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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

BUCH 4 - DEIN REICH KOMME (OFFENBARUNG 10:1 - 12:17) - Die zwei Zeugen der Endzeit und das Blasen der letzten Posaune
TEIL 4.2 - DIE ZWEI ZEUGEN DES LAMMES GOTTES IN DER ENDZEIT (OFFENBARUNG 11:3- 14)

1. 1260 Tage Bußpredigten (Offenbarung 11:3-6)


OFFENBARUNG 11:3-6
3 Und ich will meinen zwei Zeugen Macht geben, und sie sollen weissagen tausendzweihundertundsechzig Tage lang, angetan mit Trauerkleidern. 4 Diese sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. 5 Und wenn ihnen jemand Schaden tun will, so kommt Feuer aus ihrem Mund und verzehrt ihre Feinde; und wenn ihnen jemand Schaden tun will, muss er so getötet werden. 6 Diese haben Macht, den Himmel zu verschließen, damit es nicht regne in den Tagen ihrer Weissagung, und haben Macht über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit Plagen aller Art, so oft sie wollen.

Mitten in das Verderben der Endzeit hinein, wird das Lamm Gottes zwei seiner Zeugen senden, die er mit großer Macht und Autorität ausstattet. Er nennt sie „meine zwei Zeugen”, um deutlich zu machen, dass sie von ihm persönlich mit einem Sonderauftrag gesandt werden (Apg. 1, 8).

Viele Ausleger rätseln, wer diese beiden Zeugen sein könnten. Manche sagen Mose (als Offenbarer des Gesetzes) und Elia (als Vertreter der Prophetie). Andere meinen, sie gleichen Johannes dem Täufer, der im Geist des Elia als Rufer in der Wüste wirkte, und Petrus, dem Vorsteher der Gemeinde mit dem Schwert. Einige vergeistigen die zwei Zeugen und reden von „Gesetz“ und „Evangelium“, andere sagen, sie seien Vertreter aus der Kirchengeschichte der Völker und aus den Gemeinden Israels. Selbst die unwirkliche Idee ist zu lesen, dass alle zeugenden Christen aus den Völkern miteinander den einen Zeugen und alle Jesusliebhaber aus Israel von den Aposteln an bis zu den Judenchristen heute den anderen Zeugen darstellen. Niemand aber weiß die richtige Antwort!

Niemand sollte sich auch von Satan verführen lassen, dem es immer wieder gelingt, diese Berufung einzelnen Christen einzuflüstern, um sie in Hochmut fallen zu lassen. Der Herr wird seine zwei Knechte selbst auswählen und sie vorbereiten, damit sie lernen, sich selbst zu verleugnen, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und Jesus bis zum bitteren Ende nachzufolgen.

Was aber ist die Aufgabe der beiden Zeugen; weshalb werden sie gesendet? Johannes wird gezeigt, dass Jesus den „hinausgeworfenen Vorhof” des Tempels Gottes, der von den Völkern zertreten wird, nicht fallen lässt. Der Herr liebt auch die liberalen säkularisierten, sowie und die fanatischen orthodoxen Juden, die ihn beide gleichermaßen ablehnen. Trotzdem sendet er ihnen zwei vollmächtige Zeugen, um ihnen in der noch verbleibenden Frist vor dem Ende der Zeit und vor der Vollendung des Geheimnisses Gottes einen Weg zur Buße zu eröffnen. Die Liebe Jesu Christi bleibt größer als unser Verstand. Er wirbt in seiner Gnade unablässig um die hasserfüllten Söhne seiner Mörder.


Jesus hatte während seines irdischen Wirkens keinen seiner Jünger allein zum Zeugendienst ausgesandt, sondern immer zwei zusammen, damit einer den anderen in seinem Dienst mit Beten Gebet und Glauben ergänze und mit Rat unterstütze. Außerdem gilt im Nahen Osten nur eine übereinstimmende Bezeugung von Tatsachen durch zwei Zeugen als gesichert, während das Zeugnis von nur einem Zeugen als schwach und unvollständig angesehen wird.

Das Ziel und der Inhalt des Zeugnisses der zwei Gesandten Jesu, von denen Johannes berichtet, erklärt sich durch die Bußbekleidung der zwei Gesandten. Sie wollen das auserwählte Volk zu einer umfassenden Herzensbuße rufen, weil es theologisch, geistlich, ethisch und kulturell verdorben ist. Eine sofortige Umkehr und Änderung ihres Sinnes bleibt die letzte Chance für sie alle (2. Sam. 3, 31; 1. Kön.1. Kön. 20, 32; 2. Kön.2. Kön. 19, 1; Est. 4, 1-3; Hiob. 16, 15; Psalm 30, 12; 35, 13; Jes. 3, 24; Kap. 15, 3; 22, 12; 37, 1-2; 58, 5-9; Jer. 4, 8; 6, 26; 48, 37; 49, 3; Dan. 9, 3; Mt. 11, 21; Lk. 10, 13 u. a.). Wer diese Bibelstellen über eine Buße in Sack und Asche liest, erfährt etwas von der alles umfassenden Volkstrauer und Zerknirschung in der Buße des alttestamentlichen Volkes, die wir in unseren oberflächlichen Demokratien oder gleichgeschalteten Diktaturen nicht mehr kennen. Wir sollten „weltweit” anhaltend um Gnade zur Sündenerkenntnis, und um den Gehorsam zur Buße an Haupt und Gliedern in unserer Gesellschaft und in unseren Kirchen bitten, dass damit sich nicht nur die Mode mit ihrer saloppen Bekleidung oder die erotisch geladenen Fernsehprogramme und Filme ändern, sondern damit das ganze Leben unserer Völker durch Gesetz und Evangelium geheiligt und in die „Kultur Jesu Christi“ hineinverändert wird.

Die genaue Zahlenangabe der Dauer von 1260 Tagen für das Zeugniss der zwei Gesandten Christi von 1260 Tagen hat viele Fragen und Spekulationen hervorgerufen. Bereits im vorigen Vers (Offb. 11, 2), war von 42 Monaten die Rede, die Heilige Stadt solle „42 Monate lang“ zertreten werden, die 42 Monate, die nach der jüdischen Zeitrechnung dieselben 1260 Tage (oder dreieinhalb Jahre) ausmachen, von denen wir nun hier hören.

Der früheste Hinweis auf eine solche Zeitspanne findet sich bei dem Propheten Elia, der mit Vollmacht erklärte, dass es „in diesen Jahren” nicht regnen soll werde (1. Kön. 17, 1). Jesus war es dann, der in Nazareth erklärte, dass der Himmel über Israel durch Elia drei Jahre und sechs Monate verschlossen blieb und der verfolgte Prophet sei die ganze Zeit über von Gott auf wunderbare Weise ernährt worden (Lk. 4, 24-25). Diese Zeitangabe wird von Jakobus, dem Bruder des Herrn, bekräftigt (Jak. 5, 17-18).

Der nächste Hinweis auf diese genannte Zeitspanne ist zweimal bei Daniel zu lesen: In der Vision des Propheten wird nach zehn Könige ein anderer König auftreten, der den Höchsten lästern, seine Heiligen vernichten und das Gesetz ändern werde. Diese blutige Verfolgungszeit werde „eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit“ dauern (Dan. 7, 24 u.- 25). Am Ende des Danielbuches wird diese Zeitspanne mit einem Schwur eines Engels bestätigt. Es wird dort darauf hingewiesen, dass die Zeit der Drangsal erst dann geschehen werde, wenn die Zerstreuung des alttestamentlichen Bundesvolkes ein Ende habe, und ihr Ende hänge mit der Sammlung der zerstreuten Kinder Jakobs und der Auferstehung der Toten zusammen (Dan. 12, 1 und 7). In diesen zwei Versen an beiden genannten Stellen schreibt Daniel jedoch nicht von „dreieinhalb Jahren“, sondern nur von dreieinhalb unbestimmten Zeitspannen („Zeiten“) und berichtet, dass das Ende dieser Drangsalszeit mit der Sammlung der zerstreuten Kinder Jakobs und der Auferstehung der Toten zusammenhinge.

Der Begriff der dreieinhalb Zeiten (nicht Jahre), nämlich als „eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit“, erscheint neben den alttestamentlichen Belegen auch einmal in der Offenbarung, nämlich in Kap. 12, 14, wo von der Bewahrung der verfolgten Gemeinde Jesu Christi vor Satan die Rede ist (Offb. 12, 14).

Als „Jahre“ verstanden entsprechen die dreieinhalb „Zeiten“ 42 Monaten. Diese 42 Monate lang, so hieß es in Offb. 11, 2, sollen die Heilige Stadt und der Vorhof des Tempels Gottes (nicht der ganze Tempel) durch die Heidenvölker zertreten werden (Offb. 11, 2). Zum einen weist die Zeitangabe darauf hin, dass wie Jerusalem Jahrhunderte lang von Feindmächten (Assyrern, Babyloniern, Griechen, Römern, Byzantinern, Muslimen, Briten, Jordaniern, Palästinensern und auch generell von Touristen aus aller Welt) betreten und zertreten wird. Zum anderen aber wird damit auch gesagt, dass trotz aller äußerer Bedrängnis auch in den „42 Monaten“ nie bedeutet die Anbetung der Heiligen Dreieinigkeit im Tempel in Jerusalem (der als herodianischer Tempel seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. nicht mehr existiert), dass in Jerusalem die Anbetung der Heiligen Dreieinigkeit in allen diesen Jahren nie unterbrochen wurde. Dieser Gottesdienst wurde auch in den 42 Monaten nicht unterbrochen. In den „42 Monaten“ versucht zwar ein großer Teil Israels, Gott und dem Mammon gleichzeitig zu dienen, wendet sich von dem wahren Messias ab, verweltlichte, und verhärtet sich gegen den Geist der Wahrheit. Die wahren Anbeter sind jedoch zu allen Zeiten Gott bekannt und empfangen von ihm immer neue Kraft, ihn mit Wort und Wandel zu loben.

Das Buch der Offenbarung wird in drei Versen konkreter und spricht dreimal von 1260 Tagen:

- So lange währt die Bußpredigt der zwei Zeugen (Kap. 11, 3).

-So lange wird die Gemeinde in der Wüste während ihrer Verfolgung durch Satan versorgt (Kap. 12, 6).

- So lange hält die Herrschaft der siebenköpfigen Bestie an, die Gott lästert und seine Heiligen tötet (Kap. 13, 1-8).


 Wer die Inhalte der Angabe dieser apokalyptischen Fristen mit ihren Begleitumständen vergleicht, kann daraus erkennen:

Dem Wirken Satans ist eine Grenze gesetzt! Er kann die Gemeinde Gottes und seines Lammes nicht endlos verfolgen. Sowohl bei Elia wie auch bei Daniel wie auch in der Vision des Johannes, ist dem Lästern und Wüten der antigöttlichen Scheinmacht nur eine begrenzte Zeit eingeräumt.

Die bewahrende Fürsorge Gottes beweist sich in allen drei Fällen besonders inmitten bitterer Verfolgungen , sowohl bei Elia, als auch bei Daniel, wie auch in der Offenbarung. Die Allmacht des sanftmütigen Lammes Gottes ist größer und übersteigt bei weitem die Gewalt des Bösen. Der Segen Christi ist insbesondere auch stärker als jeder Fluch Muhammads und oder seiner Nachfolger (Mt. 5, 44-45; 1. Kor.1. Kor. 1, 8-9; Phil. 1, 6).

Wann werden die zwei Zeugen auftreten?

Die Frage nach einem präzisen Zeitplan für die letzten Tagen der Welt, wird von verschiedenen Auslegern mit erheblichen Differenzen beantwortet. Daniel (7, 25 und 12, 7) sowie Johannes (Offb. 12, 14) reden von unbestimmten Zeiten, nicht von normalen Kalenderjahren. Die Missachtung dieses Unterschieds führte zahlreiche Juden und auch treue Christen zu massiven Fehlspekulationen.

In Psalm 90 Vers 4 steht außerdem, dass 1.000 Jahre vor Gott wie ein Tag erscheinen. Diese göttliche Zeitrechnung wurde von Petrus bestätigt und erweitert diese göttliche Zeitrechnung (2. Petr. 3, 8-13).

Manche Ausleger vermuten deshalb, dass die biblischen Zahlenangaben für die Endzeit in der Bibel real, zumindest auch symbolisch, zu verstehen sind. Die Endzeit hat deshalb jedenfalls mit der Geburt Christi (Gal. 4, 4), mit seinem Tod (Joh. 19, 30; Hebr. 9, 26), mit seiner Auferstehung (Joh. 11, 25-26), mit seiner Himmelfahrt (Offb. 12, 6), mit seiner Inthronisierung (Offb. 6, 1-2) und mit seiner Geistausgießung auf alles Fleisch (Joel 3, 1-5; Apg. 2, 16-20) schon längst begonnen! Zu Ende gehen werden die letzten Tage der Endzeit dann mit seiner Wiederkunft . Satan ist durch Christi Sühnetod bereits besiegt. Der gefallene Besiegte wütet aber noch gegen die Gemeinde Christi, seinen geistlichen Leib, der sowohl zwischen den Völkern als auch in Israel lebt und leidet (Offb. 12, 7-9). Johannes hatte seinen Gemeinden im Bereich von Ephesus in diesem Sinne eingeschärft:

Kinder, es ist die letzte „Stunde”! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind nun schon viele Antichristen gekommen. ; daran erkennen wir, dass es die „letzte Stunde” ist. (1. Joh.1. Joh. 2, 18-23).

Bei zahlreichen Auslegern verdichtet sich die Erkenntnis, dass mit der Sammlung der zerstreuten Stämme Israels (Dan. 12, 7) bei einem letzten Gnadenangebot an sie (Amos 9, 11; Apg. 15, 16-187; Sach. 12, 10; Offb. 1, 7) auch der personifizierte Böse, die siebenköpfige Bestie aus dem Meer, mit sieben Köpfen aufsteigen werde (Offb. 13, 5) und dreieinhalb Jahre lang versuchen werde, die Welt von Jerusalem aus zu verführen und zu beherrschen (Dan. 7, 25; 2.Thess. 2,  1-4). Er Die Bestie werde alles daran setzen, alle treue Christen aus den Völkern und aus den Juden zu vernichten (Dan. 7, 25; Offb. 13, 5). Jesus aber werde ihr Leiden und Schreien erhören und zu ihrer Rettung erscheinen (Hebr. 9, 28) und dabei den Antichristen durch sein allmächtiges Wort vernichten (Jes. 11, 4; 2. Thess. 2, 8; Offb. 19, 15. und 20).

In diesem Endkampf der letzten Tage werden die messianischen Christen wie räudige Hunde aus ihrem Volk ausgestoßen und wie Aussätzige behandelt werden. Diese aber sind die wahren Anbeter der Heiligen Dreieinigkeit in Israel! Das alttestamentliche Bundesvolk muss sich immer eindeutiger zwischen Jesus Christus und dem Antichristus entscheiden.

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