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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 2 - Eine Glaubenslehre des Paulus damit semitische und griechisch-römische Gemeindeglieder im Frieden zusammenleben (Epheser 2:1 – 3:21)

Eine geheimnisvolle Offenbarung für den Apostel Paulus (Epheser 3:1-7)


Epheser 3:1-7
1 „Deshalb sage ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu für euch Heiden - 2 ihr habt ja gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch gegeben hat: 3 Durch Offenbarung ist mir das Geheimnis kundgemacht worden, wie ich eben aufs kürzeste geschrieben habe. 4 Daran könnt ihr, wenn ihr’s lest, meine Einsicht in das Geheimnis Christi erkennen. 5 Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; 6 nämlich dass die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus sind durch das Evangelium, 7 dessen Diener ich geworden bin durch die Gabe der Gnade Gottes, die mir nach seiner mächtigen Kraft gegeben ist“.

Das offenbarte Geheimnis

Der Apostel Paulus verstand sich als Gefangener Christi Jesu, weil er glaubte, dass nichts in seinem Dienstleben geschehe ohne den Plan und Willen seines Bundesgottes. Er vertraute ihm wie ein Kind und war überzeugt, dass die Vorausbestimmung Gottes sich in seinem Leben lückenlos abspielte. Dabei war ihm klar, dass er von den Juden nicht angeklagt worden wäre, wenn er das Evangelium von Christi Opfertod und seine Auferstehung nicht unter den Heiden verbreitete. So erklärte er den hellenistischen Christen, dass er nur ihretwegen im Gefängnis sitze, aber diese Last mit Willen gerne als Teil seines göttlichen Dienstlebens ertrage.

Andererseits war ihm klar, dass seine Rettungsbotschaft für die unreinen Völker keine Privatphilosophie war, die aus ihm selber kam. Vielmehr war ihm eine spezielle Offenbarung zuteil geworden, in der Jesus ihn beauftragte, nach den Juden besonders zu den Heiden zu gehen und ihnen das Evangelium zu verkündigen: „Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst; steh nun auf und stell dich auf deine Füße. Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zu erwählen zum Diener und zum Zeugen für das, was du von mir gesehen hast und was ich dir noch zeigen will. Und ich will dich erretten von deinem Volk und von den Heiden, zu denen ich dich sende, um ihnen die Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil samt denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich“ (Apostelgeschichte 26,15-18; siehe auch Jesaja 42,6.7; 49,6; 60,3; Matthäus 21,43; Lukas 2,32 u.a.).

Paulus sah diesen Auftrag mit seiner Dienstbeschreibung als sein Amt an, das als besondere Gnade seines Herrn, ihm, dem früheren Verfolger seiner Gemeinde, zur Rettung der verachteten und unreinen Völker übertragen wurde.

Paulus erkannte in der Dienstbeschreibung seines Auftrages die Offenbarung eines aufregenden Geheimnisses, das den meisten Juden und ihren Propheten für lange Zeit verborgen war. Dieses Geheimnis war aufs Engste mit der Person Christi und seinem Heil verbunden. Nach seinem Sühnetod am Kreuz sollte IHM mit der Ausgießung des Heiligen Geistes ein geistlicher Leib zuwachsen, in den alle seine Nachfolger eingegliedert würden. Diese aber sollen nicht mehr nur von den Kindern Jakobs stammen, sondern vielmehr aus den wiedergeborenen Gläubigen aller Völker und Sprachen kommen. Sie sind plötzlich, unerwartet von den Juden, Miterben der herrlichen Verheißungen geworden, die mit dem Kommen des Messias verbunden waren. Dieses unerhörte Vorrecht der Heiden wurde von Paulus als eine Sondermeldung Gottes verstanden, als sein Evangelium, dessen Diener er geworden war. Zu seiner Durchführung und Verwirklichung empfing er außerdem die Kraft des Heiligen Geistes mit verschiedenen Gaben, damit der Reichtum der Gnade Gottes in seinen Diensten sichtbar werde. Mit großer Treue und viel Mühe hat er seine Dienste versehen. Sein Aufenthalt im Gefängnis war nichts anderes als die unbarmherzige Konsequenz der antichristlichen Feinde des Evangeliums.


Mission ist Gottes Sache (Epheser 3:8-13)


Epheser 3:8-10
8 „Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist die Gnade gegeben worden, den Heiden zu verkündigen den unausforschlichen Reichtum Christi 9 und für alle ans Licht zu bringen, wie Gott seinen geheimen Ratschluss ausführt, der von Ewigkeit her verborgen war in ihm, der alles geschaffen hat; 10 damit jetzt kund werde die mannigfaltige Weisheit Gottes den Mächten und Gewalten im Himmel durch die Gemeinde.

Paulus bezeichnet sich als den allergeringsten aller Heiligen, weil er anfangs in schändlicher Weise Judenchristen in und um Jerusalem verfolgte und sie zwang, Jesus abzusagen und Mose mit seinem Gesetz als alleinige Hoffnung wieder anzunehmen. Der Apostel hatte diese grauenhafte Verfolgungsjagd in Unwissenheit durchgeführt und nicht geahnt, dass der Gekreuzigte längst von den Toten auferstanden war und zur Rechten Gottes saß. Durch die herrliche Erscheinung Christi vor der Oase Damaskus zerbrach aber der Stolz des jungen Torajuristen, der entsetzt begriff, dass der gekreuzigte Jesus lebte und regierte, ihn jedoch nicht tötete, sondern ihn mit der Verbreitung des gnadenvollen Evangeliums unter den unwissenden Heiden bevollmächtigte.

Paulus begriff in seiner lang anhaltenden Buße, dass hinter seiner Erwählung ein großer Plan stand. Nach diesem hat der allmächtige Schöpfer Himmels und der Erde, in einem in der Ewigkeit gereiften Entschluss, sich vorgenommen, sein Heil, seine Erlösung und die Ausgießung seines Geistes, nicht nur auf die Kinder Jakobs zu beschränken, sondern sie der gesamten Menschheit anzubieten. Dieser Heilsplan werde in den Tagen des Paulus, durch die Existenz der internationalen Gemeinde den Engeln, und den jenseitigen Mächten bekannt gemacht.

Epheser 3:11-13
11 „Diesen ewigen Vorsatz hat Gott ausgeführt in Christus Jesus, unserm Herrn, 12 durch den wir Freimut und Zugang haben in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn. 13 Darum bitte ich, dass ihr nicht müde werdet wegen der Bedrängnisse, die ich für euch erleide, die für euch eine Ehre sind“.

Paulus erkannte, dass der ewige Heilsplan als fester Entschluss des lebendigen Gottes sich in der Geburt Jesu, in seinem Leben, in seinem Tod und in seiner Auferstehung realisierte. Er begriff, dass Gott in Jesus lebte und wirkte (Johannes 14,10.11; 2.Korinther 5,19.20), und der Sohn der Maria der lang erwartete Messias und der Herr aller Herren war. Durch seine sühnende Versöhnung sind alle an ihn Glaubenden, sowohl von den Juden als auch von den Griechen, vom Zorn und Gericht Gottes befreit worden. Sie haben das Recht bekommen, den ewigen Gott als ihren Vater anzubeten, zu lieben und ihm zu dienen. Der Heilsplan Gottes und seine Durchführung in Jesus Christus hat der Welt eine völlig neue Ausrichtung gegeben. Das Zeitalter der für jedermann offenen Gnade ist noch nicht zu Ende gegangen. Wer dankt der Heiligen Dreieinigkeit dafür?

Paulus hat die ausführliche Erklärung des Vorsatzes Gottes und seiner Verwirklichung durch Jesus Christus, mit einem bestimmten Ziel den Heiligen in Ephesus dargestellt. Er wollte sie ermutigen, dass sie nicht müde und verzagt würden, wenn er lange im Untersuchungsgefängnis stecken blieb, und ihr neuer Glaube im Gegensatz zur herrschenden Kolonialmacht der Römer stand, mit allen diesbezüglichen Konsequenzen.

Gebet: Vater wir beten dich an, weil du vor aller Zeit dir vorgenommen hast, dein Heil auch den gottlosen Völkern anzubieten. Du hast diesen Heilsplan in deinem Sohn Jesus verwirklicht und hast uns durch seinen Tod von deinem Zorn und Gericht befreit. Du hast uns das Vorrecht gegeben, dich als unseren Vater zu lieben und dir zu dienen. Lass in unserem Zeitalter der Gnade viele aus unserer Nachbarschaft durch die offene Türe zu dir gehen und Glieder deiner Familie werden. Amen.

Fragen:

  1. Was war das verborgene Geheimnis und der Ratschluss des allmächtigen Gottes?
  2. Wie hat Gott seinen Heilsplan durchgeführt und verwirklicht?

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