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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 7 - JA ICH KOMME BALD (OFFENBARUNG 19: 11 - 22: 21) - Der Triumph Christi bei seiner Wiederkunft und die Erschaffung einer neuen Welt
TEIL 7.6 - 
Das neue Jerusalem:
 Die Braut des Lammes 
(Offenbarung 21,9 – 22,5)

1. Die Braut des Lammes Gottes (Offenbarung 21,9-11)


Die Stadt hat die Herrlichkeit Gottes

Johannes selbst hatte als Jünger Jesu das Leiden, Sterben und Auferstehen seines Herrn miterlebt und die Ausgiessung seines Heiligen Geistes am eigenen Leibe erfahren. Noch vor der Zerstörung Jerusalems war er durch den Heiligen Geist nach Ephesus, in die damalige Hauptstadt Kleinasiens, versetzt worden, um dort den wachsenden Gemeinden vorzustehen. Wie die übrigen Juden litt Johannes unter dem Verlust des alten Jerusalems. Nun aber jauchzte er in seinem Herzen, als er das tausendmal schönere, größere neue Jerusalem schaute. Und er stammelte einen einzigen Satz, der seine gesamte Schau zusammenfasste: Die Stadt hat die Herrlichkeit Gottes!

„Herrlichkeit“ bedeutet im semitischen Denken die Summe aller Eigenschaften, Namen und Kräfte Gottes. Alles, was der Allmächtige ist, tut und beabsichtigt, wird zusammengefasst „seine Herrlichkeit“ genannt. Das neue Jerusalem besitzt das Flair, den Glanz und die Vollmacht Gottes. Es ist die heilige Stadt, der Ort, wo der ewige Schöpfer, Herrscher und Richter wohnt und regiert. Es ist die Stadt des Friedens, der Reinheit, der Wahrheit und der Liebe. Von Gott aus gehen dort alle heiligenden Strahlen und Kräfte auch in die Bewohner seiner Stadt hinein. Sie ist in ihm und er in ihr.

Johannes versuchte, die Herrlichkeit des neuen Jerusalems in menschliche Worte zu fassen und verglich ihre Strahlkraft, ihren Glanz und ihre Lichtfülle mit dem alleredelsten Stein der damaligen Zeit, Jaspis genannt. Der Jaspis glich einem glasklaren, blitzenden Kristall oder einem durchsichtigen, weißen Marmor. Bei seiner Erkenntnis Gottes in Offenbarung 4,3 hatte Johannes den Ewigen selbst durch den tiefroten Karneol und das erhabene Weiß des Jaspis beschrieben. Gott ist die Liebe und die Wahrheit, das Erbarmen und die Gerechtigkeit zugleich. Er ist voller Gnade und Heiligkeit. Diese Grundeigenschaften des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes leuchten in der großen Stadt und um sie herum. Ihr Licht ist intensiver und stärker als die strahlende Macht der Sonne. Kein Mensch kann diese Herrlichkeit ertragen, es sei denn, er sei selbst in diese Heiligkeit, Liebe und Wahrheit verwandelt worden. Das zeigt, dass die Braut des Lammes, seine Frau, von der Herrlichkeit des Vaters und des Sohnes überkleidet, durchstrahlt und verwandelt wurde, denn andernfalls hätte sie keinen Augenblick in der Nähe des dreimal Heiligen leben können (Johannes 17,21; Römer 5,2; 8,29; 1. Korinther 15,43-44; Philipper 3,21; Kolosser 3,4; 1. Johannes 3,1-2 u. a.). Die Braut des Lammes ist ein Spiegelbild ihres Schöpfers und Heilandes geworden (1. Mose 1,27; 2. Korinther 3,18). Die Heiligung eines Christen aus der Kraft der Gnade in seinem ganzen Leben, Denken und Tun ist die Voraussetzung dafür, dass er Wohn- und Bleiberecht im neuen Jerusalem erhält (Epheser 2,19-22; Kolosser 1,27; 1. Petrus 1,3-10.13; 1. Johannes 3,3). Genau genommen wohnen die erlösten und vollendeten Christusnachfolger nicht im neuen Jerusalem, sondern 'sie selbst sind diese heilige Stadt, die ein Gleichnis für die Braut des Lammes darstellt! Die Herrlichkeit Gottes hat sich in die Christusnachfolger hinein gesenkt. Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist wohnt in ihnen (Johannes 14,23; 17,21.24.26; 2. Korinther 13,13 u. a.).

Johannes hatte bereits als Jünger Jesu die Herrlichkeit seines Herrn auf dem Berg der Verklärung (Matthäus 17,1-9; Markus 9,2-13; Lukas 9,28-36), auf Golgatha (Lukas 23,34.43.46; Johannes 19,30) und in seiner Auferstehung gesehen (Lukas 24,26.46; Johannes 20,1-10.19-23). Als Thema seines Evangeliums hatte er es bezeugt: „Und wir sahen seine Herrlichkeit.“ (Johannes 1,14) Auch am Anfang seiner Endzeitvisionen hatte er seinen herrlichen Herrn, Richter und Heiland schauen dürfen (Offenbarung 1,12-19). Jetzt aber war Johannes gewürdigt worden, im Bild des neuen Jerusalems die Herrlichkeit Gottes in seiner vollendeten Gemeinde zu sehen. Diese Vision sprengt alle irdische Vorstellungskraft. Sie ist jedoch nichts anderes als die präzise Auslegung des Wortes: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.“ (Offenbarung 21,3)

Gebet: Wir beten dich an, Vater, Sohn und Heiliger Geist, weil du mit deinem Heilsplan unweigerlich zu deinem Ziel kommst: deine Geschöpfe werden zu deinen Kindern, die deine Herrlichkeit widerspiegeln. Wir danken dir für die Vergebung unserer Schuld und für deine Geduld mit uns. Amen.

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