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EPHESER - Werdet voll Geistes!
Meditationen, Gebete und Fragen zum Brief des Apostels Paulus an die Gemeinden in und um Ephesus

Teil 2 - Eine Glaubenslehre des Paulus damit semitische und griechisch-römische Gemeindeglieder im Frieden zusammenleben (Epheser 2:1 – 3:21)

Die Erneuerung der Gottlosen (Epheser 2:4-7)


Epheser 2:4-7
4 „Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, 5 auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig geworden – 6 und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, 7 damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus“.

Die Gnade des Heils hat ein negatives und ein positives Wirkungsfeld. In der erlösenden Handlung werden wir von der Last unserer Sünden und Unreinheiten befreit. In dem positiven Geschehen werden wir von Grund auf erneuert.

Paulus bezeichnet den geistlichen Tod als die schleichende bittere Not aller Menschen, der durch ihre unzähligen Sünden verursacht wurde. Nachdem jedoch die Ursache des geistlichen Todes, alle unsere Sünden aufgehoben und gesühnt worden sind, kann auch unsere existenzielle Not behoben werden.

Der Apostel bekennt dazu, dass Gott in seiner mitleidenden Barmherzigkeit und seiner übergroßen Liebe uns mit seinem göttlichen Leben beschenkt hat. Dies geschieht jedoch nicht direkt von Gott aus zu uns, den gerechtfertigten Sündern, sondern allein durch Jesus Christus, das Lamm Gottes. Nur mit ihm und in ihm haben wir die Chance aus unserem geistlichen Tod herausgeliebt zu werden.

Der Herr Jesus hatte seinen Nachfolgern gesagt: „Ich bin das Brot des Lebens!... Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen“ (Johannes 6,35.53-57).

Bei seinem letzten Abendmahl in Jerusalem nahm Jesus das Brot, dankte, brach’s und gab’s seinen Jüngern und sprach: „Nehmet, esset; das ist mein Leib!“ (Matthäus 26,26). Wie der Leib des Passahlammes in Ägypten in alle Glieder der israelischen Familien, die ein Lamm schächteten und rösteten, hinein kam, so will Jesus, dass seine Nachfolger Kraft zum Leben mit Gott empfangen, indem sie seinen Leib in sich aufnehmen und in dieser Kraft ein neues Leben beginnen. Wie ihr geistlicher Tod von realen Sünden in den Sündern verursacht worden ist, so soll das Leben aus Gott durch das geschächtete Lamm in die Gerechtfertigten eingepflanzt werden. Ohne Gottes Lamm gibt es kein ewiges Leben.„Sein Tod ist unser Leben! In seinen Banden ist die Freiheit uns gegeben“.

Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,14-16).

Das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes“ (1.Johannes 5,11-13).

Paulus und Johannes bezeugen, dass die Auferweckung Jesu aus seinem stellvertretenden Sühnetod durch seinen Vater nicht nur ihn allein lebendig gemacht hat, sondern er hat außerdem auch alle Nachfolger seines Sohnes mit dem ewigen Leben begabt. Seine Auferstehung ist deshalb auch unsere Auferstehung. Durch sein „Wieder lebendig Werden“ sind wir in das Leben Gottes hinein versetzt worden. Jesus hat diese umwerfende Tatsache bereits vor seinem Tod und seiner Auferweckung bezeugt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?“ (Johannes 11,25.26). Der auferstandene Herr ermutigt uns, an seine herrliche Auferstehung zu glauben, um an ihr beteiligt zu werden. Wer sich an Jesus im Glauben hängt, ist bereits vom Tod auferstanden und trägt das göttliche Leben aus Gnaden in sich.

Paulus geht in seinem Glaubenswagnis noch weiter und bezeugt, dass die Himmelfahrt Jesu auch unsere eigene Himmelfahrt ist. Da wir aus Gnaden in den geistlichen Körper Christi einverleibt worden sind, sind wir mit und in ihm bereits zu seinem Vater im Himmel aufgefahren.

Der Auferstandene verhieß später, durch den Patriarchen Johannes, dem für ihn „brechmittelartigen" Gemeindeleiter von Laodizea, dass er im Fall der Überwindung seiner Geldliebe mit Jesus auf seinem Thron sitzen solle (Offenbarung 3,21). So deutet auch Paulus an, dass treue Diener Jesu mit der Herrlichkeit ihres Herrn begabt „mit und in ihm“ auf Thronen sitzen sollen (Matthäus 19,21). Der Heilige Geist inspirierte dem Gefangenen an seinem tristen Aufenthaltsort Verheißungen, die nicht mehr immanent und logisch sind, sondern Anteil an geistlichen Realitäten vermitteln: Die Nachfolger Jesu leben „in Christus“. Sie sind „mit und in ihm“ auferstanden und wurden bereits im Himmel „mit und in ihm“ zusammen eingesetzt! Glaubst du das? Der chinesische Reformator „Watchman Nee“ soll diese drei Stufen unserer Hoffnung wie ein Glaubensbekenntnis herausgestellt haben.

Gebet: Vater im Himmel, du bist wahrhaftig auch unser Vater. Dein Sohn Jesus hat uns in deine Familie eingesetzt und uns verheißen, dass wir heute schon mit deinem ewigen Leben begabt werden. Wir beten dich an und danken dir und dem Herrn Jesus für seine unaussprechlich große Gnade, die er uns mit allen gerechtfertigten Sündern zugesagt und in uns verwirklicht hat. Amen.

Fragen:

  1. Woran erkennen wir, dass Gott alle Sünder liebt?
  2. Was bedeutet die Auferstehung Jesu und seine Himmelfahrt für seine Nachfolger?

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