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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 7 - JA ICH KOMME BALD (OFFENBARUNG 19: 11 - 22: 21) - Der Triumph Christi bei seiner Wiederkunft und die Erschaffung einer neuen Welt
TEIL 7.5 - 
Die neue Welt Gottes (Offenbarung 21,1-8)

4. Gott inmitten der Menschen (Offenbarung 21,3-4)


Sie werden sein Volk sein

Dieser völkerrechtliche Kernsatz im Alten Testament enthält die spezielle Gnadenzusicherung Gottes an das Volk Israel, die er ihm durch Mose, seinen Knecht, offenbarte (2. Mose 19,5-6). Dieser Grundsatz wurde 800 Jahre später mehrere Male durch die Propheten Jeremia und Hesekiel für das Volk in der Deportation vertieft und aktualisiert (Jeremia 7,23; 11,4; 30,22; 31,1.33; 32,38 u. a.; Hesekiel 11,20; 14,11; 34,24; 36,28; 37,23 u. a.). Wer diese Rechtszusagen des Herrn an sein Volk Israel liest, erkennt darin drei grundlegende Punkte:

• Diese einzigartige und gnädige Verheißung Gottes an sein auserwähltes Volk gilt nur, solange die Berufenen die Gebote ihres Bundesgottes befolgen, entsprechend seiner Ordnung leben und tun, was ER sagt.

• Da der allweise Gott im Voraus wusste, dass sein Volk die ihm auferlegten Gebote nicht einhalten würde, gewährte er ihm das Vorrecht der Sünd- und Schuldopfer, damit es nicht unweigerlich aus seiner Gnade fallen musste.

• Den innerlich zerbrochenen Büßenden aus seinem Volk aber offenbarte der Herr hervorragende Verheißungen für einen neuen Bund, die auf das Kommen Jesu Christi hinwiesen und bis in die Vollendung seines Heils nach seiner Wiederkunft hineinragten:

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR;

sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: „Erkenne den HERRN“, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, klein und groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünden nimmermehr gedenken. (Jeremia 31,31-34; vgl. auch 30,18-22; 31,1; 32,38 u. a.)

Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun. Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein. (Hesekiel 36,26-28; vgl. auch 11,19-20; 34,24; 37,23-24.27 u. a.)

Diese Gnadenverheißungen des HERRN werden erst in der Vollendung ganz erfüllt werden, wo keine Sünde mehr den heiligen Gott von seinen geistgeborenen Kindern aus allen Völkern abhalten wird. Dabei sollten wir nie vergessen, dass dieses Gnadenrecht auf dem Fürtod Jesu basiert. Ohne Christi Sühneopfer könnte Gott nicht bei seinem halsstarrigen Volk wohnen. Das Lamm, das geschächtet ist, bleibt der einzige Weg zu Gott (Johannes 14,6). Ohne Jesus kann der Heilige weder bei Einzelnen noch bei Völkern wohnen.

Wer die Worte des Engels in den griechischen Originalmanuskripten nachliest, stellt erstaunt fest, dass die Mehrzahl dieser Urtexte nicht in der Einzahl, sondern in der Mehrzahl redet: „Sie werden meine Völker sein!“. Diese Aussage wird durch Offenbarung 21,24.26 und 22,2 erhärtet. Israel ist seit der Himmelfahrt Christi nicht mehr allein das auserwählte Volk Gottes. Alle Herausgerufenen aus den Völkern (Ekklesia) sind gleichermaßen Gottes Volk geworden. Petrus, der Sprecher der Apostel, hat das Grundrecht Israels „Gottes Volk zu sein“ mit vollmächtigen Worten auf alle wiedergeborenen Christusnachfolger gelegt und bezeugt: „Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; die ihr einst ‚nicht ein Volk’ wart, nun aber ‚Gottes Volk’ seid, und einst nicht in Gnaden wart, nun aber in Gnaden seid.“ (1. Petrus 2,9-10; vgl. 2. Mose 19,6; 5. Mose 4,20; 7,6-7; Jesaja 43,1.21; Matthäus 21,43; Apostelgeschichte 28,25-28; Römer 9,24-28; Epheser 5,8; Offenbarung 1,6 u. a.) Die katholische Kirche besitzt nicht das Vorrecht, diese Verheißungen allein auf katholische Christen zu beziehen! Der Heilige Geist weht, wo er will, und belebt jeden, der Gottes Wort liest, glaubt und bewahrt (Lukas 11,28).

Wir sollten jedoch nicht nur unsere eigene Seligkeit im Auge haben, sondern uns für die Gesamtheit des Volkes Gottes verantwortlich fühlen, sonst stehen wir in Gefahr, geistliche Egoisten zu werden, die sich nur um sich selbst drehen.

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