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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 2 - Eine Glaubenslehre des Paulus damit semitische und griechisch-römische Gemeindeglieder im Frieden zusammenleben (Epheser 2:1 – 3:21)

Der barmherzige Gott erneuert Sünder (Epheser 2:4-5)


Epheser 2:4-5
4 „Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig geworden“.

Die Diagnose des Apostels für Griechen und Römer einerseits und für Juden und Judenchristen andererseits war schockierend, denn er musste beiden sagen: Ihr seit alle bereits tot! Jeder von Euch ist ein hoffnungsloser Fall, verdorben bis in die letzte Zelle eures Körpers hinein. Auch eure Seele hat den Geist aufgegeben, fremde Geister haben sie in Besitz genommen.

Paulus aber besaß noch eine letzte hilfreiche Therapie. Er schrieb den Elenden: „Aber Gott“ existiert noch! Er ist nicht nur unser gerechter Richter, er ist auch unser barmherziger Vater! Er liebt euch persönlich. Wie groß auch eure Verbrechen oder eure Ungerechtigkeiten sind, seine Liebe ist noch größer. Seine Barmherzigkeit hat kein Ende. Sein Mitleid ist so tief, dass sie jede Depression überwinden kann. Die Gnade Gottes reicht weiter als unsere Vernunft.

Der Apostel wiederholte in seinem Brief nicht die frohe Botschaft von der Vergebung unserer Sünden, da er diese Sondermeldung bereits in der Anbetung unseres Vaters im Himmel gepriesen hatte (Epheser 1,7.8). Die Gemeinden in Ephesus und Umgebung wussten genau, dass Jesus als Gottes Lamm die Sünde der Welt weggetragen hat (Johannes 1,29). Diese Heilstatsache war in ihre Herzen eingedrungen. Sie hatten ihre Rechtfertigung in Christus willig akzeptiert, geglaubt und die Vergebung ihrer Sünden real erfahren. Sie waren voller Jubel und Dank und haben das Anbetungsgebet des Apostels am Anfang seines Briefes von Herzen mitgesprochen.

Wir hoffen, dass viele die konzentrierte Erklärung Dr. Martin Luthers zum zweiten Glaubensartikel auswendig gelernt haben. Wir ändern einige Worte darin und nehmen an, dass jeder, der das kraftvolle Original auswendig gelernt hat, den Unterschied erkennt: „Wir glauben,...dass Jesus Christus unser Herr ist, der uns verlorene und verdammte Menschen erlöst hat, erworben und gewonnen von allen Sünden, vom Tod und von der Gewalt des Teufels, nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben, auf dass wir sein Eigen seien und in seinem Reich unter ihm lebten und ihm dienten in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tod, lebt und regiert in Ewigkeit. Das ist gewisslich wahr“. Vielleicht sollten wir uns fragen ob dieses gnadenvolle Bekenntnis zuerst für Kirchengemeinderäte und den Pastor einer Gemeinde geschrieben worden ist oder für eine ihrer Jugendgruppen? Passen diese Worte besser für Frauen und Mädchen oder auch für ein missionarisches Team? Wer über dieses reformatorische Bekenntnis nachdenkt, kann die Erkenntnisse, die Gottes Geist ihm schenkt, in ein Gebet verwandeln.

Die mächtige Gnade der objektiven Heilstatsache und die Möglichkeit einer subjektiven Heilsaneignung bleiben pragmatische Tatsachen. Falls jemand einen Scheck mit seinem Namen über eine Million US-Dollar geschenkt bekäme, wäre dieser Betrag zwar objektiv sein Eigentum, aber das Geld könnte er solange nicht bar empfangen, bis er den Scheck gegengezeichnet hätte und damit bescheinigte, dass er den Betrag bar erhalten hat. So ähnlich ist es auch mit der Vergebung unserer Sünden. Jesus, der Gekreuzigte, hat die Schuld aller Menschen auf sich genommen und die gerechte Strafe an unserer Stelle erlitten, aber diese perfekte Vergebung realisiert sich in den einzelnen Sündern so lange nicht, bis sie an die Gnade ihrer Vergebung glauben und diese mit Willen und Dank akzeptieren. Jesus muss nicht nochmals für einzelne Sünder sterben, denn er hat das Heil für alle vollendet. Dieses Recht aber muss geglaubt und in Dank verwandelt werden, sonst realisiert es sich in den Einzelnen nicht. Theoretisch können wir allen Juden, Muslimen, Hindus und Buddhisten das für sie perfekte Heil und die Vergebung aller ihrer Sünden anbieten und ihnen dieses Recht zusprechen. Wenn sie daran glauben sind sie gerettet, wenn sie aber nicht glauben haben sie ihr Recht versäumt und verlieren es, wenn sie nicht umkehren und Jesus vertrauen (Markus 16,16). Das Vorrecht der totalen Vergebung aller unserer Sünden durch das Evangelium ist einmalig. So etwas vermag keine andere Religion anzubieten.

Gebet: Vater im Himmel, wir danken dir, dass dein Sohn Jesus Christus die verdorbenen Sünder so liebte, dass er Mensch wurde, um an unserer Stelle zu sterben und uns mit dir zu versöhnen. Wir beten dich und ihn wegen dieser barmherzigen Rechtfertigung an und bitten um die Gnade der Buße und den rechten Glauben für unsere Freunde und Feinde, damit deine Kraft sie retten kann. Amen.

Fragen:

  1. Wie kann ein Mensch von seinen Sünden befreit werden?
  2. Was ist der Unterschied zwischen der objektiven Heilstatsache und der subjektiven Heilsaneignung?

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