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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 2 - Eine Glaubenslehre des Paulus damit semitische und griechisch-römische Gemeindeglieder im Frieden zusammenleben (Epheser 2:1 – 3:21)

Das geistliche Einbürgerungsdokument des Apostels (Epheser 2:19-22)


Epheser 2:19-22
19 „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. 22 Durch ihn werdet auch ihr miterbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist“.

Paulus, als Seelsorger und Jurist, kommt nach seiner fachlichen Diskussion zu einem rechtlichen und geistlichen Fazit. Er predigt nicht nur über wichtige Schwerpunkte im Glaubensleben, sondern gibt seinen Mitarbeitern ein gültiges Dokument in die Hand, damit sie ihren Hauskreisgemeinden ihr neues Recht und ihre geistliche Pflicht beibringen können.

Den Judenchristen sagt er: Ihr seid nicht mehr nur fremde Gäste und geduldete Ausländer in der römischen Provinz Asien, sondern habt das volle Bürgerrecht mit den Heiligen im Himmel und auf Erden erhalten. Den Heidenchristen aber bringt er bei, dass sie nicht mehr nur „Fremdlinge“ in den Synagogen der Juden sind, um beim Beginn der Dämmerung die Lichter anzuzünden und bei den folgenden Gesprächen schweigend zuzuhören, sondern sie sind in die Familie Gottes als Geheiligte durch Christi Blut und Geist ganz und für immer aufgenommen worden.

Neben diesen legalen Zusagen macht der Apostel beiden Seiten klar, dass sie jedoch nicht berufen sind, eigene Philosophien und Rechte von Demokratien durchzusetzen, sondern sie sollen im Rahmen der früheren Propheten und der gegenwärtigen Apostel wachsen. Alle anderen Ideen bleiben Fremdkörper in einer Gemeinde und haben keinen Bestand. Vielmehr ist der Herr Jesus selbst in jeder echten Gemeinde das tragende Fundament, die empfindliche Eckkante und die krönende Zusammenfassung aller Worte, Taten und Gebete, so dass wir allein „in ihm“ Bestand und Kraft besitzen.

Die Gemeinde ist dabei nicht nur die Familie Gottes, sondern auch der Tempel in dem der heilige Gott selber wohnt und wirkt. Dieser geistliche Bau wird nie fertig und ist noch nicht in allen Details abgeschlossen. Er wächst ständig in jeder Generation in der Kraft des Heiligen Geistes. Dabei werden die einzelnen Steine genau und fest ineinander gefügt, damit sie bei einem Erdbeben nicht durcheinander stürzen und sturmgepeitschter Regen nicht eindringen kann.

Ein Geheimnis dieses heiligen Tempels besteht darin, dass sein Wachstum im Herrn geschieht. Der Bau existiert nicht in sich selbst, sondern nur in und mit dem Schöpfer, Richter und Retter, der in jedem einzelnen dieser „lebendigen Steine“ wohnt und wirkt. Für Ephesus war es wichtig, dass Heidenchristen und Judenchristen miteinander fest zusammen gefügt, und vom Herrn belebt, die Wohnung des Vater, des Sohnes und des Heiligen Geistes darstellten. Die gesamte Fülle der Gottheit will auch in anderen Gemeinden einwohnen und wirken (Kolosser 2,9.10).

Wer sich überlegt, wie seine Gemeinde heute aussehen und belebt werden sollte, muss wieder auf die Grundsätze des Epheserbriefes zurückkommen, sonst baut er sein Haus auf Sand. Wer denkt, dass indische Gebetstänze und buddhistische Übungen seine Gemeinde beleben könnten irrt, weil er die antichristlichen Geister dieser Religionen nicht wirklich kennt. Wo Sünden im Angesicht des lebendigen Gottes nicht erkannt und bekannt werden, und wo das Blut Jesu Christi nicht als einziges Mittel zur Reinigung der Gewissen gepredigt wird, dort grassieren Oberflächlichkeit, eingebildete Beruhigung und antibiblische Verführung (Apostelgeschichte 2,38-40).

Gebet: Vater im Himmel, wir beten dich an, weil die Trennwand zwischen Judenchristen und Heidenchristen durch den Opfertod deines lieben Sohnes abgeschafft wurde. Wir haben Zugang zu dir, unserem Vater, geschenkt bekommen. Du baust uns ein in dein Haus, deinen heiligen Tempel und deine Familie, durch Jesus und den Heiligen Geist. Wir sind Nichtse – du bist alles. Lass unser Volk auch Buße tun, dass viele lebendig werden und für dich leben, dich lieben und loben. Amen.

Fragen:

  1. Was trennt oberflächlich denkende Judenchristen und Heidenchristen bis heute?
  2. Wie hat Jesus diese beiden Gruppen zusammen gebunden?

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