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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 7 - JA ICH KOMME BALD (OFFENBARUNG 19: 11 - 22: 21) - Der Triumph Christi bei seiner Wiederkunft und die Erschaffung einer neuen Welt
TEIL 7.6 - 
Das neue Jerusalem:
 Die Braut des Lammes 
(Offenbarung 21,9 – 22,5)

1. Die Braut des Lammes Gottes (Offenbarung 21,9-11)


Das neue Jerusalem

Die Gemeinden in Kleinasien zur Zeit des Apostels Johannes setzten sich sowohl aus ehemaligen hellenistischen Götzenanbetern zusammen als auch aus vertriebenen messianischen Juden aus Israel, die entsetzt in alle Himmelsrichtungen zerstoben waren, als im Jahre 70 n. Chr. der zweite Tempel in Jerusalem zerstört worden war. Diesen messianischen Juden war von den Römern untersagt worden, jemals wieder in ihre Hauptstadt zurückzukehren. Die zweite Zerstörung des Hauses ihres Herrn hatte für sie einen tiefen Schock bedeutet und ein nicht endendes Trauma begründet. Viele von ihnen hatten in der zerstörten Anbetungsstätte die Wohnung ihres Gottes gesehen, das Zentrum ihrer Kraft, den Mittelpunkt der Erde. Jerusalem aber blieb von den Römern besetzt. Grosse Teile der Stadt waren ein Trümmerfeld geworden. Die Hoffnung der Flüchtlinge sank auf den Nullpunkt. Verzweiflung bemächtigte sich ihrer.

Die neue Vision vom himmlischen Jerusalem bedeutete für die Judenchristen einen Ersatz, neue Hoffnung und einen neuen geistlichen Mittelpunkt für ihren angefochtenen Glauben. Wer die Vision über die Braut des Lammes im Bild des himmlischen Jerusalems verstehen will, sollte sich in die Gedanken und das Leiden dieser jüdischen Flüchtlinge hinein versetzen; dann bekommen die Bilder dieser Vision einen neuen Inhalt und besonderes Gewicht.

Die große Stadt, das heilige Jerusalem, war in der Vision des Johannes nicht auf der Erde gebaut und vollendet worden, sondern im Himmel. Die Braut des Lammes, die Gemeinschaft der Heiligen aus allen Zeiten, lebte bei der Schöpfung des neuen Himmels und der neuen Erde bereits „in“ Christus im Himmel. All die Christen, die Jesus zu sich gezogen hatte, waren durch das einmalige Opfer des Lammes Gottes vollkommen gereinigt worden (Hebräer 10,14). Sie hatten sich nicht selbst geheiligt, sondern waren wiedergeboren worden aus dem Geist des Vaters und des Sohnes (Johannes 3,5). Auch das ewige Jerusalem, in dem Gerechtigkeit wohnt und in dem keine terroristischen Kämpfe mehr stattfinden, ist heilig.

Die Bewegung der großen Stadt, der Gesamtheit der Gläubigen, vom Himmel auf die Erde herab, ist ein Zeichen für die Gnade des dreieinigen Gottes. Er schuf, er gebar, er setzte und er gewährte dieses neue geistliche Zentrum seiner neuen, heilen Welt.

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