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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 6 - DIE HURE BABYLON UND DIE ANBETUNG GOTTES (OFFENBARUNG 17: 1 - 19: 10) - Das Ende der großen Verführerin und Vorbereitungen zur Hochzeit des Lammes
TEIL 6.1 Das Gericht Gottes über die Hure Babylon (Offenbarung 17, 1 - 18,24)

2. Die Hure Babylon in Großaufnahme (Offenbarung 17, 3-6)


Offenbarung 17, 3-6

17, 3 - Und er brachte mich im Geist in die Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das war voll lästerlicher Namen und hatte sieben Häupter und zehn Hörner.

4 - Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und Edelsteinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll von Greuel und Unreinheit ihrer Hurerei,

5 - und auf ihrer Stirn war geschrieben ein Name, ein Geheimnis: Das große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden.

6 - Und ich sah die Frau, betrunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blut der Zeugen Jesu. Und ich wunderte mich sehr, als ich sie sah.

Eine neue Visionsreihe in der “Wüste”
(Offb. 17, 3)

Johannes wurde von dem hoheitsvollen Gerichtsengel im Geist weggetragen. Der Engel öffnete ihm die Augen seines Herzens, damit er in neuen Visionen bestimmte Ereignisse erkennen könne. Die geschilderten Bilder und Erscheinungen wollen keine konkreten Personen, Institutionen oder Staaten beschreiben, sondern stellen Sinnbilder und Gleichnisse dar, die meistens indirekt zu verstehen sind. Sie weisen uns sowohl auf vergangene als auch auf gegenwärtige wie kommende Entwicklungen hin und mahnen uns zu geistlicher Wachsamkeit. Vor einer Deutung dieser Visionen tut das Gebet um göttliche Weisheit, um Demut und Zurückhaltung Not (Matthäus 7, 1-5).

Der Gerichtsengel führte den Patriarchen in eine Wüste; ähnlich dem Ort, an den schon die Gebärerin des einzigartigen Sohnes geflohen war, der zu Gott entrückt worden war (Offenbarung 12, 6.14; 17, 3). Körperlich befand sich Johannes nach wie vor auf der Insel Patmos im Ägäischen Meer, seinem Geiste nach aber war er in eine wasserlose Einöde versetzt worden. Im Alten Testament ist die Wüste ein Ort der Strafe und des Gerichts (3. Mose 16, 10; Jesaja 21, 1). Dieses Verständnis der “Wüste” erweiterte sich später und umfasste dann alle Länder, in denen mehrheitlich unreine und gesetzlose Heiden lebten. Die “Wüste”, in der sich der Seher befand, befand sich daher vermutlich nicht in Israel, sondern im jüdischen "Ausland".

Die Frau auf der scharlachroten Bestie
(Offb. 17, 4)

In dieser unwirtlichen Umgebung sah Johannes ein scharlachrotes Tier stehen, auf dem eine Frau saß (Offenbarung 17, 4). Das schreiende Rot der Bestie signalisierte ihren Willen nach Macht, Gewinn und Erotik. Die Reiterin der Bestie lenkte das rote Tier selbstbewusst. Es schien ihr auf den leisesten Zug am Zügel oder auf ihren Zuruf hin zu gehorchen.

Man kann sich nun fragen: Hat das Tier die Farbe der Kleidung seiner Reiterin angenommen? Denn in Kapitel 13, 1-8 war das Biest aus dem Meer bereits beschrieben worden, jedoch ohne eine Farbangabe. Oder wurde das Tier schon früher rot gefärbt, wie der Koran die christliche Taufe als "Färbung Allahs" bezeichnet (Sure 2, 138)? Die Farbe des alten Drachens jedenfalls, des Vaters der Bestie, war von Anfang an feuerrot (Kapitel 12, 3); demnach kam nun bei dem Biest aus dem Meer seine ererbte Farbe zum Vorschein.

Für die Bedeutung dieser Farbe in den Tagen des Johannes, ist zu erwähnen, dass die Amtsbekleidung der römischen Cäsaren damals scharlachrot war.

Das Tier in der toten Wüste verkörperte die geballte Macht des antichristlichen Geistes. Auf seinem Leib trug es viele gotteslästerliche Namen: Die Bestie maßte sich in ihrer Hybris an, Träger der Namen und Eigenschaften Gottes zu sein. Vielleicht nannte sie sich "ewiger Herr und Gott", "allmächtiger Friedefürst", "höchster Priester", "gerechter Richter" oder "Quelle aller Macht". Auch der Papst nennt sich “heiliger Vater” und wird als “Herr der Welt” bezeichnet. Er meint, in seinen Dekreten unfehlbar zu sein, und er versteht sich als der Vermittler aller Gnadengaben.

Eine der Charakteristiken des Tieres ist seine Selbstvergottung. Das Tier aus dem Weltenmeer verherrlicht sich selbst. Der Heilige Geist dagegen verherrlicht den Sohn, und der Sohn verherrlicht den Vater.

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