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Finsternis überfällt den Thron der Bestie )

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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 5 - DER ANTICHRIST UND DAS LAMM GOTTES (OFFENBARUNG 13:1 - 16:21) - Christus inmitten seiner Märtyrer trotz des Antichristen und der Zornschalengerichte
TEIL 5.7 Die sieben Zornschalengerichte (Offenbarung 15, 5 - 16,21)

5. Die fünfte Zornschale: 
Finsternis überfällt den Thron der Bestie (Offb. 16, 10-11)


10 Und der fünfte Engel goss aus seine Schale auf den Thron des Tieres; und sein Reich wurde verfinstert, und die Menschen zerbissen ihre Zungen vor Schmerzen.

11 Und lästerten Gott im Himmel wegen ihrer Schmerzen und wegen ihrer Geschwüre und bekehrten sich nicht von ihren Werken.

Die Zornschalengerichte treffen zuerst die Umwelt des Menschen und zielen dann auf das Zentrum der antichristlichen Macht. Zunächst wurde die Erde geschlagen, so dass die Anbeter des Antichristen krebsartige Wucherungen und Verkrampfungen an Leib, Seele und Geist entwickelten.

Dann wurden die Wasser im Meer, in den Flüssen und in den Quellen verseucht und in geronnene Blutklumpen verwandelt.

Danach traf die vierte Zornschale die Sonne, so dass sie vermehrt radioaktive Strahlen ausschüttete oder die Ozonschicht der Erde sich auflöste, wodurch die Hitze auf der Erde unerträglich heiß wurde.

Die fünfte Zornschale aber traf das innerste Zentrum der antichristlichen Macht, den Thron der Bestie auf der Erde. Der Antichrist wurde dabei noch nicht persönlich getroffen, sondern sein Thron, der nicht sein eigener Thron, sondern der Thron Satans war (Offb. 13, 2). Dieser hatte seine Befehlszentrale seinem bösen Sohn zur Verfügung gestellt, damit er seine Autorität über alle Dämonen und seine Macht über Menschen demonstriere.

Der Herr hat Humor! Er löscht dem Drachensohn kurzerhand das Licht aus. Zuerst fällt eine unerträgliche Hitze über ihn her, dann sitzt er plötzlich in der Finsternis. Vielleicht trifft dieser Schlag gleichzeitig seine gesamte Stromversorgung, so dass keiner mehr den anderen sieht, kein Eisschrank mehr kühlt, kein Motor mehr läuft und alle elektrischen Geräte, einschließlich aller Computer, Fernsehapparate und Telefone, nicht mehr funktionieren.

Vielleicht bricht aber auch eine ähnliche Finsternis über den Thron des Antichristen herein, wie Jesus sie am Kreuz erlitt, als Gottes Zorn und alle bösen Geister über ihn herfielen. Jesus hat den Ansturm der Finsternis an unserer Stelle erlitten. Da aber der Widersacher das Kreuz und den Gekreuzigten ablehnt, muss er nun selbst Gottes Zorn erleiden.

Wo steht der Thron Satans?

In Kapitel 2, 3 der Offenbarung lesen wir, dass ein Thron Satans zur Zeit des Patriarchen Johannes in Pergamon stand. Dort existierten antichristliche Kulte friedlich nebeneinander, da sie sich gegenseitig anerkannten und aus derselben Quelle stammten. Sowohl Satan, als auch der Antichrist besitzen jeweils sieben Köpfe und können gleichzeitig sieben verschiedene sich widersprechende Meinungen vertreten. Erst als die Christen bezeugten, dass Jesus der einzige Weg, die ewige Wahrheit und das unsterbliche Leben ist, war der Teufel los, so dass einer der eifrigsten Zeugen Jesu in Pergamon getötet wurde (Offb. 2, 13-16).

Heute steht dieser Tempel des Zeus in einem Museum in Berlin! Wir hoffen, dass seine Steine nur noch einer leeren Muschel gleichen und keine dämonischen Kräfte mehr von diesem Kultzentrum ausgehen, das zuvor wie eine Krone auf der Bergspitze von Pergamon leuchtete. In Berlin allerdings sollen zur Zeit Hitlers mehr Wahrsager, Spiritisten und Wunderheiler beim Finanzamt erfasst worden sein, als Pfarrer und Priester der katholischen und evangelischen Kirchen zusammen.

Vermutlich besitzt der Thron Satans ”Räder”, wie der Thron Gottes (His. 1, 15-21) und bewegt sich zwischen vielen Zentren. Karl der Große besaß viele Kaiserpfalzen in seinem Reich und ritt von der einen zur anderen um vor Ort zu richten und zu regieren. Wie viele mehr sind Satan und sein Sohn beweglich, um die Menschen von ihren Zentren aus zu beherrschen.

Im Neuen Testament wird mehrere Male angedeutet, dass am Ende der Tage der Antichrist von Jerusalem aus regieren wird. Er wird sich dort in den dritten Tempel setzen (2. Thess. 2, 4), die zwei Zeugen in der Heiligen Stadt töten (Offb. 11, 1-13) und zuerst Juden und Christen in Zion bekämpfen, die sein Bild nicht anbeten und sein Malzeichen nicht tragen (Offb. 7, 4-8; 14, 1-5; 15, 3-4 u.a.).

Er will jedoch nicht nur im Tempel auf dem Thron Gottes sitzen und über die Heiligen triumphieren, sondern vor allem in Menschen Wohnung machen und zieht dabei ein Herz vor, das von Christus gereinigt, aber nicht mit seinem Geist erfüllt ist (Mt. 12, 43-45; Lk. 11, 24-26; Joh. 8, 43-45 u.a.). Satan kann auch in Kirchen und Synagogen wohnen, wenn sie nicht allein auf Jesus Christus, sein Blut und seinen Geist begründet bleiben (Offb. 2, 9 und 24; Kap. 3, 9; 1. Kor. 3, 10-11; 1. Petr. 2, 4-6 u.a.).

Es ist nicht anzunehmen, dass bei der Finsternis um den Thron Gottes in Jerusalem von einer kurzen totalen Sonnenfinsternis die Rede ist, weil diese Finsternismacht gezielt den Thron des Antichristen, aber auch sein ganzes Reich trifft. Finsternis bedeutet im Arabischen auch schreiendes Unrecht, so dass mit diesem Begriff zugleich die allseitige Ungerechtigkeit im Reich des antichristlichen Widersachers beschrieben wird.

Das Reich des Antichristen

Der Mensch der Sünde hat in der kurzen Zeit seiner Herrschaft schnell ein Weltreich gegründet. Alle und alles in diesem Reich gehören ihm. Er hat volle Befehlsgewalt über seine Untertanen. Sein Reich ist eine Zusammenballung seiner Ordnungen, Gruppen, Überwachungszentren, seiner weltweiten Wirtschaft und der zahllosen Anbetungstempel mit seinem redenden Bild. Er hat das Gesetz geändert und ein neues Recht eingeführt. Sein Reich ist das Gegenteil des göttlichen Reiches unseres Vaters im Himmel und seines Sohnes Jesus Christus. Der Antichrist mit seinem Herrschaftsanspruch steht der Autorität und Vollmacht Jesu Christi frontal gegenüber. Das Reich des Lammes Gottes ist ein Reich auf Gerechtigkeit gegründet, voller Liebe, Freude und Friede. Das Reich des Satansohnes aber ist ein Reich der Finsternis, dem Gott sein Licht entzog. Jede Ungerechtigkeit, jede Unreinheit, jede Gewalttat und jede Lüge werden unter Satans Sohn legal werden.

Die Menschen wagen nicht mehr die Wahrheit zu sagen. Sie zerbeißen sich lieber die Zungen, als dass sie ein Wort der Kritik äußern. Die Angst regiert in diesem Reich. Vielleicht ist es auch die schlotternde Angst vor Dämonen oder das unbeschreibliche Entsetzen derer, die den Fürsten dieser Welt persönlich sehen. In seinem Reich regieren keine Liebe und keine Wahrheit. Jesus sagte: Dort wird alle Heulen und Zähneklappen befallen (Mt. 8, 12, Kap. 13, 42 und 50; Kap. 22, 13; 24, 30 und 51; 25, 30; Lk. 6, 25; Kap. 13, 28; Joh. 16, 20; Jak. 5, 1 u.a.). Das Monstrum mit seinen sieben Köpfen, seinen eisernen Zähnen und eisernen Klauen ist in keinem Zoo eingekerkert, sondern geht in der Finsternis herum und sucht welche er verschlinge oder zertrample.

Die Lästerung gegen Gott

Die Menschen schieben die unerträgliche Hitze und die dämonische Finsternis nicht ihrem eigenen Fehlverhalten zu, sie erkennen ihre eigene Sünde nicht oder wollen sie nicht bekennen. Sie lästern Gott und klagen ihn an, weil er Sonne, Luft, Erde und Wasser geschaffen hat und sie empfindlich störte. Am Ende der Zeiten wird es keinen Atheismus geben, sondern einen hasserfüllten negativen Glauben an Gott. Sie leugnen seine Existenz nicht länger, sondern fluchen ihm. Der Geist der Hölle hat sie mit einer kollektiven Besessenheit erfüllt. Wenn heute noch Zeitungen, Magazine, Radio und Fernsehen weitgehend Gott verschweigen und meistens so tun als wenn er nicht existiere, so wird die Zeit kommen, wo verbale Angriffe in der hässlichsten und unreinsten Form auf der Tagesordnung stehen werden. Die Strafgesetze gegen Lästerung und Blasphemie sind in der Bundesrepublik längst aufgehoben und annulliert worden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Konsequenzen daraus sichtbar und hörbar werden. Wenn Aids, Krebs, Tuberkulose, Infarkte und andere moderne Vergiftungswellen die Menschen plagen und peinigen, werden sie ihre Fäuste gegen den Schöpfer und Herrn erheben und ihn wegen ihrer zunehmenden Geschwüre und Schmerzen lästern. Die verbalen Angriffe gegen Gott wird der Antichrist nicht verbieten sondern vorformulieren. Die Finsternis steigt und wird zunehmen.

Buße – ein Fremdwort?

Trotzdem hat das Lamm Gottes die Menschheit nicht vernichtet und wartet selbst in der Zeit der Zornschalengerichte noch auf ihre Sinnesänderung und Umkehr zu ihrem Gott. Im Zusammenhang mit der fünften Zornschale lesen wir das letzte Mal das Wort Buße im Buch der Offenbarung. Dort wird sie insgesamt neunmal als Warnung vor der Strafe oder der Vernichtung erwähnt (Offb. 2, 5, 16, 21; Kap. 3, 3, 19; Kap. 9, 20, 21; Kap. 16, 9, 11). Zu beachten ist, dass die Aufforderung zur Buße zuerst an die Gemeindeleiter in Kleinasien und an die Verantwortlichen in den Kirchen aller Kontinente gerichtet wird. Eine viele umfassende Buße fängt bei den Hirten und Predigern, bei den Bischöfen und Priestern an (Jes. 6, 5 u.a.). Wenn sie in der tiefgreifenden Buße nicht vorausgehen, wie sollen dann die Gemeinden ihnen nachfolgen? Buße und Umkehr fangen an mit der Erkenntnis der eigenen Sünde und in der Erkenntnis des dreimal heiligen Gottes! Buße tun ist eine Gnade. Viele können keine Buße mehr tun, weil sie ihre Verdorbenheit im Licht der Liebe Gottes nicht erkennen wollen. Sie haben ihr Ohr dem Vater der Lüge zugewandt. Deshalb können sie nicht mehr hören (Mt. 13, 11-17; Joh. 8, 43-45; 2. Thess. 2, 8-12 u.a.). Wir sollten mehr um die Gnadengabe der Buße für unsere Gemeinden, Missionen und die gottfernen Menschen bitten. Sie brauchen eine Öffnung ihrer Ohren und den Willen, das Evangelium zu hören. Oft sind verborgene Sünden oder Bindungen an antichristliche Geister die Ursache zum Nicht-mehr-hören-können. Über 40-mal lesen wir von der Buße im Neuen Testament (Mt. 3, 2, 8, 11; Kap. 4, 17; Lk. 5, 32; Kap. 15, 7, 10, 32; Apg. 2, 38, Kap. 3, 17-19; Kap. 5, 31; Kap. 8, 22; Kap. 17, 30; Röm. 2, 4 u.a.). Wir sollten diese Verse aufmerksam lesen und beherzigen, da sie den Schlüssel zum Heil für viele darstellen.

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