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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 6 - DIE HURE BABYLON UND DIE ANBETUNG GOTTES (OFFENBARUNG 17: 1 - 19: 10) - Das Ende der großen Verführerin und Vorbereitungen zur Hochzeit des Lammes
TEIL 6.1 Das Gericht Gottes über die Hure Babylon (Offenbarung 17, 1 - 18,24)

5. Das Ende der Hure Babylon
 (Offenbarung 17, 15-18)


Ist die Hure Babylon eine “große Stadt”? (Offb. 17, 18)

Der Gerichtsengel fasste seine Worte über das Geheimnis der großen Hure Babylon zusammen und sagte, die Vision von der Frau auf dem Rücken des Tieres in der Wüste stelle nur die eine Seite ihrer geistlichen Macht dar. Die andere Seite werde durch den Eigennamen Roms, "die große Stadt”, erläutert. Denn die Armeen Roms hatten den Staat Judäa, Jerusalem und den zweiten Tempel zerstört. Außerdem waren die Massaker Neros noch frisch in Erinnerung, in welchen auf Grund der Anklagen und Verdächtigungen fanatischer Juden unter anderem Paulus geköpft und Petrus gekreuzigt worden waren. Tausende Christen waren eines qualvollen Todes gestorben.

Das Phänomen des Antichristen, seines falschen Propheten und seiner raffinierten Hure lässt sich nicht mit einem Symbol allein erklären. Das Bild der Frau wird im Buch der Offenbarung von diesem Vers an abgelöst durch das Bild der großen Stadt (Offenbarung 17, 18). “Rom” heißt wörtlich: “die Große”, “die Mächtige”, die Stadt, in der alles Wissen, alle Macht, alle Intrigen und viele Geister zusammengeballt miteinander wie auch gegeneinander wirken. Wer von dieser Stelle an in der Offenbarung den Namen “Babylon” liest, sollte dabei an das Rom in den Tagen der Cäsaren denken.

Fraglos bezeichnete der Patriarch Johannes mit dem Begriff “Rom” zunächst nicht die katholische Kirche, die noch weitere 200 Jahre lang ihr Dasein in den Katakomben Roms im Untergrund fristen musste und in der damaligen Gesellschaft weder politischen Einfluss noch Ansehen besaß.

Vielleicht aber hörte Johannes in Ephesus und auf Patmos auch von zahlreichen Juden in Rom, die sich nach wie vor dem Evangelium widersetzten, sich am Gesetz des Mose festklammerten und Jesus, den Sohn Gottes, konsequent ablehnten (Apostelgeschichte 28, 21-29). Etliche von ihnen sollen Christen bei den römischen Behörden denunziert haben, um die Ausbreitung dieser “jüdischen Sekte” zu stoppen und auszurotten. Auch solche Fanatiker, die damals zusammen mit Königen und Cäsaren, dem Tier aus dem Völkermeer, gegen Christus und seine Gemeinde kämpften, könnte Johannes als Hure Babylon in Rom bezeichnet haben.

Das Rom aus der Zeit des Johannes zerbrach jedoch in den Wellen der Völkerwanderung. Aus den Trümmern Roms baute dann die katholische Kirche eine politisch-kirchliche Weltmacht auf, die länger als 1000 Jahre die Zügel der Weltpolitik in ihren Händen hielt.

Mit der Reformation sowie der Entdeckung der Seewege nach Indien und in die Amerikas änderte sich jedoch die Situation. Auch die Ideen einer von Gott gelösten Philosophie und die französische Revolution unterhöhlten die Macht der katholischen Kirche. Heute umfasst sie zwar immer noch eine Milliarde Katholiken, doch entspricht diese Milliarde nur noch einem Sechstel der Weltbevölkerung.

Die Juden wanderten in die neuen Zentren der Macht aus, nach Mesopotamien, Spanien, Istanbul, Paris, London, Wien, Moskau und New York. Ihre Intelligenz, Geschäftstüchtigkeit und pragmatische Weitsicht machten sie für die jeweiligen Herrscher unentbehrlich. Im Osmanischen Reich nahmen Juden in Wirtschaft und Politik eine führende Stellung ein, die sich neuerdings wieder in einem Pakt zwischen der Türkei und Israel auswirkt. Was die Situation in den USA betrifft, soll der ehemalige amerikanische Präsident Clinton über 60 jüdische Mitarbeiter in seinem Regierungsapparat angestellt gehabt haben, der nach ihm amtierende Präsident George W. Busch immer noch ein Drittel davon. New York soll die größte jüdische Stadt der Welt sein; es leben dort mehr Juden als in ganz Israel! In der amerikanischen Presse und im Fernsehen, in Hollywood und an Universitäten dominieren jüdische Fachleute durch ihren Einfallsreichtum, ihre Reaktionsfähigkeit und solide Fachkenntnisse. Die große Mehrheit der Juden sieht jedoch nach wie vor in dem gekreuzigten Jesus aus Nazareth eine Verballhornung und Verkennung ihrer wahren Berufung und Geschichte. Wo immer möglich, wehren sie sich gegen jede christliche Beeinflussung, etwa in der Forderung nach der Annullierung des christlichen Religionsunterrichts an staatlichen Schulen.

Eine ganz andere Deutung der “großen Stadt” wurde durch Saddam Hussein ins Spiel gebracht, der vor Jahren einen Antrag bei den Vereinten Nationen einbrachte, die internationale Gemeinschaft solle das alte Babel wieder aufbauen. Religiös motivierte Spekulationen schossen sofort wie Raketen ins All. In Bagdad könnte in diesem Fall ein großes Zentrum als elektronisches Supergehirn für alle Länder der Erde eingerichtet werden. Dort sollen dann eine neue Weltwirtschaftsordnung, die internationale Flugsicherung, die Bekämpfung von Seuchen und Krankheiten, wissenschaftlichen Forschungen, ein globales Strafrecht wie auch ein neues Weltethos im Rahmen einer synkretistischen Weltreligion mit erweiterten Menschenrechten koordiniert und zusammenfaßt werden.

Die Spekulanten prophezeiten weiter, Jerusalem solle in dieser Zeit das politische und militärische Machtzentrum des Antichristen werden, von wo aus er die Welt mit eisernem Stab regieren werde. Sein falscher Prophet und die große Hure aber würden in Babylon den Gehirntrust füttern und kontrollieren. Sobald der Antichrist jedoch eines Tages erkenne, dass das Zentrum in Babel zu stark werde, ihn hinterfrage und gegen ihn agiere, werde er den Ort der Zusammenfassung aller Intelligenz und des Okkultismus mit einem einzigen Schlag, vielleicht mit einer Wasserstoff- oder Neutronenbombe, ausrotten!

Babylon ist heute überall dort hochaktuell, wo irdische Mächte im antichristlichen Sinn beeinflußt und gesteuert werden. Der Antichrist erscheint nicht als eine einzige Person, sondern ist ein zeitloser satanischer Geist, der immer wieder neue machthungrige Antichristen hervorbringt. In ähnlicher Weise ist auch die Hure Babylon keine Einzelperson, sondern ein stolzer unreiner Geist, der eine Kette listiger religiöser Berater und Beraterinnen in Synagogen und Kirchen hervorbringt, die ihre jeweiligen Herrscher gegen Gott und seinen Gesalbten zum Aufruhr anleiten. Wie die Frau in der Sonne als Gleichnis für die treue Heilsgemeinde im Alten und im Neuen Bund erscheint (Offenbarung 12,1-6. 13-17), so deutet die große Hure Babylon in den Visionen des Johannes auf ihr Gegenteil hin. Ihre liberalen oder fanatischen Anhänger aus Juden und Christen blieben dem Wort Gottes in der Bibel nicht treu, sondern vermischten Wahrheit mit Lüge und passten sich der antgöttlichen Welt und ihren Lebensformen an. Die Inspiratorin aber zündete in ihnen einen Hass gegen das gekreuzigte Lamm Gottes und seine Nachfolger an und stachelte die Mächtigen dieser Welt zum Vernichtungskampf gegen den kommenden Christus auf. Der Kampf dieser Geister wird am Ende der Zeiten zu seinem Ausgangspunkt nach Jerusalem zurückkehren. Nicht Babylon oder Rom sind die geheimen Zentren der Welt, sondern das Kreuz des Gottessohnes in Jerusalem. Dieses Kreuz bleibt das große Ärgernis, an dem alle antichristlichen Mächte zerbrechen werden (1.Korinther 1, 18 - 24).

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