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durch alle Kreatur
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OFFENBARUNG - SIEHE, ICH KOMME BALD
Studien zum Buch der Offenbarung

Buch 2 - DIE INTHRONISIERUNG JESU CHRISTI NACH SEINER HIMMELFAHRT (OFFENBARUNG 4:1 - 6:17)
Die zweite Vision 
der Offenbarung
 Jesu Christi

TEIL 2.2 Die Inthronisierung 
Jesu Christi 
durch die Verleihung 
der versiegelten Buchrolle (Offenbarung 5:1-14)


3. Die Anbetung des Lammes 
durch alle Kreatur 
(Offenbarung 5,8-14)

Wer den siebenfachen Lobpreis der Engelsheere liest, wird ahnen, welche Vollmacht Jesus, das Lamm Gottes, empfing, um die Welt zu richten und seine Gemeinde zu retten:

Kraft

Die erste Eigenschaft, die Jesus von seinem Vater empfing, war Kraft und Macht. Im hebräischen Namen für Gott, „Elohim“, heißt „El“ Kraft und Macht. Jesus bestätigte diesen Inhalt des Namens Gottes, als er vor seinen Richtern im Hohen Rat bezeugte: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels (Mt. 26,64).

Gott selbst mit seiner Kraftfülle ist in Jesus gegenwärtig, so wie Paulus schrieb: „In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig“ (Kol. 2,9). Jesus hatte im Glauben zuvor bezeugt: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden“ (Mt. 28,18). In seiner Autorität konnte er zu seinen Gesandten sagen: „Ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen und werdet meine Zeugen sein“ (Apg. 1,8).

Wir sollten in der Schwachheit unseres Lebens nie vergessen, daß Gott „Kraft“ heißt, seinem Sohn alle Gewalt und Kraft im Himmel und auf Erden innewohnt und der Heilige Geist die Kraft Gottes ist. Die Heilige Dreieinigkeit bedeutet dreifache Vollmacht! Der Glaube kann Kraft aus dieser Fülle empfangen.

Reichtum

In der Reihe der Ruhmworte, welche die Engels-heere dem Lamm zusprechen, steht an zweiter Stelle der Reichtum. Dabei ist nicht zuerst an Gold, Silber oder Titan gedacht, auch nicht an den begrenzten Reichtum der Erde an Energie wie Kohle, Erdöl, Wasserkraft, Wind, Sonnenenergie und Atomkraft, sondern an den Reichtum des Heiligen Geistes. Der Geist Gottes ist die Ursubstanz, der bleibende Reichtum „in Gott“ und der Ewigkeitswert eines gläubigen Menschen. Wer Liebe übt, ist reich in Gott. Wer Bedrückte tröstet, erfährt Freude in Christus und kann diese Freude wiederum weitergeben. Der Friede mit Gott ist ein unbezahlbarer Schatz im Herzen eines Menschen. Die Früchte und Gaben des Heiligen Geistes in einem Christusnachfolger, der Reichtum seiner Gnade (Eph. 1,7; 2,7) und seiner Herrlichkeit (Röm. 9,23; Eph. 3,16; Phil. 4,19) sind geistliche Werte, von denen die Welt nichts weiß.

Christus warnt uns eindringlich, unser Vertrauen auf den betrügerischen irdischen Reichtum (Mt. 13,22; Mk. 4,19; Lk. 8,14) und auf den ungerechten Mammon zu setzen (Lk. 16, 9+11). Niemand kann gleichzeitig Gott und dem Mammon dienen (Mt. 6,24). Jesus will uns von dem Betrug des Materialismus und dem Vertrauen auf unser Bankkonto befreien und uns auf sein Heil, den wahren, ewigen Reichtum, hinweisen. Den Gemeindeleiter in Laodizea, der zwar mit Feingold handelte, aber arm in Gott war, forderte der Auferstandene auf, von ihm Gold zu kaufen. Der Reichtum Christi ist geistlicher Natur. Dazu sagte Johannes: „Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade (Joh. 1,16).“

Weisheit

Die dritte Eigenschaft, derer die Engelsheere den inthronisierten Friedensfürsten würdig rühmten, war Weisheit. Ein weiser Herrscher muß seine Augen oder seine Geheimdienste überall haben. Deshalb hat das Lamm Gottes sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die durch alle Lande eilen (5,6).

Jesus verstand schon zu seinen Lebzeiten, was in einem Menschen war, und brauchte keine Ratgeber (Joh. 2,24-25). Seine Liebe durchschaute alle. Er wußte mit Fürsten und Bettlern, mit Blinden und Sehenden, mit Soldaten und Frauen, mit Kindern und Greisen umzugehen.

Jesus prophezeite die Belagerung Jerusalems und erklärte seinen Jüngern stufenweise die Endzeitent-wicklung vor seinem Kommen (Mt. 24 und 25). Er offenbarte im voraus seine richtenden Worte im zukünftigen Gericht und schuf zugleich in uns die Hoffnung auf eine neue Welt, die mit seiner Herr-lichkeit erfüllt sein wird. Jesus ist allwissend und wahrhaft weise. Der Vater vertraute ihm das Gericht und die Besiegung der satanischen Mächte an.

Jesus weiß Bescheid. Er kennt auch deine Situ-ation. Du bist ihm nicht unbedeutend. Er kümmert sich um dich und versichert dir: Niemand wird dich aus meiner Hand reißen (Joh. 10,27-30).

Stärke

Die Engelchöre skandierten ein viertes Ruhmwort: Christus ist würdig der „Stärke“. Während das erste Ruhmwort „Macht der Kraft“ hieß und das Energiepo-tential des Allmächtigen beschrieb, deutet das vierte Ruhmwort auf die Durchsetzungskraft des Herrschers im entscheidenden Augenblick hin. Jesus gebot mit Vollmacht den Geistern, aus Besessenen auszufah-ren. Er stillte den Sturm mit einem Wort. Er weckte Tote auf mit einem Befehl. Er wird mit einem Siegesruf sein zweites Kommen einleiten und den Antichristen mit dem Hauch seines Mundes auslöschen (1. Thess. 4,16; 2. Thess. 2,8). Seiner Kraft, die aus Heiligkeit und Liebe resultiert, ist keine gottfeindliche Kraft gewach-sen.

Ehre

Mit ihrem fünften Ruhmwort bekannten die Engel, daß dem Lamm alle Ehre gebührt. Der Sohn hatte allezeit seinen Vater geehrt und verherrlicht. Er ver-leugnete sich selbst und machte sich klein. Er wusch seinen Jüngern die Füße. Er wurde der Allerver-achtetste, und am Kreuz wurde er ein Verfluchter.

'''Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters (Phil. 2,9-11).'''

Der Vater setzte seinen Sohn im Thron nicht zu seiner Linken, sondern zu seiner Rechten, an seine Ehrenseite, um zu demonstrieren, daß das Lamm Gottes etwas vollendet hatte, was weder der Vater noch der Heilige Geist tun konnten: Er war als Opfer-lamm gestorben, um die Welt mit Gott zu versöhnen. Seither legt Gott ihm alle seine Feinde zum Schemel seiner Füße (Ps. 110,1). Die Überwindung der anti-christlichen Mächte geht in dem Maße vorwärts, wie die Gemeinde Jesu, sein geistlicher Leib, glaubt, liebt und hofft. Christus ist Sieger, Herr und Richter. Ehren wir ihn mit unserem Zeugnis in unserer Umgebung? Verherrlichen wir Christus - oder verwirklichen wir uns selbst?

Das Lob der Engel geht nie zu Ende. Sie singen, loben und preisen, weil sie Grund zum Singen und Danken haben. Unsere Gemeindelieder sind ein Echo ihres stürmischen Lobes.

In der Moschee wird nicht gesungen. Es wird höchstens vor einem Kriegszug skandiert. Muslime haben wenig oder keinen Grund zum Singen, weil sie versuchen müssen, ihr Heil mit Beten, Fasten und Wallfahrten in Gottesfurcht selbst aufzubauen. Sie wissen nicht, daß einer sie liebt!

Herrlichkeit

Mit ihrem sechsten Lobpreis rühmten die Engel die Herrlichkeit Jesu Christi. Er hatte sie seinen Jüngern auf dem Berg der Verklärung offenbart (Mt. 17,1-13), war Paulus im gleißenden Licht vor Damaskus erschienen (Apg. 9,3-7) und war in seiner erhabenen Hoheit vor Johannes auf Patmos gestanden (Offb. 1,12-20).

Johannes hatte zuvor schon erkannt, daß die un-vergleichliche Herrlichkeit Jesu in seiner heiligen Liebe besteht. Deshalb schrieb er als Thema seines Evangeliums:

Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit (Joh. 1,14).

In seinem größten Leiden wurde die Herrlichkeit des Dornengekrönten sichtbar.

Wenn „Herrlichkeit“ die Fülle der Eigenschaften Gottes heißt, besagt der Lobgesang der Engel, daß Gott das Lamm mit seiner eigenen Herrlichkeit erfüllte, um dem Allerverachtetsten seine ursprüngliche Seinsweise wieder zurückzugeben.

Am Ende seines irdischen Lebens bat Jesus seinen Vater in seinem hohepriesterlichen Gebet:

Vater, ich will, daß, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe der Grund der Welt gelegt war (Joh. 17,26).

Jesus versicherte seinen Jüngern mehrere Male, daß er mit großer Kraft wiederkommen werde in Herrlichkeit - seiner eigenen wie auch der seines Vaters - um seine Auserwählten von den vier Enden der Erde zu sammeln und einem jedem nach seinem Tun zu vergelten (Mt. 16,27; 24,30-31; 26,64; Mk. 13,24-27; Lk. 21,25-28).

Lob

Die Engel beendeten ihr Oratorium mit dem siebten Ehrenwort: Der Lobpreis gebührt dem Lamm! Ihr Mund floß über vor Anbetung. Das war kein heuchlerisches Rühmen, kein kalter Proforma-Dank, nein, sie freuten sich von Herzen mit allen Menschen über das vollendete Heil und rühmten den Heiland, der es vollbracht hatte.

Wer einmal die großen Chöre der Oratorien Bachs oder Händels hörte, mag gedacht haben, etwas von dem Jubelsturm des Himmels zu ahnen. Schon bei der Menschwerdung Jesu war der Himmel aufgerissen, so daß das Lob der himmlischen Heerscharen bis auf die Erde herabdrang. In noch größerem Maße brauste das Lob bei der Inthronisierung Jesu auf, als alle seine Großtaten, seine Liebe und seine Geduld, sein Opfer und sein Heil gelobt und besungen wurden.

Der Sohn saß mit seinem Vater im Thron. Er gab dem Vater alle Ehre an diesem Freudentag, wie auch der Vater den Sohn ehrte und ihm alles Lob zukommen ließ. Die Einheit Gottes und des Lammes war das eigentliche Geheimnis des Lobpreises der Engel.

Hast du ein musikalisches Herz? Hat der Heilige Geist dein Innerstes zum Schwingen gebracht? Steigt das Lob des Lammes aus deiner Seele auf? Stimmst du aus vollem Herzen mit ein in den Chor der Engel, so wiederhole und bete auswendig:

Das Lamm, das geschächtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Lob!

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