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Home -- German -- Offenbarung -- 200 (Aussagen über das Tausendjährige Reich 
im Buch der Offenbarung)

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 7 - JA ICH KOMME BALD (OFFENBARUNG 19: 11 - 22: 21) - Der Triumph Christi bei seiner Wiederkunft und die Erschaffung einer neuen Welt
TEIL 7.3 - 
Das Tausendjährige Reich (Offenbarung 20,1-10)

2. Aussagen über das Tausendjährige Reich 
im Buch der Offenbarung
(Offenbarung 20,1-4)


Die Einkerkerung Satans

Die Offenbarung Christi an Johannes deutet an, dass weder ein starker Erzengel noch Gottes Lamm selbst erscheinen wird, um Satan, die verfluchte Schlange (1. Mose 3,14), festzunehmen, zu fesseln und einzukerkern. Nein, irgendein Engel ohne besondere Eigenschaften wird vom König aller Könige beauftragt - vielleicht durch ein Zeichen seines kleinen Fingers (Lukas 11,20) -, den kraft- und hoffnungslosen Starken zu packen, mit einer schweren Kette zu umwickeln und in einem speziell für ihn bereitgestellten Abgrund einzukerkern. Dabei ist nicht an die Hölle selbst zu denken und auch nicht an das Reich des Todes, sondern an eine Einzelhaft in einem finsteren Verließ. Obendrauf bringt der Engel das Siegel des Lammes Gottes an. Damit wird der Feind Gottes, der Durcheinanderbringer, der Urböse, für tausend Jahre aus der Weltpolitik und der Heilsgeschichte ausgeschaltet.

Dieser Bericht über einen himmlischen Strafvollzug erinnert uns daran, dass das Binden Satans im Namen Jesu Christi ein Teil der Schlüsselgewalt der von ihm beauftragten Diener ist (Matthäus 16,19; 18,18; Johannes 20,22-23). Kein Papst und kein Bischof, kein Pfarrer und kein Gemeindeältester kann diese Handlung nach eigenem Gutdünken vollziehen. Wo aber das Evangelium und die Werke Christi unverkürzt und ohne Abstriche verkündigt werden (Offenbarung 2,24-29), löst der Heilige Geist bußfertige Gläubige durch die Worte der Knechte Jesu von ihren Sünden und Bindungen. Dasselbe Wort bindet jedoch gleichzeitig ungehorsame Verstockte. Bisweilen sind es kleine, unscheinbare Heilige, die Satan und seinen Geistern im Namen Christi befehlen, zu verstummen und zu weichen. Wir sollten Buße tun und von dem geistgeleiteten

Recht zu binden und zu lösen Gebrauch machen, um in Jesu Namen die Herrschaft des Bösen einzudämmen. Wer allerdings nicht vom auferstandenen Herrn einen Auftrag zu diesem Dienst bekommen hat, sollte seine Finger davon lassen, damit er keinen Schaden an Leib, Seele und Geist nimmt.

Die Bewahrung der Völker vor der Versuchung Satans

In den Versen über das Tausendjährige Reich stellt Johannes dreimal heraus (Offenbarung 20,2-3 und 7-8), dass in diesem langen Zeitraum Satan, der Versucher und Verführer der Menschen und der Engel, keinen Einfluss mehr auf den nach den Gerichten Gottes übriggebliebenen Rest der Völker besitzen wird. Vielmehr bietet die Herrschaft Christi durch den Heiligen Geist in seinen Bevollmächtigen der egoistischen Menschheit eine weitere Chance zu freiwilliger Umkehr und gründlicher Buße an.

Danach muß jedoch sichtbar werden, was in den Menschen steckt: ein guter oder ein böser Wille, triebhafte Lust oder Selbstkontrolle, grenzenloser Hochmut oder Verwirklichung der Demut Christi. Die unreinen Völker sollen Gott nicht anklagen können, sie hätten wegen der List und Übermacht Satans keinen freien Willen besessen und seien darum nicht selbst verantwortlich für ihr Denken und Handeln. In diesem Sinn kann das Tausendjährige Zwischenreich auf Erden als eine Gnadengabe der Geduld Gottes zur Aufdeckung der Bosheit des menschlichen Herzens und seines aufrührerischen Hochmutes verstanden werden. Um der Gerechtigkeit Gottes willen ist das Reich der tausend Jahre ein unerlässlicher und notwendiger Abschnitt im Heilsplan Gottes und seines Lammes.

Nach diesen tausend Jahren Gnadenzeit muss jedoch Satan noch einmal losgelassen werden, um den Massen zu beweisen, dass sie nach wie vor böse von Jugend auf sind (1. Mose 6,5; 8,21; Psalm 14,3; Römer 3,10-12). Alle werden erkennen, dass kein Einzelner und kein Volk, auch Israel nicht, gerecht werden kann ohne Gottes Lamm und sein vergossenes Sühneblut. Der Aufruhr gegen Gott und seinen Gesalbten aber wird nach der Friedenszeit schneller und radikaler erfolgen als zuvor, da Satan tausend Jahre Zeit hatte um zu planen, wie er am effektivsten die Völker der Erde gegen ihren Schöpfer aufwiegeln könne. Und tatsächlich, die Irdischen werden nochmals auf den Vater der Lüge hereinfallen und sich aufs Neue von seinem unzufriedenen Geist treiben lassen, falls sie sich nicht rechtzeitig dem Geist des Lammes Gottes geöffnet haben und aktive Glieder an seinem geistlichen Leib geworden sind.

Wer sind die regierenden Seelen?

Als nächstes erkannte Johannes eine Anzahl Throne, auf denen keine normalen, irdischen Menschen und auch keine himmlischen Engel saßen, sondern „Seelen“, die als Märtyrer wegen ihrer Treue zu Gott und Jesus getötet worden waren. Der Begriff „Seele“ bedeutet im Nahen Osten unter anderem das Selbst eines Menschen, sein Wesen und seine Person. Bei diesem Wort wird nicht zuerst im Sinne der griechischen Philosophie an die Psyche eines Menschen gedacht, die sich beim Sterben vom Leib löse und in das Reich der Ideen zurückkehre. Laut orientalischem Verständnis wartet vielmehr die Seele als das Selbst eines Menschen nach dem Tod im Totenreich auf ihre Auferstehung und das Jüngste Gericht.

Johannes hatte einen geistlichen Blick für die Seelen Verstorbener. Und so hörte er in seinen Visionen verschiedene Details über die Herkunft der Seelen, die auf den Thronen saßen:

 Einige von ihnen waren im Römischen Reich mit Beilen enthauptet und zerstückelt worden, weil sie Jesus als Messias und König aller Könige bezeugt hatten.

 Andere waren Juden, die um ihrer Treue zur Thora willen in gleicher Weise „gebeilt“ worden waren, weil sie neben Jahwe keine anderen Götter hatten anbeten wollen und sich der befohlenen Anbetung der Cäsaren widersetzt hatten.

 In der Zeit des letzten Antichristen, der Bestie in Menschengestalt, wird die Forderung seiner Anbetung und der Anbetung seines Bildes viele Christen und Juden mit dem Märtyrertod bedrohen. Sie aber werden sich bereits an ihren Herrn ausgeliefert haben und lieber sterben, als das Abzeichen des Tieres an ihren Stirnen und Armen zu tragen.

Die Mehrheit der inthronisierten Seelen wird zu einer dieser drei Kategorien von Märtyrern gehören.

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