jesus seinen Jüngern vor seiner Himmelfahrt sagte: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein“ (Apostelgeschichte 1,8). Dieser Geist will bei den Nachfolgern Jesu in Herz, Kopf, Nieren, Füße und Hände hineinsickern, dass sie stark werden am inwendigen Menschen, nicht den Muskeln und ihrem Geldbeutel nach, sondern in ihrer Liebe, im Glauben und in der Hoffnung!

Jesus und Paulus propagierten kein schwaches Christentum dem Heiligen Geist nach. Die Körper der Gläubigen mögen schwach werden, aber der Geist des Herrn bleibt ihre Kraft aus der Höhe, so wie Jesus dem Paulus beibrachte: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“. Darum (sagte Paulus) will ich mich am allerliebsten meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne“ (2.Korinther 12,9).

Gebet: Unser Vater im Himmel, wir staunen und danken dir von Herzen, dass du uns als deine Kinder angenommen hast und als unser himmlischer Vater für uns sorgst. Wir beten dich an, weil dein Sohn Jesus uns die Kraft deines Geistes durch seinen Sühnetod erworben hat, damit wir geistlich leben und dir dienen können. Lass deinen Geist viele Tote in Sünden in unserem Bekanntenkreis erwecken, damit sie durch deine Urkraft geistlich lebendig werden. Amen.

Fragen:

  1. Warum können wir den allmächtigen Gott unseren Vater nennen?
  2. Welche Kraft hat Paulus für seine Gemeinden erbeten?

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